Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 31. (29.7.1892)
- Date
- 1892-07-29
- Page
- Seite 124 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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124 זיר"*, 'ימיי' ■י־ .״. ׳ £ wird, and hat auch mehr Wahrscheinlichkeit für sich, weil man annebmen darf, dass aaoh die babylonischen Jaden die Geschichte ihrer damaligen Wohnstätte gekannt haben. Dadurch würde ev. Rasohi’s Hinweis aaf Gen. 14,1 hinfällig. Ob man bei dem Gebrauche des Beinamens אריוך daran gedaoht, dass in demselben ein Anklang an ארי ,Löwe“ enthalten sei, wie Tosephoth (Sabb. 53a) yermathen, lassen wir dahingestellt, wollen aber darauf hinweisen, dass, da der Löwe als König der: Landthiere beseiohnet wird'), seinen hervorragenden Genossen R. Ghija b. Abin einen ,Löwen in der Stadiengenossensch&fb“') genannt hat Und nioht selten mögen, als das tudinm der ,Babylonier* * auch Tm,Westlande“ Anerkennung fand, die nach Palästina ziehenden Gelehrten Babylon’s diesen Ehrentitel erhalten haben ",1. Als nämlich Rab aus Palästina nach seiner babylonischen Heimath znröckkehrte und sich aam Oberhaupts der babylonischen Juden schon kraft der ihm vom Nassi verliehenen Graduation nnd Autorisation aufzaschwingen vermochte, legte man ihm den Beinameu אריבא, König, Fürst“ bei, während Samuel ארי1ך beigenannt wurde, kennzeichnete ihn aber, ihn von dem Ehrentitel Samuel’־! unterscheidend, auch dadurch, dass man den Vornamen seines Trägers, Abba, hinzusetzte. Den palästinensischen Gelehrten aber mochte es aaffallen (vgl. Anm. 5), dass man in Babylonien den Lehrer beim Kamen (ohne ”1) rief, weil sie vielleicht nioht ahnten, dass dies nur der besseren Bezeichnung wegen geschehe. Samuel und andere hochberühmte hl inner dagegen konnten es sich erlauben, Rab bei seinem eigentlichen Kamen zu nennen, dem der Titel "ד fehlte, weil er vom Nassi nicht eine uneingeschränkte Ordination erhaltej^(Sanh. 5 a. — Schliesslich sei noch daran! hingewj«6en, dass Raschi (Sabb. 53a and Chull. 45 b) bemerkt, falls hier (st. אבא חברי (אבא zu lesen ist, *o entspreche es der Form אברך (Gen. 41,43) — אבא למדכא• Doch ist dies nicht gut angängig, da אברך ein ägyptisches Wort״;, während ,Abba Areka* aramäisch ist. Kecensionen. Stern, Moritz. Die israelitische Bevölkerung der deutschen Städte. Ein Beitrag zur deutschen Städtegeschichte. Heft H; Kiel. Kiel 1892. K. Fiencke Der Herr Verfasser hat im L Heft Ueberlingen* am Bodensee (Frankfurt a. M. 1890) behandelt; in der vorliegenden Schrift kommt die Entwickelung der Kieler Israelitengemeinde zur Darstellung, aus der wir einen Abschnitt, der im Anschluss an den von Herrn Dr. ־Stern erstatteten Schalberioht unter dem Titel: ,Aus der Vergangenheit der israelitischen Gexneinde zu Kiel* erschien, bereits im Litteraturblatt Kr. 22 dieses Jahres besprochen haben, worauf wir hiermit verweisen. Das obige Werkohen verbreitet sioh von Seite 21 ab weiter über die Entwickelung der Kieler Gemeinde in dänischer Zeit seit 1773. •) Chagig. 13b. Vgl. nooh meinen Aufsatz: ,Ans dem Reiche der altfadischen Fabel“ in der ]Beil, des ״Isr.“ (Nr. 26 n 42). *) ארי שבחב־דה, Kidd. 48b, Sabb. 111b, Sank 8 b ln B. bathra 88a sagt er es von R SBra, der, vgL Sabb. 23a, in seinerJngendRab’sLehrhans besuchte —Vgl.auch bee Jebam. 122b. ,ל VgL B. Kama 117 b, wo Besch Lakisch den Bab Kahana bei B Jochanan mit den ־Worten e'ntnhrt: ארי <לה מב3ל ,ein Löwe ist von Babel heraa/gekommen“. x*) VgL noch Friedr. Delitzsch, assyr. Wtb. 68 —70 nnd dszn Nüldeke in ZDMG 40,734 (£her vom assyr. pa-rak-kn ״Tyrann ‘ (der im Palaate wohnende, vgL Pharao von Peraca -hohe Pforte“), hebr. 0רך und ־פרכת Delitzsch, assyr. Stad. Heft L 3. 127 Note. 1 Die besonderen Hoffnungen, die man nach dem Anf hören dee grosstürstliohen rassischen Regiments an die Umwälznng knüpfte, erfüllten sioh nioht, denn die ras8i80he Gesetzgebung blieb vorerst bestehen. Mannigfache Zarüoksetzungen, die die Jaden in Altona and Rendsburg nioht kannten, erfahren die Kieler Jaden, so sehr aaoh n. a. Levin Joseph Samson in Kiel in seinen Eingaben an die Behörde betonte, er sei in seiner Concession nioht als Sohutzjude, sondern als Bürger bezeichnet; er wolle alle die Pfliobten leisten, die anderen getreuen Staatsbürgern anferlegt würden (militärische Leistnngen etc.). Seiner Bitte wurde nicht willfahrt; die vernichten Vorartheile wollten nicht weichen. Erst am 30. September 1803 begann es za liohten: Daroh Resoript des Königs wurde verfügt, ,dass von nan an den mit verordnungsmässigen Pässen versehenen Jaden ohne Unterschied der Nation der Aufenthalt in dem vormals grossfürstlichen Distrikte wie sonst im Herzogtham Holstein unter Vorwissen der Ortsobrigkeit frei von Abgaben verstattet werden solle.“ Zaleizt giebt der Herr Verfasser nooh einige Ergänzungen nnd Berichtigangen zur Gesohiohte des Hauses Masaphia, dem der Gründer der Kieler Jadensohaft entstammte. M. Sp. LitterariscUe Notizen. 1. Ich muss aaf die Notiz des Herrn N. in Nr. 29 nochmals znrftckkommen. Wozu eine anf blosser Erinnerung berahende Bemerkung, wenn ich dem gegenüber in der Lage war. der meioigen eine nochmalige Einsicht in die bez. Baschistelle (Sanh.) vorangehen zu lassen? (Das אמור למחוק את השם kannte anch ich.) Raschi sagt an gen. Stelle :לול ר תלד בצואר כולנו.■ . והיה לו לנדוד את הנקודה תאת על לה׳ אל־דנו אבל לאו אורח ארעא לנדוד את השם ונקוד על לנו ולבנינו וכר Kann ich da nicht mit Fog and Recht behaupten, der Vorschlag den Gottesnamen za panktiren — von einerStreichang ist eben gar nicht die Rede — sei eher Raschi conform, als seinen Worten zuwider? Uebrigens bleibe ich durchaus dabei, dass in Sanh 43 b, ebenso wie z. B. auch Beraoh. 4 b, die Worte von למה נקוד bis שבעד erst ein späterer Zusatz seien Die Ansicht R Jehudah’s wird dadurch leichter verständlich. Man hat sich eben mit der bisherigen Lesart, znrechtgefunden, weil es nicht anders ging. Kgr. 2. Unter Hinweis auf meine Miscelle I in Nr.?6 dee vor. Jbg. nud meine Anslnhrungen in Nr 42—43 möchte ich hier eine Erklärung des Wortes שבד geben. Das reinsemitische, bezw. hebräische Wort 'שבן hatte (vgl. Miscelle 1 za 1בר» ursprttnglich nur einen allgemeinen Sinn: es bedeutete .,das Schauende, bezw. Anschauangsvermögen“, für dessen Träger nach alter Anschauung das Herz angesehen wurde. In dieser Bedentnng ist Dan שכד nicht nur in Hiob, sondern anzweifelhaft anch in dem bezw. Segenssprache, gebraucht and die cbaldäische Erklärung durch ״Hahn“ kann mit dem rein hebräischen Segenssprache nichts gemein haben. Dieser ist doch viel älter als derTalmad bezw dessen Disputationen. — Als man nan in der alltäglichen Beobachtung wahmabm, dass der Hahn, namentlich lttr die bangschläfer, der beste Horoekop war, der (allerdings iostinktmässig) zwischen Tag and Nacht unterschied — nebenbei bemerkt kräht der Hahn anch in der Nacht, wenn er gestört wird — glaubte man, dass in dem Segenssprache לשבוי כינה להבחין jrU אשר der Hahn gemeint sei, der inzwischen' auch hier oder da in der Umgangsspräche diese Bedentnng erlangt hatte — Einen treffenden Beweis für die Richtigkeit dieser Angabe dürfte sich ans der oben erwähnten Wandlang bei dem Worte נבר ergeben (VgL Miso. I). — Erwähnt sei noch, dass das Targnm die Stelle in Hiob durch סי יהב לרב א בינתא und erst in einer andern Erklärung, die wohl späterer Zusatz ist, durch .לתרנניל ברא ביונתא למקלסא למריר, — Zu dem Hinweis auf Lev. t. 25 (Herzberg in Nr. 4U) kommt noch aasser Bosch hasch. 26 a unt. jer. Ber. 13c ob.!80 — (ברומיhliesslich sei noch aaf Graets, Mtsscbr. 1875, S 511 ffj hingewiesen, wo צפור (Kohel. 12,4) als ״Haasbahn“ aufgefasst wird, der den Morgen OCX) ankOndigt — entsprechend dem ״neabebräisehen, gewiss aas dem Aramäischen entlehnten *תרנגול• Koenigsbergez. VerantwortL Redactear Dr Rahmer,Magdeburg. Druck:Bendtx «Hahn. (tr. D. L. Wolif.) Magdeburg. Verlag: Bob. F riese,Leipzig