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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-05-27 · N° 22. (27.5.1892) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 22. (27.5.1892)
Date
1892-05-27
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Car UmktH| •Uar JUMtaa M Jäte hMM■ ltttarsrtMh«■ ■r- «Mute nf te «•MaM «UrFfcU•• teU*. twkMU, MMfntUa, Umtetk, Mteli, lutM, ■Mdlaük, UtuzU m. nimift 1 Herausgegeben | Rabbiner Dr. ■•riti RakaMr. pflaydt&uuj,;3»» 27 STCm■ 18$2. UMn&>, •aMt Mr Mut!« wiw» warte, Mw ka Oaaaat Matta aliiakatla ha!caata>4 M Haaaa4aaa raa a.wai aaMwate■• txawalaraa arfaiat «lawaltoa kam S ratla* laaaattaa. Das -JMIsehe IJtUratar-BlaU‘ erscheint wöohentUoh in ein am halben Bogen. Preis bei allen Banhhaadlaag•» in Leipzig bei Bobert Friese) pro J«hrgi - ®־*--״י A1-*— J- T—1*'■י־—w— w~.u_.-j...;»« י׳’*w«: allen Poetanetelten und Buchhandlungen lui U Pf fOr die gespaltene Pstitxeile. Bell wen___ Bncfabindler u. Lehrer, wdmairect oder doch Bobert Frieae Ineerate ein «enden, rhalten 36 ji BabatM Eine e. (Fortsetzung) Bapaport. Mitg in in Prag• — N01 Inhalt: י! Wisaensehaitliche Aufa&tie: Der ewige Jade, litterarische Skizze von Heinr. Loew| Briete an and ron Salomo J. L theilt von Rabbiner Dr. Nathan Grt ein Wort aber dasOorraptel, in Kethnboth 102b and Thoaeptha Kethuboth o. XI. Von Rabbiner Brenn. Lätteratarberioht: Recenaionen: G. Woltf. Kleine hiatoriache Schriften. — Stern, D. M. Aaa der Vergangenheit der israelitischen Geineide za Kiel.[— Wan sehe, Äug. Prot. Dr. theol et phil., Midrasch Tehillim. Von Rabbiner Dr. Cohen-Baigknnstadt (Fortsetzung) Litterarische Notizen. j iit aiebt Uabefefter Naskdresk eae diesen Blatte!eetattat Oer ewige Jade Eine litteiaiieche Skizze von Heinrich Loews (Fortsetzung.) Dies versohienen 75. Jahr / äeind Seoretariue Christoff Ehringer vnd M. Jaoobas j / welche ▼nser Gnediger Herr / Hertzog Adolff za Holstein vngefahrliob vor fünff viertel Jahren / als Legaten an König in Hispanien abgefertiget / wegen der bezahlang / so sein KönigUoh W. Ihr Fttrstfiohen Graden: Vnd dem Kriegs-Volok / mit dem sie in Anno 1672. dem Duo de Alba in das NiderJand gezogen! noch schuldig verblieben: ▼mb betürderungen angepalten / Widernmb za H&uss kommen vnd alhie zaj Sohlesswig anfgelangt / die beriohten / dass sie za, Maldait*) ob^ edaohten man in aller gestalt / mit Kleider / geerden / vnd Alter noch za sehen / a!getroffen / mit jhme geredt / vnd eben wie der abgomelt neben andern Leuten von jhm verstanden habea / .vnd. hab er sein gut Spanisch geredt. Was nun von dieser Mannsperson sa halten: davon steht jedem sein Jadioinm ftsy: Dis werok Gottes seina wnnderbarlioh vnd vnerf!rsohliob / vnd werden je lenger je mehr Ding / die bishero verborgen gewesen / nun mehr gegea dsm sunahenden Jüngsten Tag vnd ende der Welt offenbaret / wol dem der es in rechtem verstand aafnimpt / vnd er• kennet / vnd sich daran nicht ergert. Datum Sohlesswig den 9. Janij Anno 1564. Dieser Mann oder Jad [ soi so dioke Fasssolen haben / das mans gemessen / zweyer s wer oh Finger dick gewesen / glaioh wie ein horn so hart / wegen seines langes.gehen vnd Beysen / er toll aaoh Anno 1699. za Dantaig im Deoember geaehe:!.worden sein. Ende. י . * _ *) Madrid. Das Volksbuch ist offenbar za dem Zweoke der Erbauung geschrieben worden. Ia der Zeit der Reformation bis hin zum grossen dreiszigjährigMi Kriege*muss ein sensationell sein wollendes Bpoh seinen Gegenstand dem Glauben and Aberglauben des Volkes entnehmen and muss dem Reione ..4p■ Wunders und des Wunderbaren angehören. Öp־ ewige Jade wurde gewiss niobt weniger gern als die Genovefa oder die sohöne Melasina gelesen, tun so mehr als ja jene in graaer Vergangenheit «arüoklagen, während dieeer in der lebendigen Gegenwart eeiqmi halb geisterhaften Spuk trieb. Wie unser Volksbuch erzählt, war er 1489 in Spanien, 1542 zu Hamb mg, 1575 in Madrid und im Deaember 1599 zu Daaaig gesehen worden. Aaoh Lübeck (1601,) Magdeburg, Paris, Braanaohweig, Leipzig, Naumburg und vielen anderen Städten dez heiligen römieohen Reiches hzruar Krakau,'Reval, Moskau, hat er seine märchenhaftem Besaohe in den verschiedensten Zeiten abgsehlftet Zuweilen finden wir ihn in einer deutschen Stadt als Besaoher beurkundet, während wir ihn nach den Chroniken anderer Städte in ganz anderen Gegenden Deut80hlandserwerten8oUt6n.Es hat sieb in jener wunder* gläubigen Zeit eben mehr als ein Betrüger di» Sag» zu nutze gemacht. Die lotste urkundliche Naohnaat von seiner persönlichen Anwesenheit haben wir an» dem Jahre 1721.: Da» Krueifloc auf dem GastMftarfte. Anno .1721 den 22. Juli ist bey dem Isarthot wfe■’ München der ewige Jud oder bis an s Ende der t&elt laufende Schuster ankommen, ist aber nicht in die Stadt eingelassen worden, derenmegen er sich tu Heidknuig* eine Zeit aufgekalten und mit denen udaufenden T sonen geredet und gesaget, der Familie v0t?denen Ju so Christum den Backenstreich gegeben, allen die rcc Hand zweimal länger als die linke sei, von diesem!Geschlechte aber, so Christum angtspien, solche speien־sich( allezeit Selbsten an; saget weiter, dass er schön stehen ־ mal die ganze Welt ausgegangen, auf dem GasttigmKf betrachtete und betete er vor dem Crucifix.׳ AB^et' ' dessen gefragt wurde, gab er zur Antwort, dieses sei die rechte Abbildung unseres Herrn, und die Länge,, und in allen Theilen gleich, — handelte auch סייי Ge schmuck und Per lein. Hat obiges Crucifix Herr t Luidl Hofbildhauer zu München aus Blei jg4f$ Hier haben wir den Beweggrund gaaa vor Augen, der in dem Betrage triste; .;|S!j Kruoiflx auf dem Gaeteigbqig als dae^ Abbild der Leiden des

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