Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 21 (20.5.1892)
- Date
- 1892-05-20
- Page
- Seite 84 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 84 ~ rohe Verbrecher, du• gerade am nOfiTl וגרב ■eine Un- •־;♦hat unbemerkt bleiben werde, bet «oh aber wie schon fo mecoher Schurke verrechnet, ■ein Mord arde entdeekt und ■um warnenden Beispiel für alle!* *Saiten engem er kt. — Du i«t wohl ein logischer Zu• ־ eemaenhaag dee DCfi לרב in dem 1 מעשה שהיה Prag, 10. Mai 1892. Dr. A. Kisch. Der Aufforderung des Herrn Dr. Deutsoh ent* sprechend, kann ich nur wiederholen, was in meiner Toeefta-Ausgabe p. 273 Z. 22 im Text und in den Varianten *u lesen ist. Der Zweitel des Herrn Dr. 'D. kann sich nur darauf beaiehen, ob etwa in den Handschriften, wie in der Wilnaer Talmudausgabe euch eine Abbreviatur steht. Darauf erwidern iob, dam ich mit Bestimmtheit sagen kann, dass weder in der Erfurter noch in der ־Wiener Handschrift eben• ' sowenig wie in den Salsbaoher und ־Wilnaer Tosefta- Ausgaben Abbreviaturen stehen, sondern wie ich an- .«■merkt, steht in der Erf. Hsob. DT1CO כערבי, in der »•er Handsob. rtOCrt בערב und in den Ausgaben ^■71לרב ה6ם. Die Variante in W. ist aus dem Titel des mit diesem Namen beseiohneten Abschnitte im Trattäte Prnaachim, was dem Abschreiber geläufiger war, $ads HOCH לרב• An der Richtigkeit des Textes בסרב - imn ist meiner Ansicht nach nicht au rütteln. £18 [*•wird eben du Ungeheuerliche der That hervorgehoben. »Ufa kam einmal vor, was nicht zu glauben wäre, dass :'«an den Mord begangen am Vorabend dea Pessaoh• feste*, an welchem aas Pessachlamm in Reinheit ... Veraehrt werden sollte und die Habsucht schrak vor *4׳km doppelten Verbrechen dm Mordes nnd der Ver• »lafanng dm biblischen Oesetaea betreff dea Reinheit«- ~ •tu des Pe*8achOpfers nicht anrück, wie R. Jakob ien schon richtig erklärt: 1K&BJTI TOri ק״מ׳ל שלא וימנלד סללשזת. So erklärt sich der Ausdruck בלדב, mit dem Artikel, es ist eben darunter du Pesmofaopfer gemeint. Die Stelle ist 80 klar, sie Professor Strack nnd Dr. Deutsoh erklärten, nur blinder Ham du Gegentheil von dem her-?•nalmen kann, was darin steht. Pieschen, 6. Mai. Dr. Znckermandel. Litteraturberieirt. du Sitaen sogar im Kreiaa der Engel verpönt sei, nimmt ■un R. Ami uine Worte aurüok nna erklärt, dam auoh die dawidischen Könige keine Ausnahme bildeten und erfarchtsvoll in der לזרה atehen maasten, dam auch Dawid sioh nicht geaatat, ■ondern aioh nur an die Wend gelehnt habe. Nor der ■Hohepriester, heisst es ■um Sohluss, habe nach 1. Sam. 1,9 eitaea dürfen, und die Worte ״D. setate sioh“ seien bildlich an nehmen: er beruhigte sioh daroh Gebet (בתפלה) oder besser nach der L. A. im Jernsohalmi: er sammelte sioh ■am (Jebet לתפרה)• Winaekt, Aag. Prof. Dr. IheoL et phil, Midrasch Tahillim etc. Trier, Sigmund Mayer. 189^. (Forte.) .Besprochen von Dr. Cohn-Burgkundstadt. Buber’s Fragen finden jedoch meinm Erachtens ihre Erledigung durch felgende Erklärung. ImAnsohlass an den Bchriftvers: ,UndD.aass vordem Ewigen* lässt aaaer Midrauk ent R. Chija erklären, dus den Königen ■ aai dem Hauae Dawida überall in der Tempelballe an p;dtM erlaubt war, dann & Ami im Namen dm R. fc 8. b. L., dam in der Tempelballe du Sitaen nur an '' י-־'—*gen Stelle, nämlich auf dem 8itaplata der en Könige (־r3 במקום &לכי) gestattet war. fegen dee Einwaadm, dass ja nach bekannter: Aggada*) *) Diese *fTff*^* tradiert jsr. Barsch. 2c B. CHanina b. *■*—*»« im Namen dm B. Banmal k. Soter; im Bexeaehilh mbba «■V •ö ist nur der Antor derselben R. äanrasl, in Bath p. 1 umi der Tradant B Chen ins aenaut. Auch im *tob ist »B. <*^ז• im Nassen des B. Samuel* zu FrankeT■ Verfeaibug (Mebo 8. 196b), dass Sam b. r WUntisch aai mit dam btnflgsr gmaantwi Baaa. b פ0רא|י stoe?) ist durch;JaUut (Jeebaskal S40) bestätigt, Jan im ן des Bmssnbith rabba L & die vollständigen Namen vor- : wp*p אגדרא■ משס ו~ש סר p ד חניגא• r!iectscte<n7r*Ksbmer, Jtag(W>urg. DmoJt: Bsodtr’ Diese aggadisohen Ausführungen befinden sioh im Widersprach mit beiden Talmaden. T. Babli kennt nur als anonyme Boraitha den Ausspruoh des R Chija, dass anfolge 1. Sam. 7,18 nur den dawidisehen — nicht den humonäisohen — Königen du Sitaen in der Tempelballe ('לזרת ישרא) gestattet war. Deshalb wird die Misohna Sota 41a dahin erklärt, dass die Tribüne für den König in der FraaenhalU (לזרת נשיי) errichtet wurde. Der jeras. Talmud, welcher ausser dem Satae dm R. Chija auch die im Hamen des S. b. L. vorgetragene Meinung des R. Ami bringt, dus auch die davidischen Könige in der Tempelballe nicht sitaen durften, erklärt dagegen (Sota 22a u. Pesaohim 32 d), dass der König, wenn er am Sohlasse des Hüttenfestm naoh jedem Erlatsjahre den Königsabsohnitt vorlu, sioh nicht setate, sondern siohuar an die Wand anlehnte. Naoh Jerasoh. war es auch dem Hohenpriester nicht erlaubt im Heiligtham an sitaen. Auf den Einwand, dus eine Boraitha lehrt: ילק ®לק טבילה, dass der Hohepriester ein Tauchbad nehmen müsse, wenn er in der Naoht des Jom Kippar, von Müdigkeit überwältigt, gesohlafen habe, worau doch ersiohtlioh sei, dus er sioh in der Tempelhalle mitunter gesetat oder hingelegt haben könnte, wird Joma 40 b erwidert: תפחו• שסמך לצמו לכותל דשן רו, de88 er nur stehend, an die Wand gelehnt, habe schlafen dürfen. Die Worte וישב לפני ר׳ werden demnach im Talm. bahli im eigentlichen Sinne aafgefasac, ebenso im Jernsob. naoh der Meinung dm R. Chija; dagegen ist man im Sinne des R. Ami genöthigt, ihnen eine übertragene Bedeutung zu geben: 1יישב לצמ לתפלה• Nirgends aber werden sie duroh סמך לצ&ו רכות, erklärt, wie im Schocher tob geschieht, obwohl diese Erklärung im Sinne dm R. Ami aalässig ist, da dooh andere ihm gemachte Einwendungen damit ■arüokgewieeen werden. Auffällenc ist aber gana besonders in unserem Midrasch die zweimalige Stellung derselben Frage, wie דש3 לפני an erklären aei. Dia Stelle sollte Unten: ומדל רשב לפני ד׳ שסמך ל׳ לכותל ר״א שיישב לצ&ו לתפרה. Deswegen und mit Rücksiobt auf die angeführte Jalkatstelle möchte loh die Worte W לצ0י W “ומהו דשב ל׳ ד für eine spätere InterpoUtion halten. Buber, welcher Note 16 die erwähnten Stellen im Jerasoh. mit Hilfe unseres שז״מ verbessern and auoh dort die sonderbare Wiederholnng derselben Frage anbringen will, soheint diese Stellen im Jerasoh. nicht verstanden an haben. DU mit תפחד beginnenden Worte beaiehen sieh garnioht aal וישב ל' ד׳, »ondern in Pmaoh a. Sota 1. o. auf die Misohna Sota VII, 8 nnd in Joma auf die voranstehende Boraiths, wie auoh der Oomm. Korban-Edah riohtig erklärt. In der ־Debersetcang ist demnach Z. 18: R. Okanina i. N. dm B> Samuel au lesen and Z. 27 , Wm heisst — lehnte sioh an* in Parenthese an ■etsen. — (Fortsetaang folgt) i naim (tr. 1i.lt.W0Ut) Magdebatg. Vertag: itob. Frissejmpstg; •A-fc.eal-jsW BsmibemesiUai^ldBää■