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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-04-01 · N° 14. (1.4.1892) · p. Seite 56

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 14. (1.4.1892)
Date
1892-04-01
Page
Seite 56 (sequence 4)
Language
German
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Litteratur bericht. Recensionen. Di« Sebnixeh de« Jahihanderts. Halbmonats- •chrift zur Bekämpfung des Antisemitismus. Herausgegeben ▼on Earl Sobneidt. Moderner Verlag. Berlin S. W Zimraerstrasse 56. 1892. Nachdem die ersten 6 Hefte zu unserer Einsicht gelangt sind, halten wir es für unsere Pflicht, nachdrtcklichst auf die obige trefflich redigirte Zeitschrift hinzuweisen. Sie führt ihren Namen nach dem bekannten Dictum des hoehseligen Kaisers Friedrich, das er als Kronprinz, wie es eidlich erhärtet ist, geäussert hat und das die Antisemiten in ihrer konsequenten Bekämpfung alles ־Wahren natürlich auch abzuleugnen suchen Die Zeitschrift gehört zu den wenigen publicistischen Erscheinungen, die lediglich die Tendenz ▼erfolgen, die jeder Gesittung und religiösen Gesinnung Hohn sprechende antisemitische Bewegung gebührend zu brandmarken. Der Herr Herausgeber ▼ersteht es nach dem Becept: Dif&cile est satiram non scribere mit köstlichem Humof die Antisemitenhäuptlinge ad absurdum zu führen. ״Ihnen ▼or allem gilt der Kampf, heisst es in Nr. 1 der Zeitschrift, den Verführern der ' denkungewohnten, geistig trägen ^Ia88e keinen Pardon!; Denn sie wissen, was sie thun, sie wiegeln gewissen-; loser Weise das Volk auf, um im Trüben zu fischen “! — Wir haben nur den Wunsch, dass sich die Zeit- I sqhrift der weitesten Verbreitung erfreuen möge; unsere j Glaubensgenossen sollten es als Ehrensache ansehen, hierfür Sorge zu tragen, indem sie an ihrem Theile mit die Schmach des Jahrhunderts bekämpfen — durch thatkräftige Unterstützung der ״Schmach des Jahrhunderts.u M. Sp. Die Agada der palistin'rsisehen Antorier. Erster Baud. Von Dr. Wilhelm Bacher. (Forts.) Besprochen ▼on Bernhard Königsberger. Toe. Kidd. 3,9 bestätigt werden. Indessen scheint dieser Aassprach nicht R. Jochanan aningehöreo, da der palästinensiche Gelehrte sich kaum um die babyloniaohenVolksversammlangen gekümmert haben dürfte Aus der Parallelstelle Taan 10b erbellt auch, dass die hier zusammen gestellten Aussprüche nicht snsammengebören, ebenso wie, dass hier entweder nioht ת״ח zu lesen (nur תלמיד) oder nioht mit ״Weisenjttngef ‘ zu übersetzen ist. (Vgl. noch Chag. 10b.) daher ist auch desVert. Annähme, dass nnr בכלה at. במסב* כלה zu lesen sei, wohl za acceptiren. Zu 8 246,4. Das 18) א״ת מחללו אלא מחל לabb.U8b) berabt aut der sei bet biblischen etymologischen Zweitheilung bezw Zasammenziehung (▼gl Gen. 31,47 f: Ex 4,2; ib 17,16 (vgl. Norzi 1 St.) Dt. 33,2: Jer. 6,29 n a St) der Worte, welcher wohl die anfangs übliche zusammenhängende Schreibung (vgL Sohröder, phoen. Spraohe 8 17 u. A) zu Grande lag, (bevor die מטנפ״ך von den Nasoreten eingefübrt wurden). Gleichwohl dürften wir vielleicht auch diese JT^-Deatang, die sich übrigens auch Pirkb R Elieeer, Ende cap. 18, findet, R. Jochanan absprechen können. Wir begegnen ihr auch in Schocher tob (ed. Baber 202a, vgl Note 24) zu Pa 92. Dort wird auch noch der zum Beweise citirte Satz nur durch מחור1 לו (ohne אי ת) ergänzt (vgl. meine Bemerkung za S. 14j Anm. 5 in Nr. 10 des Lit-Bl), was im Midr Tebill oflenbar nur eine Glosse ist, und man darf daher wohl annehmen, dass der Satz aoch ohne das א״ת beweiskräftig ist, wenn man namentlich den Inhalt des Kap. von V. 6 an beachtet. — Zar Auffassung des אנוש ▼glnoch Maimon., Hilch., Abod sar. 15 (aach Bamberger z. St.) S. 252 Ende. Zur Deutung von P8 .'0,14,־ vgl. Blau, Masoret Untersuchungen, S. 47 (st *גמלר ■1 במלו> und meine eben erschieneoe Schrift: .,AusMasorah ״ Talmudkritik‘, Hett 1, S 60 f. S. 275 Anm 8 Auch im Jalk. z St לתרפיון ממש) wozu die Bemerkung: רפואה בל״י, Das in jer. Schek vorkoinmende מציז עליה heisst nicht ״ein Blick darauf heilt •He Krankheit.“ Wer soll denn blicken? Vielmehr stammt ״ץICC von ,Ausdrücken“. Vielleicht ist die Stelle zu übersetzen: ״Man saugt sein Blatt aus und die Krankheit lässt nach“. 8• 276 Anm. 10. Der Verf liest in Ruth r. Auf 'א 'Q אני ליין (so D. Lurjs) Einhorn aber corrigirt nach Jalk. zu Pa 50,7 דיינך אני וכך. Man möchte der Lesart דיין wegen der ersten Form אלרים den Vorzug geben; der Zusammenhang im Jalkutaber nölhigt zu folgender Auffassung: ,.Wenn aach Israel den ihn am Sinai bedrohenden Todeeengel and die heidnischen Völker als seine Herren (אל|",יך) anerkennen möchte, so raff ihm doch Gott za: Der Herr deiner Herren, somit dein oberster I Richter and Schutzherr bin Ich.“ Man wird also bei richtiger Auffassung der Stelle der Lesart des Jalk. *דייק den Vorzug geben müssen Za S. 282. Die Worte לא היה פורש (Ber. r 71,6! sind nicht richtig übersetzt •.״so hätte er sich nicht von mir gent“). Es dürfte dann ממני nicht gefehlt haben. Auch gäbe es keinen guten Sinn. Es ist vielmehr fragend an nehmen ״Hätte er ■ich da nicht (von Dir) getrennt?“ R. Joch, scheint nnr das 1. נפתליta deuten, das er in נפת לי ■wiegt (Riohtig geschrieben kommt yöp^pt] (למפי) in Ex. r. 86,1 vor.) S. 298 Anm. 3. Trotzdem sich für die (anf die ם״כ fassende) Erklärung des Verf aaf die letzte Bemerkung s. St. in Pesiktha sutr. hin weisen lässt, können wir ihr doch nioht beistimmen. Die richtige Lesart scheint vielmehr in Tanchuma z St vorzaliegen (ed. Baber 63b und Anm 17). Will man aber bei der Lesart in Ber. r. 63,12 (ed. W. 126 a) stehen bleiben, so dürfte vielleicht nach Vornahme einer anbedeatenden Correetur פטרי auf eine Nachkost (vgl. Peaaoh. 10,8) hinweisen, während nach R. S. b. L. Esaa dasselbe Gericht zweimal verlangte. Za 8. 305 ZI. 31' statt ״Reisekosten“ lies: sein Gewinn (יציאותיו, was er bei dem Prozesse heransbrachte). — ZL 7 st. ״gerichtet“ 1 ״aasgerichtet“. •Schluss folgt) Soeben erschien im Verlage von Mayer Se Hüller, Berlin: Aas Masorah und Talmodkritlk. Exegetische Stadien von Bernhard Kaealgtberger. Heft lt Vorwort - } 1• Die ״punktirten“ Stellen. — 8 2. Etwas von den ,umgekehrten1‘ Nuin. — § 8. Die ״schwebenden* Buchstaben. («4 Betten. Preis 9 Mark.) S. 236 ob. Der Ausdruck r־D*0 (am Ende jedoch יחס כין דברין) weist vielleicht weniger auf ein Gefährden, reep. Armand Werthlosmachen der eigenen Worte, als auf die. im eigenen Interesse ▼orgenommene Verwerthung seiner ־” Sprüche hin. 8.238 Anm 3 Aach bei dem hier ausMegill. 28a citirten א״ת משנאי אלא משניזר (Spr. 8,26) behaupt• ich, dass es nicht von R. Jochanan berrührt Ein Gleiches von der gleichartigen Anwendung des Satze« in Sabb. 114a (vgl. S. 240,1). Dies gebt schon daran■ bei vor, dass auch einem Aussprache R. Simon’e b. T^Viech (Erabin d9s, be: Bacher auf S 362 fi nachzutragen) eine gleiche Umdeutung des Bibelwortes vindizirt werden ■oll. Schon Bamberger’s Worte (a. a. O. S. 26) iühren darauf, dass R Jochanan den Piel משנאי im causativen Sinne nahm (VgL u. a- מבכה); und man brancht gar nicht erst davon aaszngeben, dass obige Anwendung von Spr. 8,'.'6 von der Annahme einer defed. Schreibung des משנאי ausging. Das später binsagesetzte א׳ת sollte nur sarVerdeutlichung dienen. — Za der trüber besprochenen Deutung des א״ת מיך אלא בתיך sei hier zur Begründung meiner Behauptung von dem erst späterhin erfolgten Zusatz des א׳ת darauf hingewiesen, dass derselbe wohl erst nach R. Jochanan gemacht wurde, von dem der Ausspruch!Sabb. 114a) herrührt: ״Unter den',Baumeistern“ (כגאץ) sind dieWeisen-' jünger zu verstehen, welche sich ihr Leben lang mit dem Aasbau der Welt befassen.“ (S. 240 1 Spr. 8,36 st. 5,36.) Mit welchem Rechte der Verf. die Bemerkung (Sabb. 114a); 'איזה ת״ח זה ששואלק אוחו בדבר הרבה בכל מהום מעמר ואשיי כלה rCÖÄdurCb״Weiaenjiingerheisst8 c hon,wer ans irgend einem Gebiete der Traditionslehre eine an ihn gerichtete Frage der giltie— Sataasg *n beantworten vermag“ trotz der Anaführung«n von Baschi nnd To«eph&th üb«r»«tat, dflrtte durch 8A«tf, 1W)■ sh«1m (ft, tlLWatt) Ifagdaharg. Variaf: Bob Friese, Leipzig..

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