Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 10. (4.3.1892)
- Date
- 1892-03-04
- Page
- Seite 40 (sequence 4)
- Language
- German
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Trat•!• dea Jaden verboten hatte, Jerusalem od«r Art», wie es aaa gsnsnzt worden «!nll zrf-b$(reten, wählten die Christen im Jerusalem den •tiUqhMjpMHB, d. h. unbeschaittenea Bisehot Aaa im talmodrscheo Schrift ent hu me finden ■fl» ▲adeahndm. dsae Jerusalem aaeh lach dar Zar• Störung ▼oa Judäern bewohnt gewesen war■ Der selige Ometa* *) ■eine entgegengesetzte Behauptung nur dadurch begründen, dam er in allen den betreffenden Stellen dasWort: L'Smri' eliminixt ,Wer hierin den sei Prof. Graetz zastinat, ran dem ktSanen wir mit Recht verlangen, dam er auch m der Erzählung FJiachha ben Abaja1■ das Wort: ידהסלעש eiimir# oder dam er: ירושלים i■: ישראל. das R. Simon ben Zemaeh Daran*) im Midrasch zu Ruth gelesen, rer bessere Wenn Graets a. a. O. weiter behaaptet, dass es zn Ben-80ma’s Zeiten ebensowenig ein Jeraaalrm wie den Tempelberg gegeben habe, so ist ihm merkwürdig■■ weise eine bekannte Halacha,*) aas der deutlieh her vorgeht, dam es su Ben-Soma’a Zeiten und auch noch lange nachher gang and gebe war, den einstigen Tempelberg: בז* הר ה2ית nennen, entgangen. — Aach die Bedeutung noch eines anderen hierher gehörigen Ausdruckes ist dem scharfsinnigen seL Prof GrSets entgangen. Anf die Frage B. Meir’s, warum er, E. h A-, keine Basse tnae, antwortet Letzterer, er sei einst sn einem Venöhnangstage, dm anf ■inen Sabbath geiallen war, vor dem ,Allerheiligsten «בית קודש חקרשיג) auf seinem Boeae vorbeigeritten, da habe er eine Stimme, die aas dem «Allerheiligsinn“ gedrungen war, vernommen, dam Alle Basse than könnten nur nicht E b. A, den sein hohes Wissen vor dem Abfalle nicht geschützt hatte. Zn dieser Belation bemerkt Graets,*) dam sie ״eine Entstellung sei, welche das Factum m der Reihe der Traditionen erlitten, indem unmöglich Acher, den noch Meir als öffentlichen .Lehrer kannte (c. lob), noch vor dem Untergänge desTempels(v 70)ein ergrauter Apostat gewesen sein sollte** Graets war also der Meinung בית קידש הקדשים •» identisch mit בית ה&קדש. In diesem Imhume ist auch Dr Back befangen; denn in der Anmerkung Seite 33 behauptet er: ״Im Je!nachalmi kann aber auch nur darunter das einstige קוד® הקדשים verstanden sein; wir müssten sonst Acher ein gar xn hohes Alter beilegen.** Dtm ist aber nicht 80. In der tannaitischen Zeit um auch noch in der Zeit der Altem pelAstiiientaschen Arnorier heisst die Tempelrnine anf dfem Morija בית קוד®הקדשים wieauaderMisclina, (Bezachoth 4,6) und dem Jerasehahni sn dieser Mischna*) zn ersehen ist. Im JJabba zn Kobeleth 7, 8, ist בק71*ה entweder in בהנדק verschrieben worden, oder m ist, wie ans dem Jalkat Schimeoni z. St za oraehtn ist, sa lesen:®ספור לכותל מערב• של] בית השקד]. Der Bedaktenr des Babba zn Koheleth setzt nämlich das erste Mal für das seinen Zeitgenossen nicht mehr verständliche ב*ת פה*ק die den Letzteren geläufige Bezeichnung: מתל כמרבי etc. und behält das zweite בקה־ק bei. Der Redakteur des Babba zn Bntb, dem die Bezeiahnaag בקק״ק ganz nnver- «■»«Jtlieh war, setzt dalfir das seiner Meinung nach richtige rfg" בדת. lern Tradenten der Erzählung im babyl. Tal• mnd, Chagiga 15 a, war die Bezeichnung בקהק gleichfalls nicht ir-sbr ganz veiatändUcb, er glaubte es sei 7־on dem כקד, ק ״ ,של סעל*dem himmlischen AUcrbeiligsten“, die Bede, darum astet er dafür das seinen Zeitgenossen geläufige אחור 4־הפתת׳ Natargemäs# musste dann der Passt}* vom Beiten amVenöhnungstage vor dem Allerheiligaten Wegfällen*) - (Fortsetzung folgt.) Recenaionea. Dit igadt 4er pslistlner stachen Amorier. Erster Sand. Ton Dr. ־Wilhelm Bacher. (Forts.) Besprochen von Bernhard Königsberger. Zn 8. 128, 9. Der in pädagogischer Hinsicht überaus wichtigen Auflassung des Wortes כבוד (Spr. Mi, 21; vgl B. Bathra 10a) habe ich mich auch an anderer Stelle angeschlosseo- ▼gl hieran dis Auffassung das Wortes אנלה (b Basohi z. St) als .,Einfluss, Eindruck (1. a כביד) u. u A. aaoh hei Grün• baam, Beiträge zur verglsichd. VythoL aas d. Hagada in ZDMG 31, 188 ▼gl noch S 186 Anm 6. Za 8. 180 Anm 8. Gegen die Identification des BCB 4ד mit ד4 שם5ק ג* ®י hätten wir nichts za bemerken. Zar Unterstützung dieser Behauptung dea Verf. aber möchten wir darauf hinweieen, dasa der Vater dieses B. Simon. NB,־ wohl nichts geheissen, sondern ״Goldschmied *gewesen, und man hat wohl ott diesen nach damaligen Begriffen unschönen Beinamen weggelassen; vgL hieran jer Ab. sar. III, 420 (ib. Sotah IX, 24c ist danach zn corngiren), wo ein Mitglied aas מ (די) 0ד (visll. ein Sohn unsres B Simon) 8 ch mit einem Mädchen aas dem Hause des Kassi ve> heirathen sollte, während es Pazzi oder der besw. Hausälteste (R. Simon?) nicht zugeben wollte, indem er sagte: ״sie könnten sich später meiner schämen.4‘ — Wenn nicht NB p nur das Gewerbe unsre» B. Simon aneiebt and 0*ב B S ist, dann erfahren wir über dessen Vater *0 etwas Näheres ans Jalkat II § 1045, wo׳- B Jehadah Sohn, (reap. Enkel) des NO, im Namen seines Vaters (L e. B Simon, oder seines Grossvatera Pazzi) eine Mittheilang macht, dis!steterer von R Samael b. Nachmaui erhalten [Vgl. hieran be* Ber. r. 68, 8 (ed Wilna) im Namen B. Akibas, desgl Esth. r. 9, 8 (3 d)] Dieses Citst ist auch für eine Identification ▼an B. Jada b P and B J b. S. zu verwerthen and auf S. 669 nachtatragen. — Wenn der Verfasser am Schlösse der Note bemerkt, dass flQ'D 'ל im babyl. Talmud nicht vorkommt, so müsst n wir doch daranf hinweisea, der z. B Kidd 64 a vorkommende ר׳ 0י&אי mit ansrem P&*D *ר identisch sein dürfte — Za S 140 Anm ö Der Leser wird sich noch erinnern, wie ich in meiner Bemerkung sa 8. 11 Anm 2 das א״ת *I* nicht zam Ausspruch des R. Ch. gehörg nachwies. Aach hier möchte ich behaupten, dass das DTVT3 א״ת בהדרת אלא nicht nun Ansspruche dea B Josua b. Levi gehöre B Ohenanel (zu Berach 30J> ib. 31a) führt es nicht an; doch könnte dies der Kürze halber sein. Aber auch in jer Ber 8d heisst es nur ריב־׳ל אמר השתחוו לה׳ בהדרת קדש בחרדת קדש• e» scheint also, dass das בהררי קרש im Jer. nichts als eine Glosse ist; man beachte, dass auch im obigen Citate (S. 11) der Jer das איית nicht kannte Die Frage von Tosephöth' 1 tOhrt auf das Richtige (fetichw. 1א*ח Darnach möchte ich behaupten, daes sowohl im Bsbli als Jsr hinter dem I Citate, (das nicht, wie in unseren Talmndaasgaben irrthüm-! lieh angegeben Ps. 29,2, sondern Ps. 96,9 angebört! ein T1T | einzuschalten ist, das, wie gewöhnlich, den ״Löwenantheil*; am Beweise bat. Dadurch erübrigt sich das איית• das keineswegs B Josaa b. Levi zur Last fällt — Was Bam berger in s קורא באמת p. 13 nach dem *הכתב ורקכל anführt (bezugnehmend aut das Ohsldäische), kommt nur iür dis Beartheilang der Thä igkeit der Bedsctoren des Talmud in Betracht (Ich sehe übrigens, dass auch Jalkat das איית nur sa Ps. % antührt. Demnach ist also Bacher za berichtigen) Es ist auch interessant, dass der Jaik. das א״ת nach den Worten B. Jehadabs anführt, der (im Talm.) den Text ohne JVK aas-?egt (Vgl. zam איית auf 8. 11 noch das gleichartige in Exod r. 23, 10.) (Forts, folgt)!-,literarische Notizen. Zar ״Bedeutung des Namens Acher“ in vor. No (S. 35) verweise ich anf den Aufsatz ״Wie ist Ssalas zam Paulas geworden’4 m dies. Ltbl. (1873 No. 27, 28), worin ich nachgewiesen habe, dass Jacob bereits seinen Sohn Simeon ״Acher“ genannt, and dass die Matter des Jephtah, die eine ,אשד, 1ונד war, אשה אחרת genannt wurde, wie nach, dass Paulas selbst vom Talmud als 3® אחרינא*K bezeichnet wird. Dagegen finden wir אתר im guten Sinne Jes. 66, 15 Weissn>snn-Wien. *) Monatsschrift 188L S. 487. *) In seinem Commentar» zu Abotb, 4, 20 ed. Jellinek Leipzig 1866 S. 72 b. N Sifra zu 8. M. 69. 30 ed. Weiss pag. 90d; Hischna Beracaoth 9, 5; Jebhaaoth folio 6b. *) Gnostieümas S 71. *) ed, Kretoeahin folio 8b, e Vgl auch die Deutung des TL Abbeh b. Kahana sa H0U. 4, 8 (Peaikta dr. Kahana ed. phur 142 קa nebst ParaL) ״ 44ומדברך״dein« Wüste, dem •aswüstste Tempel, ist noch immer: ״T1U“ •ine ״Wohzug“, ein Hane Gottes. *) In vor. Nr. S. 35b ist za lesen: JL. 14 Sotz st ibid; Z. »4; des B. in der Anm. L (Z. 4); 87 3t. 97, 2^7: 193.st IBS. No. Brriehtlgnngen za dem Artikel ״Die Tenfelsidee etc.‘׳ 4 ist aut S. 13b Z. 9 ist ״und** zu streichen. 18 ״ ״ ״a ״ 13 ״ st, ,,grads“ zn lesen ״Gunst14. 18 ״ ״ ״s ״ ״ 18 ״ Beschaffenheit — Besessenheit. 18 ״ ״ ״a ״ ,, 25 ״irrthümlich־‘ an stmohen. 26 ״ ״ ״a ,, 16 ״ ״ ״Aaschmau a les. ״Aeshma44. 29 ״ ״ ״a ״״ ״ 11 ״schön** z les. ״sehr“. 30 ״ ״ ״a ״ ״ ״ 3 ״wertbe“ z. les. ״nackte“. נחחבץ ״ ״ 33 ״ 30״ ״ ״ z. les.נתחכך ״ ״ n 33 Anm Z. 10 z. les. ״körper lose s“. 83b Z. 18 st ״verschliesst^ z les- ״erschliesst44. 33b 38 ״ zwischen ,,Unwohlsein14 a. ״amhergehen“ — ״befallen“ z les. Venatwortl. Bedaotear Dr. Rahmer, Magdeburg Druck: Beadiz A Hahn (fr. D. L. Wolff) Magdeburg. Verlag: Rob Friese, Leipzig-