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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-02-26 · N° 9. (26.2.1892) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 9. (26.2.1892)
Date
1892-02-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisehes ■jys «f# I« ■ilar JWaatkn ■M M«i( IMMa llttanrtoek•■ IrkM■■•■« nr Mm tM<ta <k Pkll•- Mfkii ttachkkt«, MHfnikk, Tk••- Mel• OriwUHk, ■MllatU. Utaizlk a. rUmtftk. St la atur ■Blatt. Heraasgegeben ▼OB Rabbiner Dr. Moritz Rabiner. ^9c&i*kj, din 26 We-bmaz 1892. Hek«r *m n««kHt%M. Utlntv, ••Ick. 4«r Mm1.m ofiaiiit v«r40•• 114«• la 41bib RUtt• •TRf«l«M4t BMfrMh••« INI Kl•»•«*«•( BW•! Biniri»■■» tMn^Iin• «rf|l«t «!■■«114• kan• t ׳ BrallelaMrtt•«. ו Du ״Jfldfcebe Litt erator-Blatt* (b> Leipzig bei Robert Friese) pro J eiten Postanstelten and Buch handlangen Sf FL för die gespaltene Petitzeile, BnchhOnmer u. Lehrer, weicht erscheint wöchentlich in einem halben Bogen. Preis bei allen Baohhandtnngw* ih rgan j 8 Bark. Abonnenten der ״Israelitischen Wochenschrift*, die vierteljährlich bei g Bark zahlen, erhalten du ״Jüdische Litteratar-Blatt* gratia. — laserate werden mit lagen mit 20 Bark, berechnet and sind an die Expedition dieses Blattes zu senden. < direct oder durch Robert Friese Inserate ein *enden, erhalten 25 Rabatt. Th Inhalt: W iesenechaftlicbe Ants&tze: Die Judenthum. Von Dr. M. Stecke (Schluss.) — Die Juden und das Abrahams in London. (Foitsetz׳ Abnja-Acher. Von Rabbiner Dr. Gol Recension: Stern. Moritz Quellenkm Juden. — Die Agada der palästinens: Dr. Wilhelm Bacher. Inserate. Teufelsidee und du 1 m a che r-Mannheim, eater. Von Israel fing) — Elischa ben dl ahn. de znr Geschichte der! scheu Amoräer Von Uabefafter NasMniek an tfinam Blatte ist a i s b t gestattet Die Teufelsidee und das [Judenthum. Von Dr. M Steckei mach er- Mannheim. (Schloss.) Ebensowenig aber wie Aschmo de¥6 "Unter ׳ dem ׳ Namen <0מאל) Geist eine Analogie fiir den persisc נ den ־ nentestamentlicben Teufe). Deuter. Babbah (Cap. U) nnr a Michael'׳־, aber er ist, gleich diesem der ihn dazu branoht, die Seelen zu lösen, also den Tod hevbeizn aber, ohne von Gott dazu be Nichts ansriohten.*) In Samael trf! dai bietet der anäamael bekannte en Ahriman oder Er erscheint in 8 ein Gegengeist , Gott nntertb&n, von den Körpern iibren. Er kann lehligt za sein, tt uns eigentlich Rat SCI I (ib) *) Graetz II S. 117 macht anf eine merksam, die zwischen Samael und Asch! Letztere wurde als König der D&monen a: tität derselben erscheint bei Kohat S. 80 gar nicht motivirt Di u sie stellenweise . werden, kann auch von späterer Begritisve Mir scheinen sie ursprünglich verschied^ Samael ist oflenbar (wie aus der citirten hervorgeht) so gut wie Michael ein — Engel, also ein geistiges, körperliche! auch;£ש einen Engel bedeutet, unter IJntergeister stehen, wird er richtig (Deut ßabb das. So hört er auch פרניד.]) erscheint Aschmodai in der Hauptstelle dämonischer Menschen mit übe! geistigen und körperlichen, besonders and! gierden und Trieben, essend, ti inkend, aal wohnend, als König derjenigen Wesen-Kl Namen שדים, מכשפים z. b. יוסף שיד א eigentlich menschliche Wesen sind. ־\ sogar heust רישתנה דנשיס כשפניות וכו Aschmodai erscheint also als das Haapt d<: mit höherer Macht aasgestatteten, aber im irdischen Wesen, die sogar ganz gutartig ' Menschen ratben, wie ihrer Macht za ent.. Obenanberin dem Amsmar und (ib.) auch Die Vermengung stammt wahrscheinlich Tauchnma (Cap. 1 za H)0 אחרי, wo die -Gittin angeführt, aber nicht אשמדאי, wähnt wird) retiectirt sie schon. ngordnnng anfmodai bestehe. ״Der I gesehen “ Die Idenwach oder eigentlich promisue gebraucht -mengung herrühren. 11 gedacht za sein. Stello m Dent Rabb. enn auch böser — Vesen, und insofern Welchem viele andere ראש לכל genannt מאחורי Dagegen Gittin als eine Art II mächtigen Kräften, abergewaltigen Beder Eide in Höhlen ise, welche mit dem a. bezeichnet, also gL Pess 110, wo es אמו־ אמימר אמרה r durch Zauberkräfte übrigen nicht aberin können and dem en ist, wie es jene יוסח שידא thut — ans späterer Zeit. Aschmodaisage ans nar 0דאך er- 1181 itgih! 80r dem nar der altbiblisohe Satan wieder entgegen. Di« Seele Mose’s weigert s.ioh dessen Leib za verlassen, denn יש נוף טהור מגופו של משה? Die Seele liebte den reineD, keasoben Leib. Also diese Liebe cd. stören, nicht aber etwa am die Seele in die Hölle als in sein Reich za bekommen, reizt Samael car schiennigen Aasfährang des Gottesbefehls. Es ist der leibhaftige Satan, der sich freut, dem Menschen Schmerzliches zd bereiten, daher am beaten geeignet, der Gottheit zn dienen, wo diese in ihrer Weisheit Schmerzliches zn verhängen sioh veranlasst sieht.*) Er irrt sich aber in ihrer Absicht. Denn das Böae, das Gott־ durch ihn vollziehen^lässt, hat höhereaGate sam Zweok. Der Tod muss sein — אין מידי מציל — daheh aach ein Todesbote; ein Geist wie Samael aber wird eich zu solchem Geschäft am besten eignen, jedoch weiss er nicht, dass er damit zugleich die Pforte des Lebens versohliesst. — Nachdem wir somit gesehen, wie weder das A. T., nooh die Apokryphen, noch die Mischna, noch endlich die Gemara selbst die Ansicht berechtigen, als ob Sparen einer Teufelsidee im Sinne eines förmliehen Gegengottes im Jadenthum zn finden wären, woher sonst ist sie indes Neue Testament gekommen? Offenbar aus derselben Quelle, aas welcher die Idee von schädlichen Geistern überhaupt auch unter die babylonischen oder auch nordpalästiaensisohen Jaden, gekommen. Diese Idee findet sioh bereits frühzeitig bei den Griechen (Od. XII 169, 295. XIV 488 u. a׳. St. Vgl. Nägelsb. Hom. Theol. S. 72 f. ul Nachhonr- Theol. H, 11. 111 f. ferner Döllinger Heidenth. und Jadenth. S. 89, 826 f. u. «46,) tarn förmlichen Daalisinas freilich erst in der Zoroastrischen Religion aasgeprägt. Genug, im Osten und im ־Westen schwebte• sie wie ein Krankheit erregendes Miasma in det geistigen Laft. Nun sehen wir in Zeiten, da solohek־־ Krankheitsstoff die Atmosphäre erfüllt, Tausende von. Menschen ganz unangefochten oder nnr von leichtem. Unwohlsein nmhergehen, während viele Andere wie- : der anfs tiefste ergriffen werden. Alle schlacken da£־ Miasma, aber nicht hei Allen begegnet es entsprechender Empfänglichkeit, entsprechendem Boden. Beide1־ Jaden nan fehlte diese Empfänglichkeit und dies Boden ganz and gar. ־Wie sollte neben seinem ei zigen, allmächtigen, allomfassenden Gott der Godau* eines aach nar im geringsten Maasse •elbst&n wirkenden Dämons auch nar den kleinsten F gewinnen? Allerdings erregten manche Unebenh *j VgL auch Sifre 357 za 'על פי ך (ed. Frieda!. 8. 149

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