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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-02-19 · N° 8. (19.2.1892) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 8. (19.2.1892)
Date
1892-02-19
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Ueberraschende Aehnliohkeiten Salomo UDdTakhmo-urupis, ihr Sie!; der Dämonen, ihr Bezwungen werde a worfenen Erzdämon und die später der Geister zur Auflühruug grosser Zusammenhang, in welchen beide! fabelhaften Vogel gebraoht werden, logie S. 85 f.) Eine weitere äu besteht darin, dass wie Aesohma ei auch Aschmodai ein ״König der wird, allein mit dem schön bezeichne dass jener als böser Zerstörer alle! diesem aber ausdrücklich (Pesaohi wird, dass er als ״König der Dä Plagegeist (דק&) bezeichnet werden wir nun aber weiter nach der in schaft beider, so begegnen wir mit hier weniger in Frage kommender in dem, was hier die Hauptsache gemüthlichen Verhältnis zu Gott einer völligen Verschiedenheit. A sich gleich Aesohma übersinnlichea riesigen in Zauberkünsten 8ioh aus: ist allerdings gleioh letzterem unm&ki liehen Genasse ergeben. Aber er wird nicht allein un! sind: die Könige über das Haupt von dem untererfolgte Befreiung, Bauten sowie der mit demselben (Kohut, Angslosjsere Aehnliohkeit ב Daevaführer, so Sohedim“ genannt nden Unterschied, Gaten gilt, von m 110 a) gesagt tnonen* nioht als könne.*) Forsohen aeren Verwandt- Ausnahme dreier, Berührungspunkte, ist, nämlich dem nnd Mensohen, schmodai erfreut Wissens einer Bernden Kraft und sigem gesohlechttohädlioh gemacht *) Es wird an dieser Talmudstelle gesagt, dass er gesetzt sei זוגי WDR, ,gepaarte Zahlen , von welchen dort die Bnxtorf, der es aui Ehen bezieht nnd A teulei“ gestempelt findet Dieser letzterhn sieh Kohnt mit Unrecht an, denn וגי) nnd der oitiiten Talmudstelle promiscue für ron Aschmodai auoh was Rapoport als Rede, anslegt, gegen lohmodai znm ״Ehe- Ansicht ■ehliesat DU!) kommen an gepaarte Zahlen vor. durch den tarnen Gottes, den er hört oder-auf dem Siegelriug Salomo’s erblickt,, sondern er kann sogar znm Guten, wie zur Erbauung des Gottestempels, dienstbar gemacht werden. (Gittin 68.) ״Aschmodai steht, wie alle Geschöpfe, im Dienste des Einen Gottes, von dem Böses und Gutes ausgeht.* (Hamburger, Encyclopadie s. v.) Dagegen wird der christliohe Teufel nur allmähÜoh zerstört daroh Christum, aber nioht gebeugt, so dass er ihm zu Diensten wäre. ״Jetzt gehet das Gericht über die Welt, nun wird der Fürst dieser Welt ausgestossen werden. (Job. 12, 31. Siehe auoh .Bretsohneider Dogmatik S. 490.) Aschmodai kann, wenn Gott nicht will, nicht nur nioht schaden, sondern er muss, wenn Gott will, sogar nützen. Er ist, wie ja 80 viele uns sohädlich scheinende Geschöpfe, z. & wilde Thiere and verheerende Naturkräfte, doch za irgend welchem nützliehen welterhaltenden Zwecke von dem allweisen Gotte geschaffen, eine Ansicht, die der Talmad auoh über die sonstigen Schedim ausdrücklich äussert, indem er dieselben als zam Weltbestand gehörige Wesen bezeichnet (Vgl. die v. Kohat oitirten Stellen Jeras. Berach 5, 6. Jalk. Lev. § 665. VgL auoh Raschi zu Genes. 6. .19 u. 9, 10; ferner Jöma 69, bei Kohut irrthümlioh 96.) Letztere Stelle ist vielleicht besonders beachtenswert^, weil sie ebenfalls Asohmodai im Auge zu haben scheint, der nur hier als der verkörperte Gesohleohtstrieb, dessen entarteter Gebrauch Jerusalem zerstört habe, auftritt. Man bemerke: Wie dort in Gittin findet auoh hier mit Hülfe des Gottesnamens eine Gefangennehmang statt. Wie dort Asohmodai daroll einen Stoss, sa legt der böse Trieb hier durch eineu gewaltigen Sohrei eine aai 400 Parasangen reichende Kraftprobe ab. Allein er darf nioht vemiohtet werden, denn ohne ihn gäbe es keine Fortpflanzung, keinen Weltbestand, er ist eben nur beziehungsweise ein böser Trieb, nämlioh insofern er das heilsame Maass überschreiten kann. t Da Ahriman-Tenfel das absolut Böse ist and ihm das Böse immament ist, so kann er nichts Anderes als nur Böses than, nnd zwar immerfort, denn seine Existenz, sein Wesensgrund ist Bosheit. Sie ist die Loft, in der er athmet Dar Mensoh wird nur (Uns sioh ihn za Nutze machen können, wenn er sich 'ihm verschreibt, nnd böse wird wie er. Und ob ■iah aaoh eine edlere Natur wie Göthe’s Faast mit der geheimen Abeicht, ■ich de« Teufels za Gutem sa bedienen, ihm unterwirft — ee sind nur Scheingüter, luftige Zauber-

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