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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-01-01 · N° 1. (1.1.1892) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 1. (1.1.1892)
Date
1892-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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<י/ל! Litteratur-Biatt. W MimUmi •IMr JMaalkUi U<1 I mt Mm 8 «WN *» r»u«■ •mh 8mM«1111. mHnnu•, 4»<זtad• OriwUH•, b1|W, ■mIMHt, utana ■. runnu. Herausgegeben von Rabbiner l»r. Morits Rahmcr. 91ta<j3e6wKj, 1. dattwat 1892. LltUriUr, «*•Ich« t.#• mtmm4t m*4m ■UtH otogrii—4» Inimi» 4uf vo« 1««| »»80»Uw —IMit h|(M ' Q rat!•• Imcrtto•• Dm _n4lMk« Lftteratar-Blatt‘‘ eiseheint wöohentlioh ia •mm halbtn Bogen. ftcH bei •Uan BuohhanAlaagen (ia Leipsig bei Bobert Friese) pto Jebrganj 8 Mark. ▲bonnenten der IsneUtiseäenJFcS^aohrift«•, du ▼iertebkhrtish bai!Ogi PoatemlaHm PiMKKan^Inwpkn 9 Xvk!thiHiD 4m ,fJödilOM L1tt1c1Ur*Bl1tt* gratis. — (mnt• wwd6u ■j! tl Pt ftr die gespaltene PttiteaUeTlsUs«• mH *OÄsrt. bwaehatt and sind an di» Expedition dieem BUttoa xa send■*. BiohUÖdl•! a. Lehrer. welche direct odar durch Bobart Fnaaa Inaerate aiaaaodaa, erhalten 36 % Babatt. Inhalt: Wiaaanaohaftlieba Antaltse: Ein christlicher Bebrmiat des 18. J&hrh ändert«. — Aas der: Jabilitmu-Nammer de« ״Jewiah Chroaicle“. — Nachträge ans meiner Schrift: ״Eliech» ben Abqja-Acher“. Von 1Ihr. S. Back. Litteratnrbarioht. Beoenaioneii: Liehta trahlen ans den Reden Dr. Adolph Jellinejk'a, geeammelt and geordnet ron Dr. Adclpb Karrein. Litterariaohe Notisen. Uabetegtar Haabdraek aas diaaaa Bütte Ht aiabt •estattet Ein christlicher Hebraist des 18. Jahrhunderts. Za dar grösseren Zahl ohriatlioher Gelehrten dee 17. and 18. Jahrhunderts, die ei im Hebriisahen and Rabbinis.hen ■a einer Art Meistersehalt braobten, gehört a u<־h der Keotor des Gymnasiums in Sohwäbisoh- Hall, Johann Lndwig Seifferheld, ein Mann, wie ihn Professor Kolb in einem Sohulprogramm des Haller Gymnasinms eohildert( von aasgeseiohneter Begabang, grösstem Fleiss and . ungeheurer Gelehr• samkeit. Za keiner Zeit hat es, j wie dies aaoh Gräta in seiner Gesohiohte der Jaden, (X. Bd. S. 87), schildert, so viel Philologen mit trdhreifer Gelehrsamkeit, mit eisernem Gedächtnis! and wanderbarer Hingebang. ür die Sprachwissenschaft gegeben, als in der ersten Hälfte de# 17. Jahrhunderts, als!wären sie eigens in die Welt gjgeetst worden, am da« so lange Veraschlässigte soBnell einsnholen. Allee, was das Altertham an Sehriftsohätaen hinterlassen hafte, wurde geeammelt and hutsbar gemaoht. Staatsmänner wetteiferten mit riolehrten. Die drei bevorsagten Sprachen des Alterthama: Griechisch, Lateinisch and Hebräisch and ihre Litteratar gründlich kennen aa lernen, spornte den Ehrgeiz Vieler an. Das Hebräische, als Sprache der Beligiou, genoss eines besonderen Vortags. Konrektor Seifferheld, der 1707—16 am Haller Gymnasium thäug war, war in dreier Linie Hebraist and Talmadiet. Eine starke Triebfeder bildete die altüberlieferte Vorstellaag, dass!des Hebräisohe die altes'e Spraohe, ja die Matter sqmmtlicher Sprachen sei nud dass die Weisheit der!Hebräer aller weit• liohen Weisheit and Gelehrsamkeit, aaoh der des klassischen Alterthun*•, sowohl der philosophischen, m Grande angen entwickelt Seifferheld aalt druck in einem Sohulprogramm atnms im Jahre 1707. Darnach Sündenfall die grflaete Begier Weisheit wieder sa erlangen and! aa historischen «1• Diese Ansoksa- Nach- Haller Gymna- , Adam nach dem die vertonen• aad ist: Gründer der Sohnleo; seine Thätigkeit setsen Seth, Enoch, Noah a. e. w. fort; voa ihnen allen gilt: dootoram manere fancti saat; Abraham war Lehrer einer Knaben-, Sara einer Mädchenschule; die Patriarchenaeit wird dargestellt als eine aarora liiterarum. Die Beweise hiefür sacht er der Misehnah aa entnehmen. Nach der Verdunkelung dieser Urwiseensoheft dareh die ägyptische and die Richterteit kam eine neae Blüthe daroh Samuel, der das ,Gymnasium illastre* in Ramah stiftete and dessen erster Sektor war, dasn dann die Aoademie Abelensis (in Abel Meohola). Hoch gepriesen wird Esra’s Gelehrsamkeit nad diu von diesem aasgegangene Werk dar Masoreten (stnpendam illud Masorethicaram obesrvationam 0009). Ans diesem Quell der hebräischen Wissenschaft hätten aaoh die alten Philosophen, ein Pythagoras and besonders Plato, geschöpft and ihr Bestes geholt.׳ Sehlimatee —rily sagt Jahre, wo Eiseaeb enger’• ״« fanatischer Weise die enfhetete. Doch g ereieht ee | er «ich ‘von elfem Pennt klagte aad verhaute, sondern sachte und aaeh mit mehreren! freundschaftlicher Axt httte. _ 0 0 eben \ ■0 wie der Stammvater der i ך Badet dieFermet DM'TfiEffl.- «sh h*te»A 1ל««ם Seifferheld’• Lieblings«tadiam bildeten aaoh die Misohnab, die hebräisohe Spraohe aad die sltjüdisohea Sitten. Damit stehen die Fragen,, die er ia seinen Sobalprogrammea behandelte, in Reaiehaag. So be• 80hrieb er 1713 mit antiquarischer ' Genauigkeit die verschiedenen Todesarten, die bet dea Jaden gebrauch• lieh waren, nach dem Talmud Anoh die Sehttlerreden behänden diese Riohtang. auf das Theologisohe and Alttestamentliohe; aaoh hebräisohe Reden koaamea vor (1713). Neben der Hochachtung, die S. dem Schal wesen der Jaden anwehdet, welche ihre Schalen am so höher hielten, je gedrückter ujyd verachteter ihre Stellung aaoh aa9sen war, behandelte er im Schulprogramm 1709 a. 8. di« ״Flaahfbrmeln, welche aohon •eit Gamaliel's Zetten gegen die Christen*) eingefü hrt seien“, erörtert and anterstütat die Hypotheee, dass der ״Satnael, SiihBfen des Gentfiel,* welcher nach talmadisohem Beriehte die sohiäritle jener Flaohformeln komponirt habe, kein anderer gewesen •ei, eie der nanhmehge Apostel Panlas, and stellt alles aasamme«, was dnmnla von g^uerisoher Seite den Jaden and ihren Shhriftwerben Jaden

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