Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 37. (11.9.1890)
- Date
- 1890-09-11
- Page
- Seite 146 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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146 dixgs grgenöber dem ״blinden all!nichtigen Willen“, den SchopenhMer •nnimmt,. ela der bered etste Vertreter de• Optimismus, trenn-er beispielsweise sagt: ״Gott lann einig• Uebel ■ula*sen,-d. h. ob es, gleich als Uebel betrachtet ein Gegenstand seine• Hasses iftt, in •einen allweisen KathsohlAsien dennoch nicht verhindern woUen, damit ein grösseres Gat nicht ansbleite oder eben daanroh verhindert werde.“ (״Sache Gottes oder die gerettete Vorsehnng“ S. 508 den. Ansgabe) das ist also der jöd. Optimiamns gegen den Schopenhauer an Felde sieht. Od derselbe überbaapt, *elbst vom Standpunkte seines eigenen Systems, berechtigt war, von ״einem ebenso albernen wie rochlosen jäd. Optimismus“ ca reden, möchte immerhin recht aweifelhait erscheinen, wenn man bedankt, dass Schopenhauer diese Welt als die schlechteste aller möglichen Welten erklärt and dann doch die Seligkeit der künstlerischen Anschauung als die Sonne des Lebens bezeichnet; demnach muss diese Welt doch nioht die allenchlechteste der möglichen Welten sein, dann es konnte anch noch eine solche geben, in der die Bedingungen für diese Seligkeit der ästhetisohen Betrachtung nicht vorhanden wären (vgl. Harms die Philosophie seit Kant 8. 537). (Schloss folgt.) Kiels, h. 3ר? rt£>2r. Hebräisches Sprachbnch für die Israel. Schuljugend beiderlei Geschlechts. I. Stofe. Praktischer Lehrgang. Pilsen 1800 bei Wendelin Steinhäuser. 32 Seiten 8*. Anstatt eines־ Vorwortes riebt Verfasser ein Mott*: «Die Muttersprache solle die 8prachmntter sein“, and bezeichnet dajnit zugleich den leitenden Gedanken seines Baches. Wir können jedoch nicht behaupten, dass hierdurch ein wesentlicher Vortheil gegenüber anderen Lehrbüchern erreicht wird. Auch sind dem vV*rf. einige Ungenauigkeiten unterlaufen, wovon wir nur die eine erwähnen wollen, dass der Verf. das ZOrö sich leider hat entgehen lassen. Wenn ferner Herr Klein das Q durch ss umschreibt, so batte er konsequent sein sollen und CIO mit szass, nicht mit sus transkribieren sollen. Einem süd deutschen Publikum hat Verf. insofern Rechnung getragen, dass er immer wieder die scharfe Unterscheidung der rnediae and־ tenaee betont. Obwohl aber das Bach an einigen Mangeln bes. an gewissen Inkonsequenzen leidet, ist es docli für recht brauchhar zu erklären. r] Frieden■■, U. ,£0ר ה&סנד■ Der Mischnahlehrer. Zweckmassige Auszüge aus der Mischnah als Vorschule für den TalmUdanterricbt. Wien 1890. SelbstverL d Verf. gr. 8• 20 Seiten. Einer kurzen hebräischen Einleitung folgen Auszüge aus allen Traktaten der Misch nah und za jedem Abschnitte ist eine kurze hlebrtische Inhaltsangabe des Traktats gegeben. Die Auswahl ist zweckentsprechend. Die äussere Ausstattung lässt nichts za wünschen übrig. 0 lAtterarisclie Notizen. -1. Keee and Ulfe. Unter dieser Ueberachrift erörtert Herr Dr. Wertheim-Nüroberg in No. 33 ff. d. Bl gründlich und ausfnhrlicb, dass ,"TjVMbJ Lilie bedeutet, und meint, dass ich im Widerspruch hiermit 12) als Rose au flaue, weil ich in des■ (in der Augsburger, jetzt Mllnohener Alle. Ztg veröffentlichten) Aufsatz jyDer Talmud and die Farben1' die Rftckert’sche Rose durch ,ש wiedurgeaebcn habe. Die Meinung des Herrn W. trjfft indesa nicht zu: Auch mir bedeutet ש -eigentlich Lilie, und wenn ioh gleichwohl jene hebr. Uebersetzung gewagt, so habe ich dieselbe für eine poetische Licenz gehalten, die man sich iu Bezug auf die Räcktrtsehe Rose (= Sonne) ohne Bedenken gestatten dürfe. Hervorragende intmd aasländische Blätter, die s. Z. meinen Aufsatz in nnerwartet günstiger Weise erwähnt, heben diese Licenz eliensowenig bemängelt, wie meine deutsche Uebersetzung: die ttoee unter den Dornen, Rosenlippen u. dergl. statt: die Lilien unter den Dornen, Lilienlippen u. dergl. 2. Noch einmal raka. In No. 13 d. Bj wird bei der wiederbclton Besprechung dieses neutest. Ausdrucks die Umwandlung des Chirek magnam und event. des Zere in den a-Laut hezweifelt; wir führen dagegen u. a noch folgende sprachliche Thatsachen an: 2 הריפית. Sam. 17,19 (cfr Spr. 27,22) heisst bei den LXX ipec^KÖx; TB^ ist gtiech Xajittä;; א£ק oder ״ אפיקa ^axa; 3י^ת Barg " TV1K LXX *Au)6; אילת wurde nach Hieron. Onom. einst Aliat genannt; a für im Dorischen. Unsere Auffassung des ריקא oder ריי.א in den, No. 11 d. R>. von uns beregten Ta'mndatellen ist keineswegs eine vereinzelte , sie stimmt mit der Ansicht bedeutender Talmudisten überein. 3-!כתיבה לטובה Zu den unrichtigen hebr. Aus• - T; T t drücken, die sich wie eine ewige Krankheit forterben und vou denen einige bereits in d. Bl. berichtigt worden — erinnern wir nur an das falsche בלל תרקע statt ת(קל — gehört auch der Wunsch: ׳בתיבה ט1בה Dieses Wortgefttge bedeutet eutschieden nichts anderes als eino (kalligiaphisch) gute Schritt, abtr nicht, was es bedeuten soll: ein Verzeichnen zum Guten, zum Glück; dieses heisst vielmehr: כתיבה לב1בה; man vergleiche:לחיים טובים הכתבנו und לש נה טובה תכתבו. Rabb. Dr. Pb. Kroner-Berlin. Berlls. Die uaedi'teu Tagebücher der Henriette Herz sollen 1m Laufe des nächsten Jahres durch den Druck veröäentlicht werden. Die Manuskripte befinden sich ia Händen des Historiegraphen, Herrn Dr. Werner Hahn. Leadoa Nach dem ״Bericht des British Museum für 1S81'1־ hat dasselbe 328 arabische Manuscripte, welche der imermüdliche Reisende Dr. Eduard Glaser aus Wien in Yeinen aafgefanden hat, käuflich erworben. Caabridf•. In der Universit&ts •Druckerei erschien ein Band Vorträge über ״Vergleichende Grammatik der hebräischen, syrischen und arabischen Sprache‘‘ von dem verstorbenen Pro• feesor William Wrigbt Die Einleitang handelt über. nllgftmeine Fragen, welche sich auf die ursprüngliche Heimath der Semiten, die Verwandtschaft der semitischen Sprachen mit dem Indoeuropäischen and Egyptischen und die ältesten Denkmäler semitischer Litteratur beziehen. Die Sammlung warde von Professor Nöldeke in Strassburg mit Acmerkangen versehen. Zum Artikel »Zar Cbronelogie^ (Litt.-BL 33c.) ist zu bemerken, dass diebiblische Bezeichnung der Monate die Zählung von Nissan ab voraasset/.t. Demnach ist unter dem fünften Monat nicht Scbewat, sondern Aw zu verstehen; der zehnte Monat ist nicht Tammus, sondern Teweth, der vierte alsonicht Tewetb, sondern Tammug. Dr. E.*Riga-, Litterarischer Anzeiger. Növität«■ ■na dem Verlag von f. Klaff- ■uan in Franklart a. M. Spanier, H. Quellenbuch für den Unterricht in jüd. Geachicbta und LtUerator. Gebunden Mk. 1.30. —Dasselbe, Velinpadier, Prachtb. Mk. 2.— Cassel, I). Leitfaden lür den Unterricht in der jüd. G*- schichte u. Litteratur. Nebst einer kurzen Darstellung der bibl. Geschicht« npd einer Uebemcht der Geographie Patyatina's. 8. Auflage. Gebunden Mk. 1A0. Klotz, M. Der talmndische Tractat Ebel rabbatbi, oder S’machoth nach Handschritten nnd PtralleUtellen bearbeitet, übersetzt und mit erläuternden Anmerk, .versehen. Heft I. Mk. 1.75. Bei Einführung v. Spanier, Quellenbach, u Cae s e ^Leitfaden in die Schale gewähre höchsten Rabatt. Den HH. Schuldirektoren nnd Lehrern stehen Ansicht*־ exemplare gern zu Diensten. Fraakfärt a. M. (4461 J. Kaafanaa, Bqcbhandlung. JakobB.Bn&d«i■ BuchhandlanginPirag empfiehlt seinen reichhaltigen Verlag in D^IITO! Gebet- und Andacht■-Büchern vom einfachsten bis zum eiegas testen(Leder-,Sammet-,Ellenbein- und Elfenbeinimitation•) Einbände; z■gleich erlaubt er sich aufmerksam zu machen, dass bei ihm soeben erschienen ist: ״Gebet- und Andachtsbuch für die Israelit. Jugend.“ Von Prof. Dr.־ S. J. Kaempf, kais. nnd kgL Regierungsruth. Preis: Schön geband. 7« Ptg., fein in Leinwand!). ÜOPfg. franco zugeeandt dm 10 Pfg. mehr; sowie die zweite, bedeutend vermehrte Auflage von ״Kauders’ vollständiges isr. Kochbach mit 767 Originalreceptea, Preis brosch. 1 Mk 60 Pf, franco zaf.. 2 Mk. trc. zages, um 20 Pf. mehr. Aach empfiehlt er sein reichhaltiges Lager von ,ספדי תודה תפילין. טליתים, שופרות. Kt duschdecken, Talia- und. Tefilinbeutel inCachsmir oder Seide, sowie ■ach אתרוגים לולבים und 444) .הדסים* VdkäAiaottlrh«■ Redactsar Dr. Kthat!; Magdeburg. Draok ron D. L. Wolff, Magdeburg. Verlag van Robsrl Friese, Leipzig