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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1890-08-21 · N° 34. (21.8.1890) · p. Seite 134

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
19 (1890)
Issue
N° 34. (21.8.1890)
Date
1890-08-21
Page
Seite 134 (sequence 4)
Language
German
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134 — münde• und Schulbibliothek, je jed•• jüdisehe Huas, in welchem der Sinn für •ine gesunde and erfrischende Geist eenuhrqng sieht erstorben ist, würde eine solohe Lectüre mit Frauden begrfleeen. — ״Die Besohreibnng eine• eiten' jüd. Gnbsteins in Sohweidnitu eas dem Jahre 1372“ (vom Herausgeber) und ״Gegen die־ Hetser und Verlänmder“ eine Beflaxion, welche der ״Erklärung“ der un 27. und 28. Mei d. J. in Breslau tagenden Lehrervertummlnng vorausgeschiokt wird, bilden den Schluss des reichhaltigen Kalenders und j Jahrbuches, um dessen würdige typographische Ausstuft angaach der Herr Verleger sich verdient gemachthat. Kees a. Bhein, 14. Aug. 1890. L. Cohen. ״_ . _ Badt, Dr. Benno, Oberlehrer am Johannesgymnasium. K^ nd ubi be 1. Biblische Erzählungen für die israalitiftcha-Jngund in Schule und Haas. Breslau. Wilhelm Köbner. 1590. Die neu erschienene Badt’sohe ״Kinderbibel“ will trotz ihres etwas volltönenden Namens nichts anderes sein, als eine ״biblische Geschichte“ zum Gebrauche in Schule und Haus.. Sie ist keine Umarbeitung der grösseren Levy-Badt’schen bill. Geschichte — obwohl für diese eine Umsrbeitung h0bhst nothwendig wäre —, sondern ein nach besonderen Zielen selbstständig susgearbeitetes Büchlein. Kürze, Gemein- Verständlichkeit und Betonung der ethischen Seite der bibL Erzählungen waren die bei der Bearbeitung massgebenden Gesichtspunkte. Der dem Büchlein beigegebene ,Anhang* enthält in Kürze Erläuterungen und Nutzanwendungen der einzelnen Erzählungen. Das Bedüriui88 nach einem derartig gearbeiteten Werke ist unstreitig vorhanden and wird anch durch die vorliegende Arbeit entsprechend aasgefüllt, ln Schulanstalten, in denen dem Beligionsunterrioht nnr wenige Standen and Eilassen gewährt sind, in denen noch dazu diese Klassen kombiniert unterrichtet werden müssen, ist dem Lehrer durch das vorliegende Bach die Möglichkeit gewährt, in knappe״ and dooh eindringlicher Weise die Hauptsachen der biblischen Geschichte dem Kinde einzugprägen und die gewonnene Zeit, die sonst zur Erklärung der oft anerklärbarsten Dinge verwendet werden musste, zum Besprechen geeigneter religiöser Fragen za verwerthen. Den Schülern ist es ermöglicht, einfache Erzählungen in einfacher Darstellung mit Leichtigkeit in sich aafzanehmen, den Eltern, Lehrer und Kinder darin zu unterstützen. Die Art der Zusammenstellung, Inhalt and Ton der *Erzählungen sind durchweg anzuerkennen; in Ab-! schnitt II, theilweise auoh in IV und V finden sich > zahlreich« Musters tttoke. . Freilich macht sioh öfters, besonders in Absohnitt I, bei dem Bestreben, Inhalt and Ton korrekt za treffen, eine Vernachlässigung der formalen Darstellung bemerkbar. Ls 'braucht nicht hier erst hervorgehoben au werden, dass das Kind nnr dann gut verstehen and erzählen kann, wenn die ihm vorliegenden Stoffe nach allen Seiten hin fehlerlos beerbeitet sind. I, 2. 8. 12. 13. 14. 18. 19. III, 1. 2. 10. 11. VI, 10. 12. 13 und andere Stäoke müssten bei ernenber Auflage in dieser Beziehung verbessert werden. I, 22 findet sioh die alte falsohe Uebersetzang: Josef weinte 80 laut, dass man es im Hause Pharao’8 vernahm. H, 7 verwirrt der vorletzte Absatz die Anschauung. II, 15, fehlen die hebr. Bezeichunngen der Hauptfeste. LH, 4 hätte der 2. Absatz, VI, 10 ein Theil des letzten wegbleiben dürfen. IV, 6 enthält der letzte Absatz eine irrtbümliche Erklärung für die Stelle I. Sam. 17,55—58, die einer anderen Geschichtsqaelle entstammt. 1V, 12 fehlt mit Unrecht die Erzählung von der Entstehung des Bogenliedes. V, 5 : ״nach 3 Tagen“ ist wohl ein Druckfehler. V, 9 tritt störend mitten in die Geschichte Jehu’s. VI, 18 hätte der geschichtliche Zusammenhang kurz angegeben werden können.*) Der beigegebene ״Anhang“ kann, wie ich glaube, dem Kinde nicht in die Hand gegeben wetden, da die Sprache viel zu knapp ist. Manche Erklärungen darin wird man mehr nach individuellem als caoh objektiv kritischem Massstabe beartheilen dürfen. Die den Erzählungen zugefügten Sprüohe sind hübsch and passend ausgewählt,**) (IH, 5 hätte sioh wohl ein passenderer Spruch gefunden), wie überhaupt die Verwertang des ethischen Materials treffend gelungen ist. Das Buch kann so seiner ganzen Anlage nach aufs beste zum Gebrauch in Sohule und Familie empfohlen werden. F—1, Breslau. *> ־Wir haben noch mehrere Ungenauigkeiten gefunden, z. B.: S. 8 ״das ist Gebein wie (?) mein Gebein u. 3. w.“ S. 13 wird in demselben Stücke (8) ״Abram, Sarai* und ״Abraham, Sarah“ geschrieben, ohne Erwähnung der Namensänderung. — S. 21 ״die sieben Dienstjabre Bossen ihm schnell dahin wie sieben (?) einzelne Tage“! — Warum (S. 23) ״Sebulon“? Warum (S. 44) ״Knechtschaft?“ richtiger: ans dem Sklavenhaus•. — Im Gelöbnis! Jakobs (S. 20) vermisst man die Schlussworte, wahrend der Zusatz zu Anfang: ״Wenn Gott in der Fremde a. s. w.“ unbegründet ist. Auf S. 21 Z 3 v. u. passt das: ״So nahmen sie freundli chen Abschied“ nicht zum vorstehenden, richtiger: ״Schliesslich nahmen sie n s. w.“ S. 151 Z. 11 v. u. ist der Zusatz ״wie das Hütteiiiest u 3 w.“ unverständlich. **) Doch wäre die Angabe der Quelle ׳ für den nachschlagenden Lehrer) sehr erwünscht. , Bed. Litterarischer Anzeiger. Iir ■Hk *'Mffi KiiayUn! Zu den hohen Feiertagen bestens empfohlen: Kthaer's Jsrael. Mgt-lagazifl Jahrg. V. 36 Predigten (darunter 9 zu ד־ה דדכ) M. 2£0 haar. Jahrg. VII. (u. a. 10 Predigten: z« דידכ rr־D 2m״ haar. zusammen für 4 Mark haar durch die ״Expeditiea 4er Jsr. Woekeesckrtft“ zu beziehen. EM* Der neue Jahrg. VIII. enthält nnr Festpredigten (darunter 11 zu ח״ב mj. * Mk baar. — [Für Abonnenten d ״Jar. Wochenschrift“ gegen Einsendung 4er Poetquittang Aber 8 M. für das IJL odar IV. Quartal c. ■■r 8 Mk. baar.) Jidiseker Volks- 0. Haas-Iateoder (früher: Liebekmann) flr-4as Jahr 18*1=: mit einem Jahrbuch zur Belehruog und Unterhaltung, 14 Bogen stark, herausgegeben von Dr. ä; Braun, Rabbiner in PI eas ist erschienen. Der Inhalt ist sehr lehrreich and unterhaltend. Zu bezieh, durch Unterzeichneten und für den Baohhandel durch Wllh. Jaeetoeha * Ce, Breslau, 4404] Kapterschmiedeetr. 1 Gleichalle erschienen: &akbad1'8 jld. Kalender (לוח) pre 9651. •V־ leuiahrtksrteu sind auch durchUnterzeichneten zu beziehen. Th. Sekatikj, Buchdruckerei u. Verlagshandl. Breslau, Wallstr. 14. Soeben erschienen: (ובחנות) מי לא נפקד für vier Männerstimmen. Preis 1 Mark. [4412 ,אשרי כל ירא ה (Psalm 123) tür vierstimmigen Mannerchor. (Part. 8 Mk. Stimmen ä 80 Pfg.) Zu beziehen durch alle Buchhandlangen oder direct vom Verfasser. Bi_ra.־c«.־u.m, KCalgsberg (Pr.) er Expeditioa. .Aal mehrfache Anfragen und Bestellungen tbeiten wir mit r Der 1 und 2. Jahrgang von Rahmer’s Predigt- Magazin ist complet nicht mehr zu haben: einzelne Monatshefte ä 60 Pf. Das erste, als Probe-Nr. versandte Heft (Octoberl874) — enthält 2 Predigten zu ,ר״ד> sine zu כל נדרי u. eine Trauungsrede — versenden wir gegen Einsendung von 40 Pf. franco. Vom dritten Jahrgang (1877) sind noch 3 Quartalshefte (2. 8. 4; 38 Predigten enthaltend, darunter eine Schabnothpredigt von Rabb. Dr. Stier in Steinamanger), ä 1 Mk. za haben. Vom vierten Jahrgang (1878) sind noch einige vollständige Exemplare vorräthig, 44 Pred. (darunter 22 Festpredigten, 9 zu ר״ה רדכ) (gegen Eimssnd.v. 4 M. Vom sechsten Jahrg- (1860)- —. 22 Predigten — nur noch wenige Exemplare ä 3 Mark 60־ Tesaatworttirhar Beductear Dr. Rahmcr, Magdeburg. Druck von D. L Wo Iff, Magdeburg. Verlag von Robert Friese, Ls!• zig

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