Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 22. (29.5.1890)
- Date
- 1890-05-29
- Page
- Seite 86 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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schüttenden und etützenden Helden Ahuon und Ohur sowohl, ab auch bei der ■fegraichen Tbeünahae Joana’s in historischer "Wsbrbeit und poetischer Ver- VUmwg erstrahlt. Doch kenn den Ideen de■ Yer- &mn, sofern religiöse Bedenken auf objeotiv wissenacbaftliehem Gebiete aurücktreten, keineswegs Geiste■- schärf* und Kreit der Anregung ebgeeproaben werden. Nicht so verhält ee sieb ■Der mit der en Stelle der Söhne Aheron’s benjaminitisohe Geschlechter in die Bibel hineiuTereeteenden Invention. — Dieser Letzteren kann von welchem Gesichtspunkt aus immer, meiner Meinung rech, nicht beigepnichtet werden. Ebensowenig dem Herrn Verfasser zagestimmt werden, wenn er (Seite 30) die Eselinnen riWUJt, welohe Seal soeben 'gebt, in nUTIK, die die Gottheit repräsentirenden ■Steinehen.in der Bandesiede, verwandelt, welohe sprechende Dokumente des Glaubens Israel's sein •ollen. Will man aber das Bäthsal lösen, wie Saul - -Seelinnen suchen ging and eine Krone gefunden hatte: 80 vergleiche man nur im Buche der Biohter 0,10, wo die Gesetzgeber und Biohter auf schimmernden Eselinnen reitend dargeetellt werden. Symbolisch drückt daher nach meinem Dafürhalten die heilige Legende aus: Justitia regnorum fhndamentum (Gerechtigkeit ist die Grundlage der Herrschaft). Geistreich and anerkennenswert!! hingegen ist die Darstellung der ersten Anfänge des Prophetenthnms und des so vielfach verkannten glorreichen Vertreters desselben, der durch sein tragisch ee Sohiokaal ergreifend wirkenden Heldenkönigs Seal. Niemals aber durfte der Verfasser daroh seine Theilnahme an der Geschichte and dem Geschicke Saal*• sich hinreissen lassen, den König David (Seite 8) einen איש דבדם ,blutigen Mann* za nennen. Denn die Stelle L Chronik 22,7 deuten die Weisen dahin: aDu hast dein Hers bi at auf dem Altäre der Geschichte mir geweiht*, und sprechen den unsterblichen Kflnig von jedem Fehler in Krieg and Frieden freu Talmadisohe Traditionen durften bei der Beurtheilung des Söngerfbrsten nicht mit Stillschweigen übergangen werden. — Die Deutung von 09&רי und ערכיים für Holdigungs-Qeeohenke au den König David, sofern Jene die Königsburg and diese das Familien Wappen darstellen (8eite 21 und 22), ist vorzüglich ausgedaoht. Der Glanapankt des Buches bleibt aber der Kampf B—tjamia's mit den übrigen Stämmen wegen 1 der ׳ Bandeelade, welohe die höchste Macht für Kirche und Staat bedeutete Hl Sam. Gap. 6), und der Keflax, welcher durch die— Bewegung auf die blutige Geeohickte dee Kebeweibea in Gibee füllt (.Biohter 19—21 ineL) Die Studie erlangt hierdurch Werth und Bedeuteng. Dr. N. Kauriuka Armand. Studien aur Geeohiohte Gafilüa'sl Berlin 1889. 8. 63. 8. Vorliegendes Bach hat alle Fehler einer Jagenderbeit. Es kt weitschweifig angelegt, ungeschickt in der Oepiteleintheilung, holpneh in ja«: Sprache, dabei en einem Hypothese■ lieber krankend, welches darob das Sterke Selbstbewusstsein dee Verfassers noch gefkhrlicher wird. 1 Das Besaitet des Baches lässt «iah dahin zuaammenfesaen, dass Simon Ben Jöohai Gründer der f&r die Gestaltung unseres Bibeltextes so wiohtig gewordene Schale von Tiberias gewesen sei. Auf diese Thstseohe 8011 die im Talmud (£(ebbath 38 b.) and in mehreren Midraschim überlieferte Erzählung anrüokgehen, dass Simon Ben Joohai| die Stadt Tiberias für rein erklärt hebe, während sie )früher eis ein Ort, wo eingesunkene Gräber sich befanden, für unrein galt. Ee ist hier nioht der Plate, darüber sa streiten, doch muss anerkannt werden, dass der Verfasser einen gesnnden, kritischen Blick und eine gründliche Belesenheit in den Quellen besitzt, obwohl er mioh nioht überseagt hat, dass Tiberias nur deswegen für anrein galt, weil es eine halb heidnische Bevölkerung hatte. Der Verfasser pflegt sehr oft nach der Art ron Anfängern in seinen Quellen das au finden, was er darin sacht. So z. B. 8011 die Ersählung des Talmads (Berachot 61 b.), dass B Akiba seinen Geist mit dem Worte ,Gott ist einsig“ anfgab, bedeuten, das er ,trotz des Soheiterns der staatlichen Hofinnngea an der Möglichkeit einer geistigen religionsgesetzliohen Einigkeit nicht verzweifelte * Zar Charaoteristik der Sprache des Baohes genügen sohon die ersten Worte der Einleitung, wo der Verfasser vom ,Sohiffbrnohe der alten palästinensischen Gesobiahte* spricht. 8. 3 t ,eine Ueberlieferang, die alle Anrdiohen hat, am als historisch zuverlässig za gelten*. Was aber besonderen Widersprach erwecken muss, ist die Behauptung des f Verfassers, dass das Judenthum nur als Nationalität 1 gedacht werden könne and die hoohmüthige Art, mit j welcher der Verfasser die anders Denkenden abkanzelt. Er sagt: ,Der Babbinismus sei unbedingt an Palästina, den physischen Staat und die weltliche! Herrschaft, gebunden und es ist als Weg nur Selbstveruiohtung anzusehen, wenn ein T he i I der Babbinen der Neuzeit es versaoht bat, sich über diese wichtigste Tendenz hinweg zu t äas c h en.“ Leider ist hier nioht der Platz dazu dem Verfassers auf die Bahn dieser unter der jüdischen Jagend Basslands viel verbreiteten Schwärmerei su folgen. Es ist nur ein Glüok, daq8 die europäischen Juden heutzusage .gebildet genag sind, um nioht die Wiederholung der 3abbath)gnar־ geeohiohte im 17. Jahrhundert in! neuer Auflage befürchten sn lassen, aber , im Interesse dee heute so viel angefeindeten Judehthums, muss solchen Auewüchsen aaoh dann kräftig entgegengetreten werden, wenn sie sich ganz vereinzelt zeigen. * Brüx.! Dr. Dsutaph. Litterarischer Anzeiger. ' In ■mmem Commiamona -Ver- 'lag wackien soeben: Leitfaden tOr den .Jliell.gieAü-UBterriekt in der j4«rwelitis«kex ,Schale. tdftambfwf a.1M. i^Iaftaai. Men eraektenen lachirjg so den Breelener hjaagecea• tieaäagea. Preis 6 Ük Anhang rar TuMenekiä! Preis 2 Hk. — Zn beeiehen dnrek 1 rniWaeeinhmaen Veriaaaer. [4283 Brrrlaa im ,Kai 1690. €ut»r Mseh. VonKahwer's Jsrzelit Predigt-iügwia: geben wir den fünftes Jahrgang (260 Seiten), der 8l Peet- •felgt—, gebbatk- 0. reden enthält, »a£ karre Zelt rademtsäeateaüarwiWgt— Preis von iwel BstkXl^(■ kLBlDab. Dwatebeatea Jta*. 06 Partpredigten, 9 dar Wreden) für 1£ »O H Beide Jahrgänge f&rf M beer. 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