Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Litteratur-Blatt · 1890-05-15 · N° 20. (15.5.1890) · p. Seite 78

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
19 (1890)
Issue
N° 20. (15.5.1890)
Date
1890-05-15
Page
Seite 78 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/6492408-6575064-8757757--1976-4857016
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

— 78- — rgurtig* Persönliskkeit bilden. Di« ernste Auffassung des Raren tenberaiea eis eines Mittels sar Peglflohung der Völker, die Uebenengangstreae in den gewonnenen Grandsütssn, debei trota eilen Sturmes und Dranges die wohlwollende Absiöht den thitsiohlioh bestehenden Verhältnis•«! Renhnnng sn tragen, Allee des findet T»e״ in Wolle Schrift mit bewnndemswerther Klarheit dergelegt und ectenmteeig bewiesen. Kaiser Josef wollte die katholische Kirche eis die herrschen anerkennt heben, aber diese Aussehliestlieh beit sollte ihr kein Recht geben, die Gewissen Andersdenkender su bedrücken. Aaoh in Betreff der Juden wollte er nach seinem eigenen ausdrücklichen Zeugnis■ das Unrecht sühnen, welches der Staat in früheren Jahrhnnderten an ihnen ▼erbroohen hatte. Wenn auch viele Beschrinkungen bestehen blieben, gereicht es doch Kaiser Josef sur höchsten Ehre, dass er den gelben Fleck and die Leibmaatb, diese schlimmsten Uebemste des Mittelalters, aufhob, den Jnden den Zutritt sn den academischen Studien und den Eintritt in das Heer gestattete. Ans diesem Grande bin ich nioht gans damit einverstanden, wenn Wolf sagt, dass die Tolerant bei Kaiser Joaef ,nioht ausschliesslich Ausfluss des Herzens and Gemfltbee, oder dem Bedürfnisse, die Menschenrechte voll nnd gans ansuerkenneD, entsprangen war", sondern des er damit ״praotische politische Zweoke befolgte*. Die Handlangen aller Menschen sind doch immer die Folgen compliaerter Beweggründe. So war es an oh bei Kaiser Josef, aber in letzter Linie and seine Taleransediete auf die Anerkennung des im 18. Jahrhundert so!nichtig gewordenen Hamanititsbegriff» snrüeksnführen. ־Wenn non Kniser Josef im Qegeneatse sn seinem grofsen Zeitgenossen Friedrioh von Preassen, dem Freunde Voltaire’s nnd Verachter jeder Kirche, diese Lehren als Regent mit hei- Kgsa Ernste verwirklichen wollte, so muss ihm die Anerkennung weiden, dass er ein edler Bekenner der in Leasings ,Nathan* gepredigten Hsrzensfrömmigkait gewesen ist. Die Sprache des Badhee ist bei aller Vornehmheit des*Stiles eine sehr klare und verständnissinnige. Nor ist mir (ä. 86) der Ausdruck , 8ko mmatisohea Bttoher der Protestanten* aafgef&llen. Wenn es sioh nieht um einen Druckfehler handelt, hätte der Ausdruck erklärt werden sollen. Brüx. Dr. Deutsch. Bober, Salomon. Majan-Gannim. Commentar an Jjob von Rabbi Samael ben Nissim Masnath Zum ersten Male nach einer Oxforder Handschrift heraasgegeben, mit Bemerkungen und einer Einleitung versehen. Berlin 1889. Unter den von dem im Jahre 1885 neu belebten- Verein ״Mekise Nlrdamim* für das Jahr 1889 neuheraasgegeben eh Werten befindet sioh auch das oben* genannte, zum ersten Male veröffentlichte. Der Name Salomon B n b e r allein ist schon eine hinreichende Empfehlung sowohl für die Verönentliehang als aaoh für das Werk selbst. Wir sind von dem aaageseiohueten Kenner unterer Litteratar an meisterhaft« Gelehrtenarbeit gewöhnt, and sind dessen sioher, dass seine Arbeit nioht nnr neues Zeugniss für seine oft bewährte erstannliohe Belesenheit bietet, sondern aaoh eine reiohlieh strömende Qaelle gediegener Belehrung ersohliesst. Dieses wohl in allen Fachkreisen .feststehende Urtheil bewährt sioh aaoh bei diesem Werke aufs Neue. Wir gaben hier sanäohst eine gedrängte Inhaltsan gäbe der Vorrede. Das Werk Majan-Gannim befindet aioh absohriftlioh in der Oxforder Bibliothek. Der Schreiber hat es im Jahre 1483) רם״ נ) vollendet ünd nennt es מדרש ספר איוב and מפיץ גנים; seinen Verfasser nennt er ה־יר שמואל ממות בד,‘ר נסים מסנות. Der Verfasser selbst lebte sur Zeit Alcbarisi’s (1170), welcher auf seinen Reisen nach Vorderasien auch Aleppo beeuohte und den Verfasser dort als berühmten, hochangesehenen Gelehrten kennen lernte. Er feierte ihn in seinem אגרת לשק הוהב (London 1853) als die Zierde von ארם צובה; auch seiner Söhne gedenkt er in aasseiohnender Weise; sie hiessen: 0ז1דר a. אל15ר. Wenn Zuns seine Wirkenszeit mit dem Jahr 1218 genauer benennt, so ist das wahrscheinlich auch nur in Besag aaf das Jahr, in welchem Alohariei seinen Taohkemoni abfasste, geschehen. Er war eia Zeitgenosse des R. Asaijah, auoh in Aleppo, neben welohem Alohariei in seinem Taohkemoni den R. Samnel in gans übersohwänglioher Weise lobt and besingt. (Taohkemoni, Msor. Oxford Neubau(־. No. 2517. Dukes, Orient 1850. Literaturblatt S 301, Neubauer מלאכת השיר s. 36.) R. Samael hat ausser diesem Commentar su Jjob nooh einen za Könige, Daniel, Esra,“Nehemiab und Chronik geschrieben, die sich nooh handeohriftlioh in der Vaticana befinden. Der Abschreiber desCommentars za Daniel nennt der Vater des Verfasser nooh mit dem Beinamen 'צ?!'ל; ebenso that es der Absohreiber des Commentars za Chronik צלילי כמדינת טוליטלה. R. Samael hat ausserdem auch liturgisohe Diohfangen verfasst (Landshat Amade Ab. S. 311. Lazzato לוח הפייטנים S. 75), von dem der Herausgeber den. Pijat za שחרית יו״הב ganz veröffentlicht. Soviel beriohtet der Herausgeber über den Verfaeser; wir kommen nun zum Baohe selbst. (Sohlass folgt.) Litter&rischer Anzeiger. I□dritter urogeerbeiteter and vervollständigter Auflage erschienen: [1260 Di« praktische Inul. Küchln. MSflfct« Aawetsugea aller Alten Speisen vorzfiglich die lilthilpilrttt der Israelitlseasn litte nach'den Bitaal. Ossttasa sh herelten. Nebst Anleitung *ur Traaehlr- Cervlt■ and —rvletlialegali ■■»♦ mit Ille ■tarnt ianari Kdeas flr fresse Ui klstaa •teert ud Ah ־ %tssHat*»fts■, von Mfefcka jtfttgeb.flirfBil *MkA -ItaaeLalh■! Mli DWB6IIN OM fWWNMBr digt durch Unis und Jalie Hildertein, Inhabern des seit 1817 bestehenden Hamburger Israel. Koch׳ instituts Elegant and stilvoll gefeaadea 1a Karten i Hk. Das Buch enthalt 110 Sappen, 17 Kalteachalen, 109 Fleuchu Gemüse, 99 Fische, 86 Gemüse, 39 Mehl- und Eierspeisen, 66 Pudding», Lockschen u. Kugeln, 2 Barch es-Rezepte, 18 Kl&asu. Fricaedellen, 48 Saucen, 34 Compots und Salate, 20 Pasteten, 22 Aufläufe, 129 Packwerke u Torten, 20 Eis, 23 Getränke, 72 GelSse und Eingemachtes. Hamberg B** UM. 1.1 Im*<180k1. JERUSALEM Jahr• »ich zur Beförderung einer wis».ajchaftlich genauen Kenntnie des jetzigen und des alten Palästina. Hera uagege ben unter Mitwirkung von Fachmännern im heiligen Lande und ausser׳ halb desselben. von A.. M. Lun ob. III. Jahrgang. Preis: 5 M. =3 fl 6 Ir. Dieses Janrbuch, in dar heil. Stadt erscheinend, welches sich bereits einen Namen in der wisasnschatlichen W.lt gemacht hat und von der Fachpresse als die best# Quelle aber Gegenwart dea heil. Landes aasrhannt wird, ist zu beziehen entweder direct vom Herausgeber: AM.LUNCZ in Jerusalem, oder von den Herren: Bezirksrabbiner Dr. ADOLPH SALVENDL Dttrkheim a. d. H., und L. HAM- BUBGEB, Uhland stresse 66, Frankfurt a. M. Für Rabbiner, Lehrer «.CsltMbessitewbddw Preis aef betestoes Wusch tef Hk ensi■• ilgt _‘Die rückständigen Herren Abonnenten werden höfliohst snaiht ihre Beitrüge an eine for oben angegebenen Adressen WneivHmdtin, damit jede Störung des IV. Bsnrlee werde. j Vstaetweraieher BsrlarSeer De. Bahaer, Magdsberg. Drsok vom D, L. ־Wollt, Magdeburg. Verleg von ■a ' ׳־׳ , Friese, Leipadft.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.