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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1890-05-15 · N° 20. (15.5.1890) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
19 (1890)
Issue
N° 20. (15.5.1890)
Date
1890-05-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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.»20. Jüdisehes Jahrg. XIX. hi ■•!•»«kt—e •11 <r JilaUn ul IMu Utritul■ mt—tut■ Ir- «Mn— aar Mm WiW« 4m rtU•- Mfki■, MnkMt«, B>mru>l(, Tn•®- •*1*, OrfuiUll•, Cz«r«M( S—*!•tu. Utarvft «. PMaswft. Herausgegeben TOB Rebbiner Dr. Xorlts Rehmer. 9TLa<j9e6m*j, *5. 9Ttai 1890. ■Mwiim—WMuUi—.nM — Wui M >■!—(t •irlu. Mez ta «Im— >11*111111«■« l—uk«H M thwilm ו» ■*•I Iw■«■•■ Zx—״Im— —W •*•»•*ke• kan® «r®lh-laufen. - Dna ■JMIlffe• Uttantar-BUt(® erscheint wöchentlich in einem halben Bogen Preis bei eilen Baohhendlanäen (in Leipzig hei Robert Frieee) pro Jahrgang 8 Hark. Abonnenten der ,Israelitischen Woeheueohrift“, die ▼iertetjlkrUah bet alle■ Poetaastelten nnd Buchhandlungen < Hark zahlen, erhalten da■ ״Jtldisahe Litte!atar-BLatt“ gratis. — laserata •rerdee mH li PC. fftr die gespaltene Petitaeile, Beilage• mit 90 Hark, berechnet and sind an die Expedition dieses Blatte■ ■a sende« BnohhJLnaler a. l^hrer, welche direct oder dnrch Robert Friese Inserate einsendea, erhalten 95 jl Babatt. Inhalt: ־Wissensohaftliohe Aufsätze: lieber den Parzival Wolframs von Eechenbaoh. Von Dr. S. Gelbhaus, Babbiner nnd Prediger in Prag. (Fortsetzung.) —!Die Varianten in den bibL Parallelen, verglichen von Dr. Ad. Frankl-Gr An. — Die Jodanbrieftriger in Frankfurt a. M. Von A. Kr»- oa uer, Frankfurt. (Fortsetzung.) Litteraturberioht: Becensionen: Wulf, G. Josefina. — Bub er, Salomon. M^jan - Gannim. Coxnmentar zu Jjob von Babbi Samuel ben Nissim Masnuth. Litte:arische Anzeigen. Uahefefter Naebdresk ■es diese■ Blatte ist aisht!sstattet lieber den Parzival Wolframs von Eschenb&ch. Von Dr. S. Gelb haus, Babbiner nnd Prediger in Prag. (Fortsetzung) Die Schilderung des Gr&als und seiner Herrschaft trägt alle Spuren der Absichtliohkeit nnd des bewussten Oombinirens an sich. Die Erzählung ist nioht ans dem Geist des Volkes hervorgegangen, sie war auoh niemals Volkseigenthnn),* denn sie ist rächt in Volksliedern oder Volkssagen enthalten. Sie hat nur ein künstliohea Leben geführt nnd ein schriftliches Dasein gefristet. Sie üt das Prpdnot klösterlioher Abgeschiedenheit nnd literariaohen Grübeln«. Sie ist eine Klostersage, eine Mönohslegende. (VergL die Sage vom Graal von Adolf Biroh Hirsohfeld.) In der Form, wie sie im Parzival auftritt — nnd hier soll uns nur diese beschäftigen — ersoheint sie als ein Gonglomerat biblisoher Berichte über TTrim n. Tnmim, dem Manna, dem Beiohe Salomon8, -nnd des heiligen Looses, wie sie die rabbinisohe Litteratnr darstellt. Durch jüdische Proselyten mögen Bie zn den Er- Zählern gekommen sein, die sie dann in ejgenth&mhoher Weise ihrem Zwecke entsprechend oombinirt haben. Von dem ,Urim“ heisst es Numeri 27, 21: ♦״ ו9ואר רו בסשפט האודיםUnd er soll für ihn fragen duroh die Weise de« Urim.“ Anoh an versohiedenen anderen Stellen wird des Fragens des ״Urim nnd Tnmim“ Erwähnung gethan. (Priester 1.1.1. Samnel 30,7.) Von dieser Interrogation heisst׳ es im Talmud: .כיצד שיאלץ השואל פניו כלפי נשאל והנשאל פדו כלפי שכינה ' ,Wie soll mau fragen? Die fragende Person steht mit dem Antlitse gegen den fragenden Priester nnd der fragende Priester steht gegen die Skiheohina gewandet'(Joma 73.) Der «Urim nnd Tnmim' War aber aus Edelsteinen. (2. Exodus 28,17.) An dem Ürim and Tnmim ersohien eine Inschrift, welche die heilig« Verkündigung kund that: כיצד משית, ר* יוחנן אומר בולמות ריש לקיש אומר מצטרפות ,Wie geschah «8? & joohanan sagt: einzelne Buchstaben ragten hervor. Besch Laklisoh sagt: zusammenhängende Wörter. (Vergl. Basehi sar Stelle.) Anoh das heilige Loos, welchee eine entsoheidende Gewalt aua&bte, stand mit dem Urin nnd Tnmim in engstem Zusammenhang«. In Baba Bathra 122 heisst es mit Besag auf Numeri 26,66. ,Nur daroh da« Loos soll das Land vertheilt werden.* הא מצד, אלמו־ מלובש אורים וחומים ויהושע וכל ישראל ממדים לפרז וקלפי של שבטים וקלפי של חחומין מונחין לפניו וזד מבוץ ברוח הכןדש. ,Wie gesohah das? Klaaar war bekleidet mit dem Urim nnd Tnmim, and Joana and gans T—ul standen vor ihm, nnd die Loose der Stämme• sowie die 1*0086 der Marken lagen vor. ihm, nnd er vertiefte sioh in den heiligen Geist.* Dem Loose wohnte aber die Kraft inne, das Verborgen« za offenbaren, wie diese« beim Baabe des Aohan dar Fall war. (Joana 7.) Des Loos heisst aber hebräisoh נ1דל ,Goral* imd das ist der GraaL Die vielen Bitter, die beim Graalkönig Amfortas waren, erinnern an das Hohelied 3, 7, 8: ,Siehe des Bett das Selomoh, ssehsig Halden umgeben es von den Helden Israels. Alle waren .ne sohwertamgürtet, kriegageflbt, ein jeder hatte eeine Waffe an seiner Seite, den König an sohützen vor näohtliohen Schrecken.* Die Graalsherreohaft, die die ganze Erde umspannt, gemahnt an den rabbiniaohen Anssprach, dass Sa^pmoh von einem Ende bis tarn andern Ende der Welt geherrscht hat Die Eigewsohaft des Graals, alle Wüneobe sa erfüllen, entsprioht der Eigenschaft des Manna, jeden Geschmack anannebmen. Der Mnnaaavaseche, der Ort wo der Graalkönig wohnt, ist, wie Ban Motto riohtig vermnthet,1 Mons salvationis ,dar HeÜebÄg'*, dieser ist kein anderer als dar Berg de« Hauses fre Herrn, der Berg Zion (Jesajas 2. 2.), oder Jernsälsm, wo König äalomoh thronte. — Aaaaer dar Erzählung vom'Grzal finden sioh im Pandval anoh andsrs An* klinge an die heilige Sahrifk. Schon San Mario hat in ■einer Sohrift: ״lieber das Behgiöee in den WsAan

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