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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1890-05-01 · N° 18. (1.5.1890) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
19 (1890)
Issue
N° 18. (1.5.1890)
Date
1890-05-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Lehrer, welche direct oder durch-Bobert Friese Inserate einsenden, erhalten *25 Rabatt. Inhalt: Wissenschaftliche Aufsätze: Pithom and R&mses oder Zar Geschichte des Auszugs. Von Heinrich Bragsch. — (Schlaee.) — Die Pharianten in den bibl. Parallelen, ver* glichen von Dr. Ad. Frankl-Grün. — Zur Chronologie. Von L. Cohen in B668 a. Bhein. (Fortsetzung.) Litteraturbericht: Becensionen: Koseazweig, Adolf Dr. Jerusalem and Caesarea. Ein historisches Essay mit besonderer Rücksicht auf die Bedeutung Caesareas etc. — Leimdörfer. Dr. D.j Prediger in Hamburg. — Schulprogramme. Litterarische Notizen. — Li terarisohe Anzeigen. Uebefagter Nachdruck au» dieaeei Blatte ist wicht geetattst Pithom und Ramses oder Zur Geschichte des Auszugs. Ton Heinrich Bragsch. (Schloss.) Zum Schluss nooh eia Wort über das vielgepriesen« Land Gosen (Goschen), das der Pharao des Josef dem Jakob und seiner eingewanderten Familie angewiesen hatte. £8 war das beste Land für ihr grosses und kleines Vieh, das hier reiohe Weideplätze fand, wie es die biblische Schilderung dentlion erkennen lässt. Die siebsnzig Dolmetscher der hebräisoh gesohriebenen Bibel hatten bereits das Riohtige getrofien, indem sie dem Gosohen-Namen die zu ihrer Zeit geltende ägyptische Form Gesem, nooh mit dem Zusäte ,der (Provinz) Arabia * gegenüberstellten. Denn die geographisoh so wiohtigen Nomoshsten bezeichnen mit dem Worte Qesem oder Gesem die Metropole dieser also genannten Provinz, welohe im Westen und Süden des Wadi-Tamilat gelegen, einen beaonderen Kreis bildete, der sioh bis zum rechten Ufer des peluaisohen Nilarmes and bis zum Gebiet von Babastus ,׳ aasdehnt• and ausserdem von dem heliopolitisohen Kanal bewässert ward. Die Lage der Metropolis ist dnroh aafgefandene Denkmäler neuerdings in Folge der Nachgrabungen des Dr. Naville fettgestellt worden. Sie nahm die Stelle der heutigen Dorfansiedlang ,Saft* ein, deren arabisirter Namen einer altägyptisahen Nebenbeseiohnung für die Metropole, Sept, entsprungen ist. (Da das arabisohe Alphabet eines P-Lautes entbehrt, so wird für diesen Baohstaben bei Umsohrei• bung von Fremdwörtern regelmässig ein F eingesetzt. ,Platon" wird beispielsweise au einem ,Iflatun" umgewandelt) ־ ״'Und wieder liefern Denkmäler und Inschriften die ״wuchtigsten Zeugnisse; für die Richtigkeit der biblieohen Ueberliaferang. Ala K^mg Menephth^s, der Pharao dae Aaszugs, nach dem Tode seines Vaters Ramses IL, dessen Toohtcr das Knäblein Mosss im Sbhilf gefunden und als ihr Pflegekind hatte auforziehen lassen, zur Regierung kam, sah ea schlimm stürmten, bis es dem König gelangen war, im fünften Jahre seiner Regierung, die in das Deltagebiet eingedrungenen fremden Völker zu überwinden. Auf einem Denkmale, zur Erinnerung an diesen Sieg in Theben aufgestellt, und in seinen letzten Resten bis auf den heutigen Tag erhalten, beginnt der Pharao damit, in der eingegrabenen langen Insohrift (leider mit Lüoken) den Zustand des Landes vor •eitler Zeit zu schildern. Bei dieser Gelegenheit erfahrt die Nachwelt, dass seine Widersacher ihre Zelte im Angesicht der Stadt Pibalise (das heutige Bilbels,* auf dem Gebiete der Provinz Gesem-Gosen) aufgesohlageü hatten, in dem sie •inen Graben mit Trinkwasser hersteHteD, der aus dem Kanals von Heliopolia (sonst , auoh ,des Wasser der Sonne" genannt) abgegrabsu war. Kein Helfer stellte sioh ein und das Gebiet ,blieb als Weideplatz den Viehherden überlassen von Seiten der Ausländer und lag unbebaut da in deh Zeiten der Vorfahren. Die Könige des Südens (Oberägyptens) sassen insgesammt bei ihren 1 Gräber• bauten .... and die Könige des Nordens (Unterägyptens) befanden sioh inmitten ihrer Städte,' veTsohanzt in ihrem Sohloese, aas Mangel an' Kriegtlauten, und sie besessen keine Hilfsvölker, um deh Feinden die Spitze zu bieten." . Die Anspielung auf die Hebräer liegt so deutlich zu Tage und der zur Zeit ihrer Anziedlting in Goten hilfsbedürftige Zustand der damals regierenden Pharao’s ist 80 offen darin ausgesprochen, daaa der Siasiohtige nur zwisohen den Zeilen zu leeea braue bk, um das Zutreffende meiner Ansicht za erkennen. Die vorstehenden Zeilen hatten den ^Wftok, dep augenblicklichen Stand der Exodus - Forsoh grossen Zügen an schildern. Ein« Menge von , heiten bestätigender Natur sind bei Saite _w. worden, um den Faden der ruhigen Betrachtung nioht zu unterbrechen. Beweise vom Gegentheil braaohfa iah nioht zu verschweigen, denn solche liegen niqfjt vor. Der wichtigste Punkt für die künftigen Unter* suohuogen bleibt vorläufig die Lege von Rastees..Da Herr Naville hofft, im nächsten Winter dgreb ü*)»e Nachgrabungen im englischen Auftrags •aqh. Ateje offene Frage zu beantworten, •0 wird. *•,,«jLoh pngifa, ob ich im Rechte war, unter dar führenden Hand ^f* Denkmälerinsohriften and Panyrustexts «inen- Mete im Norden vom KrokodUase rar die Ramze^adt ist Voraus zu beseiohnen. Die Wizsensqhzft und der Spaten werden niok vereinigen, um die ITamsaa ras• lagernden Nette au zerstreuen, ff; ' ' 'W&

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