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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1890-03-27 · N° 13. (27.3.1890) · p. Seite 52

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
19 (1890)
Issue
N° 13. (27.3.1890)
Date
1890-03-27
Page
Seite 52 (sequence 4)
Language
German
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52 das vcriangsrnde ^beigasetst. auch soll wogen de« fehlenden Vokalmichena die•«• andenten und eraetsen) das Wort )(ריק Vmn daaabalb aur reQca, nicht iska, gelesen werden oder in Take amtüBen. Segol (••־) gilt in der alt-hebr. Grammatik ala maoh Gadol, anm Bewe'se, dass der Grnndlaat a ist, wahrend aare (־) den Grnndlaat i, e oder ei bat; kam ex gadol (T) hat . den Miachlant ao oder oe, wie im englischen all oder im norddeutschen , Hoever“ Itkr ״Hafer“. Die arab Grammatik hat nur ■ Vokalseichen für a, e (oder i) and o (oder n) and deutet die a&anarten Umlaute, wie dialektischen Abweichungen gar nicht an. Wir bleiben demnach bei der Ableitang von MTV der Accent in fand beseichnet den stet. emph.; ע als k-lant aeigt sich auch in שועל d. i. ״Schakal“. Freilich kommt 'ריקא im Talmad vor, aber nicht als Schimpfname. Es bedeutet ״Dummheit“ im scherzenden, nicht beleidigenden Sinne, am zu sagen: ״leeres“ Geechw&tz, Un- 11 i—nullniI Rohheit, nicht aal die Person bezüglich. sondern sachlich angewandt, adverbialisch gebraucht, daher auch ,ריקד geschrieben wie!ריק□, ריק; Ber. 32,6 findet sich sogar der erklärende Zusatz: □תורחב□ □YO הלא. Gerade in Rücksicht auf B. M. 58b und Matth. 5,22 kann das Wort ריקא nicht die Bedeutung eines sträflichen Schimpfnamens haben; man wird doch nicht leichtsinnig durch Anwendung eines solchen Schimpfnamens ein strafwürdiges Verbrechen begehen! Das N. T. überliefert aber £0014 ausdrücklich dem Gericht (xe> auveSpia), im Gegensatz zu rrj xpioei, ״der öffentlichen Meinttng und Verurtbeilang verfallen“. Deshalb kann ריל,א nicht dem faxxi gleich sein, weder lautlich, noch begrifflich ריקא beseichnet jemand als ״unwissend“, seinen Ausspruch and sein Thun als des Wissens und des Anstands bar, ״ רעא(Saxd aber als sittlich schlecht, nennt ihn ״Bösewicht“, ״Spitzbube“ u. dgl. das ist beleidigend und sträflich. R.-A. Exegetisches. Es scheint auffallend, dass es Rap. 9 Vers 23 im Bache Esther heisst: □וקבל הידורי, dagegen Vers 27 קי&ו וקבלו חידודים• E» scheint demnach, dass das Parimfest zuerst nur in Persien allein gefeiert wurde. Erst später be - stimmte dis grosse Synode, dass die Juden aller Lander dieses Fest feiern sollten (V. 28). Dies geht nicht nur aus der Wiederholung der Nachricht hsrvor, ״dass sie den Befehl angenommen“, sondern erklärt sich auch aus der aprachlioken Verschiedenheit (erst Singular, dann Plural) der Mittheilang.׳ Mordechai war nach dem Talmud (Megillah 15) einer der Mitglieder der grossen Synode. Dies ist jedoch schwer zu verstehen, weil es an einer andern Stelle (Menachoth 6t b) heisst, dass Mordechai noch im Makkabterkriege am Leben war. Wie konnte er also ein so hohes Alter erreicht haben? Di» Tossafoth zu Baba Kama (82 b) weichen indessen von Rasch i ab und glauben, dass es mehrere Männer mit dem Namen Mordechai gegeben hat und dass alle aaisergewöhnlich tüobtigen Minner diesen Namen führten. Hierdurch lassen sich auch viele Widersprüche in den Midraschim erklären Wahrscheinlich hat auch George Eliot diese Erklärung gekannt und desahalb dem Helden ihres ״Daniel Deronda‘ den Namen Mordechai beigelegt. (Jew. Stand.) H!sterisches. Der erste Brasilianer, welcher sich in der Geschichte der Lilteratur einen Ruf erworben hat, war nach einer Mittheilung des ״Figaro“ ein Jade mit Namen Antonio de Libra, geboren in Rio de Janeiro 1705 Seine Dramen, welche in Portugal zur Aufführung gelangten, erfreuten sich allgemeinen Beifalls und werden auch noch heute sehr geschützt. Leider starb dieser originelle and kühne Schriftsteller eines schrecklichen Todes. Wegen des Verdachtes, der jüdischen Religion anzabängen. wurde er von dem Inquisitionagsrioht verurtheilt, lebendig verbrannt za werden und dieses Urtheil auch im Jahre 1739 an ihm vollzogen. (In der ״Geschichte der Jaden in Portugal“ von Dr. Ka y 8erling ist dieser Name nicht za finden; dagegen werden von Antonio Jose de Silva, dieselben Einzelheiten berichtet. Sollte dieser mit dem obengenannten de Libra identisch oder der letztere Name ein Druckfehler sein?) L. Cohen-Rees a. Rhein. Litterärischer Anzeiger. Soeben ist erschienen: תפלה קצרה. für die israelitische Jugend na Cebersetaea dagerichtet u. mitVocabalarium u. Grammatik versehen von Ihr. M» Rahwer. Zweiter Cinu. Sechste״ stark vermehrte aad verbesserte Alias e. Preis geb. 1 Mark. Diese neae Aafkge ist fast um das Doppel te vermehrt, enthalt statt H), über 150 Gebetetücke, darunter •iaimtllehe Gebete für Wochentage, Sahhath und Besch Chedeseh, in ganz neuer, sehr bequemer Anordnung, die der J dgend das viele Unmei blättern erspart, und für die Schule die Anschaffung eines besonderen Siddur ganz entbehrlich macht. Trotz dieser bedeutenden Verm eh rangen ist der Preis des 9*fi־Bogen starken Buches nicht erhöht worden, um der weiteeten Verbreitung desselben den mögliebsten Vorschub zu leisten. ר מ Bel Eiaflhraag ia Schulen leb gera bereit, lieaaaderc ▼ergtastlgnagea za gewahres. Fraahfart a. M. J. KeeAsus. ln demselben Verlage sind anch erschienen von. demselben Verai5kezarab,C1m81. . flehethdehlcla zam erztem im Uebereetzen me- [4170 thodisch eingerichtet mit Vocabnlanum und grammatischen Vorbemerkungen and einem Anhang: ״Ana dem Pentateuch“ Achte vermehrte Auflege. Preis geb. 65 Pf. Ferner: Die hebr. Selirtfr Lese-Fibel m.lithogr.jÜd.-dentschVorschrift Siebente vermehrte Auflage. Preis geb. 50 Pf. ia mein ein Commission s-V erlag erschien soeben: Geber den Einlltu der Psalmen auf die E1Mebnc2äfftatioil»;11e1üt11r£ie mit steter Rücksichtnahme auf die talmudiach-midraschische Litteratur von Dr. M. örinwald [4174 L Hefj. Preis Mk. 1.— Fraahfart s H. J. Kaiffi 4158נ Hebräische Unterrichtsbriefe. Nach bewahrter Methode , für den Selhntnaterrleht in Alt- / ■ad HeihehriUch bearbeitet von Dr. Beraard Flacher. Vollständig in 10 Lieferungen t 75 Pfg. Prekeheft gratis and freies. Lripeig. C. 1. Ist!’» VerlagehendL Kochbuch | für isrmel. Freuen van Rebekka Walk geb Helnewaan. neinte verb. Auflage. Elegant Leinwandbani Frais ■k. (SO. Als vorzüglich anerkannt. FrankAa M. 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Unter SRitaibe.terftqft gebiegeatr jadwutoritSteu auf allen Jpauplgcbieten, alt üittcratur. ffiinff, Bfironomtc, ttl)«mie, Zed)* nologie unb Diebijin, rridjeinen im ,״Berliner lageblatt regelmtlbifl »ertfcvolU Crfaluel-ÄeafUeteaS, melde Born gebt (beten publicum befonbert getdjflpt »erben. 3» golge feint? a itcebebnlcn ßefnf eifeS unb tm Bu?Ianf( tft ba• ״Berliner Zsgcblatt' bie am melfteu herbrritete uro#« beatfebe jeittmg aemorben, be? ״Berliner Zageblau* entjprid)t aber aub SflriI anferbtrungrn, midie man an eine [01d)e ju jtrDen beiedti.t iß, tu Dollem ■Oiaa&e. 3n ben ibeiierfeuitletonä Bon Dr. Paal Lindau tserben bie Xuffdbrangen ber bebeutenben ©eitmec Zbeatrr einer eirgrbenben tkurtbeilung genriirblgt, mäbrenb in brat tiglitbes Feuilleton bie Criginal* fRomsn« ber ternorraginbftea *utorm Vufntbme finben. ,jo erjde nen im 1 ädjflen Onar:al folgenbe!)•<$[( jejjtlnbe 61jSi)l“''8tn•. Richard Vom, Kearad Telraaaa, ' ״®er Zügentprri•- ״WnggifTS, Oer Sriftat* Ewald Ang. K9aig, ״auf her fflntargm 8t|r*. tttaw ithitnntrf auf *04י tigltdj 2 mal in einet- Xbenb• |tab IHM UUMUUIU Sorgenauiaabe erfepelnenbe ״ISrrlinet Zage» »Uät nnb ^1nkeU<3eit1ng* nebft feinen 4 Separat»flelbtüttera bei *Sen ®aftanftiUra be« ®eatfdin WeMje• für aOe 6 eidttsr gn» femmen für 6 SKarl 25 flf. Bierteljibrlld. Snfang Sprit erhalten dUe abonnenten grnti« einen forgfA'tig bea beiteten alt bisgra» pkif^e* Wotlgen •erjobenen Beiehstige-AlsMUMh. ■edacteur Dr. Ra k mar. Migdsbarg. Dreck wen D. L. Wo lf t, Marlsbar r. Verlag von Robert Ff lese, dhirtfi "tüffh• '!■I

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