Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 12. (20.3.1890)
- Date
- 1890-03-20
- Page
- Seite 48 (sequence 4)
- Language
- German
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goacbloasen worden wäre. Von den eigenen Dichtagen des Antor* sind viele sls durchaus gelangen sasa erkennen. Namentlich gilt dies von den Epignmmen auf S. 106—107, bei denen die satirische Pointe durch geeignetes Wortspiel (n. B. nn ״Gerät“, ,Wind* ent 8. 105) oder durch witzige Anwendung verschiedener Bibelstellen (z. B. auf S. 105, 106) oft •ehr glücklich sar Geltung kommt Einzelne dieser Epigramme lassen •ich in recht lohnender Weise in’s Deutsche übertragen. Zwei Proben dieser Art mögen unsere Behauptung erhärten: Seite 98, No. 42 טלם לשבח zn Deutsch etwa wie folgt: Die Kenner fremder Sprachen mnga ich ehren. In vielen Zungen hör* irh gern die Bede, Doch meinen Töchtern mag ich eie nicht lehren. Zn viel in einer Zunge redet Jede. Ferner s. 106, No. 68 לפלוני המשורר. Gedruckt sind alle deine Lieder,- Entzückend Auge dir und Ohr. Dea Weisen Spruch erfüllst da bieder: .Den Geist giebt ganz von sich der Thor‘‘.*) So bietet anch dieses zweite Heftchen des gewandter, die Sprechform unbedingt beherrschenden Hebraieten den Freunden hebräischer Poesie des Erfrenlichen nnd Anregenden in Menge. —nc.— KellgieatMehtr. L Babb. Dr. Grfm. 1. Stufe ,ראש־ת דת מורשה Anfangsunterricht in der mosaischen Religion. II. Stufe. תורת דת פירשה Lehrbuch der mosaischen Religion und der biblischen Geschichte. LTheil 20 kr., II. Theil 32kr bei Jak.B. Brandeis. Prag. IL Dr. M. Silberstela. Leitfaden für den israelitischen Religionsunterricht, zugleich zur Vorbereitung Mir den Akt der Religionaweihe. (Konfirmation) % Aufl. 31. Seiten. 40 Pfg. III. ■ax ESIgatber, Prediger. Die jüdischen Feste und ihre Gebrauche. L Theil. Festcvklus. Kurz zusammengefasst und für den Schulgebranch bearbeitet. 50 Pf. 37 S. Dt.se die jüdische Religkmsschn'e der Gegenwart allenthalben ihre Aufgabe mit grossem Eifer erfasst, davon zeugt u. A. — ,(כל־רוחו יוציא כמיל (משלי כ*ם י־־א c « V auch der Umstand, dass, obwohl kein Mangel an fiehtbfobem der jadisoben Religion herrscht, dennoch immer neue Rrscheinnngaa atff diesem Gebiete zu Tage ־trete«. ׳ ־ Wae des erste der oben genannten Bücher betrifft, so echlieset sieh die eiste State an da« erste Wnd zweite Bach Mose an and endet mit den sehn Geboten. Der streite Theil, beginnt wieder mit den zehn Gebote« and tfihrt die Geschickte des Volkes tfn der Hand der Bücher Josas, Richter und Ruth, bis aut Samuel und schlisset mit einer kurzen, geographischen Uebersicht Palästina'• ab. Der erste Theil ist katechetisch, der *weite erzählend gehalten. Beide Tbeile sind sehr gut t&r den Anfangsunterricht nnd die erste Weitertührnng geeignet. Obwohl der Veri. mehr der conservatiren Richtung angehört, so hat er dennoch diesen seinen Parteistandpnnkt nirgends derartig hervoigekshrt, das« nicht auch die freiere Richtung seine Bücher ohne Gewisseusakrapel gebrauchen könnte. Die Bücher seien fachmlnniecheu Kreisen bestens sar Beachtung empfohlen. Wae das zweite der genannten Bücher betrifft, so hat der der freiem Richtung im Jadenthume huldigende Herr Babb. Dr. Silberstein wiederum euch orthodoxen Anforderungen gerecht za werden sich bemüht So g ebt er anf der eisten Seite anf die Frage ׳ Woraus schöpfen wir die Kenntnis# der israelitis<hen Religion? Die Antwort: Aus Bibel and Talmud! Auch diesee Büchlein ist in katechetischer Form gehalten. Zum Schlüsse des Baches gilbt der Verf. die bekannten 16״ Satze“ der jüdischen Sittenlehre; es ist trotzdem recht brauchbar. Koch e'n drittes Büchlein liegt vor ans: Der ״Festcvklus“ von M. Ellguther. Auf Vollständigkeit macht das Bach keinen Anspruch, rs will nur den mündlichen Unterricht ergär zen und stützen, besonders soll das so zeitraubende Diktat vermieden werden. Dieser Zweck wird durch dasselbe recht gut erreicht werden. Für Kinder, die noch za Hause ein altes jüdisches Leben vor sich haben, ist ein solches Bach freilich nicht von nöthen, wohl aber für die grosse Zahl der Andern; da wird es anch gute Dienste leisten. Da Verf. sagt, dass ihm Anregungen zu eventuellen Aendet ungen in spaterer Z ft an, genehm sein würden, so möchten wir hier anf Folgendes anfmerksam machen. Dass für Chanakah, Purim, Taanith, Esther etc., wie aas § 4 hervorzugehen scheint, besondere Opfer in der Thora geboten sind, ist nicht bekannt Dass מילה (Schluss) Jahresschluss bedeute (% 5), ist schon deshalb nicht bäzabehalten, weil Jom-Kippur ja gar ni.'ht der letzte Tag im Jahreist. Der Ausdruck: Thoravorlesung mit vier anigertmsnen Männern (§ 31) ist etwas sonderbar. Aach haben sich eine Anzahl Druckfehler eingeechlichen, besonders in die hebräischen Worte. In der übersichtlichen Art, in welcher das Buch angelegt ist, kann man es nnr bestens empfehlen. B. J. Litterarischer Anzeiger. Batrr ln! gnt%ea 90(itifd|rn 3rit»*grn £tntfcf)Uabö siaat toS ca.?OTsawad AlHaestes btftferbe Berliner Z«gcbl*tt nib $<lM*>3ctt11D| unffnitig rts'B bei e:ften ^irape ein. Sie berConafenf en fietwunern ln* ״®eiliurr Xageblati* in Bejng auf rsfdp «-!■•«rläfflg( 9über •Be miditigen dre’gaifje. bat* smfsffetbe b-foubere ®tabtbttuttt fnnei am allen Sä.ltol&ijen anffbUtrn eigenen Ssrrctevntectea nerrta cBgemtia gfbä&reib an• eifinnt 3n euer brfeeberen •»UJMnbigea £aabeI*'3eUattg m|1t ba* ״Beil s-c Jagebütt* bk Sntereffen bet Riblitim*, wie btejeaig'* W $ankel* nnb tec 3teuftrie bnrtb nspactrüMe usb un• befangene Seattteilsng. Qntei Ä׳tarb<ittrf<boft fcebicgtntr gmbautotU Uten a*f aBen §anptflebute», al* Sittrratnr, Üunft, *ßroaomic, Stcaiie, XtenstagiennbMibi^a. njebtiata im ״Btrilret Tageblatt' te;tltrij1ig tMrtbbsUe Crigin«[»jftn11et*a*t n Ufytttxa aebttMen Bublifn■ befoabn* gefM|t *eben. Sa* B. T.briag» an*fährlid)e Barte« MTkMbrrfebtr, bei aiihtia z Sepnaten in hier (Egtta'RaSgabe, weite *0<b ■it Im Xc^ngen terianbt mttb. 3''^■"*stiften ber •cealdebt■!!•riete, (ozrie «ffe»lea.8e1IoofBagcn. BXtliriiifte nnb Cpfü-Radritetz, feifanahBetjitberuage■ bs Ctioit• ■nb fflllitir» Beamte*. Dr;ea*»BrtUt^«sger. ütrutfaltige tub wcf'geRdHete Jage* «Reatglettin an* bin 9ltt(64f)a1>ptftaM nab bea h'rooinjen. ftaleteffaite •eifcbUtetaiMimgin. — 3k tra ZäeaterfeniIXrton* Kn Br. 1P. Lisdaa treib s bk Üsfffthrzaaen bet bebra* teste* Buliatt Jfeatit hier hmgefeabea Cesitfetlsag gewülbfgt tslfeesb ia bet Boa tag*«H« *gabt be* ,Berlfnet Sägeblatt“: nStftitifL14 R4 tie etflen 6<trtjtßeBer־mit gebkgenm uab jebgesmära Brittäge* ein eieBtkbeia geben. ja* illu> ftritte S i|klat t ,HUK.‘‘ eifrtnt Ismen feinte jafl> rriüra boijöglldje* 3B“Rtatlone1t, fosrfe feine* tnffenb wifigea nnb fzmscboBen SafaU» lingft bei unpobhltcn (häuft bet tentften 8tfe» wtlt S’e ״XleatfAe vefehaUe“ bringt al* .ifnfttirie* gensiUm« blaß* naht firg'Utgfitr latm^I bt« fctoffe«, H»he, per} aab •aafitb eategizbt *qiblszgen, femie HnffS|e bckbtnbea 3^aItA" 8*1 gofhezaag aib .Uaterialtnag fsrges Strbnft. BUtRei, 6üt> Vafasben K.. 31ie ״Siittbeil un «en über Saabmirtbfeb«ff>' Barteabsn nnb £*a*»ltfbftbaft", bringen acten ftlMtftlabiaea ^a<bart1teln, }ablrette Xa'bltbUge für big* unb pjf, fs bafc jteec 3־bTg«»g, bettb ein €a*trglf»er berocBttSnblgt, aleitfam e n matt« D90e* Sec׳pt* snb SaeWdl'eg <81 f bilbtt. 3« täaliifien Roman« g-c nületoa bt* tädflrn Cuntol« erfdtata folacabt bsteakirffanlt CnSblnngm: »Ser ZagcabpreiS“ 001 Rlehardl Vim! .,ütaggirrs, ber Srlgeuit" oon Kenrad Teil■»■■, ״Weif bcc fÄHNKH** SifH“ oon Ewald Asg. Klsig. — Wan abonzitt auf ba* täglieb 8 n־al in einer Äbenb« aab Borgen« %u*gabe erfte'ntnbe ^Btrlinn: Jni'blatt nnb paabtlfiritaag“ bei aBen ^oftanfteften be* Den![dun Steitc« für aße 5 B'ft'ter ju- (emmtn fBr t> Vt. 8• Bt-°׳crteljdbrii(b. ünfang 2ttr l ereilten •tte übonzea en grsti* etnen forgMltig b•arbeiteten mit birgreiphlföfR Rottjea Derjebenen Keiekitap-Almaiiek. Kochbuch | für izrael. Frauen von Kebekka Wolff pk. flejaeaaim. fteaate verb. Auflage. 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