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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1890-03-13 · N° 11. (13.3.1890) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
19 (1890)
Issue
N° 11. (13.3.1890)
Date
1890-03-13
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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•Om u« MnIM« lUtfrarteek•■ Er. ■at•■ Mf te «1IM• 4«r niu• EttotfThfU«, Tfe*• Utvttk k. Piianglt Heransgtgeben ▼on► Babbiner Dr. Xtrtts Bäkmer. @Tta<j9e£wt<j, 13. STLät* 1890. Nkkw <»11<וו1>ו|)|■ U*Mratw,mMk ta Hw■ Blatt« ■!!!*■!ו lMtmfc«■« M Ha»«at«n «n 1t«l Sf■11—* tnathi« «rMft *■Bl!■ kata« r ara»».|a«1ttltB. SasbhBadlBagta (ia L ■ipiig bei Robert Friese) pro Jahrgang 8 Merk. Abonnenten der .Israelitiseben Wooheaaohritt“, die rierteljibrueh bei aUae Poetanetalten and Buchhandlungen I Mart aahlen, erhalten da» ,Jttdiaobe Littaiatnr-Blatt“ gratis. — Inserate werden aüt St PL tttr die geepaltene Petitzeile,Bellagea mit SO Mark, bereobnet and sind aa die Expedition dieses Blattes aa »in de■ BoohUadlsr n. Lehrer, welche direot oder darob Robert Friese Inserate einseodaa, erhalten 35 % Rabatt. Inhalt! Wissenschaftliche Aufsatze: Das Leben and die Werke des Dr. Leopold Zunz. Von Dr. Chotzner am Harroiv- College. (Fortsetzung.) — Der Ghaon von Wilna. Von S. Soheobter in London. — Collectanea. Von Rabbiner Dr. Pb. Kroner-Berlin. — Litt eratnrbericht: Recensionen: Modlinger, Samuel. Der rabbinisebe Rationalismus. Eine Unterredung des Grafen Gabriel von Ozenstim mit dem Rabbiner IsaaVith Cantarini ans Padua (1693). — Litterarisr lie Notizen. Litterariaohe Anzeigen. Uabetaftsr Naehdreek ast dissesi Blatte Ist siebt!estattet Das Leben und die Werke des Dr. Leopold Zunz. Von Dr. Chotzner am Harrow-College. (Fortsetzung.) V. ״Aelteete Nachrichten über Jaden and jüd. Geschiohte in Polen, Slavonien and Baaslandist der Titel eines Aufsatzes, den Zone in Frankels ,Zeitschrift11 1846 veröffentlichte. Darin Wird auf die interessante Thatsaohe aufmerksam gemacht, dass nämlioh in jüd. Schriften, die gegen das Ende dee 10. Jahrhunderts verfasst wurden, die Ländernamen, Slavonien, Ungarn, Böhmen und Bnssland bereits Vorkommen. Nicht minder interessant ist die darin vorkommende Nötig, welohe die Mittheüang enthält, das• in den Städten Krakau, Brzeso ttna Lublin, worin Gnltnr and Aufklärung bekanntlich noch heut״ aatage recht wenige Fortschritte gemacht haben, in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts bereits Baoh״ draokereien ezistirten, die von jüdischen Eigentümern vielfach benutzt worden, und somit dem Stadium der hebr. Litteratar Vorsohub geleistet haben. VI. Einen bleibenden Werth hat eine von Zunz im Jahre 1844 in Berlin verfasste Broschüre, welohe die Anfsohrift führt: ,Antworten auf Oultasfragen*. Obaohon beinahe ein halbe■ Jahrhundert verstrichen ist, ssitdem diese Schrift zuerst erschienen, während weloher Periode bedeutende Fortschritte im Gemeinde• leben and im jüd. Culta* erzielt worden sind, so bleibt dezroi h ihr Werth ungeschmälert. Die versehiedenen ^dichten der Gemeinden ihreü Rabbinern gegenüber, uml vice versa, werden darin klar and deaflieh dsAnirt, wobei zugleich zach gew isser Regeln and Statatsn Erwähnung gsechieht, ' aereu BeobaohtWg and. Befolgung eine musterhafte Gemeinde- Verwaltung erzengen dürfte. VII. Höchst amüsant ist eine in Steinschneider*■ Zeitschrift ,Hebräische Bibliographie* im Jahre 1858 erschienene Beschreibung des Thuns und Treibens der sogenannten Gensoien, die Znnz ■am Verfasser hat. Die Gensorenwirthschaft iftt in moderner Zeit ■war nur nooh im heiligen Russland allein in voller Blüthe, dooh existirte sie in früheren Jahren auch in andern kirchlich frommen Staaten. Bekanntlich hatte der Oensor ein unbeschränktes Reoht, ■ein• Spürnaee in alle litterarische Erzeugnisse zu stecken, and die etwaigen ihm verdächtig scheinenden Wärter oder ganze Stellen streiohen and ad libitum ändern ■a dürfen. Dadurch kamen natürlich ganz wandsciiahä Dinge sam Vorscheine, da gar mancher Satz ssiliss Sabjeotes and Zusammenhänge• beraubt wurde and im Folge dessen ein Chaos entstand, das eine ganze Comedy of errors schal Besonders possierlich war ss, wenn man ein hebräisches Bach zur Hand nahm, woran ein solcher Oensor seine geachiftigte Hand gelegt hatte. Er hasste nnd verabscheute namentlich die Wörter הנ&ו| ,ט&ר .טי und "OO, andsobald er irgendwo eines derselben erblickte, so machte er sofort seinem Dasein ein Ende, and lieas den verblüfften Leser vergebens rathsn, was aigentlioh der verstümmelte and kopflose Satz besagen wollte. Mancher gewissenhafter» Oensor entschädigte den Leser dadaroh, dass er für das gestrichene Wort sin beliebiges andere ■ubstitairte, dcsacnangcaohtat abgr nioht viel dasn beitrug, die herbeigeführte Confasiaa verringern za helfen. — Ein soloher fand nun einst in einem hebräischen Werke die Worte OTM ס0רי^ die ihm natürlich höchst verdäohtig and unstatthaft schienen. Er strich sie daher schonungslos and ■nfestitairte dafür als Schadenersatz ״בריס המצעדים®, gerade so, wie ein AmUgenosse von ihm einst für שבכוסרים das Wort שמלבושיהם gesetzt hatte. — Aa• dem Worte אדומים machten diese Leutchen, zuerst אוםים, dann רמים and eudlioh, um jede Spar das Originals za beseitigen, stellten sie einfach ndyaps hin. — Ein ähnlicher Vorgang ist verzeichnet, dar bei einem Oensor stattgefanden, welcher in GabnoFs , Asharoth* den Ausdraok BH0Q3 -fand. . Diewr wurde sofort beseitigt, nnd musate dam Ansdracika כ&ו זרים Platz machen, bis ein anderer Amtagsäfos•• aaoh diesen verdächtig and anstoessig fand and dafür — כמצרים setzt#.! — So ging man in dsr guten alten Zeit mit der geistigen Gib• der jüdischen Nation sn Werke, naohdem man sie ihre• mäh Beaitztbams reoht• and links beraubt, and graobah in majorem dei gkmam. Ebavo possiarlioh sind einig ein Zeitechrift* (1868) von Zaaz angeführte־

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