Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 6. (6.2.1890)
- Date
- 1890-02-06
- Page
- Seite 24 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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24 — Es kt eia eigenartiges Spiel des Schicksals, dma* eine ""VoUbhtfjttdin — «egen wir’» den Venen dee Stabreimireundea n Uhren in seiner Waise — der ■nee des Meisters, des Mehners dee Moeeismns, so ■inniglieb ■inistrirt. Pb. Kr.-Barlin. Ldtterartache Notizen. — Der Oebartsteg Nathan Adlers. Trots der grossen zuverlässiger Hilismittel ist es noch nicht möglich ge• vforuen, bei Angebe des Oebnrtsdetnms des seligen Oberrebbiners Dr. Adler eine Uehereinstimmong in den Berichten zn erzielen. Die ״jüdische Presse“ Berlin, bet das Datum 81. f)3B 5562 m=s lL Dezember 1808: ״Jewish Standerd“ London, bet 81. 11 6663 טבת. Dezember 1808; ״Jswish Cbronicle“ London, bet 81. 6663 טבת o 13. Jenner 1803 und bemerkt hierbei,!Im dieses das richtige Datum sei, obschon in vielen Biographien und soger in amtlichen Docamenten unrichtig der 11. Dezember lt02 angegeben ist. — TJebereinstimmend haben die 3 Blätter, und wer weise, wie viele ändere noch, nnr den 81. טבת, der also jedenfalls des richtige jüdische Monatsdatum sein wird, wenn die Jahre euch diffetiren. Dagegen entspricht das bürgerliebe Datum in keiner dieser 3 Angaben. Hätte man sich vor dem Niederschreiben der geringen Mühe unterzogen, mein □תח להבת עתי&& (oder ein anderes zuverlässiges Hillsmittel) zu vergleichen, so würde man sofort und ohne Berechntmg gefunden haben, dass der 21. 6668 טבת dem 26. Dezember 1801 und der 81. 6563 טבת dem 15. Januar 1803 entspricht. In dem bürgerlichen Jahre 1802 gab es keinen 21. טבת, da dieses mit dem 87. 6662 טבת begann und mit dem 6. טבת 5563 endete. Das richtige Datum bleibt demnach noch festzustellen.*) L. Cohen-Rete a. Rhein. Lende■. Ein Buch unter dem Titel ״die Religionssysteme der Welt* erschien in der letzten Woche des Jahres 1889 bei Herrn Jwan Sonnenschein dt Cie. Dasselbe enthält eine Sammlung aller während der Jahre 1888 — 89 im South Plate- Institute an den Sonntag Nachmittag gehaltenen Vorträge. Diese Vorträge umfassen zwei Serien unter den Rubriken; .״Mittelpunkte der geistigen Thätigkeit* und ״Phasen der religiöeen Entwickelung“, wobei man von der Idee ausging, eine umfassende Darstellung der verschiedenen Religionssysteme und EntwickelungspLasen sowohl der alten als der neueren Zeit zn bieten. Jedes Thema wurde von einem besonders mit dem Gegenstände vertrauten Redner behandelt. So sprach: ’TCfranonicua . Rawlinson über ״die Religion der Assyrer“; Diabadhai Naorogä über ״die Religion der Perser“, Dr. Ljeitner über ״Mohämmedanismus“, Castello über ״die ramiach-katholische Religion“, Dr. Croskey über ״Unitariaäizuus“, Voysay über ״Theismus“, Frederic Harri son über ״Humanität“, Sinnett über ״den esoterischen Buddhismus“, Ik Stanton Coit über ״die ethische Bewegung“, zu deren Aposteln in unserm Lande die South Place Religionsgesellschaft gehört und Frote über ״das Evangelium des Secularismus“. —1 Von jüdischer Sejte nahmen an diesem geistigen Gelage *) Ist nachträglich im ״Jewish Cbronicle“ vom 31. Januar als 21. 15) 5663 טבת. Januar 1803) berichtigend nachgewiesen. In dem betreffenden Artikel findet sich jedoch der neuelrrthum, dass entgegen meiner zuverlässig riehtigen Angabe der 31. Dezember 1802 mit dem 7. statt mit dem 6. טבת zusammentraf. Theil Rev. Professor Marks, welcher über ״die Juden der neueren Zeit“ und Rev. Morris Joseph, welches über ״di» Ethik des Judenthums“ sprach. Allen, welche wünschen, ein» klare Vorstellung von den Lehren der verschiedenen Religionen zn gewinnen, wird diese Sammlung von Vorträgen hoch willkommen sein und dasa beitragen, ebensowohl gegenseitig» Achtung unter den Bekennera der verschiedenen Religionen als ausgedehnte Kenntnis! ihres Wesens sn verbreiten. J» mehr wir aber von der Religion und den geistigen Bestrebungen anderer Menschen kennen lernen, desto klarer wird es uns werden, dass die Wahrheit immer dieselbe ist, so verschieden auch die Hülle sein mag, welche sie birgt. Diese Erkenntniss nach allen Seiten zu verbreiten, ist der Zweck des vorgenannten Instituts und darf man damseiben Glüok dazu wünschen, zar Erreichung dieses schönen Zieles erfolgreiche Schritte gethan zu haben. Lendo■. Die Probebogen des ersten hebräischen Gebetbuche» zum Gebrauche für Blinde sind soeben e schienen. Dasselbe ist von einem Herrn H. Fr e es, welcher vor 6 Jahren das Unglück hatte, selbst zu erblinden, hergestellt Aus Dankbarkeit für die Wohlthat, welche i• m durch eigens für Blinde gedruckte Bücher nach dem System ״Braille“ erwachsen ist, hat er das hebräische Alphabet nach diesem Systeme eingerichtet, um seinen Sch cksalsgenossen hierdurch nützlich zu werden. Herr Dr. Armitage, Director der Normalschule für Blinde, hat sich sehr lobend über diese Arbeit ausgesprochen und Jedem, welcher Lust hat, das System zu studiren, den Zutritt zu den verschiedenen Abthei.ungen des Instituts zu d esem Zwecke freigestellt Herr Frees, auch der arabischen Sprache kundig, beabsichtigt ebenso ei e arabische Bibel t&r Blinde für diejenige > Gegenden des Orients herzustellen, wo die Augenentzündung tast allgemein ist. Dr. Armitage spricht mit Begeisterung von den Segnungen, we'che die Arbeiten des Herrn Frees im Gefolge haben werden. Zu den Kosten der Herstellung des hebräischen Gebetbuches, welches bald erschei en wird, hat der bekannte Philanthrop, Herr F. D. Mocatta 500 Mk. herregeben. Herr Frees wih mit Unterstützung des Rev. S. Samuel die hebräisehe Ausgabe des ״Alten Testaments“ bald tolgeu lassen. (J. St) Londen. Gewisse Sensation erregt in christlich - theologischen Kreisen das Gericht von der Entdeckung eines handschriftlichen ״Neuen Testaments“ zu Damaskus. Nach dem Berichterstatter in einem a'heniensiscnen Blatte, welcher das Mannskript entdeckt haben will, enthält dasselbe auch das ״Alte Testament“. Nach ihm soll das Hanuscript auf schön präparirten Pergament geschrieben sein und 380 Blätter enthalten, von welcher 200 (mit Lücken) auf das ״Alte Testament nach Uebersetzung der Septuaginta kommen. Loaden. Von Heren Dr. Gaster erscheint demnächst im Verlage von Trübner: הזברונות 'D oder Chronik des Jerahm e e 1 nach der einzigen Handschrift za Oxford. Dasselbe enthält Auszüge aus verschiedenen alten hebräischen Geschichtewerken za einem Gesammtwerke vereinigt mit einer Ueber- Setzung und ausfährlichen Anmerkungen des Herausgebers. Cambridge. Herr S. Arthur •Strong von St. John's College ist mit den Vorarbeiten zur Herausgabe einer hebräischen Abhandlung nebst englischer Uebersetznng und Noten über die religiösen Gebräuche, Fast- und Festtage der Juden in Malabar nach den Manuscripten des Colle:e beschäftigt. Diese Abhandlung wurde von einem eingeborenen Juden, zwischen 1768 und-1795 geschrieben. Litterarischer Anzeiger. Berichtigung einiger Draekfehler in meiner dem diesjährigen ״Jahresbericht des jftdlaeh-tbe elegischen Senlearg“ vorangehenden Abhandlung: 8.[ 7 Zeile S—6 ehe■ statt Sap zn legea Ce in. S. 7Z.1t. ob. statt ei*. ■ n lese■ sl■. k. 8. 7 ln For- ■0 IV. st. sl■. h 1■ les. sl■ h es# tp eos^p ees.^p ees.§ 8.11 Z. 2 v. uten statt Md+Tll j ■ 4 *ך lese■ Md —TU.8.1SZ.9 v. u. ■t^tt Sa— 8■ in lesen Sa bis 8■.! 12 12 )Breila■, 8. Febraar. 1 ■Sn« •vieutwoettidbor Ermüssigt! Ton Jahrgang 1889 der ״Israelitische■ Woehensehrifl“ nebst ״Jüd. Familienblatt* und ״Jüdisch. Litteraturblntt“ sind einige vollständige Exemplare zum erniaiigten Preise von 7 Mk. - Vom Jahrgang 1888 und 1887 A 6 Mk. IM* alle 8 Jahrgänge flr 16 M. gegen baar direct fräsen bla sus II. Fehraar e. zu haben bei der Eifsd. te ״ür. Wecheuchr.“ Eiizeiae Nemwera das Jahr-!sag* 1689 varaaadea wir aar aseb karre ZtH i 1■ Pf. (a. 3 Pf. Paria.) Ein vollständiges תנ״ך mit Uebersetzung und hebr. Comment&ren in 19 Bänden, halbfranz, sehr gut gehalten (rHVI, ed. Offenbach תק0״ח, ed. Wien, Anton Schmidt 1817) ist billig zu verkaufen. Offerten —nicht unter 20 M. — werden erbeten an die Exped. dies. Bl. Verleg von J. Kaufmann in Frankfurt a. M. [4064 Das alte Parimspiel naeh ■eiern Schutt ■. Stil in zwei Aufzügen, erdacht und gemacht von M*l*r. Gegen Einsendung von 80 Pf. erfolgt franco Zusendung. In meinem Verlage erschien soeben: [4071 Leichenreden von B. 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