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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1890-01-09 · N° 2. (9.1.1890) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
19 (1890)
Issue
N° 2. (9.1.1890)
Date
1890-01-09
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Inhalt: ־Wissenschaftliche Aufsätze: Noch einmal Ludwig Geiger. Einiges aus der ersten Zeit und über den Stifter der Jacobson-Schule. Vom Landrabbiner Dr. Rillt in Braunschweig. (Schluss.) Die Sabbotnilts in Sibirien. Litt eraturberiebt: Recensionen: Gntlmann^ Dr. J. Landrabbiner zu Hildesbeim. Die Philosophie Gabriols. Li' teiarische Anzeigen. Nich einmal Ludwig Geiger. Ludwig Geiger hat im ersten Heft des 4. Bandes der Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland, S. 108, eine Entgegnung, betitelt: ״In eigener S ache“,auf meine in diesem Blatte (N0.44v. J.)u. auch als Separatabdruck erschienene Abhandlung ״Ludwig Geiger als Kritiker der neuesten jüdischen Geschichtschreibung“ veröffentlicht Der ״objective“ Historiker geräth jetzt ganz aus dem Häuschen und wirft mit Ausdrücken wie ״Gezeter der Pfaffen“ und ״Zeloten“ um sioh. Abgesehen von diesen, im Munde eines Rabbinerssohnes sich sonderbar ausnehmenden Ausfallen, characterisiert sich seine Kampfesweise dadurch, dass er; da er die von mir angeführten Urtheile Strack’s über den ersten und dritten Band meines Werkes nicht abzuleugnen vermag, eine andere Aeusserung desselben christlichen Gelehrten über einen ״früheren Band“ (im!Theol. Literatarblatt 1885 No. 10) vorbringt mit demi Bemerken, dass ich sie ״wohlweislich verschwiege und unterschlüge“. Diese Aeusserung citift G. mit Gänsefü8schen wörtlich so: ״Verf. stellt die Geschichte der Juden nicht objectiv dar, sondern als Apologet der Juden“, sie lautet aber thatsächlich und unverkürzt so: ״Der Verf. stellt die Geschichte nicht objectiv dar, sondern als Apologet der Juden; doch strebt er wenigstens nach subjectiver Gerechtigkeit und verfällt nicljt in. den unwürdigen Ton gewisser jüdischer und wiederum heben wir hervor liehe Hist oriker durch das ^*torä ohte Material theils zu mäncher Be- 1 i 4 IC U1CUI 1U UBU scher Zeitschriften, r, dass aer chri6ts vom Verf. beiforschen der jüdischen und der christlichen Dokumente aus jenen Zeiten veranlasst werden wird“. Ich frage nun jeden ehrlichen Beurtheiler, wer von uns beiden ״unterschlägt“ und ״wohlweislich verschweigt“, Geiger oder ich? Ich hatte doch wahrlioh keine Veranlassung, die Stelle zu verschweigen. Wenn ioh sie nicht angeführt habe, so geschah es deswegen, weil sie sich auf den Band über Italien bezieht, während Geiger mir Verunglimpfung der Deutschen vorgeworfen hatte, demnach also nur die Urtheile Strack’s über die von den deutschen Juden handelnden Bände (I. und II.) in Betracht kamen. Dies weiss G. sehr genau, aber er drüokt sich jetzt um dieses punctum saliens herum, um meinen Gewährsmann Strack, nachdem er ihn zu beschneiden versucht (was dieser sich kaum gefallen lassen dürfte), für sich anzufdhren.— Netter noch ist folgende Leistung des ״objectiven“ Historikers und Redacteure der. Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland. Er meint, einer meiner Sätze verdiene eine ״Festnagelung“. Es ist dieser:'' ״Aber das weiss ich, dass Geiger ein Erforderniss des jüdischen Geschichtschreibers ausgelassen hat, nämlich dass derselbe Jude sei“. Daran knüpft er die Bemerkung: ״Dieses^-eständniss wollte ich blos hören. Also Stobbe war kein Geschichtschreiber der Juden, dehn er war kein Jude“. Man traut seinen Augen nicht, wenn man* dies liest! loh spreche ausdrücklich, wie Geiger selbst, citirt, von dem ״jüdischen Geschichtschreiber“, er aber setzt unter den Augen des Lesers dafür den ״Geschichtsscreiber der Juden“, und schiebt mir die unsinnige Forderung unter, dass der letztere (was ich natürlich nur von dem ersteren verlange) Jude sei. Es wäre schade um Zeit und Papier, über dieses plumpe Taschenspielerstückchen des ״objektiven“ Historikers weiter etwas zu sagen. Zum Schlüsse nur . noch die Bemerkung, dass nicht etwa blos die Blätter , ״meiner Richtung“ meine Artikel ״bejubelt“ ז haben, sondern dass — mit Ausnahme des ״Israelit" — sämmtliche grössere in Deutschland und Oesterreich erscheinenden jüdischen Blätter, , also ausser diesem Blatte die ,״Allgemeine'1 m bisherigen m Durch richtigung und Ergänzung seiner Anschauungen, theils doch zu neue Zeitung des Judenthums“ (No. und . 48), die־■

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