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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1888-07-26 · N° 30. (26.7.1888) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
17 (1888)
Issue
N° 30. (26.7.1888)
Date
1888-07-26
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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VI. est )hol Ehe ich die practische Seite suchungen zeigen will, sei mir noch Darlegung des Einflusses der Wissens rabbinisohe Gesetz gestattet. Ueberall 1 läge des Gesetzes eine Erfahrung, e: Zeit gestaltet diese Erfahrung im 8 o Sinne am. Der Talmud (Nidda 64 a) zä von Möglichkeiten bei Menstruationen auch die eine, dass jede folgende Menstriii am einen Tag länger dauert, als die v Darauf hin wird im Tossaphot die worfen, wie das bei ungleichen Mona! sei, und die Entscheidung wird von ihn« 11 dass nioht die Anzahl der Tage, sondei der Monate, eine Rolle spielen, so das* Vernunft die Zeiten: 15. Nissan, 16. Jjär als ein Monat und einen Tag gerechnet w es thatsäohlioh nur gleiche Zeiträume v Tagen sind. Obwohl diese widersinnige aas dem Talmud nioht mit zwingender keit erwiesen werden kann, weil der Tal drei Perioden, von denen jede um einen eintritt wie die vorhergehende, offenbar anführt, ohne daran za denken, dass die angleiohmässig lang sein können, wi: Gesetzeslehrern die Anschauung beibehi l auoh so im Sohulohan Araoh (Joreh codifioirt. — Viel schlimmer ist ein andfe dem Gebiete des Ehereohtes. Weil Rabp: Talmud (Nidda 38 a) den Ausspruch, d im neunten Monate lebensfähig zur könne, mit den Worten begründet ״der es“, das heisst, der nennte Neumondstag sohafb, so folgert Jehada Minz in Beine daraas, dass es überhaupt bei der Sch meiner Untert.nd 0(n W do: eine weitere chaft auf das 4t die Granddie spätere a 8 ti 8 o 11 en alt eine Reihe aufj darunter ationsperiode orhergehende. Frage aufge- ,t)eu za halten n abgegeben, die Namen gegen 1’ede 17. Siwan )rden, obwohl 31 oder 30 Ansohaaang Notb wendig- J|mnd, mit den Tag später ein Beispiel Monate dabei i־d von allen ten, and ist Dea 189,6) rer Fall aas i Jehada im äss ein Kind eit kommen Sohofar thut r Sohwangern -Gutachten wangersohaft nur auf die dazwischen fallenden Neumondstage ankomme, and dass darum, ein Kind mit fünf Monaten and zwei Tagen lebensfähig [zar Welt kommen könne, weun darunter sieben Neamonjdstage waren, und Moses; Isserls schreibt ihm das iii seinen Zasätaen zum I Schulchau Aruoh (Eben Haßzar 4.14) nach and im 1 Jahre 1840 schreibt Lazar Jiorowitz, Rabbiner von 1 Wien, dass ein Kind einer Frau, welohe am 27. Ab : geheirathet hat, und am 14 Sohewat ein Manchen , geboren hat, ein ehelioh erzeugtes sei (אללזר T יעדה סי■ לי :), obwohl jedes Oonversationslexikon ihn einet«! Besseren hätte belehren können. Derartige Widersprüche zwisohen Erfahrung und! Ueberlieferang beschränken sioh jedoeh keineswegs 1 auf die ange führten Gesetzesbestimmangen, sondern finden siob in allen Gesetzen. Ganz besonders in den Bestimmangen über Mischung von Erlaubtem und Unerlaubtem sehen wir! eine Reihe von Anssprüohen, die nar als Erfahrungen auf dem Gebiete der Chemie za behandeln sind. Wenn Samuel sagt: Gesalzen ist, wie in siedendem Wasser gekocht, (Challin 97 b) d. h. zwei Stücke Fleisch, mit einander gesalzen, gehen die gleiche Verbindung miteinander ein, wie wenn sie zusammen gekocht wären, oder wenn derselbe Samuel sagt tUJ ■תתאר d. h. bei Misohang von Heissem and Kaltem übt das Obere die grössere Wirkung ans (Pesaobim 76a), oder, wenn ferner der Talmad sagt, ein Stüok Fleisch in einen i Topf mit siedender Miloh geworfen, wird von der j Miloh wohl aufsaugen, nichts! aber an sie abgeben, I (Challin 108 b), 80 mögen diese Sätze wahr sein oder nioht; sioher ist, dass der Talmud sie nioht aafsteilt,! als von Gott dem Mose offenbart, and von diesem den Josaa überliefert nqd ebenso an verändert daroh lie Zeit der Richter and Propheten bis hnf Esra erhalten, der sie den Männern der grossen Synode beibraohte, welohe wieder diese Lehre unverfälscht bis auf die Zeit der Abfassung des Talmads erhalten, sondern, der Talmad giebt׳ alle diese Sätse als wissenschaftliche Erfahrungen, die nar in so lange giltig sind, als sie Vom wissenschaftlichen Standpunkte nicht angef >chteq .werden. Die Fragil könnte nan aufgeworfen werden, wie sich diese Anschauungen zur . Amtes stelle. Darauf ist sanä alle wissensohaftliohe Erkennt ist, and, was die Praxis da natürliche, nioht bezweoi falls aber wird ans diese Befrachtung lehren, dass wir nioht, wie es von den orthodoxen Herrn geschieht, die Stärkung der rituaHstishhan Anschauung vom Jadenthnm za unserer Haaptan&abe za maoben haben, des rabbinisoben ohst an erwidern, dass sich Selbstzwaok aas sohliesst, ist. eine tte Conseqnenz. Jeden- I ׳im #1 ׳m m «*1 iS t-f m

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