Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 17 (1888)
- Issue
- N° 25. (21.6.1888)
- Date
- 1888-06-21
- Page
- Seite 98 (sequence 5)
- Language
- German
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Na 242: Chaim S. d. Jon»» Chait 8t ‘כיום א 1י״א אדר תי״ם• — Der 11. Adar 5419 m. d. F. war am Donnerstag. Wahrsdheinlioh mnss es ב־א für י״א heissen, denn der 21. Adar fiel anf Sonntag. No. 244: Bebeka T. d. Jaoob Heller יום ר י״ב אב ®""*ת. — Der 12. Ab 5419 war am Freitag. No. 246:.st. 1659 für ח׳ חשק תי־׳ט L 1658. No. 247: Josse, T. d. Simon st. א־ ט־ תשרי DV ת״ך• — Der 9. Tisohri 5420 m. d. F. הכ״ז war am Freitag. St. 1660 1. 1659. No. 248 und 249: St. 1660 L 1659. No. 252: Freudei, T. d. Gereon 8t. '1 ה DT* ת״ך p'l. — Der 3. Nissan 5420 war am Montag. No. 257: Jitel, T. d. Isaao st 1כ״ט ת&ו J DV ת־ד. Der 29. Tamus 5420 war am Donnerstag. Na 261: Bösel, T. d. Moses ר 1‘ תשרי תכ״א DV — Unmögliches Datum; der 3. Tisohri 5421 m. d. F. בח־ה war am Mittwoch. No. 262: St. 1661 L 1660. No. 264: Jütel, T. d. Mordechai Margoliot st. יים ר י׳־מ אדר =־ תב״א — Der 19. Adar H 5421 war am Sonntag, dagegen der 19. Adar I am Freitag. No. 273 und274־: St. 1662 L 1661. No. 279: St. 1663 1. 1662. No. 280: Isaac, S. d. Aba Mara 8t. יום 3' טי ימים בחדש כסליו תכ־־נ. — Der 9. Kisiew 5423 m. d. F. הח״א war am Montag. St. 1663 1. 1662. No. "283, 284 u. 285: St. 1664 1. 1663. No. 2s6: Perl, T. d. Ze wi st. יום ה׳ נ־ טבת תכ׳־ד• — Der 3. Tebefch 5424 m. d. F. נכ״ה war am Dienstag• No. 294: St 1665 l 1664. No. 298: St. 1666 L 1665. No 298: Brassei, T. d. Märtyrers Isaac st ד ב׳ סבות תכ״ו DV. — Der 2. Saccoth 5426 m. d. F. הש־׳ג war am Freitag. St. 1666 1. 1665. No. 299: St. 1666 1. 1665. No. 300: Hiskijah En zersdorf 8t. כיום שיק ב״ב בפליז .זב־יי*— Der 22.Bislew 5429 war am Montag. St. 1666 L_1665. No. 301 u. 302: St. 1666 1. 1665. No. 303: Perl, T, d. Zewi st. ביום ה, י־יג טבת תב׳־ו — Unmögliches Datum; der 13. Tebeth 5426 war am Montag. St 1666 1. 1665. . No. 304: St. 1666 1. 1665. No. 305: Go mp recht, S. d. Sanwel Linz st. א‘ י״ד אדר תב״ו DV, — Hier ist wohl zu ergänzen אדר שד? denn der 14. Adar I war am Freitag. No. 307 : St. 1666 1. 1665. (Wird <or gesetzt.) Litteraturberieht. Recensionen. ' Eisler, Adolf S« Biblisch geschichtlicher Beligion»unterricht für isr. Binder zum Unterrichte in den untern Blassen der Volks- und Bürgerschule. Brünn 1888. 63 S. An Lehrbüchern der biblischen Geschichte ist wahrlich kein Mangel, doch ist ja das Entstehen neuer als Beweis des regen Bedürfnisses an Hilfsmittein für den Beligionsunterrioht mit Freuden zu begrüseen. Der Verfasser des vorliegenden Büohleins hat, i1׳dem er sich möglichst an den Wortlaut der biblischen Erzählung hält und in dieselbe nur kurze Definitionen einzelner Begriffe, wie Sünde, Stolz, Hoohmuth einschiebt, und am Sohlusse naoh dem Beispiele M. A. Levy’s passende Bibelverse als Morallehren hinzufügt, ein Buoh geschaffen, welches ganz besonders für die Eltern und Hauslehrer ein methodischer Leitfaden zum Unterrichte in der biblisohen Gesohiohte ist und als solcher dankbar begrüsst werden kann. Das Buoh umfasst nur die Erzählungen des ersten Buches Moses, und wenn auch der Verfasser es nicht ausdrüoklioh als ersten Theil bezeichnet, 80 hoffe ioh dennooh, und möohte ihn durch diese Zeilen dazu ermuntern, dass er wenigstens bis zum Tode Moses die Gesohiohte in gleicher Weise behandle. Die Morallehren sind fast durchaus treffend ausgewählt, nur manchesmal tritt ein gewisser Zwang störend hervor. So heisst es bei der Erzählung vom Thurmbau zu Babel ״sie glaubten ein gutes Werk zu üben, wenn sie ihre Zerstreuungen verhindern würden, aber Gott weiss besser, was dem Menschen gut ist“, thatsächlioh liegt hier die Sünde in dem Trotze gegen den Willen Gottes. Die ehrliche Absicht bei den Sündern vorauszusetzen, ist ganz überflüssig. Bei der Brautwerbung für Isak wird die Lehre gegeben: ״Hütet euch vor böser Gesellschaft“; bei der Gesohiohte Josephs wieder sagt der Verfasser: ״Josef musste in der Grube schmachten, während seine Brüder bei einer Mahlzeit sassen, damit er früh lerne, wie es dem Hungrigen zu Muthe sei.“ Die heilige Schrift enthält dooh eine solohe Fülle erhabener, sittlioher Lehren, dass es wahrlich nicht nöthig ist, dieselben soweit herzuholen, ganz abgesehen davon, dass es unrecht ist, dem Sinne der heiligen Schrift in solcher Weise Gewalt anzuthun, doch darf ioh bei diesen Ausstellungen nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, dass solche Fälle eine verschwindende Minderzahl sind. Sachlich lässt sich dem Buche kein erheblioher Mangel nachsagen, dooh ist der schwere Schaden, welchen der hergebrachte, hauptsächlich durch Ueber- Schätzung Baschi’s verschuldete, midrasohische Bibelunterricht bei uns angerichtet hat, nicht zu verkennen, so wird die Stelle I. Mos. 45.24 übersetzt ״streitet nicht auf dem Wege“, statt ״seid nicht bange“. Dazu gehört auch die Angabe bei der Geschichte der Sündfluth: nooh hundertzwanzig Jahre will ich warten, ob die Menschen sioh bessern, ebenso, dass Gott vor der Berufung Abrahams die Menschen wieder durch eine Sündfluth verniohten wollte, es aber wegen des mit Noah gesohlosseqen Bündnisses unterliess. Das Buch ist im Ganzen hübsch geschrieben, durch die Lebhaftigkeit der Sprache ganz besonders zum Unterrichte der zartesten Jugend geeignet. Für eine zweite Auflage, die hoffentlich nicht 80 lange auf sich warten lassen wird, notire ich (S. 34): Er sah eine Leiter von der Erde bis zum Himmel reiohen, und S. 5 gerade zum Schaden einer schönen Dar- Stellung des Sonnenaufganges, als Bildes der Schöpfung: ״Bevor Morgens die Sonne aufgeht, da ist es anfangs finster.“*) All das 8011 uns nicht abhalten, das Werk eines erfahrenen Schulmannes aufs Beste zu empfehlen. Die Ausstattung und der Druck sind sehr ansprechend^ der Preis (40 kr. für das gebundene Exemplar) ein sehr massiger. Brüx. Dr. Deutsch. *) Wir notiren noch in dem ״Anhang“ (Kleine deutsche Gebete) im Abendgebetchen: In deine Hand empfehl' ich mich, da rohe ich sanft und sicherlich(!) (Red.) Verantwortlicher Redactear Dr. Rahmer Magdeburg. Druck von D. L. Wo lff, Magdeburg. Verlag von Robert F ri e se, Leipzig.