Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 17 (1888)
- Issue
- N° 12-13. (25.3.1888)
- Date
- 1888-03-25
- Page
- Seite 50 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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50 will ioh nur hervorheben : 8. 7 Or eerna für Or sarua (Ps. 97, 11.). 8. 85 Kle Jaknr für Kli Jekar (8p. 20,15.) und S. 87 Jeaoh noohlin für Jeseh Nöchalin (Babe bathra C. 8.). Brüx Babbiner Dr. Deutsch. Ldtter&risohe Notizen. 1. Paris. Im Verlage von Ernest Leroux erschien ein inte- Tmnsnlria Werkchen von Herrn Theodore Reinach aber die ו ttdi aeh en Hansen. Die Brochüre bildet eine Abtheilang der ״Kleinen Bibliothek fhr Kunst and Archäologie“, welche unter Leitang des Herrn de Rouchaud, Directors des Nationalmasenms, heraasgegeben wird. Herr Reinach. welcher seinen Gegenstand völlig beherrscht, hat das mit verschiedenen Medaulons gezierte Bach Herrn M. Rönan gewidmet. — Paris. Der verstorbene Oberrabbiner von Bayonne hat seine bedeutende hebräische Bibliothek dem Rabbinerseminar su Paris testamentarisch vermacht. 2. Land•■. Eine interessante Frage kam vor kurzer Zeit durch Mr. Lewis Emanael bei einer Discassion aber Mr. Leere Mittheilungen zar Erörterung. Dieser sprach von dem durch Edward I erlassenen Aasweisangsedict gegen die Jaden als noch vorhanden in dem Statatenbuche. Thatsächlich findet sich am solcher Act in dem gedruckten Reichsstatutenbuche nicht verzeichnet and bleibt es fraglich, ob die Jaden durch ein einiaches Mandat des Königs, durch einen Geheimrathsbefehl, oder durch einen Parlamentsact ausgewiesen worden sind. Bis heute konnte die genaue Form, in welcher der Befehl erlassen war, nicht ermittelt werden und würde es daher von grossem antiquarischen Interesse sein, diese Frage za lösen. Die Thatsuche aber, dass dies bis heute noch nicht geschehen ist, liefert den Beweis, wie viel no״h über unsere Geschichte zu ent. scheiden bleibt und wie nöthig es ist, das Interesse für solche Studien aufs Neue anzuregen. 3. Madrid, Das neueste Bulletin der Königl. spanischen Akademie ihr Geschichte ist des Lobes voll über Dr. Neabau er’s ״Mittelalterliche jüdische Geschichte“ in den ״Anecdota Oxoniensia“ und schlägt vor, Theile desselben ins Spanische zu übersetzen. — Dieselbe No. enthält zahlreiche hebräische In- Schriften und Notizen über die Verhältnisse der Jaden, be«onden derer zu Jerez. 1459 erklärte Heinrich IV deren Verfol- Oals gegen Inhalt and Form der päpstlichen Balle and die esgesetze verstossend. — Der grösste Theil des früheren Bulletins besteht aas historischen Dokumenten, welche aat La Guardia Bezug haben und vom Pater Fita gesammelt sind. Ihr Hauptinteresse haben sie durch ihre Mittheilangen zur Geschichte der Juden. Im Jahre 1236 führte das Kapitel zu Toledo in Rom Klage gegen den Erzbischof Roderich, weil er Juden za Agenten des Fiscus verwendete Auch erschlossen sie wichtige Quellen aas der Zeit der Judenvertreibang (1491 bis 93) sowie über die Schutzgesuche der Jaden bei den Königen 4. Censtantiaepel. Hier erschien ein in Pressbarg gedruckt« s hebräisches Buch unter dem Titel ־תולדות בני אברהם Verfasser ist der gelehrte Orientalist Rabb. Abraham Danon in Adrianopel. Das Bach enthält die Geschichte der Jaden von der Zerstörung des zweiten Tempels bis auf unsere Zeit, der Verfasser ist ein Schüler Joseph Halevi’s an der franz&sischen Akademie der Inschriften. Durch dieses Werk ist, wie der Correspondent aus Constantinopel bemerkt, für die türkischen Juden eine fast 2 Jahrhunderte abgeschlossene litterarische Aera wiedereröfihet worden. 5. In Philadelphia wurde der Prospekt eines neuen Baches ״Kabbalah“ aasgegeben Verfasser ist Herr Isaac Mevers. Das Bach soll eine wissenschaftliche Erklärung der ״Kabbalah“ enthalten, besonders ihre Theorie und ihren Ursprung beleuchten. Das Titelblatt lautet: Die pbilosophiscl an Schriften des Salomo b. Jehudah Jbn Gabirol oder Avicebron und ihre; Beziehung zur hebräischen Kabbalah und dem f)oharbache; . auch eine alte Sammlung von Einleitungen aus dem Bache , Sohar übersetzt und ein Auszug aas einem Versuche über chi- | nesische Kabbalah, welche in dem Buche Yih-King enthalten ist. — Ein eigentümliches Schulbuch ist in ״American Hebrew“ angezeigt. Es hat den Titel: ״Des Kindes erste Bibel“ and besteht hauptsächlich aus ein- und zweisilbigen Wörtern. Verfasser ist Dr. de Sola Mendes. 6. Genealogisches Carmoly erwähnt in העורבים ובני יונה zwei Träger des Namens אריה ליב כהנא רפאפח״ט• Erste rer, Sohn des ®ר* שמחה כהן רפאפור (S. 16), fangirte 7 Jahre als Rabbiner und Schuloberhaupt in Lemberg, woselbst er 5519 (1759) starb: letzterer. Sohn des רפאפורט TO ר בדיד fungirte als Rabbiner der Gemeinden Ottensos, Schnaittach und Hüttenbach, in welch letzterem Orte er noch 5493 (1733) wohnte. Später rru.de er Rabbiner,in Herz leid (sollte hier nicht Hatzfeld gemeint 8 in?), wo er noch im Jahre 5543. (17*8) lebte. (S. 18) Dass Einer dieser Beiden auch Rabbiner in Würzburg gewesen, ignorirt Carmoly gänzlich; und doch muss dieses der Fall gewesen sein. Ich besitze nämlich ein “On-Diplom, ausgefertigt für Salomon Elieser aus Sommerhausen bei Herzfeld (?) und unterschrieben יום א* ל״ד למב״י ת*ס*ט״ו לם ־ק נאום ארי־ ליב בהנא רפאפורט ח־ם מדינת ווירצבורג והגליל יע*א• Falls dieses nicht ein dritter (Träger des Namens אריה ליב □”,נא רפאפורט gewesen, den Carmoly gar nicht kannte, so muss er nothwendig mit einem der beiden ersterwähnten identificirt werden. Nach dem Datum vorstehender Unterschrift scheint es der zuerst genannte gewesen zu sein, der im Jahre 1759 starb; nach dem Wohnorte des Inhabers des Diploms (Sommerhausen) scheint es aber der zweitgenannte za sein, welcher in Herzfeld (?) fangirte, zu dessen Sprengel jedenfalls auch Sommer• Iiausen gehörte. Wör vermag über die Identität des Inhabers des Würzburger Rabbinats im .fahre 1756 Aufschluss za geben? Cohen-Rees a. Rh. Berichtigung. Der Verfasser des in der 2. Anmerkung S. 43 erwähnten מפלת ליד הצדק ist nach einer gütigen Mittheilung des Herrn Oberrabbinere Dr. Ritt e r-Rotterdam nicht, wie aas dem Worte sein hervorgeht, Rabbinats-Assessor Chaim Nathan Dem *ritz er in Krakau, sondern dessen schon vor angetähr 9 Jahren verstorbener Brn 1er Jo »l Deubitzer. Auffallender Weise ist dieser in Lippe’s 1881 אסף המזכיר nach unter den Lebenden auf geführt.!glittet ben großen poftttfd)tn Rettungen SratWanM nimmt gegenwärtig bat ״BetlUtr Tageblatt" einen bet erften Btfige ein. Sie perOorragenben Setzungen be* ״Berliner Sägeblatt' in- Be»ug auf rafd)e uub guberiifflK $adjrid)ten übet alle midjUgen (Ereigniffe. burd) umfaffenbe* , eigene Brabtberigte feitet an allen Seltpläpen angefteüteu Spejiabftottefponbenten werben allgemein gebü&tenb anertannt. Burd) $etan!gabe einet befonberen Pollftinblgcn &anPtl!• Rettung bat ba! ״Berliner Xageblatt" einen neuen Srrtungf• rrei4 uer treten, auf weldiem e! bie Snteteffen beb Bubi fumi, wie biejenigen be!§anbcl! unb bet Snbiftrie burdj unparteiifibe unb unbefanaene Beurteilung ju mibren fid) b'mübk 3™ ben Zbettetfrai&efonp ton Bt. Baut ülnbau werben bie «uffäf»• tungen bet bebeutenben Berliner Theater einer eingebenben Be• urt^ilung 1 genmtbigt, mäbrenb in bet Wontaglbeilage befl ״Berliner Tageblatt": 3״ritgeift* fid) bie etilen ®djriftftetler mit gebiegenen unb jeitgcmäfjen Beiträgen ein ®teübidiriii geben. Ba« tHuftrirte ®igbtatt ״Ulk“ erfreut fid) wegen feinet ja£>l< reitfjen oorjüglidjen 3Duftrationen, fomie feine! tteffenb migtaen unb bumotpollen tängft ber ungetbeiltcn Äunft bet bentfdjen fiefermelt. Bie ״Beatfdje SefebaDe* bringt al! ״iDu« ftritte! gamilienbtatt* unter jorgfältigfier Än!mal)f be! Stoffe! (leine, §erg unb ®emfltb anrrgenbe Srjäplungen, fomie Suffägc btlebrenbtn 3uf)att!. *Eine befonberc Subtil für Sebu!. ftätbfel, t ®fat־Kufgabcn forgt für gerftreuung unb Unterbaltung. Bie ״Wittbedungen übet 8anPmirtt)fd1aft •artenbau unb C*an!« Dirtbftbaft* 0on faditunbige: £>cnb geleitet, bringen neben felbffftSnbigrn gndwrtilrir, ja 1)1 reiche Satbfdjläge unb ®infe für .pau! unb £>of, fo bafe ,tber Jahrgang burif) rin ®adjeegifter nerooHftänbigt, gleidjjam cm mettbooüe! Bejcpt־ uub Such l'cblage־Sert bilbet. 3m täglichen Soman<^eu üeton be! nädjiten Quartal! etfepeint Paul Lindau’« neuefter Soman ״®plgeu". Unter Witatbeiterfdiaft gebiegenet 5-1d)1utoritätfn auf allen $auptgebleten. al! Sitteratur. Sanft, Sftronomie, Chemie, Xedt« ualogie unb Webuia (rfdteiuen tat ״Berliner Tageblatt* tegel* mä&ig merthPoneCrtgtnal-genUletimS, bie in ben betreffenben Sntereffentenf reifen einer befonberen Beachtung gemürbigt werben. Ba! B T. bringt ferner: 3>(bang!liften her Breug Sotterie, fomie eine befonbete Betloofunglliße aller miditigeren in Bnttfd)• lanb interefürenben ®erigpapiere. Wl(itärifd)e unb Spoctnad)« tilgten. BerfonaUBetänbetungen bet Sipil» unb Wilitärbeamten. Orbcn*8־erleU)nngen. Seidibaltige unb moblgefiibtete Ba ge!« Seuigleiten au* bet SekWbauptftnbt unb ben BroPinjen. 3uteteffante Örrid|t!0etb1nblttzgen. ftur«, ba! ״Berliner Tage« blatt" oerfolgt ba! Btinj'p ״Bom •nten ba! Befte, p«m Seuen Pa! Stuefte* ju bieten unb mitb bemielben. angefpornt burd) bie treue 8nf)ä11gltd|teit feinet Sefet, auch ferne! eiftigft nach« ftteben. Wan abonnirt auf ba! täjlidi 2 mal, in einer Sbenb« unb Wotgenau*gabe erfepeinenbe ״SerUntt Za!eplatt unb Beid)e! für alle 5 Blätter jufamnien jum Breife oon 5 Bit. 25 Bf- P’erteljäbtlidb. Brobe>Snmmern gratf« unb franto. Verantwortlicher Bedactoar Dr. Rahmer, Magdeburg. Druck von D L.Wolft, Magdeburg. Verlag von Robert Friese, Leipzig״. fr* *T ViriAT^t