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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1888-01-26 · N° 3. [sic!] (26.1.1888) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
17 (1888)
Issue
N° 3. [sic!] (26.1.1888)
Date
1888-01-26
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Littefatur-Blatt Zar BeJcaebtaag Ja4m bctr«ff«14 •ebeJ■■■*«• *af •ophie, Gcaehfebfc, lofri•» OHaaUlla Lltargll aller Jadeatbaai aad ea lltterarieebea Er• deat G «bitte der Pbllo• Etbaofrapble, Tbeo• Exegeae! HoaiMetlk, a. Pidagogik. ־״־^>ןז - -rj. :-_t: * , i'l.ljll'-t, MIHjaW Jüdisches Jahr g. XVII. Herausgegeben ▼on Rabbiner Pr. Moritz Kahmer. Sltag 3ebvix^., 26. SovM+a-r, 1888. Birk er der tliaehliftgM Llttaratar, weleb* der Bedaettoe xageaaadt werde■, Aide■ ia dleaeaa Blatte eiagebeade Beepreehaagr. Bel Eiaaeadaag swei Beeeaalea■• Exeaiplarea erfolgt eiaaialige karxe 6 rat!«• Imaerttea. Das »Jl L cipzig bei Rob a len Postanstalh 1 86 Pf. für die PP Bucht I dlsebe Lltteratnr-Blatt“ erscheint wöchentlich in einem halben Bogen Preis bei alleu Buchhandlungen (.n bert Friese) pro Jahrgang 8 Mark. 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Behauptung au fgestellt, es sei ein den, dass sie rieht wie die Katholiken in der Vulgata oder wie die Protestanten in der 2 dieses Blattes die Glück für die Ja- Luther-Bibel, eine antorisirte Bib< l-Uebersetzang besitzen. Bezüglich der Katholiken ist die Bemerkang riditig, da das tridentinische Concill ausdrücklich erklärt, die Vulgata sei die einzig gütige Bibel für Glaubensbeweise,Predigten und Kirchenleiire Allerdings hält die kath. Kirohe diese Anschauung gegenwärtig nur im Prinzip fest, wie es überhaupt ihr in vielen Dingei blos auf das Prinzip ankon mt, während die Präzis bereits so milde ist, dass die Professoren der Jesnitenfaoaltäten, wie Bickell, cum licentia superiorum Conjecturalkritik treiben dürfen, sodass nicht einmal mehr die hebr&ica veritas des h. Hieronymus gilt. Völlig falsoh aber ist es, wenn Wolf meint, dass die Lijithersohe Bibel den Protestanten auch nur annäherndlin dem Maasse für autoritativ gel», wie den Katholiken die Vulgata. Das Prinzip dB8 Protestantismus ist freie Forsohang in der Bibel mit Zurücksetzung a ller kirchlichen Andie protestantische Erlernung der hebr. weder Luther selbst torität, and an 3 dem Grande hat Theologie ihren Stadenten die Spraohe zur Pflioht gemacht nnd noch irgend ei nem andern Theologen ist es eingefallen, seine UeWsetrang als kirchlich alleinberechtigt gelten za lassen. Abweichungen von L! finden sioh bei allen protestantiso: Keil, wohl de! oonservatdvste all! den Protestant isohen Gelehrten, Standpunkt dur einheitlichen AI jithers Uebersetanng en Theologen, selbst gegenwärtig lebeneinzige, der den des Pentateuchs wissenschaftlich vertritt, bezeichnet die Ueber- Setzung Luthers I. Sam. 1, 5 ״aber Hanna gab er ein Stück traurig“, wobei L. einer irrthümlichen Auffassung der Vulgata, welche אפים mit ״tristis“ übersetzt folgt, für falsch.*) Ferner dürfte doch W. wissen, dass es eine Revisionskommission für die 'Luther-Bibel giebt, welche die Aufgabe, hat, deren exegetische and sprachliche Mängel za verbessern. Ja, noch mehr. Wir Jaden müssen zageben, dass, die talmndisohe, von Rasohii acceptirte Erklärung der Thora bei uns noch heute mehr Autorität geniesst,- als die Luther-Bibel jemals bei den Protestanten genoss; hat ja doch in der dogmatisch finstersten Zeit der Protestanten Gassetins behauptet, das Studium der orientalischen Sprachen sei für den Theologen überflüssig, weil die h. Schrift eine Sonne sei, die mit eigenem Lichte lenohte, während Mendelssohn in seiner: Bibeleinleitung ״Or li - Netibah* sagt, man müsse nicht nur die Erklärung, sondern auch die Uebersetzung der Schrift nach dem Talmud einrichten. Wenn nun Jemand sagt, dass die lutherische Uebersetzang für den Protestanten das bedenke, was die. Vulgata für den Katholiken, so ist das eine Verkennung des prot. Grundprinzips, ein Irrtham, der um so befremdlicher erscheint, wenn ihn ein historischer Schriftsteller ausspricht. Viel eher könnte man behaupten, dass für das Jadenthum die alexandrinisohe Bibelübersetzung (die Septa&ginta) volle kanonische Autorität besitze, weil ihr der-T&lmad (Megillah 9 a) nachsagt, sie sei von Gott selbst inspirirt worden. Ich hätte der Sache nicht soviel Bedeutung beigelegt, wenn ich nicht wüsste, dass das Litt.-Blatt auch christliche Leser hat, welche die darin vorkommenden Irrthümer ganz besonders gerne für die Sohriften des Institutam jadaicam benutzen, wenn sie daraus ihre Beweise für die Sünden der ״Selbstgereohtigkeit“, der ״Mammonssaoht“ u. 8. .w. unter den Jnden avzaützen־ können. Dr. G. Deatsoh. ־ *) Näheres über die Uebersetaung dieses Wortes in der Valgata, die übrigen* anob bei jttd. Commentatoren (Kimchf and Abarbanel)ihreVertretnng findet, siebe in den ״Hagnd.AnaleetenK (Nr. 6) vom Dr. M. Rahmar (G.-äia’ JnbelsohnftT®• 318.) . ■kkJb itCki&Uk

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