Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 17 (1888)
- Issue
- N° 1. (4.1.1888)
- Date
- 1888-01-04
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Jüdisehes Jahrg.XVII. Emr Bel««el1ti1| all«r Jadeitha■ ■■d /•de« betreffend•« IttUmieehes Er• lebeliaifea aaf dm Gebiete der Philo• •ophie« Geschieht«, Ethnographie, Theolöffle, OrleaUlle, Exegese, Homiletik. Lltorffik a. PidaffOglk. Heraasgegeben von Rabbiner Ur. Moritz Kahmer. 4. «Janwat 1888• Bicher 4*r«l1MkllglgM Lltt«r»tar,w»leh• r«r Kadmetiom ii^nudt w«cd•■, taim 1■ 41«mm Blatt• •lag«kw<t Bel EtimlkR, t•■ 1 w •f 1«6יונ»1וו CumrIitn trBIft aiaadlfi kirn SraOa-laacrtl•■. Das ״JMUeke Litteratir-BImtW erscheint wöchentlich in einem halben Bogen Preis bei allen Bnohhandlangen (in L eipzig bei Robert Friese) pro Jahrgang 8 Mark. Abonnenten der .Israelitischen Wochenschrift“ (die vierteljährlich bei allen Postanstalten und Buchhandlungen! 0 Hark kostet) erhalten das ״Jüdische Litteratur-Blatt“ gratis. — laserate werden mit 26 Pf. tür die gespaltene Petitzeile, Beilagen mit 20 Hark, berechnet and sind an die Expedition dieses Blattes an senden. Buchhändler u. Lehrer, welche direct oder durch Bobert Friese Inserate einsenden, erhalten 25 )( Babatt. Inhalt: Wissenschattl iche Anfsätz e: Die Gijaetz-ätiftang.— Babbi Simon ben Gamliel. — Eine phönicieche Grabschritt. Von Dr. Cohn -Burgkundstadt Litteraturbericht. Becensionen: Theologischer Jahresbericht tür 1806. Litterarische Notizen. — Inserate. Lipsius, R. A.. Prof.! Die Graetz-Stiftung. Herr Professor Qraetz bat a Beschaffung des Fonds za einer gendes Dankschreiben gerichtet, d Eenntniss all derer bringen, die and Spenden za diesem Fond beige zar Vermehrung desselben noch sind. — Comitö! bzigsten Gebarts- ״Sehr geehrte Herren vom Sie haben anlässlich meines si< tages mir die ausserordentliche Auszeichnung zutheil werden lassen, eine Stiftung, welche für die Zukunft meinen Namen tragen soll, in’s Leben zu rufen nnd Beiträge dafür von verschiedenen Seiten zu sammeln. Ich bin von dieser mir kaum zakommenden Auszeichnung tief bewegt und vom D&nkgefühl überwältigt. Nachdem mir Ihr Herr Schatzmeister, mein lieber Freund J. Z. Hamburger, im Verein mit meinen zwei lieben Jüngern, Herren Dr. Grünfeld nnd Dr. Einstein, die gesammelte stattliche Summe als Capital eingehändigt hat, liegt mir die Pflicht ob, die Erklärung abzugeben, zu welchen. Zwecke ioh die Zinsen vom Capital im Sinne de!■ Spender zu verwenden gedenke. Selbstverständlich sollen sie kur Hebung and Förderung der jüdisohen Wissenscha t dienen. Speoiell möchte ich diejenigen Wissensfächer weitergeführt wissen, welohe mein Leben ausgefüllt haben, erster Reihe die gründliche nnd hö der heiligen Schrift, unser kostbarer Schatz, das theuerste Vermächtniss unserer Väjter. Sodann der Weiterbau der quellenmässige jüdischen Volkes, der jüdisohen jüdischen Litter&tur. Dazu nooh schäften, die biblische und talmadis ohe Alterthumskande und die Topogra Landes. In m Geschichte des Lehre und der die Hilfswissendas Comite zur Graetz-Stiftung fol- &s wir hiermit zur durch Sammlungen ragen, haben, resp. beizutragen willens phie des heiligen Zunächst gedenke ioh die Vorarbeiten au einer talmudisrhen Encyclopädle anzuregen, für welohe ioh bereits einen Plan druokfertig ausgearbeitet habe, und zu welcher zahlreiche und sachkundige Mitarbeiter herangezogen werden müssen. Es ist eine Riesenarbeit, welohe lediglich daroh vereinte Kräfte zustande kommen kann. Es ist zugleich eine gebieterisohe Pflicht, die Ehre des öfter angefeindeten nnd verkannten Talmud durch übersichtliche Darlegung seines Inhalts zu retten. Sodann gedenke ioh in nicht ferner Zeit, wenn die Gnade des Himmels mir beisteht, ein sehr umfassendes Werk über die heilige Sohrift zu veröflent» liehen, dessen Heraasgabe bei dem geringen Absatzgebiete für dergleichen Studien ein Verleger nur durch Zusicherung eines Zuschusses übernehmen würde. Fernerhin sollen gediegene exegetische and jüdisch-geschichtliche Arbeiten, soweit di• Zinsen reichen, honorirt werden. In dem ■Statut, das zu diesem Zwecke ausgearbeitet werden 8011, werde ioh die Collegien nennen, aas deren'Mitte je ein Preisrichter für die Beartheilang der eiulaafenden oder empföhlenen Arbeiten gewählt werden, beiläufig die jetzt bestehenden und fest fondirten Collegien: Das jüdischtheologische Seminar in Breslra, die Lehranstalt für jüdische Wissenschaft in Berlin, die Rabbinerschale in Budapest, das College rabbiniqae in Paris. Die Disposition über Auszahlung des Preises für die Arbeiten wird einem GOratorium eingeräamt werden. Das Capital wird in sicheren Staatspapieren angelegt werden. Ioh ersuche Sie, sehr geehrte Herren j von dieser meiner Intention sämmtliohen Comitimitgliedem und den hochherzigen Spendern der Beiträge zum Capital Kenntniss zu geben, zugleich mit dem Ausdruck• meines tiefgefühlten Dankes für die Ehre, die sie mir mit dieser Stiftung erwiesen haben. Breslau, den 8. Dezember 1887. Ihr ergebener Prof. Dr. H. Gräta.“! An das löbliche Comitä Ar die Graetz- Stiftung b. H. dee Herrn Obarlahrar Dr. B «. d t