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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1884-11-20 · No. 47. (20.11.1884) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
13 (1884)
Issue
No. 47. (20.11.1884)
Date
1884-11-20
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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?W47. | Jüdisches ■ Wjxm. Litteratur Tmr ieltaefetiig allir /Haathaai aa* Jade• betreffend•• Tftterertaehea Kr• •ehaiaaagea •■f de■ Oebfete der Philo- •ophle, Qetchtehte, Kthaographle, Theo• Ieglev MeatalUt Kiegeie, Hoa^tetlk, Lttargtk, PitUgorfk. Herissgegeben ( ▼Ott Rabbiner l>r. Moritz Rahmer. 9Tta(j3e6׳uz^, 2a. fJtavÄ-m'&et1884 ׳. Kieker dereiieebffgfgea L[N«nl1rfvelebt der Kedeetf•■ 11;eu14t werde•• Ilde« le dieeea■ Klette elagehee*• Beepreehmf. Bei KletendeDK 10■ ewel BeeeeeUee• Exeetpleren erfolgt eleeufcllge keree Gretti'leeerti•■. Das Litteratar-Biatt« erscheint wöchentlich in einem halben Bogen Preis bei alten Bachhandlimgen (m Leipzig bei Robert Friese) pro Jahrgang B Mark. 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Luther-Jubiläum im Aufträge der Eisenacher deutschen evangelischen Kirchenkonferenz die revidierte Lnjtherbibel, welche zahlreiche Textveränderungen der bisherigen Ausgaben enthält. Dieselbe, ein Werk 16jähriger Arbeit bedentender evangelischer Theologen, ist vorläufig zur allgemeinen Einführung noch nicht bestimmt, sondern gilt als Probebibel, indem eine endgültige Besehlassfa88ung der Revisions-Commission über die Ab anderungen Vorbehalten ist. Die umgeänderten Stellen sind durch Fettdruck hervorgehobejn. Die umfangreiche Vorrede enthält einen Bericht über die Arbeit der Commission und deren Grundsätze. Letztere gipfeln in Pietät gegen den grossein Reformator; es ist daher der ursprüngliche Sinn der Lutherischen Uebersetzung im allgemeinen wenijg geändert, und fand eine Aenderung dann nur statt, wenn sieh eine Zweidrittel-Majorität dafür erklärte. Jedoch sind fast ■ämmtliche veraltete und schwer verständliche Wörter Mid Ausdrücke durch allgemein verständliches Deutsch wiedeigegeben. Selbstverständlich haben wir Israeliten an der Revision des sogenannten Alten Testamentes um so ®ehr ein Interesse, als die bisherige Uebersetzung durch Bibelgesellschaften und Missionsvereine in Indischen Kreisen eine grosse Vorbereitung gefunden ®fld durch falsche Wiedergabe vieler Stellen bei den d®8 Hebräischen Unkundigen Irrthünjier hervorgernfen k*t. Die Probebibel enthält immer noch eine Anzahl ®*Uen, die dem hebräischen Texte widersprechen, und .4# von Herrn Plocki-Flatow in No. i 2 des Litteratur- Blatts aus der Kritik des christlichen Geistlichen Herrn Dr. Schwab aus Bremen angeführten sieben Kraftstellen fehlerhafter Uebersetzung könnten nooh erheblid/’rormehrt werden. Jedoch die Bemerkung des Herrn Plocki, dass diese christlichen Gelehrten nur geringes VerStändniss des Urtextes besässen, ist nicht zutreffend, denn es zählen mehrere als berühmt anerkannte Orientalisten zu den Commissionsmitgliedern, wozu ja Franz Delitzsch aus Leipzig gehört, dessen Qualification bis jetzt von keiner Seite bezweifelt worden ist. Die Gründe zu untersuchen, welche die Revisions-Commission abgehalten, alle Fehler der Lutherschen Bibel zu beseitigen, ist nicht unsere Absicht, wir wollen vielmehr gerne anerkennen, dass im allgemeinen die Uebersetzung richtiger, deutlicher und schwungvoller geworden ist. Dies gilt namentlich vom Buche Jjob, das Herr Delitzsch fast ganz umgearbeitet hat. ׳ Mit folgenden Umänderungen werden Bich unparteiische Bibelfxeunde gewiss einverstanden erklären: Psalm 8 ist 80 geändert, dass er, wie es der Grundtext verlangt, nicht mehr auf den Messias, sondern auf den nach Gottes Ebenbild geschaffenen Mensche« sich bezieht. In der früheren Lutherbibel lauteten Vers 6 und 7: ״Du wirst ihn eine Zeit lassen von Gott verlassen sein. Aber mit Ehre und Ruhm wirst Du ihn krönen. Da wirst ihn zum Herrn machen über Deiner Hände Werk; alles hast Du unter seine Füsse gethan*. In der Probebibel lauten die Verse: ״Du hast ihn wenig niedriger gemacht denn Gott, und mit Ehren und Schmuck hast Du ihn gekrönt. Du has,t ihn zum Herrn gemacht über Deiner Hände Werk; alles Last Du unter seine Füsse gethan*. Die Ueberechrift von Haggai C. 2 lautete früher: ״Weissagung von der Herrlichkeit des zweiten Tempels wegen der Zukunft des . Messias“. Jetzt heisst sie: ״Weissagung von der künftigen Herriichkeit des Tempels und der mes sianischen Zeit“, und ist Vers 7 demgemäss ungeändert. Die zweite Hälfte des Verses Jjob C. 19,25 lautete nach Luther: ״und er wird mich hernach ans der Erde auferwecken“. Jetzt lautet der Vers: ״Aber

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