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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1884-09-25 · No. 39. (25.9.1884) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
13 (1884)
Issue
No. 39. (25.9.1884)
Date
1884-09-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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t No. 30. Jüdisehes Litteiktiir־ J&hrg. XIII. Zur Be)e1(l1tnt1r aller Jadentbuat and Jadea betreffenden litterarlaehen Kr• tehelaatige■ aaf dem (Jeblete der Philo• •epble, Geschieht«, Ktbaegrapble, Theologie, OrleataJla, Exegese» Boailletlk, LItargik» Pädagogik. Heransgegeben 1 von Rabbiner I)r. Moritz Rabiner. 25 §e-ptcm&eA. 1S^. Bieber der eUecfclägigea Lltteratar»«elebe der Itedactiea aagenaadt werden, fladaa la dleaeai Blatte eingehende Beapreehaag. Bel Elneeadaag ▼oa *wel Beeeneleae» Exemplaren erfolgt ela malige käme GrattflaacrtloB. ־ש־ד־ר Da» *Jidische Litter»t11r-Blatt>‘ erscheint wöchentlich in einem halben Bogen Preis bei. allen Baohiiandlan^ext (in Leipzig bei Robert Friese) pro Jahrgang 8 Mark. Abonnenten der ״Israelitischen Wochenschrift“ (die vierteljährlich bei allen Postanstalten und Buchhandlnngeu 8 Mark kostet) erhalten das ״Jüdische Litteratur-BLatt“ gratis. — Inserate werden mit 86 Pf. für die gespaltene Petitzeile, Beilagen mit 16 Mark, berechnet und sind an die Expedition dieses Blattes zu senden. Bm* Buchhändler, welche direct oder d|arch Robert Friese in Leipzig Inserate einsenden, erhalten 25 ]C Rabatt!. In halt: Wissenschaftliche Aufsätze: Die Jadeit. — Der Bildungstrieb der Juden in Preussen. — Exegetisches. — Eine nothwendige Berichtigung Von Dr. M.lDuschak, Krakau. Litteraturbericht: Recensionen: Dr. M■ Grünwald, Rabbiner in Pisek. Das Altfranzösische ans Raschi’s Bibel- Commentar. קונטרס המספיד. Bibliographie hebräischer Trauer- und Gedächtnissreden. Von Dr. Ad. J e 11 i n e k. Notiz. | Nachdruck nur mit -,voller Quellenangabe gestattet. -ן- Die ״Juden“. Aus dem ״Diotionnaire aniversel de g60graphie,“ herausgegeben von Yivien de Saint! Martin,*) ist der vom ״Un. isr.“ als vorzüglich bezleichnete Artikel finden'‘ in einem Separatabdruck erschienen, der leider nur 100 Exemplare, welche an besonders hervorfragende Männer vertheilt wurden, stark ist. Die 116 kleinen aber auch mit Diamantlettern bedruckten Seiten 'sind in 12 Kapitel getheilt. Das I. enthält die Vertheilung und Zahl der Jud&n in dep 5 Erdtheilen- ־Dabei sind bestmöglichst officielle Abgaben, sodann statistische, Reisewerke, Nachrichten jüdischer Zei- . tungen, die Alliance n. s. f. benutzt. Kapitel II bringt die jüd. Anthropologie und Demographie. Was über . die ,Jüd. Race“ behauptet oder nachgewiesen ist, wird hier anschaulich gruppirt und gezeigt, dass diese . Eigentümlichkeiten durchaus nicht allgemein sind, sodann dass sie sich ändern je nach den Ländern, in*>welohän die Juden wohnen, sowie, daässdi®'ganze Wissenschaft, welche 'diese Stadien angeregt hat, noch 80 sehr in den 'Kinderschuhen steckt, dass man ans allem Beigebrachten noch keinen wissenschaftlichen Schluss ziehen kann. Die demographischen Thatsachejn sind mit besonderer Sorgfalt verwerthet. Geburt, Tod, Lang- : lebigkeit, Anwachsen der Bevölkerung, Geschütztsein . vor Krankheiten, das man ihnen zuschreibt, werden 1der Reihe nach erörtert. Der Verfasser [sch liesst, dass .,die Verschiedenheiten zwischen den Juden;:Und den anderen Theilen der{ Bevölkerung weniger Folge der Race, als{ der Sonder- I, *) Librairie Hachette et Comp, in Paris. I, i : ... ... Stellung, welche sich aas dem Iisoliren der Juden ergeben, sind; er beweist ziffermässig, dass diese Verschiedenheiten immer mehr abnehmen, jemebr Gesetzgebung and Sitte aq Intoleranz verlieren! j Das ״Un. isr.“ setzt hinzu, es wäre za wünschen, dass die Ausgleichung sich nicht auch erstreckte auf die Criminalverbreohen, die anehelichen Gebarten u. dgl., worin bisher die Jnden eine sehr ehrenhafte niedere Stellung eingenommen haben. — Wir fügen, hinzu, dass auch das Geschütztsein vor Krankheiten, die Langlebigkeit a. dgl. mit dieser ״Ausgleichung“, die schliesslich dahinführt, dass die Jnden trefa, die Nichtjnden dagegen koscher essen, welche die Beobachtung der Gesetze über Nidda nach dem Monde verweist, verschwinden muss! Bei Beleuchtung der socialen and ökonomischen Verhältnisse der Jaden, zeigt der Verfasser, dass die Juden selbst sich irren, wenn sie die fable convenae glanben, dass sie reich sind! Mit Ausnahme von 2 oder 3 Ländern, wo ihre Vermögensverhältnisse vielleicht, wenn auch nicht als glänzende, so doch wenigstens als befriedigende angesehen werden können, sind die Jaden, als Ganzes betrachtet, arm! Anf etwa 7 Millionen Jnden, die aaf der Erde sind, leben ohne Uebertreibung 6 Millionen im Blende! Russland allein mit seinen 2* 1/! Millionen bietet das schlagendste Beispiel dazn. Die Armath unserer Glaubensgenossen in diesem Lande ist unbeschreiblich! Die folgenden Abschnitte bringen eine kurze Geschichte des Volkes, seiner Litteratur and Wissen- Schaft, 80wie ein Verzeichniss der bedeutendsten einschlagenden Schriften.*) Der Bildungstrieb der Juden in Preussen. Das Religionsbekenntniss der Schüler höherer Lehranstalten in Preussen hat in dem neuesten Jahrgange des ״Jahrbuches für die amtliche Statistik des preassisohen Staates“ in einer über 45 Semester sich erstreckenden Tabelle eine vergleichende Darstellung *) Wir würden einem unserer gesch. Freunde in Paris sehr dankbar sein, wenn er uns ein Exemplar des Seperatabdrucke» beschaffen würde; den Betrag werden wir gern wieder erstatten. (Red.) 1 . -ei-• . ..

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