Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 12 (1883)
- Issue
- No. 51. (20.12.1883)
- Date
- 1883-12-20
- Page
- Seite 204 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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־,rr^:״ ־יד י — 204 —'־ Ltkrfepek «kr ■whkrHwhii■ Syet» m< Litt»- j!it«r von Heftn. BtmckaiyJ Carl Sie gfried, ^Eptterahe, and 'Leipzigs 1884. A Reutbär. 8 ־'. XII. and 132 Seiten. - ■־־־ ־" Dm Torliegende. Lekrtmoh bildet eine selbstständige Ergänzung der »Porta Kug״*™™ orientalium“ and besteht aua-*wei Theilen, deren ersten, die Grammstik der neahebriischen Sprache enthaltend, Carl Siegfried, derennweiten, •welcher einen Abrierdernenf hebr&ischen LigBHjür bietet, Herrn. L. Strack bear- ,|.b^et hat Bfflafi.rjSetpErte sind durch ihre Arbeiten JiaFjJdin 33kbiete der neahebriischen-Litteratar auf’s p^rtbaUkkAeetegekannt. Um von dem ersten Theile Fd#^LShrbuchs zoent zu reden, scr musste Siegfried engen Hanm von 6 Bogen sich beschränken. : 80 mehr ist ee änzuerkennen, dass er sich in dieser ' ihm vom Baohh&ndler angelegten Zwangsjacke mit grossem Geschick sareoht gefunden hat. Di» Arbeit zeichnet sich dafrsk-Selbstständigkeit der Behandlung, Reichhaltigkeit, sowie durch Eoenmaasa und Uebersiehtlichkeit der Anordnung. vorthhilhaft aus; Der Verfasser hat das. eigsnthümliche Verhältnis« des Neu- ^hebräischen zu dem Bibelhebräischen, welches in der Aneignung von Fremdwörtern, in selbstständigen Neu- Duldungen und Comstractio&en hervortritt, deutlich .in’s Licht geteilt. Die Beispiele sind aus der reichen- .Sammlung, welche der 'Verfasser sich angelegt hat, passend ausgewählt. Die Hegeln sind in präcisen Ausdrücken abgefasst und in sachgemässer Folge jiylftet■ Daa Lehrbuch, ist hiernach trefflich geeignet, sn, welcher mit dem Bibelhebräisohen genügend vertraut ist, in das Neuhebräische einzafÜhren. Wenn Jäeferrat an diese Anzeige einige Bemerkungen knüpft. so~8ihd diese nicht sowöhT Ausstellungen, als Hinweisangen auf nooh fragliche Punkte. Die m Volksausspräche des Fremdländischen, welche in § 15 behandelt wird, dürfte kaum so schwer zu entscheiden sein, wie Verfasser glaubt. Aus den zahlreichen Wörtern,^ in welchen die matres lectionis enthalten sind, ergiebt sich, dass die Volksaassprache das fremdländische Spraohgut ▼okalisch nicht veränderte. Die Veränderangen,' die sich vorfihflen, dürften anf Nachlässigkeit %nd Willkür der Schreiber znrückznfflhren sein. Andererseits welss Referent njcht, anf welche Gründe Verfasser die von ihm angenommenen vokalischen Veränderungen z. B. S. 22 כלן xaX6v, 3םילקי ßaatl^xTj stützen will. Weshalb sollte "nicht בסילקי, כלן zn vokalisiren sein? Ueberhaupt leuchten Referent die Vokalisationen in dem Lehrbuch» nicht immer ein. Es kann S. 24 ebenso gut DjSE gesprochen worden sein, wie man אללם in אל3נםנךךץא sprach. Za S. 25 sei bemerkt, dass אננכי eine Verwandlung von Konsonanten nur für das Auge, nicht für das Ohr bietet, denn ך wurde in dcvtrp») ebenfalls wie n gesprochen. S. 31 כאותם תם 1'.דברים, angeblich bei Maimonides, ist nicht ״pleonastiach“, sondern ein Schreibfehler. S. 26 ist in dem Wort» אנטרגטא nicht das x abgeworfen, Bondern ein א vorgeechlägen. 8. 30 דבר־ נאמו־ m לאי bedeutet richtig: wozu (zu welcherיSache) gesagt ist? S. 31 את שטע ist" zu übersetzen: das Schemagebet. S. 42 כחובה ist doch wohl — כתבה bh. עבדה. s. 78 war beim Hiphil darauf hinzuweisen, dass derselbe znweilen die Verkehrung ins Gegentheil aüsdrückt, wie in der Mischna דבש והרמש. —Der zweite Theil zeugt von der grossen. Vertrautheit des Herrn Strack mit der neuhebräischen Litteratar. Der Abriss ist in passende Rubriken gptheilt, in welchen die wichtigsten hier einschlägigen Werke angegeben sind. In der Rubrik ״Geschioht«&>KK«uis8t Referent den Seherin- Brief und das Sefbr hakkabala des Abr. ihn Dand. Dass von neueren Schriften das Gfätz’sche Geschiohtswerk nicht erwähnt ist, kann um so mehr befremden, als sioh einige belanglose Dissertationen nnd "ähnliche Nothschriften in den Abri88_ eingssobliohen haben. Zum Schlüsse fühlt sich Referent gedrängen, slas zunächst wohl für cbrißtßohe Kreise berechnete Lehrbuch auch jüdischen Studirenden wärmstens za empiehlea. Er kann aber auch im Hinblick auf die jüngsten Erfahrungen den'Wunsch ־nicht unterdrücken, dass die christlichen Stüdfrehden, welche dieses Lehrbuch mit Erfolg benutzen, an den beiden Verfassern sich ein Beispiel nehmen, die nenhebräische Litteratar mit unbefangenem and wissenschaftlichem Sinne erforschen and beartheilen mögen. Die. Mahnung in dem Testamente des Elieser b. Isak ans Worm: ״Sei nicht wie die Fliege, dTe"stets die kranken Stellen aulsucht“ kann Denjenigen, welche dis nenhebräische Litteratar studiren, nicht eindringlich genug empfohlen werden. Güdemann. Notizen. 55*ד׳׳ ־*•*.ר 1. Bezüglich meiner Frage über לרף im ״LitteraturblaU“ No. 48 habe ich aas einem Schreiben des jjerrn Prof. Dr.Hejrafeld in Braanscbweig Nachstehendes mitzutheilen: ״Im Arabischen heisst ״ לדםkennen׳‘, sowie ,מלרפד die ״tämiliaree“ Jemandes nnd hieraas erklärt sich מלרופיא im Choschen MiacBnat, mag es dort gute Bekannte oder Kunden bedeuten; das Wort ״Kunde“ ist ja selbst von ״kennen“ abzuleiten. Dasלרון* ־ im Sifri kommt von dem syrischen *״ לדןGeld wechseln“, aha hängt wohl, mit dem arabischen ״vertauschen“ zasstaaaen.“! Auffallend ist immerhin die Sifristelle. Sie beginnt mit ,den Worten מולם הד כונס ד״ח כללים ומוציאם כללים . ü04‘aohUesst (**ופורט ומוציאם וכד. Aaefbireh-öresden.'״** 2. Die Erklärung des Herrn Cohen, dass zn ותחם Sam. I, 24, 11 das Snbstantionm “P als Sabject za ergänzen sei, findet sich bereits im לקט שכחה des Jaoob Abendana, de■* Soppl•־ mentcommentare zum Michlal Jophi; daselbst hd&st es: רש מפרשים ואמר יד־ להרגך ותחם עליך. Mir scheint, dass die Commensatoren Raschi u. a. deshalb von dieser Erklang Abstand nahmen, weil wir in, der ganzen Bibel das Verbum OV7 nur in Verbindung mit rj -ödez allehistehend finden. Durch die Erklärung Abendanas »deas1wonach ירי hinter *ואמו zu ergänzen wäre, würde die AatÜMSÜTk*־ . ׳ ־ Baschi’s, dass auch zu ואמר das Sabject fehle,! masculine Form dieses Verbums wäre nicht spraCBwfcsig, weil 1־•י bei Vor an Stellung, des Prädicats das Geschlecht das SujJepjj1 oft unberücksichtigt bleibt. Za bemerken wäre n oaJMSßfcr -^ - -I Talmud za ותחם das Wort צנילות ergänzt und - baKs Me Anspielung anf das in Samuel I, 24, 4. berichtete Factum erblickt (Berachot 62b.) -׳•>'’׳"=״ Schritnm. . Dr. B.-Q-iftt‘■ 3. Es sei mir gestattet, an dieser Stelle die jüdische LeE^rweit .nochmals auf die ״K'arte des alttestamentfÄfce« Pal ästina“, entworfen von Dr. Max Simon, (Zweite verl Auflage. Berlin, Geogr. Institut nnd Landkartenverlag , Straube. Preis 30 Pf) hinzaweisen. Derselben sind geograp Notizen, sowie ein aipüabethisohes Ortsverzeichniss — deütsfefl- und hebräisch — beigegeben; sie bietet ein klares, überstäbfe- —״^ liebes Bild des Wissenswerthesten aus der GeographieJasr 1 heiligen Schrift. Die Karte ist bereits in zahlreichen lüdischM» . ReMgionsschulen eingeführt und wird wegen ihres vorzdff* liehen Brauchbarkeit und Billigkeit zweifellos den Befc. fall aller Lehrenden und Lernenden finden,'die sie benützen. Vön^*^’ einem «o tüchtigen, praktisch und theoretisch bewährten Schalmsmij wie Dr. Max Simon, der sich uns namentlich auch in seinem geometrischen Lehrbuch auf der Höhe der fortgeschrittenen Methodik gezeigt hat, lassen sich übrigens nur gediegene pädagogische Arbeiten erwarten. Brandenburg. Hp. Hk. *) Und dieses durch Verwechselung der Liquida mit dem hebr. *הלן. (Äed.) ׳ **) Die richtige Leseart ist die im Jalkut (ed. Warschau s. 670) כונס ד׳ת כללים ומוציאם -פרטים. (Eine umfassende Erklärung der ganzen Stelle von Herrn Dr. Fürst bringen 'wir in der nächsten Nummer. Bed.) » VsiaatwoTflsrihaf^Sdacteür Dr. BahnriTr^Magdaburg.K Druck ragj. L. Wolff) Magdeburg. Verlag von Bobert Fries», Leipzig. JuttMtt. . ■ ■-■׳ .;>■ 1!■ ״, •!- II1. ■J