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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1883-11-15 · No. 46. (15.11.1883) · p. Seite 184

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
12 (1883)
Issue
No. 46. (15.11.1883)
Date
1883-11-15
Page
Seite 184 (sequence 4)
Language
German
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■, Auf Jeden, der belehrt werden will, wird die Parallele der schmutzigen Verunglimpfungen, welche -Daumer’s ״Geheimnisse des christlichen Altherthums* dem Christcnthnm zugefügt hat und denen, welche Rohling dem Judenthum anthut, - einen mächtigen Blindruck machen. Hinzufügen möchten wir nur, dass Daamer Christ war! Geradezu vernichtend aber müssen auf die ßohlingverehrende conservative und ultramontane Presse die Scljraben der drei katholischen Gelehrten Professor Dr. Bickell aus Innsbruck z. Z. in Born, J. Knaben• ba,ner, S. J. in Ditton Hall, England und Professor Dr. Scholz in Würzburg wirken. Sie alle stimmen darin überein, dass in der So harwie in der Likkutimstelle auch keine Andeutung eines sog. Blut• oder Hordrituals zu finden sei. — Ja, Professor Bickell, ßt darüber hinaus, .sowie dass ich überhaupt ne der aus der jüdischen Litterafnjr beigebrachten vermeintlichen Beweisstellen für rituellen Mord und Blutgebrauch als beweisend anerkennen kann“. Hwr Knabenbauer ist Mitglied der Gesellschaft Jesa — also ist auch der Beweis geliefert, dass auch diese Gesellschaft nichts mit Bohüngs Gemeinheiten «mein hat! So hat Delitzsch auch auf katholischer Seite uns Schützer erweckt. Möge Gott es ihm lohnen — den süssen Lohn des Bewusstseins geniesst er aioher, denn?!TOD m3EQ שכר Lewi n. Herzfeld, Dr. 1L, Einblicke in das Sprachliche der semitischen Urzeit a. 8. w. (Fortsetzung.) Suchen wir weiter die Namen auf, welche *glühen, -brennen* und die damit zusammenhängenden Bebezeichnen. In Hz. 92 weist Verfasser auf die lonymitkt des hebr. כשל und des aramaakohen _ _p. Dass hier ein Untamm של vor liege, scheint daraus hervorxugehen, dass, wie Verfasser bemerkt, צלה braten, im Arabischen צלא ,braten, heiss machen“ bedeutet, und in derselben Sprache צליק, צלה dasselbe, Mn. ,brennen“ (von der Sonne) ausdrückte. Es dringt zaofi hier unwillkürlich das herbräische דלק init ihnliohem Sinne auf Vergleichen wir non hiermit -Me. WO. Da stellt Verfasser 0ר6ר, שרף מרף synonym ־־ mit זדב צרב הרב חתל, צרף. שרב und die Transposita רשף und ושף zusammen, welche alle ebenfalls ״ brennen, glühen* bedeuten Nun führt Verfasser hierbei auch die syrischen Stimme ״ שוב נאף brennsn“, das ohaldänische שביב *Flamme“ nud das arabische 2ש ,anzünden* an und wir gelangen hierdurch zu 1־einer Urwursel 333/ סף שt 31 שף mit der Bedeutung .glühen“. ~ Also של una 3צל, ש und 3צ comepondiren nier ״ in einer Urzeit und Urbedeutung. In No. 295 weist Verfasser auch auf einen Stamm לבב hin, der ״glühen“ befedohne und beweist dies mit ל3ב לסז Hohel. 4, 9 und 2 Sam. 13, 6 ״sieden“, das samaritanische לבב ״ 'leauhten“, das tahrmdisohe לפה. Wohl nicht mit Unrecht vermuthet Verfasser eine Weiterentwicklung . in £ל, glühen, לבנה Backstein, לבתה Weihrauch (wie מוגמר aus גמרא), in לס weiss, לכנה Glanz, und vielleioht auch in חלב Milch. Zu לרב i8t selbstverständlieh auch שלהב und ״ צלהבFlammen“ zu zählen. In לוס und ״ להקentflammen“ sieht Verfasser spontane Bildungen. Noch haben wir No. 4S9 zu he trachten, in welcher Verfasser ״ שמשSonne* in Hinblick auf . ״ שמשאhitziges Fieher“ (im Midrasch) vom שמם resp. von שמשם -heiss machen* abzuleiten versucht,sowieN0. 50, in welcher אש Feuer mit dem chaldäischen א1א brennen, dem syrischen DD7 und dem arabisohen TS Feueranzünden zusammengestellt wird,u. No. 395, in welcher Kessel al- קלחת. קלא verbrennen, rösten mit קלה stammverwandt betrachtet werden. Wir haben somit eine nicht kleine Zahl von Urwurzeln, welche die Sonne und das Feuer in ihrer Erscheinang and Wirkung auf Menschen und andere Gegenstände und ihnen ähnliche Zustände und Vorgange im Seelenleben bezeichnen. קל, חן, חם, גר, ער, הו, הב חב Die ürwurzein sind 9ס, אז, אש. שב צל זב סב, סף צו, צב und הר. אר. או, אב Wir sehen hier als ersten Laut ent- .לב und שב של weder einen Kehl- oder Gaumen- oder Zischlaut, als zweiten einen Lippenlaut oder eine Liquida. Dass Zischlaute auch tur Gaumenlaute eintreten können, hat der Vesfasser selbst in § 21 und 22 angenommen, שעשע, ווע TO und. עוק und צוק indem er auf die Beispiele hinweist. Eine besondere Gruppe bilden an- נענע «לב bis אש scheinend Doch gehen wir weiter den Nummern nach, (.glänzen“ bedeuten. (Schluss folgt״ welche Karte des alttestamentlichen Palästina mit geographischen Notizen und einem deutschen und hebräisohen Orts verzeichn iss. Entworfen von Dr. M. Simon. Gezeichnet von J. Straube. 2. verb. AufL Berlin SW., geogr. Institut und Landkarten-Verlag J. Straube. Preis 30 Pfg. Aus dem ziemlich umfangreichen Titel kann sich der Leser vielleicht einen Begriff machen von der schön ausgestatteten Karte. Sie sich anzuschaffen, möchten wir besonders den Lehrern unter den Lesern rathen. Zwar mangelt es keineswegs an Karten von Palästina, fast jeder Atlas weist eine Specialkarte an£ Aber die uns vorliegende Karte ist für jüdische Schalen bestimmt, und braucht daher manches nicht zu haben, was die jüdische Schale als solche entbehren kann. Die Karte ist oorrect und sauber ausgeführt. Vor vielen anderen zeiohnet sie sich durch weise Beschränkung des gebotenen Stoffes aus, so dass nach dieser Seite hin die Karte recht übersichtlich ist, doch könnte die Uebersiohtliohkeit durch Weglassung des farbigen Colorits (zumal die einzelnen Stämme nicht durch die Farben, sondern duroh Nummern bezeichnet werden) and dafür eintretende farbige Grenzlinien bedeutend erhöht werden. In der beigegebenen geographischen Uebersicht vermisst man bei den Seen Meran und Genezareth die Höhenangabe. Von gutem Erfolg dürfte die Benutzung der Karte besonders in der biblischen Geschiohts- und Pentateuch-Stande sein. Es ist pädagogisch geboten, die Ortschaften, die bei der Erzählung una Uebersetznng erwähnt werden, au&achen zu lassen. Diese nur wenig beachtete Forderung zu erfüllen, wird dem Schüler durch das alphabetische Verzeichniss der Ortschaften (etwa hundert sind aufgaführt) mit Angabe der Stämme (durch Nummern) zu denen sie gehören, äusserst erleiohtert. Das Werkohen wird der jüdischen Sohule nützen, darum sei es auf’s wärmste empfohlen. Nur dürfte der Preis (bei Partien) etwas billiger gestellt werden. N. » 852e] Im Verlage von 4. L. Jeachlmstkal in Amsterdam ist erschienen: sr 9• ממר מים זכיםm והוא שאלה ותשובה עדי אודות המים הנקראים בלשון הללנדית דוינוואטער אם כשרים להקוות מהן מקוד, או לא. חברו יצחק לסף בן ציק המכונדז וויינקאהם מודה צדק לעדת אשכנזים פה העירה. Preis 1 Mark. Vwaatwortlicher Bedactear Dr. B ahm er, Magdeburg. Druckvon D. L. Wolff, Magdeburg. Verlag von Bobert Friese, Leipzig.

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