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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1883-10-12 · No. 41. (12.10.1883) · p. Seite 164

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
12 (1883)
Issue
No. 41. (12.10.1883)
Date
1883-10-12
Page
Seite 164 (sequence 4)
Language
German
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־'Hi -ד ־־ Litteratarberieht - Mmm. /«dum»n uadBrach jr^wqng Beide Iteen heisst nicht: «Jse.Rhier ist syüohen R. gar kein Streit über die 1 im Passiv. Beide sagen: unsere Stiere, wie ee e. B. das Thargam übersetzt, and ebenso die LXX and wie es der Parallel« צאמו מאיימות entspricht, sondern ee bedeute: unsere Grossen; nur in der Deutung; von OrfannTi djfhsimu^jifluB. Jochanan übersetzt ממבלים .,sind belastet, also: die Grossen er• ~jB>igbn^die Kiemen, .and Besch Lakisch übersetzt es: unsere Grossen werden ertragen, also die Kleinen ertragen die Grossen. Nun parat allerdings hier noch Weniger das Wort *ירד ™.קי denn R. Lakisch 3 ־dprt darnach nicht einmal die Vocalisirung. Nun 14h der Krofhpcinner Ausgabe dw Jerusöh. angerkt; es exisfire eine Lesung ר״ל מתרץ קרא, und ist auch •das allein Richtige: R. Lakisch beant- ’״IfortÄ d&i "Vers also: - ' . ־Tob selber hatte mit M. K. מסרם übersetzt; er erklärte den Vers in umgekehrter (der des- Jochanan "W^eise — ebenfalls unrichtig. Nun wir die Lesung מתרץ haben, ist es nioht nöthig, für יםםר־ם um ihm nur irgend einen Sinn zu geben, eine geswungene Bedeutung zu wählen, wie es sowohl' die von M. K. and mir, als die von der Recension ge- Wählte, ist. Weil man die Stelle nicht mehr verstand, glaubte man, die Differenz liege in der Lesung von 0*מ0כר , und da wurden auch die Namen verwechselt. ״ * y' 9 Z. 6. v. u. scheint die richtige Lesung entweder, wie die Recension will, מי ל0ומ בכל כללתא oder אמר למק ביעתא ,er gedachte sie mit allen Eiern zu kaufen“. ' * Doch die Bemerkung zu S. 27 Z. 2 v. u. ist wichtig, und ist der Fehler von mir übersehen worden. Bei dieser Gelegenheit will ich bemerken, dass, wie jedem Unbefangenen gerade bei dieser Stelle, (wo der Uebersetzer die zwei Worte שוטה שמולם von einander getrennt hat) ersichtlich ist, dass aus meinem Stillschweigen zu einer Stelle nicht iinmer auf eine Gutheissung derselben zu schliessen ist, sondern dass es eben' so gut ein Ueberseben der Stelle sein kann. Ausser vorliegender Stelle und der auf S. 2, 5 kann ich als Beispiel anfnhren, dass meine Noten zu Bemidb. r. zum Absenden fertig waren, als ich noch eine mir später aufgefallene Stelle in der Uebersetzung suchte, and dabei auch fand, was ich nicht gesucht hatte, dass der Uebersetzer ממחרת יו״הב am Morgen des Versöhnungstages übersetzt hatte, was mir bei der ersten und zweiten Lesung nioht aufgefallen war. Die Recension, wollte sicher auch solches Uebersehen nioht ausgeschlossen wissen, sondern nur die fehlende Gorrectur constatiren. Es ist nun Wajikra r. und Bemidbar r. zum Druck fertig and es bedürfte nur einer grösseren Betheiligung und grossherzigen Unterstützung, um die Herausgabe auch dieser beiden Werke zu .ermögliehen. Wir könnten dann dem fleissigen, vorürtheilslosen Herrn Uebersetzer vom Herzen gratuliren, ein Werk wie *die Uebersetzung des Midrasch Bereschith und des Midrasch r. zu den anderen 4 Büchern Moses und den fünf Megilloth glücklich -zu Stande gebracht zu haben. Ehre und Anerkennung seinem rastlosen Fleirae.■ Möge die nöthige Beihilfe und Unterstützung ihm nicht versagt bleiben. Fürst. Bericht igung. In vor. No. S. 159b. fehlen zum Schiass der Becension de« Herzfeld’schen Baches die Worte: ״Fort- Setzung folgt“. (Red.) jfece3asio1f©n. »־*% . «c ' __ ’ <■ Heldingsfelder,־ B. Allgemeines Lexioon sämmt-, lieber jüdischen Gemeinden '•Peutechlands nebst statistischen und historischen Angaben u. 8. w. Frankfort a..M. 1884. '־׳ ~ Dieses kleine Lexioon von 180 Seiten ist von grossem Werthe für Behörden, Gemeindevofstäude, Cnltusbeamte, Reisende, Gewerbetreibende u ä, sie finden darin die statistischen Angaben über die ge- 8ammto jüd i sehe Bevölkerungnaon der jüngsten Volks- Zahlung, manche interessante historische Notiz über grössere Gemeinden, sowie die Mittheilung der koscheren (öffentlichen und privaten) Restaurants, Zahl der Synagogen and Cnltusbeamten, u. a.—die Angabe, ob der Gottradienst alt oder reformirt, hätte füglich wegbleiben können, schon weü sich dies nioht präcisiren lässt, sie hat höchstens einen Werth für stellensuchende Cultusbeamte. Es fehlte bis jetzt an einer derartigen Zusammenstellung, in Engelbert's ״Statistik des Judenthnm8 im Deutschen Reiche u. 8. w.“ (Verlag von J. Kaufftaann in Frankfurt a. M.) fehlen die preassischen Gemeinden, auch ist’s zu theuer, während diese? Lexicon im Taschenformat verhältnissmassig billig und sehr handlich ist. Der "Herausgeber, der sich bewusst ist, das hie und da sich vielleicht ein Irrtham eingebchlichen, bittet um berichtigende Notizen, die er bei aer "hoffentlich bald bevorstehenden zweiten Auflage 'mit Dank verwenden wird.*) Wenn der Herausgeber, wie zu erwarten, in seinem Unfernehmen die gewünschte Unterstützung findet, so hat dieses kleine ״Lexicon“ eine grosse Zukunft; es kann zu einem sehr nutzbringenden Gemeinden- und Cnltusbeamten- Adressbuch Deutschlands emporwachsen. Bei grösserem Absatz dürfte wohl (bei späteren Auflagen) der Preis noch etwas billiger als 3 Mk. gestellt werden können. Notizen. 1. Apelles eia J»4a.l!>Ddr grösste Maler der Griechen, unser Lehrer in den bildenden .Künsten, also vielleicjft. der grösste Maler aller Zeiten, ist befcaimtlich Apelles gewesen. Der Name erinnert jeden Ksäfrar des Horaz unwillkürlich a^ den Judäas Appella and interessanter Weise — soviel ich ״Weiss, kommt der Eigenname sonst überhaupt nicht vor — ist diese Ideen- Verbindung eine wohl ea begründende. Apelles ist nämlich kein Name, sondern drückt eine Eigenschaft a%, Ich finde nämlich in dem ebenso hochgelehrten als köstlich geschriebenen Werke des grossen Anatomen Hyrtl (Topograph. Anatomie 7. Aufl. 1802. Th. 2 folgende Notiz: > ״Für Vorhaut findet sich auch bei lateinischen Schriftstellern kurzweg pellis, verwandt mit dem griechischen ysXkoz (als Binde) und dadurch mit dem deutschen ״Fell“; daher Apelles oder Apella, ״ein Beschnittener“, (a pella ohne Vorhaut) wie denn bei Horaz: Oredat Judäus Apella. Die Jude»; deren viel in Rom, des Kleinhandel; wogen, lebten (trans Tiberim, das heutige Tracteve», jwoeie jetzt meist noch wohnen)^ galten den Römern für sehr ehrliche, aber zugleich sehr leichtgläubige Leute. H. K. 2. Der Warschau»#,־!Baefcdrucker Isak Goldmann bereitet eine neue in folio Angabe de• ספר המצות des Maimonides vor. Dieselbe 8011 typographisch gut 'ansgestattet werden und ausser dem Titelwerk noch enthalten: t י׳- •השגות הרסק• die Verteidigungsschriften: 2. א0תר ffeöi'ä. יתא טובה!!“© ‘D 4 השנות הרא״בד •»;0' קנאת סופרים .5 ־ם׳ לב שמח und die תשובות מהר״י קרא. Am Ende des Buches 7. ם׳ דדך מצותיך (vom Verfasser des Miscbne la-Melech) 8. Einiges aus dem זוהר הרקיע vom Raschbaz und aus dem מעיני החכמה« *)Wir vermissen z. B. unter ״Magdeburg“ die gegenwärtig hier bedeutendste koschere Restauration von Frau Rosalie Heinemann (Georgenstrasse); die angeführte Sommerfeld’sche existirt nicht mehr, die andern sind uns zum Theil unbekannt. (Red.) Verantwortlicher Redactenr Dr. Rahmer, Magdeburg. 'Druck von D. L. Wolff, Magdeburg. Verlag von Robert Friese, Leipzig. /

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