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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1883-06-23 · No. 25. (23.6.1883) · p. Seite 100

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
12 (1883)
Issue
No. 25. (23.6.1883)
Date
1883-06-23
Page
Seite 100 (sequence 4)
Language
German
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— ido — lnwMMn ■a dissun Tu• mMr Gedächtnise und tinaer Geschick! Gedenke tuet! com Goten, aei qm mild und gnädig and erbeim• Dich unser and hilf um!“ Und nun weodo ich mich •n di« primitnreto nie en die caltrvirtaate Logik mit der Frage: lat die• Gebet, ven dessen sämmtlicben fünfzehn Verben — im Verb prävalirt bekanntlich die 'Seele de• Gedanke&auadrucks — die •oht ersten Futur- und die sieben lotsten Imperaävform mit optativer Bedeutung haben, etwa kein Bitt- «bet? Dass untere Deciaoren ea als Bittgebet chaiacteriairt gebt auch W. nachgerade au. Aber er behstuptet zugleich, deaa ea nichtsdestoweniger eine כ* הודאה d. h. eine 9Bekenntniss“ealpgie sei, wie auch, die drei lotsten כרכות m der Iitnzgpe ברכות הוראה genannt würden. Also Bitte und nichtsdestoweniger Bekenntnis•! Da legt denn die Logik hier nochmals ihr Veto ein; und die Liturgie nennt ebenso wenig יעלה רבא Wie alle letaten Eulogien ברכות הוראה* Das hier lediglich in Betracht kommende ,"1לצך — in welches יעלה ויבא eingeschaltet ist — heisst עמדה 'S, das פודים allein כ׳ הודאה und die ScUneseulogie DTTO ב׳ bezw. 3 שלום S. Beaach 34a, Sabb. 34a und v. a. St. des Talmud und seiner Commentare resp. 0■ Chajim 113 etc. Sepber Cbsje Adam 34, in der Sog. Lissaer Tefilla die Notizen unmittelbar Tor jeder der drei letaten Eulogien, in Mannheimers Gebetbach die An-, merkungen zur Schemone Esre and — die Notiz des von Herrn W. selbst als Gewährsmann angeführten Herrn R.—A. Uber הולאה in No. 16—17 d. BL Wie könnten auch die Gdbete רצה und שים שלום — gleich יעלה דבא von optativer Form — מ הודאה (,Bekenntniss“eulogien) heissen! Ich 8011 — wie W. hervorbebt — Tasafot an Berach. 34a, ד״ד, אל übersehen habe«. Herr W. bringt wörtlich das Ende dieser Stelle und übersetzt es: ״Die letzten Eulogien sind wesentlich Bittgebete, welche die Bedürfnisse der. Geeammtheit umfassen*. Dies habe ich bezüglich רצה — welches allein uns hier angeht — noch nie beetritten, hinsichtlich שים שלום werde ich es nie beetreiten, und bezüglich מודים ״ wird wohl die betr. Erläuterung des Comm. B"V מעדני Geltung behalten. Nim aber sei auch mir gestattet, den Anfang jener Toeafotetelle anzuführen :'-אל ישאל 31' אבל צ“צ שואלין ולק אנו אומרים ... יעלה ולבא בהם Hatte w. die markirten Worte nicht übersehen, so würde er mich selbstverständlich nicht gefragt haben, wie ich denn mein Bittgebet mit dem qu. Hlurgjschen Geeetz in Einklang bringen wolle. Herr W. dtirf zu seinen Gunsten Baschi zu Sabb. 34 a; ich führe ein Paar dortige Talmud- und Bascbiworte buchstäblich an, und zwar: (« מה חפלה בבי הודאה. דהא מלה מילתא דחנוכה עיקרה להודאה נמקנה wasist in dieser liturgischen Bemerkung ]unter dem ersten הודאה zu verstehen, רצה oder מורים ' und ist das zweite und das erste הודאה hier als Bekenntniss oder als Dank aufeuiassen? — ואומר מעי{ המאורע b) בעבודה. לבקש רחמים על ישראל וב׳ Ist in dieser liturgisohen Notiz רצה etwa auch ב, הודאה genannt und ,יעלד דבא als Bekeuntniss aufgefasst? — Cfr. Tosafot das. מזכיר .TT בהודאה ודו! בבונה ירושלים. Auch diese Stellen sind doch klar genug; gleichwohl sei noch wörtlich Berach. 34a angeführt: אלו ברמת שאדם שוחה בהן וב׳ בהודאה תחלה וסוף. Nun weise Jeder, dass die Kniebeugung zu Anfang des מודים und zu Ende desselben, bei ולך נאד! להודות. geschieht, hier also ב* מדאה aufhört. Vide .Baschi z. St. In einer der verehrl. Bed. längst eingesandten Notiz über מורים habe ich diesbezüglieb noch andere אט חיים &TI» נתלים אש!־־ citirt, von denen meine Auffassung des מודים als Dankgebet originirt. Vielleicht ist dieselbe geeignet, Herrn W. zu einer milderen Beurtheilung meine« -Irrthums“ zu vermögen. (Wir lassen sie unter 3 folgen. Bed.) Schliesslich eine persönliche Bemerkung. Der Ton der Aeusserung des Herrn W. ist mir unerklärlich. Sollte ihn dazu vielleicht die eine oder andere weniger ernste-Bedewendnng in meiner obengedachten Om widerlegenden Besprechung dt» vorher schon so oft behandelten Thema veranlasst haben, so möge er ■ich versichert halten, dass jene keineswegs die inm schuldige Rücksicht hintanzusetzen beabsichtigte und es mir lediglich auf die Feststellung der wissenschaftlichen Wahrheit ankommt, der ich meinerseits auch dann noch gedient zu haben glaube, wenn ich wirklich widerlegt worden bm. Brandenburg a. d. H. Kroner. 2. Noch einmal מודים. Was die verehrliche Bedaction in ihrer epigrammatisch-prägnanten Weise gegen die Erwiderung des Herrn R.—A. in No. 20 des ״Litt.-Bl.“ angemerkt, sei uns zu erweitern und zu ergänzen gestattet, um noch mär darzuthan, wie Herr B—A. gegen uns garnichta, gegen sich selbst aber alles Mögliche und Unmögliche beweist. Den ,letzten“, d. h. den weitaus grössten Theil der ב‘ הוראה bezeichnet Herr B.—A. selbst ebenso entsehieden als Danksagung, wie unentschieden als späten Zusatz. על שאנחנו מודים לך übersetzt Herr R.—A.: auf dass wir uns zn Dir bekennen. Nun ist aber, ,, על ש bekanntlieh nicht final, sondern kausal, wie im נורה von ]3' המו und wie 5 על אשר M. 29,24. Jirm. 16,4. Im דרבק D"*Ttt5 kann es um so weniger final sein, weil, was Herr B.—A. völlig übersehen, auf 3[ תחינו וכר schon drei Finalconstructionen, nämlich:,.. לשמור ... ולעשות ... ולעבדך folgen, oder soll etwa übertragen werden: — und nm Dir zu dienen mit ganzem Heizen, ,auf dass wir uns zu Dir bekennen?!“ Als zweite Uebersetzung wird vorgeschlagen: denn Du bist es, zu dem wir uns bekennen, fjf 8011 also nota relationis zu לך sein: זלך אנחנו מודים? — zu dem wir uns bekennen; was soll nun aber על heissen, etwa: ״denp. Du bist es?!“ Sonach bleibt die Deutung, wie äieuns Ascheri zu Ber. HI. § 20 und Baschi zu Sotah 40,1 ד״ד, על שאנו מודים לך bieten, wohl die vorzüglichste: אמר רב מודים אנחנו לך ר אל־ על שאנחנו מודים לך. פירוש: על מה שוכיתנו מכל העד •נ וקרבתנו להודות לך וכי ופרש״י: על שנתת בלבנו להיות דבוקים בך ומוזזים לך Es ist zu construiren:מודים אנחנו לך ד־ אל־ על שאנחנו מודים לך — das Uebrige ist als eingeschoben anzusehen, wie Raschi zur Stelle ד״ד. רבי סימאי ausdrücklich bemerkt: מוסיף הוא וכר und zu übersetzen: Wir danken Dir dafür, dass Deine Gnade.uns zum Danke berufen. Wenn die verehrliche Bedaction diese Erklärung, die ich in No. 19 des Litt.-Bl. berBgt, zu meiner Befriedigung als ״sinnreich“ bezeichnet, so gebührt solche Anerkennung eigentlich jenen גדולים אשר מפיהם אנו חיים Ebenso gründlich widerlegt sich Herr B.—A. selbst durch den Hinweis auf I. Chron. 29,H. Einmal ist מודים dort parallel mit מהללים; sodann beginnt vorher V. 10 das Dank gebet Davids ברוך אתה ד וכר: (ויברך מוס. Auf üii diesen Preis, der doch das Gottesbekenntniss voraussetzt,׳ soll nach Herrn B.—A. folgen: Und nun, unser Gott, bekennen wir dich! Zum Schluss heben wir nur noch hervor, dass gerade Berach. 34b vorschreibt, sich auch bei אבות. also bei Preis, Lob und Dank zu verbeugen. Brandenburg a d. H. Dr. Ph. Kroner. (Nach obiger Schlusserklärung des Herrn Dr. K. betrachten wir die sich immer mehr halachisch-pilpnlistisch zuspitzende Discussion über diesen Gegenstand für geschlossen. Herr Dr. W. hat zwar dieser Tage das Wort zu einer eventuellen Gegenerwiderung erbeten, doch die Erwiderungen widern bereits viele Leser an, und wir müssen trotz des Appells an unsere Gerechtigkeit, an das wissenschaftliche ״Decorum“ des Litteraturblatts und der theoL Mitarbeiter u. dergl. das Interesse unserer geehrten Abonnenten prävaliren und dürfen die Gedald derselben nicht missbrauchen lassen. — Wir bemerken nnr noch, dass in dem letzten Artikel des Herrn Rabbiners Dr. Wolfsohn sich ein Druckfehler eingeschlichen hat. Es muss Seite 92 b Zeile 19 von oben statt 3‘ הודאה heissen: ,TTI ב׳ העב - Hm. Baer in Berlin diene auf seinen Artikel über denselben Gegenstand als Antwort, dass er die Kr.’sche Notiz in No. 19 d. BL nochmals und zwar genauer durchlesen möge, dann wird er finden, dass Herr Kr bezüglich מודים die Bedeutung ״bekennen“ kemeswegs gänzlich aasgeschlossen, sondern nur behauptet hat, es sei wesentlich als ,Danksagung“ aufzulassen. Unsere Leser aber werden bekennen und uns Dank sagen, dass wir hiermit den ״Schluss“ der Debatte proclamiren. Bed.) 3n unfertm ®erläge ijt eifdjienenj unb bunt) jebe ®udjfjanbiung *u be־| jiefjcn: [698 f•! Mtde 1l Ha9 alte (Eeftament.1 ®ortrag gehalten im ״Sercin SRerhir" ju üiürnbctg von Dr. Bernhard Ziemlich 60 ®f Tiefer gebiegene ®orttag ein roefentlidjer ®eitrag jur ®öttje kennt־ niß, ift jeb'.'m ©ebilbctcn aufs ®eftc ja empfetjlcn. Slümberg 1883. Frtedr. Korn’sche ®ud)f)a11blung. | 3n meinem Beilage erftfpen foeben in neuer Stuflage: Der Pjentateuch iiberiejft unb erläutert non Samson Baphael Hlrrch, SRabbiner ber iSr. SieligiottSgcjeUfcfjait ju Jyranffurt a. SR. [621 e Xlteil I. ffiettefi*. Preis 7 Mark 80 Pfennig. Sranffurt a. 9R. J. Ka.VLttxna.nn, Sud)banbluug. Verantwortlicher Redacteur Dr. Bahmer, Magdeburg. Druck von D. L. Wolff, Magdeburg. Verlag von Robert Friese, Leipzig.

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