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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1883-04-07 · No. 14. (7.4.1883) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
12 (1883)
Issue
No. 14. (7.4.1883)
Date
1883-04-07
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jüdisches Zar Beleaektaag aller Jadeatkaa■ and Jade* ketrctreaüea lltterarlaekea Kraakalaaaffaa aaf daat «eklet« der Pklle- *apkle, Steeklekte, Etkaegrapkle, Tkee- I«f1«, Urleatalle, Exegeae, Heailletlk, Lltargik. PUagogik. Herausgegeben ▼on Rabbiner Dr. Moritz Rahmer. 9T^0ij3e-61tt^7 ׳. dlpi-vf 1883, Kieker der eiaechliglgaB LItteYatar,1falake der Uedactlaa *mgeaaadt werdea, •adea la dieaeai Blatt« elagekaade Beegreckaag. Bel Uaeeadaag rea aael Beeearleae- ־ Kieeeglaraa erfalgt etiadr• karaa ז; Sratli-Iaeertlea. Das ״Jüdische Litteratar-Blatt« erscheint Leipzig bei Robert Friese) pro Jahrgang 8 Mbi allen Postanstalten and Buchhandlungen Mark kq! W Pf. für die gespaltene Petitzeile berechnet and ▼on G- I» Baabe 6 Co., Frankfurt a. M., Magdebu: wöchentlich in einem halben Bogen; Preis bei allen Bachhandlungen (in rk. Abonnenten der ״Israelitischen. Wochenschrift“ (die viertefjähruch hei stet) erhalten das ״Jüdische Litteratnr-Blatta gratis. — Inserate werden mit ▼on der Expedition dieses Blattes sowie durch die Central-Annonceu-Expedition ׳rg, Berlin, Cöln, Hamburg, Hänchen, Zürich, Wien, Paris befördert. Inhalt: Wissenschaftliche Aufsätze: Darwinismus unc die Bibel. (Fortsetzung.) — Lewandowski’s Verdienste um gogalen Gesang. Eine synagogal-musikalische Studie. Von B. Jacobsohn. Litteraturbericht. Programm der Realand der israelitischen Gemeinde in Frankfurt a. M Dr. Rothschild, Alzey. Volksschule 18S.S. Von Darwinismus und Bibel. (Fortsetzung) £8 ist aber auch gar nicht anders mit stigen Fähigkeiten und Anlagen des Menschen anch hier zeigt sich eine bestimmte E n t w i ▼on geringen Anfängen. Wie in der Geschi Menschheit, \on den vorgeschichtlichen Zusl i die in traurigen Ueberrestsn noch erhalten auf die Gegenwart, die in den herrlichsten bilden prangt, eine fortschreitende Entwickel erkennen lässt, 80 zeigt sich anch in der der der Mensch seinen Ursprung verdankt, liger Aufstufung eine fortschreitende, zunehme: bildung aller Fähigkeiten und Anlagen niedrigsten Thiere bis znm Menschengeiste, wir deutlich wahrnehmen, wie die Geistest sich entfaltet hat. Alle Fähigkeiten und Fe deren sich der Mensch rühmt, finden wir au Thieren vor; ja viele noch in erhöhetem stärktem Maasse. Die Sinneswahmehmungen vielen Thieren geschärfter, genauer und prä< Geschicklichkeit viel andauernder und mehr sprechend, und die Abschätzung und Abw: Umstände viel gründlicher und eingehender Beurtheilung des zu Erwartenden und K viel sicherer. Wir finden auch bei den Th e: denschaften und Affecte menschlicher Natur treibend und bestimmend sind; ebenso E als Neugierde und Verwunderung, wie geist: als Aufmerksamkeit, Gedäcbtniss, Einbildung; stand. Auch sie bedienen sich der Werk erwerben Eigenthum und beschützen es auch, ihre Sprache unter sich und verständigen sicli and Warnungsrufen, und belehren sich über Fertigkeiten. Ehrgeiz und Ruhmbegierde nicht fremd und• sie beweisen gar zu oft eipe gewisse ize den geigehalten; ckelung ichte der änden an, sind, bis Kunstgeung sich Thierwelt, in allmäh• nde Ausvon dem so dass ,hätigkeit Affigkeiten, oh bei den und versind bei C18er, ihre zweckentigung der wie die prumenden ren Leivor, die fregungen, ge Kräfte> und Veruge, und Sie haben in Lock- Gewonnene ist ihnen Intelligenz. Es ist kaum zu bestreiten, dass sie auoh ein Selbstbewnstsein haben. Freilich blieben die Thiergattungen auf einer bestimmten, einmal eingenommenen Ordnungsstufe stehen, und pflanzten sich in dem festgehaltenen Typus fort, während der Mensch fortschreitet nnct sich'immer mehr entwickelt; während der Hand seit Homers Zeiten seine Natur und seinen Instinct bis auf den heutigen Tag sich bewahrt hat, und nicht erhöhet, ist zwischen dem Menschen der Stein- und Bronze-Zeit und dem gegenwärtigen ein gar gewaltiger Unterschied; aber dafür hat er ja auch im /Verhältnisse zu seinen Dimensionen allen Thieren gegenüber das allergrösste Gehirn und eine feinere complicirtere Strnctur desselben, und diese 80 constrnirte Gehirnmasse nimmt im Laufe der Jahrhunderte im Allgemeinen noch zu. Es ist also auch ganz natärlieh, dass er nicht auf derselben Stufe stehen bleibt, sondern dem entsprechend, fortschreitend sich entwickelt, seine Anlagen und Fähigkeiten immer besser verwendet und vortheilhafter gebraucht, und aus den Erfahrungen der Thierwelt, in Bewunderung oder Absehen, aus einem Nachahmungs- oder Verwerfungstriebe, sich eine höhere Moral gebildet, die in socialen Zaständen, in denen er zn seinem Schatz und zur Selbst- ' ' a - . )' erhaltung bald zu leben genöthigt war, sich zn Lehren und Gesetzen gestaltete, bei den Thieren aber instinctiv als Naturtrieb verblieb. Das Abstractionsvermögen, das auch der Thierwelt nicht fehlt, bildete sich immer höher aus und verschaffte ihm bald den Glauben an unheimliche Gewalten, aus dem der an eineu Gott sich hervorringt, den alsdann Priester aus Selbstsucht und Eigennutz zur Religion erhoben und verbreiteten. Wohl bleibt die Frage offen, woher der Mensch dieses so wunderbare Gehirn sich verschaffte, und wodurch es sich vergrössert und vermehrt, woher er sich den Stoff holte, während das unter denselben Bedingungen lebende Thier ihn sich nicht beschaffen konnte; doch sie bekümmert wieder den Naturforscher nicht. * Alles wächst und entfaltet sich aus innern suchen und die Stoffcnolecüle, aus hervorging, hatten eine höhere Kraft und eine mächtigere Befähigung in sich selbst enthalten und getragen, bei gehöriger Anregung im friedlichen Zusammensein oder V- .־ä; «g treibenden Urdenen der Mensch, \\

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