Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 12 (1883)
- Issue
- No. 11. (17.3.1883)
- Date
- 1883-03-17
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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.**’•יש*־. Zmt B«iwrht1Bf aller iadeatham •ad itäw ftetreffea<Ua KUerarftelraa Er- •thaliuiei 11f dna flehtet• der Phile- •ephie, flmhlAt«, Ethae^raphle, Theo- Ufte,, OrlnttillA, Exegese, BemiletU, LltargU, Pädagogik. Herausgegeben j von Rabjbiner! Dr. Moritz Rabiner. 0Ttag9e6uxg, 17. 0Käx.& 1883. j“■ Das MJIdUche Lltteratar Blatt« erschein! wöchentlich in einem halben Bogen; Preis bei allen Buchhandlungen, (in Leipzig bei Robert Friese) pro Jahrgang 8 flmrk. Abonnenten der ״Israelitischen Wochenschrift.“ (die vierteljährlich bei allen Postanstidten und Buchhandlungen 8 Mark kostet) erhalten das ״Jüdische Litteratur-Blatt“ gratis. — Inserate werden mit K Pf. für die gespaltene Petitzeile berechnet und' von der Expedition dieses Blattes sowie durch die Central-A nngncen - Expedition von G. L. Daube k Ce., Frankfurt a. M., Magdeburg, Berlin, Cöln, Hamburg, München, Zürich, Wien, Paris befördert. Bicher d«r«Uwfcli«igt*J,tttcntBr,1ral«k« dar ■«dsetlM ssgMsadt waren, *•das 1« dlaaa*■ Blatt« ategahasda •«•itrcheaz. Id Kl ■•«ad aas vaa twcl U ■näsln Exeaaalsra■ «rfSt*t dnulli■ karss Urstla.lBaaatSM. '■ t* י . 'fr Inl1a.lt: Wie senschaltliche Aufsatze: Darwinismus und die Bibel. — Ueber die angebliche Abstammung der Kaffem und Fellatah’a. Von Rechtsanw. Metz in Bieleteld. Meschiach ben Josef. Ein Interpretations-Vorschlag. — | Collectanea. Von Dr. Kroner, Rabbiner in Brandenburg g. H. Litteraturberich te. Das ungesäuerte Brod nnd;die Anklage des Blutgebrauchs am Passah-Feste. Von M. I4. Rodkinssohn. — Biblische Geschichte für die Oberklassen der isr. Volksschulen. Von Rabbiner Dr. E. Hoff in ^rossnitz. Die modernen Anklagen gegen das Judenthum als falsch a nachgewiesen. Von Rabbiner Dr. L. Münz Notizen. Darwinismus und Bibel. Es ist wohl schon oft vorgekommen, dass ein Theologe sich mit Naturwissenschaften beschäftigt hat, und von gerechten Bedenken gegen seine theologischen 8tudien, gegen den Wunderglauben und die sogenannten kindlichen Weltanschauungen der Bibel, erfüllt, sein Fach aufgah, wenn er es mit seinem Lebensberufe ernst und ehrlich meinte. Die überliefertjen Lehren und Ansichten erschienen ihm als Folgen unbegründeter Wahrnehmungen, oder als!Ergebnisse volksth&mlicher Mythen, oder gar als Erdichtungen des Priestertruges, die er je nach sejiner Individualität, bald verspottete, bald wegwerfend beurtheilte. Die Statistik zeigt es ja auch, dass die Zahl der Theologie-Studirenden sich immer verinindert. Es kann sich daher nicht häufig ereignet haben, dass ein Jünger der exacten Wissenschaften sich dem theologischen Fache gewidmet hätte. Gleichwohl zähle ich zu diesen ״Ausnahmen“, wie ich sie nennen möchte. Eine Klausel im Testamente meines seligen Vaters bestimmte mich für die Gottesgelebrtheit. Bis zur Eröffnung desselben hatte ich mich aus reiner Liebe zur Natur mit den Erfahrungs-Wissenschaften beschäftigt, und wenn ich auch, eben weil sie nicht *u meinem Fachstudium von mir gewählt wurden, ®ich nur als Dilettant in ihnen bezeichnen darf, so hatte ich doch ihre unumstösslichen Wahrheiten mir ungeeignet, und sollte nun der Verbreitung überkommener, veralteter und überlebter Lehren mich Leihen. Das Andenken und der Wunsch meines Vaters war mir indessen hoch und theuer, .und darum wollte ich nicht so leichthin mich den hjerrschenden . « L» .t Meinungen, vielleicht auch Vorurtheilen ergeben, und. gelobte mir, Alles eingehend zu prüfen nnd zu untersuchen und überzeugangstreu anfzutassen, die verschiedenen Anschauungen der Schrift und der Wissenschaft einander gegenüber za halten und zn vergleichen, zugleich aber auch nur der sich ergebenden Wahrheit ihr Recht zu lassen, und ihr allein zn dienen. Die Liebe und Pietät zu den Eltern darf eben so wenig, wie Rücksiohten auf Menschen und Verhältnisse, uns bestimmen, der Unwahrheit nnd Unwissenheit Vorschab za leisten. ״Die Wahrheit allein soll auf Erden blühen nnd gedeihen“. Ich gehe nun hier die Ergebnisse meines Nachdenkens, wie sie sich damals herausstellten; sie sollen mein Verhalten rechtfertigen nnd beleuchten. Ehe ich zu anderen Untersuchungen übergehen wollte, gedachte ich zuerst, mit den Ansichten and Erfahrungen der Wissenschaft über den Menschen| nnd zwar in seiner physischen nnd psychischen Wesenheit, über seine Schöpfung oder Entstehung, über seine Bildung oder Entwickelung, mich zu bsschäftigen. Nicht etwa weil solche Betrachtungen. am Nächsten liegen, sondern weil jede Untersnchnng am geeignetsten nur von-dem Menschen ausgehen kann, der sie ansteilt, nnd weil gerade die Leistungen auf diesem Gebiete durch die unsterblichen Verdienste Darwins am Evidentesten sich darstellen, nnd unwiderlegbare Thatsachen zn Tage gefördert haben. Unverhohlen will ich nun hier vor Allem zur besseren Orientirang in Kürze die Ergebnisse des grossen Forschers vorführen. Es 8011 zuerst einem Jünger Darwin:s das Wort im vollen Umfang gegeben werden, dann wollen wir die Resultate desselben vom Standpunkte der Bibel nnd der gläubigen Ueberzengimg beleuchten. י Fortsetzung folgt). ♦ Ueber die angebliche Abstammung der Kaffem und Fellatah’s von den Juden. Von Rechtsanwalt Metz in Bielefeld. (Schloss.) Mauch's Gewährsmann, Namens Bebercke, be-* hauptet, ein Sohn des' letzten Hohenpriesters Tonga zu sein, welcher noch vor 30—40 Jahren — die Mitit