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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1883-02-17 · No. 7. (17.2.1883) · p. Seite 28

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
12 (1883)
Issue
No. 7. (17.2.1883)
Date
1883-02-17
Page
Seite 28 (sequence 4)
Language
German
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*OmaErn, jfSßtßMs gewagte** So-giebt G. Pa. 2,12 "Qyjga d>% «n*>nnl>fho Cotu [יי■ Wut an derWarnaiigfeet, iadam “ |־bo6« xoaSriag, nd denn Targum, hat* folgt AUflfa für die Erkläpt und de• Targmn findet man den Grand _,_1 נשקו ברד. של in der bekannten on “O und לחם für aie Tora. Die Ueber-!־bieten •ko für einen veränderten. Text keinen 15,4 נשבע להרע verdient die Erklärung jgytm, Hasohi und Aben Ezra den Vorzag vor ptuad Peachittho, nach denen der Verl einen- ||<3tad übersetst: ,bat er •einem Freunde ge- Hs, ändert er nicht“ . ״Wer makellos wandelt,“ such den Schwur nicht, den er «elbst seinen len geschworen. Nach'der Emendation לרעהו fiflko aiesae Wort nicht nur überflüssig, sondern tgegen den Geist des Psalmen. Das dreimal עתות ändert der Verfi ohne jeglichen 8n Zwang an allen drei Stellen in ,עזרת ייי־י•» der Plural von עת sonst mehrfach —׳ im ־־'" vievsehnmal — auch עתים lautet. Jedenfalls ist ▼on Grat* au P8. 10,1 תעלים לעתות ״ .verhüllest Dich — zur Hilfe in Nöthen“ weit : verständlich, als die dem Texte angemessenere Hapfelds nach den alten Commentaren. in der That hier viel zu weit führen, wollte :•**Ue Emendationen des Ver£ hinweisen, welche £ iäsanklich öder nnmöglieh scheinen. Die wenigen _en genügen, um den Leser zu bedeuten, k an -den Textverbesserungen Grätz’s dieselbe; ־au nahmen hat, welche G. selbst״ zu dem Texte ein nimmt, d. h. er muss Alles mit Sinne lesen. Dann wird er an dem , Schönen und Guten sich erfreuen und am den Scharfrinn bewundern- Ich mache hier aaf eine eigentümliche Uebersetznng Pa 59,7 ישובו לערב•יהסו בכלב דסובבו עיר über- ״Sie sitzen zur Lauer, kauern wie die Stadt •de Hunde.“ loh will -von •der Emendation!in 3ישבו לאף, welche ihren Schatten auch nächsten Vers wirft, absehen, so giebt doch j: Lahersetzung an and für sich keinen rechten Sinn, “e, die zur Lauer sitzen, kauern allerdings, aber 1, welche etwa die Stadt umkreisen, sitzen nicht 1Lauer und kauern nioht^ sondern bellen und hea- Aber Hunde amkreisen überhaupt nicht die und. entfemen sich in der Hegel nicht allzuweit Ha dem Gehöfte, wo sie zu Hanse sind. Man sieht, 8wr Professor Gratz ist kein Dorfkind und ist daher wiit der Handenatnr nicht vertraut. Da dies, aber ▼oa dem Psalmisten nicht anznnebmen ist, so wird ee richtiger sein, bei unserem Texte zu bleiben and tu übersetzen: ״Sie — die TJebeltäter nämlich, welche T§ge ihren bösen Geschäften naohgehen — kehren tick am Abend, "Sie lärmen wie der Hand — der [!,bekanntlich am Abend am meisten bellt and lärmt — sie umkreisen die Stadt.“ Wir sind weit entfernt von der Amnaäsung, den Lehrer und Meister belehren zu wollen, |pr wir können auch unsere Ueberzeugung nicht ־ en. dass , eine grössere Mässigung und Entreit in den Conjecturen dein Werke zum Vorsweaen wäre. Grätz bedarf unseres Lobes 11-*״י» ■yi!• gind ihm doch zum grossen Danke für viele schöne und herrliche Gedanken? ganz besonders für die bedeutenden historischen Gaben, die er;נ lön ,and, war Jbietet. auch-in. dieaem, sa&st äusseriiob y gpsgeatatteten ßuehe in . j-äjüber •; 1:02- WujfoMlsf beeakwaren ka)1 und will. ־Zweite Streitsfehirift in8׳achten des Antiueshitismus von Franz Delitzsch. Leipzig, DörfflingA Franke 1883. 39 S. 8. r'.., Je feuriger Herr Profi Disljtzscli die Zeit herbeisehnt, in welcher das Jadenthnm .&ar der Vergangenheit angehört, in weloher diese ״Vorstufa'Hiberwnnden ist, desto beweiskräftiger ist sein Zeugnis für.das. Judenthum gegen Holding! Wenn Bischof Senestrey den armen ungarischen Abt einen verworfenen Priester nennt, mit welchen Titeln ,würde er einen Holding beehren! י■ Herrn Delitzsch danken wir sein Ejdtreten für Hecht und Wahrheit — aaf verschiedenen Wegen hoffen wir mit ihm znr Wahrheit zu gelangen ut^d dereinst uns zusammenzufinden, dort, wo Licht istrall’ denen, die מצדיקי הרבים sind. Wir dürfen jjicht wehthun der Hand, die uns wohlthut. Und so nehmen wir manche Aeu88erung, wie ״Juden sind eben keine Christen“ ״Christlich freilich ist der Talmud nicht“ willig mit in den Kauf. Möchte seine Stimme Gehör finden bei allen denen, die auf dem Boden des Gottglaubens stehen, damit endlich klar werde, dass diese Art des Kampfes gegen das Judenthum ein Krieg gegen die Religion überhaupt ist, dass das christliche, ja jedes sittliche Bewusstsein durch ״Rohlingiana“ ebenso verletzt wird, wie das jüdische. Die jetzige Leitung des Gemeindebundes sollte sich die Verbreitung dieser Schrift unter Christen besonders angelegen sein lassen. JBrJeika.sten der Redtusiion. An ■ehrere Leser in ÜMharg. Giebt’s denn in H. keine ״Geschichte der Juden“ von Prof. Dr. Grätz? Da lesen Sie• gef. das 7. Kap. des siebenten Bandes S. 231 u. ff., und besonders in Note 12 S. 490—492 die Stelle ans dem Jochsin and wenn Sie daraus nicht die Ueberzeugung gewinnen, das•- Mose de Leon, der Verf. des Sohar, (gest. 1305) ein ״Schwindler und Fälscher“ sondern nach süchtiger Betrüger, wegen Betrages und Ürkunäenfälsohang angeklagt and veturtheüt weteen würde — dann können wir Ihnen nicht weitet helfen. Wer heutzutage noch den Sohar für ein göttlich inspirirtes Bach hält, and ihn in anderem als höchstens ironischem Sinne dan ״heiligen“ nennt, der macht sich der Theilnahme an jenem Betrage schuldig. Dass der ״Sohar“ talmhdfeindlicn, obseön, ja gotteslästerlich.ist, dafür finden Sie in obiger Note ausreichende Beweise. Schon im Iti Jahrh. erhoben sich gewichtige rabbin. Stimmen, die den Druck des Sohar verhindern wollten — יביא לטינית TO י הליק- — and heute gegen Ende des 19. Jahrh. tischt das ״Centraloigan des orthodoxen Jadenthams“ seinen leichtgläubigen LesernjLeitartikel aas dem ^heiligen Sohar“ auf) יסור הגה T1B 'S Schwindel, nichts als Schwindel! H. Prof. Siegfried in Jeu. Dank für freund]. Zusendung. Wir haben die hieronym. Stadien nicht etwa an den Nagel gehängt; wir. würden gern im Litteraturblatt Einiges daraus .veröffentlichen, wenn die gesch. HH. Mitarbeiter uns nur zu Worte kommen Hessen. H. Dr. ff fl ■sc he in Dresden. Haben Sie Dank für die ausfübrliche Besprechung des R.’sehen Werkes und für Zusendung der Broschüre. Abdruck der erstem in nächster Nummer..— Pass Ihre Bibi. Rabbin. rüstig fortschreitet, freatfans, zu vernehmen. H. Rabb. Dr. Wolffsohn in Trenes^n. Sollen wir die Debatte über מעין הברכית wieder eröffnen? Dann wird ans der ברכה eine בדיבה und für viele Leser eine ׳בדיחה — Warum wir gerade Ihre Artikel so lange liegen lassen? Wüssten Sie, wie oft und von wie Vielen wir diese Frage hören müssen, Sie würden sich mit dem ״socios habere“ trösten. — Unterschätzen Sie auch die Bedeutung des liturg. Gesanges nicht. — Der Titel׳ ״Eine angebnuimte Suppe als Scheidungsgrund“ will mas trotz der ״Wiener“ Empfehlung nicht recht Zusagen, doch• es sei. Verlieren Sie nur die Geduld niibt. *Vsnüetbiröitöebw Rsd&cieur^Dr. Rahmer, Magdeburg. Druck von D. L. Wolff, Magdeburg. Verlag von Robert Fria*s, üifpzig •.v״,

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