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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1883-01-20 · No. 3. (20.1.1883) · p. Seite 12

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
12 (1883)
Issue
No. 3. (20.1.1883)
Date
1883-01-20
Page
Seite 12 (sequence 4)
Language
German
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u יז-;׳»=?] *ehi be- ■haben Tg־ Sffr ▼idec1H1^B|r jen*־Melodien wieder׳ Ea reinigen, eh jaiid UMÜwniae zu harmonhdren. Dies hat ^wtndowtjn mit grossem Geaaäak gethan. l der ימים נידייים =■= Melodien eröffnet mit Nuamern 68, 69, 70 und 71, abo viermal be*rdaa «Kol Nidre“ mit den überall bekannten Na 68 nnd 69 weichen wenig von einander ab; Piecen, ganz vortrefflich in Harmonie and ־Htion, sind in dem hieran geeigneten 'G-moll 1 nnd sdbJieseen mit der ParaUeldartonart, wahr- £ieh um schon nach Wenislach, das mit dem kntenaocord von B-dnr beginnt, gleichsam hin- ■•leiten. "Weniger glücklich scheint mir No. 70 (Fis-moll) za sein. Diesem Texte von dem erst verstorbenen Dr. L. Stein wurde schon vor eine fast unübertreffliche Melodie von dem aber schon längst, heimgegangenen Ochs Altenkundstadt unterlegt, die kauih erreicht oder verbessert werden dürfte. .... No. 71 «Ana den Tiefen“ in G-moll, für meine ftpf$MMihde bearbeitet, ist in Melodie nnd Harmonie und 69 ganz ähnlich and ebenso wie diese Nummern voll tiefer Empfindung und meisterhaft ausgeführt. -/ -. Zu No. 72, ונסלח iu F-dur benutzte L. für den die schöne Melodie za ,Aschre hoom jodö »oh*1. Der darauf folgende Chor difierirt zwar in riehung, ist aber nichtsdestoweniger würdig feierlich gehalten. Die darin enthaltene Modnan von G-moll direct nach dem Trugschlnss (A- &rd) auf «B«-aochom“ ist sehr effectvoll. Während man sich im Allgemeinen darin gefällt, den hohen Festtagen das Meiste in weichen Ton- '"?litten zu singen, bringt uns L. grösstentbeils, and für ׳WB Abendgottesdienst fast durchgängig Durtonarten. Und ich muss gestehen, unser Meister hat sehr wohl daran gethan, denn nichts ermüdet mehr, als stete ^MaHtnusttyn. Sie tönen wie ein endloses Lamentabile, ■־ gleich* am als wolle man sich m Klagetönen Loft > Machen nnd seine Unzufriedenheit kund geben, w&hsend in Durtonarten mit reichen Modulationen eine ^jmgenehme Frische waltet, die den Hörer anspricht ־. tiwia animirt. So ־ist No, 73 (in F-dur) zwar etwas jrovocativ, aber anmntbig. Mit No. 75 beginnt 3דכו und ist in jenem Genre in vortrefflichster weise das ganze מלריב bearbeitet, das mit Fug und Hecht von allen übrigen Vorhändenen Compoeitionen wenig abweicht. Eine Ausnahme «echt No. 85 für den Cantor. Hier tritt der Autor aas der Durtonärt heraus und führt uns, dem Texte entsprechend, ein kunstvolles Tongemälde in G-moll vor, Bitte, Schmerz, Wehe and Versöhnung ausdrückend. Diesem schlisset sich der Chor No. 86 m dolciss. geftälig an. Aueh ein recht schöner ״Wesohomru“ No. 87 als Einlage für den Cantor ist hier beige fügt. — רןק5ו 88 .סד in C-dur für den Cantor fand zwei verehe Bearbeitungen, wovon ich der zweiten entden Vorzug gebe. Der darauffolgende Choral trägt ein kirchlich feierliches Gepräge. — Jo. fiP und 91 enthält in gleicher Eonn das verwandte für den Kol-Nidre-Abend. — Die deutschen . na Olönu - Gebet sind eine gute Specialität rü*wmdovf kfs. ln No. 93 haben ,Vir eine solche vor geeignet ist, den Gottesdienst *feierlich abzu- _, f B*z ^Ja^leb״ No. 94 in D-dur hätte nicht treff- 'ver gesetzt werden können. Die ^leh“ No, $7 ist zwar sehr freie BayhiiWWg 4*“ 1$ anmuQiig, "bMbt am r doch hinter vorstehendem weit zurück, aas die übenHneferte Helodi Melodie in ungesohwäohter No. 96 steht schon mehr auf zurück, Weise wiedergiebt. tradit. Boden. Die S*.lichö8 und Pismönim sind durchweg voll tiefer Empfindung; Stimmen aus alter Zeit, edel ahgelegt und vorzüglich harmonisirt. Von den nun folgenden Becitativen hebe ich jenes mit Begleitung No. 109 als besonders wirkungsvoll hervor. Ganz erhaben Und der Innigkeit aes Gebetes entsprechend ist die 'TT1 in No. 112 u. 113. Als vortreffliche Arbeit muss No. 115 71ל חטאים genannt werden, wie eine des Meisters nicht minder würdige Schöpfung ״Jigdal“ 119 ist Brillante Stimmführung, schöne Harmonie und Fluss sind seine wesentliohen Merkmale. L Jede Nummer aus שחרית einzeln einer besondere Besprechung zu unterziehen — sie wären es zwar durchaus werth, denn es sind meistens Perlen, hervorgeholt aus dem Meere unseres alten nationalen Ton- Schatzes — würde zu weit führen. — In der bekannten "Weise des המלך etc. werden alle Becitative und Gesänge conse<lnent und mitunter sehr kunstvoll weitergeführt, bis zu 141 מסיד. Letztere Piece ist durchaus nicht der herkömmlichen Weise nnd deshalb auch nicht unsere Intentionen entsprechend, während 124 nnd 143 auf dem Boden der Ueberlieferung wurzeln. (Schloss folgt.) Die Blutbeschuldigung gegen die Juden, Von christlicher Seite benrtheilt. Wien 1883. Druck und Verlag Steyrer Mühl. 62 S. Lexiconform. Wie treffend die Auswahl der Dokumente■ und Gutachten ist (neben Menasse ben Israels Eide und Mendelssohn’s Wiederholung desselben sind nur christliche Aeusserungen aufgenommen; als die älteste: Tertallian’s Abwehr der gleichen Beschuldigung gegen die Christen, dann die PapBtbullen Innocenz IV., Gregor X, ferner die Kaiseredikte Badolt’s I. und Friedrich’s IH bis herab auf Benan) dürfte vielleicht dadurch dargethau sein, dass Referent sein Exemplar nach der Durchsicht sofort der Expedition des hiesigen katholischen Blattes übersandt hat, welches freilich noch sehr gemäßigt in dieser Frage aufgetreten ist. Verbreitung in nichtjüdischen Kreisen, das wünschen und erhoffen wir für diese Schrift, an der wir nur das Eine tsdeln, dass der Herausgeber sich nicht genannt hat, nnd ans so zwingt, nnsern Dank einem Anonymus zu dediciren. (In einer Berliner Bachhandlang ist eine ähnliche Sammlung erschienen.) L e w i n. Supplement, enthaltend Uebersioht, Register und Glossar zu Tossefta von Dr. M. S. Zuckermandel, Oberrabbiner der Synagogen-Gemeinde Trier. Lieferang II. Trier 1883. In Commission der Pr. Lintz’- sehen Buchhandlung. Das Glossar zur Tossefta — diese alphabetische Zusammenstellung des Wortschatzes der Tossefta, enthält gar wichtige Förderungen der Talmad-Sprach- Studien. Dem gelehrten Verfasser hat anch Dr. Perles seine Hilfe geliehen, indem er bei der Durchsicht der Correcturbogen eine Fülle wissens- und geistvoller Bemerkungen hibzufügte. Die Aufmerksamkeit unserer Sprachforscher einmal erregt, wird das ״Litter&tnrblatt“ des Detaillirteh pro nnd contra wohl nicht zu wenig bringen. Hier sei die Frage gestattet, warum• bei ״ שודך־sudarinm“ fehlt, überhaupt .nach welchen Principien das Hinznsetzen des Mutter-Fremdwortes erfolgt ist? ' L J.®*• h«*r,V•grt•borg. ׳Dreek ven-D. L. Wolff, Majgjohorg. Verlag rop Robert Friese,laipzig.

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