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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1883-01-06 · No. 1. (6.1.1883) · p. Seite 4

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
12 (1883)
Issue
No. 1. (6.1.1883)
Date
1883-01-06
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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־ abetammt, sondern ״ du Ergebnis« jahrelanger, gewissenlurfter Selbstarbeit,* wie Herr L. in seinem Vorworte ו berichtet. — Und in der That, wenn ein derartig 143 Nummern enthaltendes "Werk mit solcher 1 von, ganz dem jüdischen (}äste nnd der Tradition Ifegtiaaschten, Melodien, mit solcher vorzüglichen Äarmonisation sich uns erschliesst, müssen wir das Genie, den Fleiss nnd die Ausdauer bewundern, die - eine solche Schöpfung bedingt׳ Gleichen Schrittes mit rinaerer Bewunderung muss natürlich' auch unsere 'Freude gehen über die grosse Bereicherung, die unsere ■rjmagogale Musik hierdurch erfahren. An jeder Nummer Oes hier in Bede stehenden "Werkes voll ständige Kritik zu üben, würde zu weit führen. Indessen dürfte es von -Nntaen nnd Interesse sein, wenn ich neben der Dar- 'Stellung einer allgemeinen Uebersicht, auch Einzelnem besondere Aufmerksamkeit widme. in ft Gleich mit No. 1 begegnen wir dem von L. ^. genialster Vielfältigkeit componirten טוב להורות (Fa. 92) in ansprechender Form (E dar .\llegro riioder), der mit f~; einem kurzen figurirten Matze beginnt und dann sich t. lrijiaft weiter bewegt. Der Dolce-Mittelsatz Ale osör ^%3§Ebecbinndr ist von guter Wirkung: man fühlt gleich- /mm die Harfenklänge heraus. — Majestätisch erhebt ^T8 ' ־ioh sodann das nki simachtani“ und beendigt den 1jjp *':lifear breit und markig. Du hieranf folgende, uns •ד .* 'wohlbekannte Cantor-Becitativ מת נדלן ist hübsch und "־. lieblich, wenn auch nicht von jener Erhabenheit, die / nns an gleichnamigen Piecen L.’s bekannt« In dem ׳׳'־sich nun anachliesgenden fünfstimmigen Männerchore ץ..iS wechseln die beiden Tenors in Figuren und £;"׳ זNachahmungen ab; sie dominiren durchweg und tritt “ ־■ namentlich der L Tenor bald selbstständig auf. Bemerkern8werth ist die süsse Passage ״bechazrös . BlöhÄnu jafriehu,“ in welcher die Bässe in Terzengängen eingmifen nnd worauf mit ״Od jenuwun“ eine nemiche Wendung eintritt. Die Sfeigerung der Accorde ■ von A auf Fis-dur, von H auf Gis-dur u. 8. w. und Gesamt Introduction *4 betrachten. Das מעריב לשלוש ת׳ waT uns — wie Äpäter manches Andere — aus des Componisten רול רנה וחמלה No. 61. bekannt, du aber hier durch Begleitung der Becitative und 4-8timmigen Satz der Chöre eine schätzenswerthe .. Vervollkommnung fand. Die Becitative des Cantors sind nach nnserer alten, charakteristischen Weise consequent durchgeführt nnd sehr dankbar für den Sänger. . Lu erster Linie wollen wir den מי כמכה erwähnen, der . dreifach und zwar nach jeder der drei Feste eigenen altherkömmlichen Melodie vorzüglich bearbeitet wurde. In mehreren Theilen des Werkes kehrt L. vorteilhaft, den Contrapunktüten heraus, der die Modulation resp. die Stimmführung in ihrer ganzen Biegsamkeit zu bewältigen und in Fluss zu bringen versteht. No. 12 רכלן ת׳ in Fis-moll müssen wir ebenfalls als eine Piece von echtem musikalischen Werthe hervorheben. Ob die drei Begalim-Molire im Kiddusch ■ am Platze sind, wollen wir als Caütor vom ästhetisehen Standpunkte aus dahingestellt sein lassen. Ein 1 schöner - - - Motive nicht, Stimmung hervorzubringen. T«»wWrar|pfrh^1B1i«-nfrnr Die grammatische Terminologie des Jehuda b. David (Abu Zakaijä Jahjä Ibnd Däad)| Hajjüg von Prot. Dr. Wilhelm Bacher, Wien 18S2.»8* 54. Es ist eine werthvolle Edition, die uns der verdiente Forscher hier geliefert hat. Sie gewährt una erst einen vollen Einblick in das Vernältniss der hebr. Grammatik zur arabischen. Salomon Parchon berichtet uns zwar in seinem Wörterbuche, Hajjüg habe die Methode eines sprachwissenschaftlichen Werkes der Araber sich angeeignet und dieselbe auf die hebr. Sprache angewendet. Indessen Hajjüg macht an keiner Stelle seiner drei Schriften aut die Verwandtschaft das Hebräischen mit dem Arabischen aufmerksam, erklärt anoh — mit Ausnahme von zwei Stellen, nämlich die Schreibung des K nach dem Suffixe des 3. Pers. Plur. Perf Josua 10,24 ההלבוא und Jes. 28,12 אבוא — nirgends grammatische Er- 8cheinungen der heiligen Spraohe mit analogen That- Sachen der verwandten Sprache. In welchem Maasse nun thatsächlich sein grammatischea System mit der arabischen Sprachwxssenschaff zusammen hängt, zeigt zwar schon das Stadium der beiden hebr. Uebersetzungen seiner Schriften, lässt sich aber nur bei Kenntnisnahme des Originals bis in Einzelheiten verfolgen. Namentlich wird erst durch diese eine genaue Kenntniss der Terminologie möglich, deren sich Hajjüg bediente. Die Terminologie Hajjügs, in der er zuerst in umfassender Weise Ausdrüoke der arab. Grammatik auf die Erscheinungen der grammatischen Verhältnisse der hebr. Sprache überträgt, erstreckt sich auf das gesammte Gebiet der Sprachlehre, die Satzbildungen ausgenommen, weshalb eine systematische Uebersicht dieser Terminologie zugleich als Grundriss des grammatisohen Systems Hajjjugs dienen kann. Da aber auf diesem Systeme die gesammte hebr. Sprachlehre der fblgenden Jahrhunderte beruht, so geht die Terminologie der letzteren aut die Hajjöga zurück, und mit dieser ist die Quelle für die meiste^ Totcaini der späteren grammatischen Litteratur, wie sie zunächst arabisch, dann hebräisch festgehalten wurden, gegeben. Doch ist dabei zu berücksichtigen, dass Vieles schon vor Hajjüg festgestellt und aus dem Arabischen herübergenommen war. In fortlaufenden gelehrten Bemerknngen wird daher auf die früheren Grammatiker hingewiesen und zwar ebensowohl aut die arabisch schreibenden Saadja, Jehuda Ibn Koreisch und David ben Abraham, wie auf die des Hebräischen sich bedienenden Menachem ben Saruk, Dunasch ben Labrat und die Schüler der Beiden. Hehandelt witd: 1. Die Sprache. Allgemeines Princip der Sprachbildung. 2. Sprachgebrauch. Ana׳• logie. Anomalie, 3. Die Buchstaben (Consonanten) und deren Veränderungen. 4. Die Vocale und deren Zeichen. 5.- Ein Hauptprincip der Lautlehr«; nämlich Umge-i staltungen durch Erleichterung der Au—prache. 6. Da•' Wort. Die Bdetheile. 7. Die Wurzel, ihre Vermehrung- und Veränderung 8. Wortbildung (Flexion.) Wort•! bedeutung. 9 Die Stammformen des Zeitwortes. 10. Tempora. Modi. Participium. 11..Numerus. Genus, Person. 12. Die Accente. Pause und Zusammenhang der Bede.- Es folgt dann noch ein Anhang mit einigen ausführlichen Citaten nnd ein Index sowohl der arabischen als Wörter. Dem Originale sind überall die Uebersetzungen Moses Ibn Gikatilla’s und Abraham Ibn Esra’s.beigefügt, wodurch das Werkchen auch den des Arabischen nicht Kundigen zugänglich gemacht wird. G. B Ml« Dr. Babm^r, Magdeburg. Druck ▼פס D. L. Wolff, Magdeburg. Verlag vonBobertFriese, I׳eipz‘8 »iät 3*1* *mi*9 9*+Umf$ VLo. * 9t» .WWWVV WwWWSWfl

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