Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 11 (1882)
- Issue
- No. 51. (20.12.1882)
- Date
- 1882-12-20
- Page
- Seite 204 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ki Israel den haüloeen Tfthnnd zum Kackak wünschen, van öum «uh Los s•gern, tun nur ja nicht seinetwegen dulden zu müssen, jetut wo die Hochorthodoxen in Israel, denen der Talmud hochheiliger Geretzescodex ist, die jaden Verletzer einer talmnd. Bestimmung verketzern, wo die Hirsch, die Hildesheimer, die Lehmann, sich ha weises Schweigen hüllen, and kein Wort zar Vertheidigung des Talmnds ▼orbringen — da steigt J elline k schwer geröstet hinauf, er wird die Bre che decken und den Ansturm der Feinde ab wehren, bis die Mathloeen durch ihn ennuthigt, ihm eich anschliessen, eine treue Helfersohaar, und me, welche ihn«selbst ehedem als Talmudübertrster nicht genug verketzern konnten, sich an ihm naklammera und ihn wie einen der Ihrigen citiren. (Man vergL den ״Israelit* No. 49, der den grössten Theü dieser Bede ans^hreibt). Licht und schhcht ist sein Wort. Das hättyn auch weniger Bedeutende sagen können, dass cfer Talmud beginnt mit der Frage: wann man das Lehma lese und mit einem Frieden8grn8se an die Menschheit schliesst — dass damit das ״Gott ist Einer* gelehrt wird— doch nein, so auszniuhren hätte es nicht bald Einer vermocht. Wir erhoffen, dass Viele in und ausser Israel diesen ״Talmudjuden“ lesen werden, und 80 die Absicht des Redners, erfüllt werden werde, Gottes Namen zu heiligen, indem er die Wahrheit kündet und Verlästerung abwehrt von Israels Heiligthum. Inzwischen ist auch die zweite Talmudjuden- Bede erschienen unter dem Titel: Die LebeusfMIe des Talmud. (Gehalten am Sabbath Wajöze). Die Be- Ziehung zum Wocbenabsohnitte tritt erst gegen Schluss dieser Bede deutlich hervor. Die 2208 Tannaim und Armoraim rufen Israel za: ודעה י״י נצב עליו: Siehe! Gott stehet über ihm! Die Verbreitung der heiligen Schrift und ihre Einwirkung auf die Völker der Erde, die Methode des Talmud und seine Einwirkung auf den Geist seiner Jünger, die Hagada in ihren göttlichen, religiösen, gedankenschweren und geisterleuchtenden Sprächen und die Vorführung einiger der bedeutendsten Tahnndlehrer in kurzer scharfer Characteristik — das Aües auf wenigen Seiten und doch Jedem klar und einleuchtend! Die Monatasch ritt »itf der Hübe« ei-wirbt sich unstreitig schon dadurch ein grosses Verdienst, dass wir in derselben nicht jenen Namen wiederbegegnen, die wir ohnehin schon in anderen deutschen Monatsschrmen regelmässig finden, sondern neuen interessanten Antoren vorzüglich aus fremden Ländern. ״Auf der Höhe“ hat uns im ersten Jahrgange mit einer Leihe noch begabter italienischer, dänischer, russischer, polnischer, ungarischer, neugriechischer nnd; kroatischer Schriftsteller hekaant gemacht, welche uns bisher fremd waren, und sich im neuen Jahrgänge bereits das gleiche Vardienst durch die Vorftkhrung trefflicher holländischer und spanischer Autoren erworben. Ganz besonders anziehend ist in dem uns vorliegenden Dezemberhefte die baskische Legende ״Das Vollmondsfest“ von Vieemte de 4 raus, einen talentvollen spanischem Novellisten, der zum ersten Male in Deutschland mit einer Originalarbeit aaftritt. Ton und Farbe dieser ffoveile mahnen an Schefiel’s ״Ekehart“ und Puschkin’s ״Capitänstocbter1•. Sehr hübsch sind auch die kleinen WeihnachtageschichtenMeter (Breslau) Heilige Nacht, Dsstsjewskij (Petersburgs. Der Knabe bei Christo zum ־Weihnachtsbaum: H*Jae (Pari!). Das Lachen; in denen jede der grossen europäischen Bacen־originell hervortritt. Von Hermann Lingg bringt das Heft ein prächtiges Gedicht ״Weihnachten“. Die wissenschaftlichen Beiträge von Professor Tigzeli (Mailand). Heber die Vier peripherischen Bestände Unsere8 Planeten, W. Balek (Osnabrück) A ttheLleiiisches Kriegs- «Mn Zur Söldnerzeit, Professor Schwlcker (Budapest). Der Ursprung der Magyaren, Pabaleri (Neapel). Atmosphärische Eleetricität, sind sämmtliche bedeutend und anregend. Jalln liefert einen allerliebsten Beitrug ״Weihnachten in Frankreich“. In meinem Commissions-Verlag erschien soeben: —= Brody — und Dt« ru«8ieh -jftdl««11e Kmkration nach eigener Beobachtung erzählt Von Lea HMdeuatelu. Preis «Ü Pfg. achhandji J. Kaufftnann, Buc Jung, FraakXzrt a/M, Die iuteressantefte Zeitungs-Lektüre bietet unzweifeihast das täglich zweimal In einer Morgennnd Abend- Ausgabe erscheinende ״Berliner Tageblatt" nebst seine» 3 werthvollen Beiblättern: illnstrirteS Witzblatt ,, TJLk.“, illuftr. belletrist. Sonntagsblatt ״Deutsche Lesehalle" und den ״Mitihcilnnge'n über Landwirrhschafl, Gartenbau und HauSwirthjchaft". Durch die Reichhaltigleit, Mäiinigsaltigkeit und Gediegenheit seines Inhalts vermochte es sich einen ftfftn Stamm von ca. 70,000 Abonnenten zu erwerben und sich gleichzeitig zu der gclesenslen und verbrcitctitrn Zeitung Deutschlands emporzuschwiuge». Tie grosse Bcrbrciiung des ״Berliner Tageblatt" liefert ausicrdem den beste» Beweis, da» eS die Bedürfnisse deS zcitnngslesendcn Publikums im weiteste» Masse zu befriedigen wriss. Die besonderen Vorzüge des ״B. T.« bestehen vornämlich in Folgendem: Täglich zweimaliges Erscheinen alS Morgen» und Abendblatt, wovon Letzteres bereits mit den Abendzügcit befördert wird und womit den Abonnenten außerhalb Berlins sehr gedient ist. — Freisinnige, von allen speziellen FrakiionSrücksichten nnabhängige, politische Haltung, die dem ״Berliner Tageblatt" cs gestattet, zu jeder einzelnen Frage sein objeklives UrtlKil srcnnüthlg abzngeben. —- Zahlreiche Spezial-Telegramme von eigenen Cvrrespondcnicn an den Haupt-WeltpliHott, durch welche das ״Berliner Tageblatt" mit den neuesten Nachricht»! allen andere» Zeiinngen stets voran zu eilen im Stande ist. — AuSrühtliche ttainiiierde richte des Abgeordneten- »nd Herrenhauses, sowie des Reichstages. Eine knrzgesaßte, rcsumirende Uebcrsicht folgt den Verhandlungen bis kurz vor Beginn des Trucks des Abendblattes. — Vollständige Handclszeitung. sowohl die Börse als den Produkten- und Waarenhaudel nmsasseiio. nebst einem sehr ausführlichen Kurszettel der Berliner Börse, Woü-Berichle, Konkurs-Nachrichten rc. — Ziehungslisten der Prenssischeu u!׳d Sächsischen Lotterie, sowie AuSloosniigen der wichtigsten Loos- Papiere sosort nach ersolgier Ziehung. Patent-Eriheiluugeii. — G ra p hi schc W e 11 e r l a e t e nucti telegraphische» Mittlieilungen der Denndjcn Seewartc vom selbige» Tage, erscheint bereits in der Abeiid Ausgnbe. — Militairische »nd Sport-Nachrichten. — Personal Veränderungen der Civil- und Militar-Beamtcn. Erdeus-Beeleihnuge». — Reichhaltige und >vohlgesid>tcte TageS Ncnigkeileii aus der Reichshauptstadt und den Provinzen, interessante Gerichtsverhandlungen, die and, das Bedürsiüs, nach einer unterhaltenden und über die Tages Ereignisse orieiilircndcn Lektüre täglich besriedigen. — Theater, Kunst, Littcratur und Äissenschast finden im täglichen Feuilleton d>s ״Berliner Tageblatt" jorgsällige Behandlung in geistvoll geschriebene» Feuilletons hervorragender Schriftsteller-, auch erschrmcn darin die Roman« und Novellen unserer ersten Autoren, so ifr das ״Berliner Tageblatt" in der bcvorzuglcu Lage, das letzte hinterlaffcne Wert Berthold Auerbach’s: ״M einer Bicland »nd seine Gesellen", im nächsten Quartal zu verössentlichen. Es^wird den Lesern einen hohen, wenn auch mit Schwermulh gepaarten Genuss gewähren, die letzte Schöpfung des Heimgegangenen Dichters kennen zu lernen. Außerdem erscheint daS neueste Weit des allbeliebten Romanschnftstellers Friedrich Friedrich: ״Am Horizont". Ein ungewöhnlich spannender Roman, dessen reich bewegte Handlung aus den politisch soeialen Kümpscn unserer Zeit geschöpft ist. Ferner!vird die Berössentlichnng der Mentoiren des Geh. Reg.-Rath Stleder, welä>c allgemeines Aussehen _ erregen, sortgesetzi. Mau dbonnirt zu dem enornt billigen AboniiementSpreise von nur b Mark 25 Ps. für das Pierleljahr bei allen ReichS-Postanstalten. ־Schleunige Anmeldung geboten, damit die Zusendung deS Blattes vom 1. Januar 1883 pünktlich crjolge. Freunden einer geistig anregenden und unterhaltenden Lektüre kann mit vollem Recht das ״Deutsche Montags-Blatt einpsohlkn werden. Diese durch und durch originelle litlcrarisch politische Wochenschrift, welche die hervorragendsten deutschen Schriftsteller zu ihren Mitarbeitern zählt, enthält eine Fülle geistvoll geschriebener Artikel, die ein treues Spiegelbild der politischen, litterarischen und künstlcnidicn Strebungen unserer Tage darstellen. Jede neu austretende Frage, jede neue Erscheinung in Wissenschaft, Politik, Kunst und Leben findet im ״Deutschen Montags-Blatt" unparlcijschc und crschöpscnde Be Handlung, während die gesellschaftlichen Zustände der Gegenwart in elegantester Form iniercfiante Beleuchtung ersahren. BeUctristisäie Feuilletons und HumoeeSken sorgen für *bic llnterhallnng der Leser. Diese litterarisch-politisch« Zeitschrift ersten Ranges, welche am zeitungslosen Tage, dent Montag, erscheint, verbindet die Vorzüge einer «nlechallcnden und anregenden Wochenschrift mit denen einer ivohlinformirlen, reich mit Nachrichten aus erster Quelle ausge statteten Leitung, und so entsprich! das ״Dentsche Montags- Blatt" in seiner Doppel-Natur einem entschiedenen Bedürfnift deU gebildete« Lesepudlikum«, wvsür die grosse Verbreitung den besten Bcivcis liefert. Alle SkeichSpostanstaiten und Buchhaudlnuge» nehmen Abonnements zum Preise von t Mark 10 Pf« pro Quartal ent gegen. Zur Begebung von Verwechselungen verweise mau bei Poit. bestrlluiigcii auf Nr. tut der Pvst-Zeitniigs Preisliste pro «OUZ. Prode-Nnrnmer« versendet gratis und franco die Erl»׳ bition des ״Deutsche« Moutags-Blatt", Berit« SW. f>tr Lshwar, Magdeburg. Dr^ok von D. L. W plffj : bürg. Verlag von Bobert Frjese, 10.ijj