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Das jüdische Literaturblatt · 1882-08-16 · No. 33. (16.8.1882) · p. Seite 132

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
11 (1882)
Issue
No. 33. (16.8.1882)
Date
1882-08-16
Page
Seite 132 (sequence 4)
Language
German
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das "ändere xa suhetitairea etc., x. B. Exod. 32, 20, wo BX-ßmgt, 4sm der Schreiber zu schreiben beabsichtigte ״ ויתךer schmolz“ (melted) statt ■- dessen ־aber •ehrleb יטחן! .er mahlte'11 (gröaäd), was keinen Sinn hat, wobei wir denn , lesen, dam R. Jona nicht der erste war, der diese Ansicht äasserte — all diese Poakte würden einen besonderen Artikel erfordern. Die 3. Abtbeilnng kc, enthalt 13 B&nde, alle lyrisch and zwar einige in höchst poetischem Tone, . einige philosophischen Inhalte, Die Ideen betreffs der graduellen Entwickelung in der Schöpfung,- und dass ׳ ein Element die Ursache der anderen war und dass der Ursprung alles Lebens Bewegung ist, finden ungeffthr im Jahre 1433 in einem dieser Manuscripte ihreu Ausdruck. Die •4. Abtheilung, kd, umfasst 9 B&nde, grössten Theils ftber Beeten und Religionen, auch aber samaritanische Lehren. Die 5. Abtbeilung, k’e, enthält 7 B&nde, aber Grammatik und Lexicographie, — beinahe alle einzig in ihrer Art — ein arabisch-hebräisches Lexicon aus dem Jahre A. D. 1062. gewinnen. -־- ,;Talmudi«che Höflichkeit gegen Frauen“ wird uns von Dr. ■ A. Grothmano (aus dem ״Zeitgetst“) ■mehr oder weniger wohlgeschmiedeten Reimen vor• geführt. Ein trefflicher ־ Artikel der ״AHgem. deutsehen Lehrerztg.“ entnommen, geisselt die ״ ׳Intoleranz der Gegenwart und der jüngsten Vergangenheit.‘‘ Es folgt dann eine karze Charakteristik Gamaliel L Wenig übersichtlich ist die 'Biographie S. D. Luzzato's; aus dem Italienischen ins Deutsche übertragen von .Dr. M. Grünwald. Sie beginnt erst mit dessen 18. Lebensjahr, den Tod des grossen Gelehrten erfahren wir aus der folgenden Skizze: Aus dem Leben Ezechia. Luzzatto’s“. Jeder Beitrag eines Kalenders müsste doch ein abgerundetes Ganze bilden. Auch hat sich der Uebers. vielfach zu streng an den Text gehalten, und dadurch einige stilistische Geschraubtheiten veranlasst. — Mit einer von emsiger Forschung Zeugnisa abtegenden Arbeit Dr. M. Brann's: ״Das bibliographische Handbuch“ des Scbabtai Bass in der lat. Uebers. Clanners, schliessen die literarischen Beitr&ge des Kalenders ab, den wir hiermit bestens empfehlen. Sp. Die 6. Abtheilung, k f, enthält nur einen einzigen Baad philosophischen Inhalts. < Die 7. Abtheilung, ־k g, hat 18 Bände, alle in der frühesten arabischen Schreibweise Diese tragen das Datum: 1) A. D. 1035; 2) 1033; 3) 1019; 4) 1015; 5) 959. Einige derselben sind von Ihn Jacob Joseph el Bazzi, auch von Joseph Ha rohe, besonders sein grösseres philosophisches Werk — ich meine nicht «ein .El Machtowai“, welches sich auch darunter findet, sondern sein .Katab Elaathe-hanna“ (ungefähr 500 Seiten), welches man für immer für verloren hielt, eine reiche Quelle, aus der alle jüd. Reiigionsphilosopben, auch Maimonides, geschöpft haben. Ich mache bei dieser Gelegenheit die Mittheilung, dass der medicinische Theil.meiner Sammlung in Jerusalem zurückgebliehe^ ist. — (M. W. Schapira).“ R ü 1 f-Brau nach weig. Literatarbericht KectukMa DeaUcber Volks-Kalender. Insbesondere zum Gebrauch für Israeliten auf das Jahr 1883. Mit literarischen Beiträgen. Herausgegeben von H. Lieberm ann. Brieg. Verlag von H.Liebermann. Preis M. 1,25. Dieser besonders in der Provinz Schlesien verbreiteile und sich einer grossen Beliebtheit erfreuende Kalender tritt bub seinen 30. Jahrgang an. Durch literarische Original-Beitr&ge von hervorragenden jüdischen Gelehrtea hat er sich bisher ein bedeutendes Ansehen zu verschaffen gewusst und wird gewiss der Herausgeber aaph in Zukunft sich bemühen, den ]palender auf der Höhe der Zeit zu erhalten. An literarischen Beiträgen bietet uns der neue Kalender zuerst den bekannten, in dies. Literaturblatt genugsam besprochenen Vor trag Dr. J.. Hamburger’•: ״Die Nichtjuden und die Secten im talmadischen 80brifttham.“ Die darauf folgende ״heitere Geschichte“ ist, wenn wir nicht irren, der ״I«r. WAcheoschrift‘‘ entnommen and wäre dann wohl die Quellenangabe am Platze gewesen. Eine historische Novelle von Epstein: ״Fürst und Rabbi“ schildert uns das Leben der pfälzischen Juden nach dem 30jährigen Kpsje and deren Verhältnis za ihrem Kurfürsten, wie dsnsea Bemühung, den jüd. Philosophen Spinoza für die philosophische Professur in Heidelberg zu Notizen. . 1) Bekanntlich gehört das Verbot des UDyiP-Tragens zu jenen Verboten der jüd. Religion, deren Ursprunglicher Grund weder im Alterthume noch in neuerer Zeit in befriedigender Weise erklärt werden konnte. Die Ansicht des jüdischen Geschichtsschreibers Josephus hinsichtlich dieses Verbotes, als habe nämlich Moses dasselbe mit einem egyptischen Gesetze in Einklang bringen wollen, demzufolge ein priesterliches Gewand nur von Priestern getragen werden durfte, ist kaum acceptable. Denn .derselbe Moses, der den 18raeliteo zuruft: ,Ihr sollt mir sein ein Reich von Priestern“ und auch sonst stets bemüht war, keine Prie- 8terka8te nach Muster der egyptischen in der Mitte des jüd. Volkes aufkommen zu lassen, konnte schwerlieh die Absicht gehabt haben, in dem einzigen fragliehen Punkte den Egyptern nachzuahmen. Viel einleuchtender ist aber folgende Erklärung des besagten Verbotes, die ein englisch medizinisches Blatt, ,Lomcet“ genannt, vor etwa fünfzig Jahren brachte, und worauf ein Correspondent des ״J. Chronicle“ unlängst aufmerksam machte. f Zu jener Zeit wUthete nämlich die Cholera gar arg in England, und besagtes Blatt empfahl seinen Lesern als Schutz gegen Ansteck ang das Tragen soleher Kleider, die entweder ganz aus animalischen oder ganz aus vegetabilischen Stoffen verfertigt worden sind. Um dieser Empfehlung eine wissenschaftliche Basis zu geben, stellt das fragliche Blatt die Theorie auf, dass nämlich die natürliche Electricit&t des menschliehen Körpers durch das Tragen von ungernischlen Stoffen ungestört bleibt, und letzterer in Folge dessen weniger Gefahr läuft, von der Epidemie heimgesucht za werden, als wenn er in Kleidern gehüllt wäre, deren Material aus gemischten, animalischen und vegetabilischen, also iJtsvv-Stoffea, bestünde. Bedenkt man nun, dass die Cholera (חלי״חן) ihren Ursprung im Oriente hafte und wohl häufig mit all ihren bösen Folgen auftrat, so lässt sich leicht der Grund erklären, warum der jüd. Gesetzgeber das Tragen von 80 שעסגז streng verbot. Harrow, August. Dr. Ch. 2) Im ״Jewish Chronicle“ wird sehr ernsthaft darüber gebandelt, ob nicht etwa electriscbes Liebt von Juden am Sonnabend gemacht werden dürfe. (?) itsflxatsvBr. Rakwer io ■sfiebnrg. Druck tob H. H orb sch in Barbr. Verls« von Robert Prie■ e in Leipzig•

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