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Das jüdische Literaturblatt · 1882-08-16 · No. 33. (16.8.1882) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
11 (1882)
Issue
No. 33. (16.8.1882)
Date
1882-08-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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־־' . 8» .«זג.r hrg. XI. X Herausgegeben von Rabbiner Dr. Moritz Hahmer« Zar tiUwUui aller J11«■ I11B u4 Jede• betreSeadem Iltararisek. Kraehebuzea aaf deaa Gebiet« der Phtloaophte. Ckaaklakte3thaocraphle,The■ alegle.Orleatalla, (nftH, HoalleUk, Liter gib, Pid**otlk. Ma<j:<lebnrj[, IO. Angnat 1@8S. Da* ״jBdliehe Uteratarblat(1‘ erscheint wöchentlich io einem halben Bogen; Preis bei allen Backhaedfeofee (in Leipsig bei Robert Friese)pro Jahrg ang: 8 Bk. Abonnenten der ״IsraelitischenWoehenschrift* (die viertel) 4hrl. bei allen FoetaastaUaa und Baehhandlnngen S Hk. kostat) erhalten (las ״Jadische Literatnrblatt“ gratis. — Innerate werden! mit 75 Pt für die dr«»gs נ spaltene Petitseile berechnet und ausschliesslich entgegengenommen durch die Central-Annoncen-Ezpedition von Gr• r — Dnabe ך. Ä Co^ Frankfurt a. H., Ma^fdeburg, Berlin, Hamburg, Cöln, München, Zürich, Wien, Paris. Inhalt: Wissenschaftliche Aafsatze: E;n Brief Kant's aber Isaak Euchel. Hitgetheilt’ ▼00 L. Friedlander. •i- Das heutige Syneu. — Karaltisehe Manuscripte. Literaturbericht: Recensionen: Deutscher Volks-Kalender. Insbesondere zam Gebrauch für Israeliten aaf das Jahr 1883. Notizen. _Haebdrack nur ■II veiler QusHeaasiabe gestattet. Ein Brief Kant’s über Isaak Euchel. Hitgetheilt von L. F rie dl ä ndjer.*) Als zu Anfang des Jahres 1786 der Professor der morgenländischen Sprachen aa d er Universität zu Königsberg, Köhler, den erbetenen Abschied erhielt, theilte die dortige königliche Regierung (damft ls Kriegs- und Dom&nenkammer) dem akademischen Senate mit, dass ihr ״ein gewisser, auf der hiesigen י Universität sich aufhaltender Isaak Abraham Euchel in Vorschlag gebracht worden, welcher den bedürfenden Unterricht bis zur Ansetzung eines neuen Professoriä geben und allen* falls als m ag i 8te r 1 egen8 angesetzt jwerden könnte.“ Sie forderte Uber den persönlichen Charakter Eqchels zuverlässigen Bericht, und fragte zugleich an, ״ob nicht noch geschicktere Sabjecta anzutreffeh sein möchten, denen diese Funktion anzuvertrauen Wäre. “ Isaac Abraham Euchel, geboreD zu Kopenhagen 1758,**) dann als Student und Erzieher in einer jüdisehen Familie zu Königsberg, gehörte zu denjenigen Juden, die den einseitigen RabbinismuS durch Verbreitun״ deutscher Bildung unter ihren Glaubensgenossen bekämpften In diesem Sinne wirkte er durch die von ihm 1784 begründete Zeitschrift! ״Der Sammler‘ (hebräisch, mit deutschen Beilagen), durch die Ueber- Atzung hebrfffseber Gebete ins Deutsche, and, auch nach seiner (1787 erfolgten) Uebersiedelung nach Ber* l>n, wo er 1804 starb, durch eine Reihe von hebräisch und deutsch abgetansten Schriften.)•) Der akademische Senat wendete] sich behufe Be* aatwortang der von der königl. Regierung an ihn *) Prot L. Friedllnder toi der Verl der ,gitteuge»chiehte Rom’».״ ‘ **) Hack GraeU B. 11 8. ISO, war er 1708 geboren. :j. t) VgL Jolowtoz, flssildfhtn der Jaden in Königeberg (1887) 8• M bie 108. Schmidt and Mehring, Neueste* gefehlt•• Berlin UW) I. Salto 116 t gerichteten Frage cn die philosophische Facultät, deren Dekän damals Kant war. Sein eigenhändiges Antwortschreiben*) lautet, wie folgt: Academiae Rector Magnifice Senatores AmpUssimi! ‘ Ew. Magniticenz und E. 8en. Ampi, danken wir ergebenst für die Commnnicirang des Königl. Reecripts d. d. Königsb.- d. 27, Mart 1786, die dem Professor ord. Koebler verwilligte Dimiasion sowohl als auch den Vorachläg, dem jüdischen Studioso Euchel dea Grad um Magistri cum fäcultate legendi za er!heilen, betreffend. Die Philos, Facultät, ins besondere der jetzige Dechant derselben, kann gedachtem •Isaac Ara* ham Eacbel ein rühmliches Zeugniss, wegen seiner guten Sitten, seines Fieisses, imgleichen allerlei in Wissenschaften erworbene■ Kenntnisse nicht verweigern, und ist überdem weit“ entfernt, aus intoleranten Grund* sätzen ihm sein Gesuch abzuschlagen, oder zu erschwe* ren. Sie sieht sich aber durch Statuta einerseits, uaä den besorg liehen Missbrauch, der von einer soleheu Freiheit gemacht werden könnte, andererseits gehia* dert, dazu ihre Einwilligung zu geben. Denn, was das erste betrifft, so heisst es in den constitotionibas Acad. Reg. d. Ao. 1554 Arnold, Hist d. Königsb. ,Univ. Theil 1 8. 190,-jurabant (candidati Magistern): Ataw pleoti »e de singnlis doctrinae ooelestia Articslia uni* veraum Scripturae Propheticae Apostolioac Consensnm,. et!11111 ״ih■■ Bri lHlinlji com his cousentienta, et consea* tire in ilffip.doetriaae genas, quod ex his constitutum et amHMÜäbeeinio Imperatoriae Majestati Carolo V. sub 'tiSffftP Aagnstonae Coofesaioo» ,traditum Woraus na#0rt*eb«rwe1*e folgt: dass die Facultas legendi, die vön weitp grössere! Wichtigkeit als die Ertheilung des grädus ist, nach den Statutis, nater allen am wenigsten einem jüdischen Gelehrten bewilligt worden könne. Da es, was das zweite betrifft, schwerlich möglich ist, dass ein jüdischer Lehrer der hebräischen Sprache sich aller rabbinionhaa Schriftaaslegungen, deren er vön Jagend auf geMnbt ist, enthalte, so würde zwi-, sehen den Zuhörern 'der jüdischen und denen der Christ*'! liehe« Vdrfewmgeo gar bald Zwist' und Anfeindung, auch wob! OoatbOv^rk zwischen den &eider*citig«8 Leh* t •) ■ Da» düS*ft«1B*1ä *■pdiaekt ist, ▼nJefert Herr ftf, R. Rekln, De»—gebar dar ״altprem. Hoaatndkritt״, (KSuif••' bwyv bei F.B*yer) der •eit Jeferea ztit der Vorberetteug einer Ausgabe de• Raa« *eben BrWw.*»el■ beestotfUgt ist ul Jedea ׳■ Betosg zmTmvnB1l8M!Mgzag demaibm daahhsr asltnyi. 1׳} **) d. h. db voa Ar JhdöMl an ■UM«■den Msgtotor •elfe* *ich tfdltohj zar i iigiitüzn^ifew Conto•*» belnaiMn. 4» < אל¬ ’r! JP ־.

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