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Das jüdische Literaturblatt · 1882-07-05 · No. 27. (5.7.1882) · p. Seite 108

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
11 (1882)
Issue
No. 27. (5.7.1882)
Date
1882-07-05
Page
Seite 108 (sequence 4)
Language
German
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-äftadWart .znuhaiwu,• n■— anudze Liebe•■* -gtoat>m>,tz6lftrsdM.qa>tnndstie1flshnnw■■ diese ,Ruhe 4« Bia»ieht*u: •gewannen, «rase »^ea, gehildetenjRuswen knpeairen. - Rabe* flUtot der. Vyftiaer aieht, be•*־ .äfthMgk nickt, -aeeh .keiner!Beile, and!doch; kennt!er und :Form, am in! Russland, in Ode—n — die n ■gen IarDeetsehland •so affen sa,reden, ieage. nickt «o schwer, .m inRaseUnd. •Und dock hat Verfasser «eine Aafgabe glänzend gelöst. GäbeGott, da■ ■ine Worte Gehör finden. Dr., Ludwig. Der raqgigphe Vulkan. Ein Vajfnpb zur, Erklärung td?r J^ustände upd Geisiesztrö- ■wegen im modernen Russland. Verleg ran R. ,M o rgen ft teim in Brankfort a Jf. Preis •1 M. -Eine allgemein verständliche and dabei, klare and eberncbttiehe Darlegung dCT gegenwärtigen politischen akd socialen Verhältnisse Russlands bit für die dealftcbcri Juden heute gerade besonderes Inter«»e, wenn nach Russlaad schon ohnehin interessant ▼on jeher gewesen ist, wie alle problemalisehen Existenzen. Wie heate trotz aljer politischen Injektionen dagegen die -Biebeebftrger Sachsen unser deutsches Interesse und unser-innigstes Mitgefühl gegen despotische Vergewaltigung in Ansprach nehmen, 80 erregt aaturgemä« ein Staat, der Leben, Eigentham und Ehre ron Tausenden seiner ,Untqrthanea flea\ Wftthen einer rohen Horde preisgegeben, staunende Besorgniss bei der ihn umgebenden Civilisation. Dazp waren .<?• nicht nur A^^(tQrjge upseres Glaubens, die in Rumlaad gelitten, es wären deutsch redende Juden, eia Theil jenes Kapitals, das wir vor Säten .nach Russland gegeben, die man dort als ^Premde“ gemordet. Auch jetzt noch, nachdem die mächtig erregten Wogen 4er Entrüstung aber aolcbes ״fTocgehen sich einigermasseu beruhigt, nachdem der sitrZeit der Unruhen gebietende Staatsmann unseres ]Nachbarlandes dem Druck Earopa’s gegenüber sieh sarüekgesogen, haben wir ein reales Interesse an den Vorgängen innerhalb des russischen Colosses, dessen inere Fäulnas im Bunde mit natürlicher Barbarei eine!ständige. Gefahr .Dir ans bedeutet Einer drohenden -Aefitbr muss man ins Ange aehaaen, — und wir lerneo viel ron der vorliegenden Broschüre, welche in streng historischer .Darstellung die Unsachen and die ■eitere Entwickelung des inneren .Zerfalls im Zarenreiche bietet (und Autokratie, .Beamtenhierarchie, Pa nstarismua und ׳(Nihilismus, die gar z>1 leicht ttberseh&t z- *eo rasaiseben Strömungen, fwarlnd chnraktarisirt. Der Abeehaitt, der run den Unterdrückungen in Pulen und den Jod eg hot gen bandelt, erstrebt keine erschöpfende, sondern eine präeise, aber den mnern Gang der Handlang ־«neathreade Darlegung. Eine Geschichte der jOngsten Judenverfolgungen harrt noch anderer und besäenttr Zeiten, — wir wünschten sie. ▼on .einem russischen Jaden geschrieben. Noch manches JL&hsel wird uns der!in seinem Staats- und Volksleben problematische Mftfhbarstaet su lösen gehen. Allen, die diese Räth- •el üagqhen, sei die ▼ocliegende Brocehüre ftur lnformahda empfohlen. Wkftsr, Dr. Philipp . Der ▼ierfassige Speisrogel and die *weifüsaigen Spassvögel. Ornithologische Glossen ,*ur Rrkikaaterei. Loebau. Skrzecze.k 1882. 44 8. 8*. Anlass zu dem satirischen Titel bietet dem ge- WüodMP und belesenen Verfasser die Ignoranz eipes gewissen oder ▼ielleicht eines ungewissen Hm. 8c hei 1, 4t* jdhgM die Welt heglackt mit seinen ״Grundzügen atner ▼«rnunftgstaässea Auffassung dqs Christenthums“. Dss unschuldige שר/ העדף hat es dem Herrn Spbell Er: wittert dahinter —iknräbile .dieia! — •inen Vogel 1bR:1*ier3Fasaaawaad<eneint.sbens01mnir wie •boshaft: ״ ׳Etf1?niVQgel ideraArtvhat ,pGast .noch!hehfcMatith!gasehon •oder•erwähnt“ Jo ft Ihat •jüngst in seiner galilagOnen.1 Abfertigung des Dr.ilVahraraad and seines .▼on Antismaitiauus ▼ollgesogenea Bcblep - peaträgers :und .Referenten in der ״äehlesisehen Zeitumr“ daraaf hingewiesen, wie ▼äele •der: Herren Antisemiten •es so herrlich weit gebracht, sich hoob auf das sogen, .kritisch-wisspnsehaftHche Roas des.-Judenhaases zu setzen, ohne dieDookdaftimw in •▼ erstehen, .welche •sie phschreihen. Just ,so ,ist ■ •Perrn Schell •rgapgan. Wie 4er V§rf. ,na(chw^ist, hat: kein Gleringerer als der ehrwürdige tJ)r. Martin Luther diesen 8cheU-f1sch an #einer .4-0gelj;ulhe »äPB®ln Ifi■«!. Luthär aheisqtzt oämliah 3 R. R. .C. 11 ,V. 20 ,ff.: ״Alles auch, was-sieh regt uqter.den Vögeln und .gpht-aaf ▼ierJ'üssmhdas soll «ach eine Sfbeu,sein. Doch •das sollt, ihr wissen von Vjögeln, das aich.regt pnd gebt M*f vier Füssen u nd nicht mit «wejBeiaeaaaf Erdga. hüpft.“ DerYerf. weist.mit,Recht darauf hin, Luther, fasse das .Wort Vogpl im .weiteren Rinne und ▼erstehe darepter im Allgemeinen alles mit Flügeln Versehene; allein ■was ficht das den ,Herrn Sobellpn? Dntahaine nahe.,liegende,JMstinotion wird. er $ich doch die aptisepr»itisohr.hH misehe Bemerkung nicht .mdgehftff . Insten und ,den eigpnthtlmlichen ,Kittel, ,welcher . io dem hekannten taat de!»uit pour ,qne omeleUe liegt. Habent sua fata libelli. Zur ,Naturgeschichte des Judenhasses möge an dieser Stelle die Bemerkung PJäU :finfieu, : .wie es sugefie, dass ▼on Bkseomeoger bi*, auf Rohling! und dpn ,famosen W^hrmund Cbristen/rpsserei and Christenmord ,impetirt worden dem h^miosen Diptum: הכשר מכסצרים כתג. Mit einer Einhelligkeit, die ..einer , besseren Sache würdig wäre, geben ,Alle die Stelle wieder: ,den Trefflichsten unter den .Christen erpchlage. Was haben die Mizrirn mit den Christen; gemein, um so 8ans facoa mit ihnen identificirt.su werdep? Sicherlich bat Ungeaaujgkeit, Unwissenheit oder Böswilligkeit, die littera O in מצרים verstümmelt in נ י, ein typographischer lapeus, der ja sehr leicht möglich ist, und so ist entstanden das ominöse המצל שבנערים 1 ״den Trefflichsten unter deu Nezareoern oder Christen erschlage.“ Ob der unschuldige R. Simon, ,▼on dein das Dictum ,herrührt, überhaupt Cbrisien gekannt, ist; den Herren Antisemiten Nebensache. — Der Verf. ■ theilt aber auch w;uchtige, oft satirisch gewürzte Hiebe i gegen andere Antisemiten ,aus. Eia Herr O. E. S. ן Wurmb'Eysnera veröffentlichte im ״Magazin für die Literatur des In- und Auslandes“ einen Aufsatz ״Eng- 1 lische Isrneliteaschwäriner“, in dem sich ,ein Rpgoüt 1 von Antisemitismus mit atheistischer Sauce übergoesea; findet. Er leidet an philbellenischein Paroxyamus und meint u. A. wörtlich: ״Nur wer auf dem ,Boden des frischen und frfibitobeii Hellenismus sieht, jene Weit, welcher der .Christenglaube ihre ,Schönheit geraubt, dürfte die Juden hassen und verfluchen als die,Gründer das Monotheismus, als die Verbreiter des Christentbum8.“ Dass 4er gelehrte und kampfesmuthige Verf. auch Herrn ▼. Wurmb und seinem eopgepialen Gelichter gründlich heimleuchtet, •braucht kaum noch her- ▼orgehobea zu werden. Es sind Spassvögel, die H. K. uns ▼orführt. Ernst sind sie kaum zu nehmen und doch geht über allen Sppae, was sie da Alles auf- ,tischen. Der jüdische Theologe und Rabbiner rächt sich in edelster Weise, wenn er gelegentlich an rerschiedeaen Stelle!! das Cbristenthum gegen ,Missverständnisse, herrprgegangeo aus dem Schoosse seiner eigenen Beke0ner, rchabilitirt und deren Angriffe off sehr geschickt zurüqkweist. Dr. Immanuel Pcu t»ch. זזזז־ rt ff 1rt1»1ht■ ftirly Tnri■■ 11■ ttnlari r!l**» k Idpd*• ■Dr.ä*l1**r kfttiMiii. -Orzck

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