Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 11 (1882)
- Issue
- No. 27. (5.7.1882)
- Date
- 1882-07-05
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Denkschrift aber Bajuaehnng und Cherakter der ia - den südlichen Prarinxen&asaieoda Torgefalknen Unnahen. —üelüicf, Dr. Ludwig. Oer! maische Vulkan. —. Krgner, Dr. Philipp. Der ▼ierfBseige Speie▼ ogtl und die •weift»eigen Spaaevteel. äMä+ssk aer>nlt1«*Mn*-QsaMssaf0tbe1geatattet. ' ■׳ ״■ "j■ '■.״׳ '׳...■ —■ ■״■ ■— ן■ ״Clmätentkam and jüdische Presse.“ Also lautet der Titel einer vor einigen Monaten ron *Franz Delitzsch veröffentlichten Broschüre, auf welche, wir erst durch andere Bläser aufmerksam gemacht worden. Schon dass wir ,diese Broschüre nicht, wie seit 1878 alle literarischen Praductionen des gelehrten Professors, d i r e c t von! ihm erhielten — wie erst •jüngst die •vierte Auflage seiner hebr. Uebers. des N. T.!nahm uns Wunder. ^Wir erinnerten uns eines!seiner lieben Briefehen ▼qA ihm, (dem wir seit Jahren •unser ״Litera turbJatt“ iuAustajusch für die von ihm otitredigirte ״Zeitschrift für lutbefische Theologie“ sandten) das wie folgt lautet: ״Leipzig, 7. December 1878. Verehrter Herr Doctojr! Die ״Lutherische Zeitschrift“ hat, {ohne ארבעים p zu werden, mit dem 39. JaJtrgahg ihren Lauf beschlossen, so dass ich sie Ihnen nicht mehr tauschweise schicken kann. Ich bitte,aber, mir die Ihrig^ auch weiterhin zuzuschicken, indem ich mich anheischig mache,. Ihnen dafür, was ich io Druck erscheinen lasse, als Gegengabe zu verehren. Ich werde *mit den ,^Complutensischen Varianten . . ." den Anfang machen. Von meiner hebr. Uebers. des N; T. ist eine zwei( e neue Bearbeitung erschienen — auch diese steht Ihnen zu Diensten, und .da Ihre Zeitschrift oft genug Neutestameol Hohes bespricht, so werde :ich sie Ihnen un• aufgefordert schicken. — Das kleine Büchlein des nenn 0׳ ברית gehört doch zu dem (grössten das der Seist des JaMeatfcwuitt hervorgebrächt hat. Mit herzliohem Grusse Ihr Delitzsch.“ Die Nichtzugendung gerade dieser Broschüre liess uns nichts Gutes ahnen. Wir Hessen sie nns durch die Buchhsadinng kommen. Kaum hatten wir aber die ersten Seiten gelesen, da mussten wir sie mit dem Ausrufe: ״Aucji Du,Brutus!“ ^Odlegen. An eine ruhige )Besprechung derselben unsererseits war nicht zu denken. W,jr waren ja die Angeklagten . . ., von Delitzseh asgpeklagt, augeklagt der wiederholten Beschimpfung des Christenthume in unserem Literalurblatt. Wir aatidten die Broschüre unserem werth- ־־־׳־־ ■״ ■ , ■ ׳ ׳ ■gum■ geschützten eifrigsten Mitarbeiter, firn. Dr. Levm xa Coblea/,, *urobjectiveo Beurtheilung. Derselbe‘sandte ans hierauf: •fsass SnMnÜw u lern Pxtfemr Krm'NffMA. Es ist wahrlich nicht Eigendünkel, der mich kewog,, naehdem ich kaum das Vorwort dieser Anklageschrift, welche Prof. Franz Delitzsch gegen aas in die Welt geschickt, gelesen hatte, in der nWocheu®bliruta 1881 meinen Artikel ״Unsere Vertheidiger* aufzusehtagen. Dort auf 8. 120 habe ich Herrn Prpf. es gesagt, wie fern es uns liegt, das ChriSfenthümxu schmähen. Aber zugleich habe ich ihm die AbtWbrt gegeben, welche jeder Jude, welcher Richtung^ Ktffeh immer, solange er noch Jade ist, ihm auf die itätife* rung geben würde: ״Höbet huf . . . .‘Ehre natiöUÜe Religion, welche nur eine Vorstufe des ChrifcteiftlKhna war, als die höchste׳ und letzte za preisen.* Dtese Antwort lautet: ״Wofür vyir unsere Religion halten, in weichten* Sinne wir j|ie Unseren Kindern überliefern, ofnsüTen Gemeinden lehren, das haben wir durch ‘teil 2000jähriges Martyriam bekundet. Wäre *sie aMs nur eine ״Vorstufe*,, wir wären bei der bekannten Strebsamkeit unseres Stammes längst über sie jbiaausgeschritten. Das verleugnten, hieege 'titen g&btigen Tod erleiden* u. s. w. I So, Herr Professor, denken afle Juden, die von Ihnen gehassten Reformer und Breslauer wie die sarter angefassten Orthodoxen. Wir sind Juden, d. h.' ja nichts Anderes, als dass wir Hanptpnnete des Christenthums, vor Allem die Fleischwerdadg ,des Logo«, nicht anerkennen. Der jüdische Gelehrte, der Urten — wie Sie hervorheben •— schrieb: ״Ich habe nie ׳die Hoffnung verloren, dass die durch Jesu•, tieu Gesidbten Israels, geoffenbarte religiöse Lehre nach Und nach die ganze Welt, Israel einbegriffen, durchdrihgea arttes“ und der gefeierte (?) Prediger, der Ihnen ״mH Prophetenmiene entgegnete: ״Seien Sie versichert, das• dieser Jesus, wenn ihn die Christen von sich fettestyfca, zuletzt bei uns Aufnahme finden wird* fhäten bCateer daran, ihre Ansioht durch den 'Uebertritt <Zhtn Christentbume praktisch zu bethäfigen. Es set denn, dass Sie, geehrter Herr, die Herren missv erstanden hätten. Denn was man gerne hören möchte, hört 'nfäa öft, auch wo es nicht gesprochen wurde. Und SW baden in hochgeBteigerter Erregung gar Vieles zu stehen und zu hören vermeint, wovon einXJnbefangeUer sich nichts träumen Hesse. Hie cfären in Ihrem Vorworte als 1Be- 1 egstelle dafür, dass von ans ״die Mission des CMrtstenthums afs Zum Abteil von dem Einen wählen Gotte verlockende. ״Ttenernfftngerische SOefenfänWarti* verschrien werde, aas ״Literata־rblattu 1882. (8. •ftn 1■ .ktA *