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Das jüdische Literaturblatt · 1882-05-24 · No. 21. (24.5.1882) · p. Seite 84

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
11 (1882)
Issue
No. 21. (24.5.1882)
Date
1882-05-24
Page
Seite 84 (sequence 4)
Language
German
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Studenten ohne Wissen ihrer Eltern oder des Rabbi- Sers keine gültigen ־Wechsel ausstellen durften. Jesehiba hiess damals die Gruppe von Gelehrten, welche das Rabbinat bildeten. Zu ihnen gehörte Akiba ben Jacob Frankfurter, der ein gefeirter Prediger war und die Schochetstelle angenommen hatte, um die 4 verwaisten Kinder seines Onkels zu ern&hren. Nachfolger des Rabbiners Treves war Rabbi Abraham Naftali Herz Halevi, der 1583 die alten Verordnungen gegen die Einmischung fremder Rabbiner in die Angelegenheit der Frankfurter Gemeinde erneute. Ihm folgte Rabbi Samuel ben Elieser^aus Friedberg, in dessen Zeit die Syndde von 1603 fällt Vertreten waren; Frankfurt, Worms, Mainz, Fulda, Friedberg, Cöln, Coblenz, Bingen, Jngenheim und die Kreise des Rheingau, Westphalen, Paderborn, Franken. — Von. den Beschlüssen dürften die interessantesten sein: 1) die Aufforderung an die Gemeinden, nur das jüd. Gericht in Anspruch zu nehmen und die Bestimmung von 5 Gericht&itzen: Frankfurt, Worms, Friedberg, Fulda, Günsburg. 2) Die Bildüng eines Fonds für etwaige ,fürstfällige Sollicituren.“ 3) Dass nur der Rabbiner werden dürfe, von dem 3 Superintendenten wissen, dass er eine Universität (Jeschiba) mit Erfolg besucht hat. 11} gegen die Annahme der Tracht ,als ob sie grosse Herren wären1* und 12) dass kein Buch ohne Erlau bniss von 3 in Gerichtsstädten fungirenden Rabbinen gedruckt werde (Wolf hat in ,Zur Geschichte der Juden in Worms* öinige Be- Schlüsse missverstanden.) Um 1606 wurde R. Jesaja ben Abraham Halevi Horwitz unter exorbitanten Bewilligungen der Gemeinde berufen. Mit einer Wttrdigung seines ש״ל׳ה schliesst die Wissens- und geistvolle Schrift, deren Ergebnisse wir nur anzuduuten und nicht zu erschöpfen vermocht haben. Hoffentlich lässt die Fortsetzung nicht allzulang auf sich warten. -Cöblenz. _ Lewin. Jdittus. Was müssen wir Juden thUn? Zweite Auflage. Zürich, Trüb’sche Buchhandlung, 1891. Ein mit Geist, Objectivität und grosser Sachkenntniss geschriebenes treffliches Schriftchen, in welchem in überzeugendster't,Wei8e und mit schonungslosester Offenheit Ursachen, Character, Gang und. Verlauf der ganzen Antisemitenbewegung, die Fehler, die hüben und drüben begangen sind und die nftturgemässen Wege, die Wandel schaffen könnten, dargelegt, werden. Der geistreiche Herr Verfasser gehört offenbar nicht eigentlich der Kaste der BUctiermacher an, 80ndem hat, mit gutem Glas bewaffnet und von anscheinend vornehmer Stelle aus seine leinen Beobachtungen aus ־dem Lebenselbst geschöpft, und so zahlt dieses ausgezeichnete Schriftchen ־zu dem - besten, was wir bisher über diese traurige Materie gelesen haben. M. W. Eilenberger, Heinrich. Die Leiden und Verfol• gungen der Juden und ihre Beschützer in chronol. Reihenfolge. 2. Auflage. Prag. Verlag von J. B. Br and eis. Preis Mk. 1,50 Pf. Es ist eine selten erfreuliche Erscheinung von einer jüdischen Schrift in kurzem Zeiträume flie zweite Auflage zu erbeten. Auffallend ist uns nur, dass der Herr Verf. resp. Verleger des gen. Schriftchens durchaus keine Notiz genommen hat von unserer Recension der 1. Auflage im *Jüd. Literaturblatt* vom 28. December 1881.“ Wir verweisen auch jetzt auf dieselbe, da sich die gerügten Unrichiigkeiten in der 2. Auflage wiederholen. Seltsamerweise finden sich in der letz- -teren ganz genau die Druckfehler der ersten wieder. Sp. Notizen. 1) So entsprechend aiich in Nr. 19 des LiteraturbL unter der Rubrik ״Notizen* die bauliche Einrichtung der alten Synagogen, dass die Stufen des Eingangs in die Tiefe gingen, auf die spanische Verfolgungszeit zurückgeführt wird, so erscheint diese Erklärung doch nicht zutreffend, w enn man sich erinnert, dass bereits der Talmud (Beracholh 10b) 'ממעקי' וכו gegen den einfachen Wortsinn örtlich lasst, indem er den Ausspruch R. Eliesers b. Jakob, des Kenners von Traditionen über Bau und Einrichtung des Tempels (cf. Grätz IV. p. 201), referirt:אל יעמוד אדם במקום נבוה ויתפלל אלא במקום נמוך ויתפלל שג׳ ממעמקים וכד und ferner aus der Tosefta einen ähnlichen Ausspruch anführt: לא יעמח־ אדם לא על גבי כסא וכד אלא במקום נמוך ויתפלל. לפי שאין גבהות לפני המקום שג, ממעמקים קראתיך וכד וכתיב תפלה לעני כי יעטוף. ln dieser alten, durch die edle Sentenz: ״es giebt keine Hoheit vor Gott* begründeten und an die erwähnten Psalmstellen nur angelehnten Verordnung des Talmud scheint mir die in Rede stehende bauliche Einrichtung der alten Synagogen, die zudem wohl nicht nur in von spanischen Emigranten berührten Städten anzutreffen ist, ihren Ursprung zu haben. 3t eckelmach e r- Mannheim. Götlie's ״Freudvoll und leidvoll“ ins Hebräische übertragen. שומחת נאנחת מזימות ח1שבת; « ♦ * v י חומלת VII. בץ?!מחה ואנחה T T *5— עד מחקרי לב, תלויה מפחדת בלחץ כואבת; כרום־ישחק "עליצתה, עד־טות תוגתה; * T T ,»T ' מאושרת לבדה ידגולה מרבבה, T T J ״ : T T הנפש, תוכה רצות אהבה. T T T M i ese s-Leipzig. והמיה TT VtV בנוסף וכאב, אם תדון שמימה אם טרה עד מות V|T TT אך או מאשרה ־ י T T \ t T היא נפש האהבת: V T T N a t h a n-Wormditt. VIII. מששון לאסון קמו־עפים נבוכה; בין תקוה ופחד - - T הנפש נאנחה; 1 tt v:v v v - מדנה ״ T אל .קינה מ?לי הרף נדחה; אכן לנצח שלוה T *־ * T“; “VT נפש אוהבת ואהובה; Bernstein - Krotaschin. IX. משוש מלאה T - : T מכאוב שבעה, וחושבת מחשבות; 1 V V - :־ 1 T נפש תאור, תיומיף דאבה )תנוע בעצבות; עד ^זמי־רום מתרועעה וגם עד מות נכאה; I“ ־* T ” J V T אך טוב לה,ואשךיה׳ ׳ בהיות אהבה בצפוניך, B H. W. Wir schliessen hiermit den Abdruck der meist gelungenen Uebertragungen und danken den geehrten Uebersetzern; nur einige von denselben uns nachträglieh übersandte Ab- und Umänderungen werden wir ergänzend noch nachbringen. R. Vereatwrrtlieber Raäaeteor Dr. Rabaer ia Magdeburg. Druck von H. Horb asb in Barby. Verlag roa Robert Fri ese ia Leip

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