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Das jüdische Literaturblatt · 1882-05-24 · No. 21. (24.5.1882) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
11 (1882)
Issue
No. 21. (24.5.1882)
Date
1882-05-24
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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י3ייייי mm No• *1 Janrg* XI• ץ-׳/ Zar Beleaehtanc *Iler Jaden- | tkaa and Jadea betreffenden llterarUeh. Erncbetnunae* aaf > de■ Gebiete der Phtloaophfe. Geaeblebte.Ethnormpble.Tbei •10(le,OrtentaUa, Exegese, Ha- ■lletik, Liturgik, Pädagogik.! x._ Herausgegeben I 1 von Rabbiner I)r. Moritz Rabiner. -n- Masdebnrg', 34■ Mai le*8S. i Bicher der eiasekUlgigea Li• termtar, welche der Bedaetlaa zugesandt werden, ladea ia diesewBlatte eingeh. Bespreehnag. BelEiaseadaug roa zwei Keeeastpnsexewplarea erfolgt auch Erwähn. L d.Woeheasehr. r Das ,,Jüdische I^lterotarblatt“ erscheint wöchentlich in einem halben Bogen; Preis bei allen Bucbhaadiaage■ (ia Leipzig bei Robert Friese)pro J ah r g an g: 8 Mk. Abonnenten der ״IsraelitischenWochenschrift* (die vierteljihrl. bei allen Boetanstalten i and Bochhandlungen 3 Mk. kostet) erhalten das ״Jüdische Lileraturblatt“ gratis. — Inserate werden mit 25 Pt für die dreigej •paltene Petitzeile berechnet und ausschliesslich; entgegengenommen durch die Central-Annoncen-Expedition von Gl. X^. Danbe ן & Co.» Frankfurt a. M., Magdeburg» Berlin, Hamburg, Cöln, München, Zürich, Wien, Paris, Inhaiti < Wissenschaftliche Aufsätze: Ein neues jüdisches Jahrbuch. — Die Jaden in Honan. — Ein strafender Blick oder ein böses Auge? Literaturbericht: Recensionen: Frankfurter Rabbiner. Ein Beitrag zur Geschichte der' isr. Gemeinde in Frankfurt a. M. 1. — Judäus. Was müssen wir Juden thuln? — Ellenberger, Heinrich. Die Leiden und Verfolgungen der Juden und ihre Beschützer in chronologischer Reihenfolge^ — Notizen. . Nachdruck nur mit voller Quellenangabe gestattet. Ein neues jüdisches Jahrbach. Eine Reihe jüdischer Jahrbücher ' und mit ihnen die Quellen für eine Statistik des Judejnlhums sind iin Laufe der letzten Dezennien eingegangen, nicht ohne dass sich indess dieselben in küriester Zeit grosse Verdienste um die Entwickelung <jes Judenthums unter den Massen und den mittleren Schichten erworben hätten. Gelegentlich des im Laufe tjieses Monats (15. Mai) gefeierten sechzigsten Geburtstages Leopold K o mpert’s wird man sich vielleicht in weiteren Kreisen erinnern, dass ein grosser Theil seiher ״Geschichten aus der Gas6e,“ ebenso wie A. Bprnstein’s Vögele, der Maggid und Mendel Gibbor, zudrst in den jildisehen Jahrbüchern von Wertheimer, pVertheini, Rusch u. A. ans Licht getreten sind. Die! ersten Anfänge und Grundzüge einer vorzüglichen Statistik der jüdisehen Gemeinden Preussens finden wir in dem Berliner Jahrhuch von Wertheim, und! wenn es heute dringend an der Zeit erscheint, dajss eine jüdische Centralinatanz wie der Gemeindebuiid gerade heute zur Aufklärung der alten, aber imin^r wieder aüftau• chenden Irrthümer thatsächliches, ziffennässiges Material zusammenstelle und veröffentliche, so erscheint darum die Herstellung eines neuen jüdischen Jahrbuehes als wichtigen Nachschlagebachjes mit belehrendem und appelativem Anhang gewisä höchst nothwend>g. An den Deutsch Israelitischen (jJemeindebund ist auch bereits vor längerer Zeit eine diesbezügliche Anregung aus der Gemeinde Gr.-Glogjau ergangen, ob wir aber ein solches Jahrbuch bereits für dieses oder das nächste Jahr, oder überhaupt; von dieser Seite heutzutage erwarten dürfen, bleibt dahingestellt. Jedeofalls kann es nur nützen, wenn diese Angelegenheit zur Diskussion gestellt wird. Männer, wie Leopold Kompert, K. E. Franzos, M. Lazarus, Emil Lehmann, Ludwig Philippson u. v. A. haben die• diesem Theile der jüdischen Literatur heute ihre Aufmerksamkeit noch nicht ganz entzogen. Wie viele unserer jüdischen Studenten von heute, kennen Korn- ן pert auch nur dem Namen nach? Wenn wir sagen, die wenigsten, so wird man vielleicht glauben, dass wir übertreiben.- Und doch so beschämend dieses Faktum ist, so wahr und gewiss ist, dass Wir darch solche Missachtung des Originalen, Idealen und Volksthümlichen unter uns auch die Achtung Andersgebür- ־ tiger vor dem Geiste des Judenlhums untergraben. Der Typus unserer glorreichen Leidensgeschichte, der unsterbliche Wille der'jüdischen Volksseele,' 6r sollte nicht einmal im Reiche der Dichtung, in ideali- - sirter Gestalt den modernen Kindern des Judenthums vererbt werden Ein solches jüdisches Jahrbuch kann durch seine Statistik, durch Anregungen für Berufswähl u. s. w,, noch mehr aber durch Pflege der jüdisehen Volksliteratur, eine hervorragende That praktisehen Judenthums werden. ExhOrlationen für die Vertiefung des religiösen Lebens, für die Besserung der Socialisiik, — das Ganze durchweht von einem idealen, patriotischen und wissenschaftlichen Hauch, — könnten durch ein Gemeinde- Jahrbuch zu einer weiteren Verbreitung gelangen. ■ Die einzelnen Flugblätter und Cirkulare des früher wenigstepB hierin rührigen Gemeindebundes würden dadurch eher der Vergessenheit entrissen und der Lektüre zurückgegeben werden. Befindet sich ja zudem in den neuen *־ und schönen Statuten des G.-B. ein Passus über die ¬¬ג ״Hebung der Volksbildung unter den Juden * Geradezu eine Fülle zeitgemässer Anregungen für Herz und Phantasie unserer Jugend, bietet die gegen- - wärtige Geschichte des Judenthums und die bahnbrecbende Gestaltung der Emigrationen in einer nicht zu fernen Zukunft. Eine Reihe unserer Rabbiner hat von je die Fähigkeit in sich gepflegt, solche Momente mit poetischer Kraft und Weihe darzustellen. Leider begeben sich jetzt Ausarbeitungen derart in den nur für einen Bruchtheil des jüdischen* 1 Publikums bestimmten ״Lunch*״ Eine Lebensskizze Z. Frankel’s aus der Feder des Re-

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