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Das jüdische Literaturblatt · 1882-05-03 · No. 18. (3.5.1882) · p. Seite 72

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
11 (1882)
Issue
No. 18. (3.5.1882)
Date
1882-05-03
Page
Seite 72 (sequence 4)
Language
German
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in das Taufwasser, sagte Weil( Heine lässt sich dar• über noc£ pikanter ans. ,Eines Ta|e8a, 80 erzählte Meyer beer selbst dem Weill, ,kam der König (Friedricb Wilhelm IV.) auf den Bekehruogspunkt za spreoben*. Meyer beer hatte sich nämlich, trotz des Geh. Raths Dr. Schönlein’s ZuredeD, za einem Gebertritt nicht entschliessen können, obgleich seine Frau and Beine drei Kinder Christen waren. ,Majestät', erwiderte Meyerbeer, rwerde ich darum bessere .Musik machen' wenn ich mich bekehren lasse? Ist Mendelssohn in der Sphäre der Kunst höher gestiegen, seitdem er nicht mehr Jade ist?* ,Das nicht*, sagte der König', allein Sie würden weniger Feinde haben.* ״Möge mir Ew. Majestät stets Ihr gnädiges Wohlwollen bewahren', erwiederte Meyerbeer. ״Was jedoch meine Feinde an betrifft, so werde ich allein sie in die Flucht schlagen.' Meyerbeer erklärte Weill des Weiteren: ״Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, die Hugenotten zu schreiben, wenn ich nicht Jade gewese□ wäre. Ich habe dem Scribe das Libretto aufgegeben. Niemals ist ein christlicher Componist auf den Gedanken gekouimen, die Bartholomäusnacht in Musik zu setzen* Nicht Vielen dürfte es bekannt sein, dass der ״Prophet“ ursprünglich ein Moses war. Sein ganzes Leben lang hatte Meyer beer die Idee mit sich berumgetragen, eine Oper ״Moses* zu componiren; allein, um nicht seinem Freunde Rossini Concurrenz zu machen, gab er diese Idee auf und es wurde von Scribe ein Libretto auf den ganz untergeordneten Fanatiker Lukas von Leyden geschrieben. So erklärt sich aber der Widerspruch zwischen der Musik und dem Libretto, wenn man z. B. erfährt, dass der Schlachtgesang der Wiedertäufer bei Sonnenaufgang ein krierischer Aufruf des Moses an das Volk Israel war; dass .der Kirchenmarsch ein religiöser Festmarsch war des Volkes Israel nach seiner Errettung aas der Knechtschaft Pharao'8 und nach der Vollendung des Tabernakels in der Wüste; dass die Krönung sich ursprünglkh nicht auf Lukas von- Leyden, sondern vielmehr auf den gewaltigen Helden und erhabenen Gesetzgeber Moses bezog. Der unbedeutende Lukas von Leyden ist eben nur ein ״falscher* Prophet in der Meyerbeer’schen Oper, Moses der richtige iind originale. Notizen. Vermittelung der Griechen ins Romanische und Germanische übergegangen. Vielleicht hängt das Wort auch mit Fahren,'׳' Fahrt, Fährte zusammen und bezeichnet alsdann Fahr-, Zugthier1, speciell Pferd (Postpferd). Mat sieht daran auch, dass die verschiedenen Bezeichnungen: Ross, Gaul, Specialbezeichnungen sind. Ich sprach diese Erklärung schon vor Jahren vor dem jetzt verstorbenen Prof. Vullers aus, der mir zustimmte. 3) In demselben April-Hefte der G.-F. Mschr. S. 153 ff. findet sich auch eine Erörterung über die Bedeutung des Wortes חוטר in dem 8inne von ״Allegorie.* Die Auffassung ist richtig, aber der Grund dafür ist nicht klar gelegt. Wir haben auch hier wohl ein Corruptel vor uns, statt ״ הומר׳ המיר, טור) הומרvertauschen“) und haben alsdann die wörtliche Wiedergäbe des griechischen Worts ״Allegorie.“ R. A. 4) Hep-Hep. Zu der in der vorigen Nummer aafge9tellten Hypotehese über den Hep-Hep-Ruf, erlaube ich mir darauf aufmerksam zu machen, dass es in dem Griinm'schen Wörterbuche heisst: He p, inter. 1) Zuruf an Zugthiere, einen Fuss aufzuheben. . . 2) Aber auch als Lockruf für die springeode Ziege, vornehmlich in Mitteldeutschland; in der hennebergisch-fränkischeu Mundart (Fromm. 4, 213.) Von diesem lep geht wohl der bekannte Spottruf gegen die Juden aus, an dieäussere Erscheinung anknöpfend, dem Juden wird ein Ziegenbart nachgesagt. S ü s k i u d - Wiesbaden. 5) Zum Schlüsse meiner jüngsten Recension des Aruch von Dr. Kohut habe ich noch hinzuzufügen, dass auch die zweite Bedeutung von רואר als: ״Briefträger“ nicht blos aus dem Arabischen abzuleiten •sei; sondern ebenfalls mit dem chaldäischen ״ ךברtreiben“ verwandt ist, weil derselbe sich im Orte herum treibt und Briefe wegführt. Dieses Wort fand auch in’8 hebräische Idiom Eingang, woraus dann מדבר *,Trift“ und transponirt זךךבן ähnlich dem deutschen ,,Treibstock“ etc. Wahrscheinlich steht auch דבר ״reden“, als der hervor getriebene Gedanke (wie ״ ניב שפתיםdie Blüthe der Lippen“ Red.) und sogar ״ דברPest“, welche das Leben austreibt, oder: ״die Menschen von hinnen treibt“, damit in Verbindung. Hochstädter. 1) פרהנג. Dte von Jastrow in Grätz-Frankl’s, Monatsschrift (April-Heft S. 183 ff.) gegebene Erklärung führt auf die richtigen Spuren, bedarf aber nach der Ergänzung, iffapoz bedeutet zunächt den Aufseher über die Miethlinge und Lohndiener (אגר) und wurde namentlich in Persien auf die zum Postdienste verwandten Menschen und Pferde angewandt. (Vgl. Xenoph. Cyrop. Buch 8, Cap. 6, 17.) zapjffapo; bezeichnet den Unteraufseher (Nebenaufseher), daher auch Erub. 36, 6 der Gegensatz zu טרי דסתא. Das Wort ist also trotz der gräcisirten Form nicht hellenischen, sondern orientalischen Ursprungs. 2) Bei dieser Gelegenheit sei es auch erlaubt, auf die in diesen Blättern nach Kohut Aruch Schalem gegebene Erklärung von בי דוור (Post) zurückzukommen. Gewöhnlich in zwei Wörter geschrieben und getrennt erklärt, möchte ich diese zwei Wörter,zusammenzieben und ein Corruptel annehmen: בירוזד statt בי דוור; dann wäre dieses Wort das aus dem Persischen starnmende veredus (Pferd, speciell: Postpferd). Es findet sich auch parafert (d) [altdeutsch] Nebenpferd; daher auch wohl die Schreibweise P—ferd. Das Wort also •rischen Ursprungs und ist ebenfalls durch % Götbe’s ״Freudvoll und leidvoll“ ins Hebräische übertragen. III. IV. מלאת גיל וכאב בין ׳15טחה במחצבות עטו;ה; ואנחה T VI” הנפש נודדת', בין מגור ותקוה, v V זי v - תלויה ודחויה; מתקוה אל תאור. t - ו־ t תרנן עד ^8טי רום עולה היא ויורדת?!צובה,®די מות; פעם רעיל שטן$ה שלוה לבדה היא T T : T~ J פעם תבקש את־מותה: נפש אהבת• אין לה ׳«לום בי־אם Simon Bacher-Pest. בגם׳« אוהבת אותה ־ :יי יי ▼ — ff. Bacher. K* leiliegend eia Frespeetas aber ppe ah el■’» ״■Mer aas im ahjadisehea Familie alebea“ toi leiarfek Keller, Keaatkaadlaag la fraaUart a. I. .! VarastwcrUieber BaiMtMrDr. Sthatr la Magdeburg. Druck von H. Hort 1 in Barby. Verlag tob Robert Priaa• la Leipsi;•

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