Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 11 (1882)
- Issue
- No. 17. (26.4.1882)
- Date
- 1882-04-26
- Page
- Seite 68 (sequence 4)
- Language
- German
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es heissen: zur Theiloahme an Mord, Baub und Plünderuag sind Truppen am Schauplätze der Unthaten erschienen, bei welcher Gelegenheit die Gemeinen, an Spirituosen sich besoffen, die Offictere aber die mlbernen Löffel und andere Kostbarkeiten für sich einsteckten. Von dem Raube und der Bente erhielt der betreffende Gouverneur oder General den Vorher stipulirten Antheil und die für diese Heldenthaten ausgesetzte Belohnung und Beförderung aus Petersburg. Eia Einziger von den gegenwärtigen Machthabern ist ton der Mitschuld freizusprechen, das ist der arme Gefangene in Gatscbina, seine Ohnmacht wird bei der furchtbaren Anklage im Weltgericht ihm mildernd zur Seite stehen. 8chriee nicht das Leid und das herzbreqjiende Unglück eines ganzen Volksstammes zum Himmel, erbarmte man sich nicht noch auch der rerthirrten und verführten Menschengenossen, man hätte sich darüber freaen köonen, wie sehr die Herren lgnatiew Kattkow Arakaw Ormidoff und wie die Lüstlinge und Champagnersäufer noch heissen mögen, den Tag der Vergeltung beschleunigen. Grabet nur fleissig fort am Grabe Eures Vaterlandes, der nihilistisch unterwühlte C0I0S8 wird bald stürzen und in seinem Sturze anch Euch zerschmettern I Vielleicht nur um sie zu erhallen, führt Gott die Kinder Israels aus dem dem Verderben geweiheten Mizraim-Russland heraus. Wahrlich, man mag einen neuen Fasttag einrichten wegen des Schicksals unserer russischen Brüder, and als Kinot mögen die einfach und schlicht, aber in herzergreifender Wahrheit geschriebenen fünfzehn Briefe verlesen werden. Wer da noch kalt bleibt und nicht mit vollen Händen zcjm Hilfswerk beisteuert, verdient nicht Jude, nicht Mensch genannt zu werden. WOasehe, Licen. Dr. Aag. Bibliotheca Rabbinica. Eine Sammlung alter Midraschim znm ersten Male ins Deatsche übertragen. 13. Lieferung. Der Midrapdh EcbaRabbati. Leipzig, Otto Schulze, 1S81. (Schluss.) 8. 78, Z. 21 statt ״Was heisst“ m. e. h. ״Warum,?“ (Tw. מה מעם. Der Midraseh wendet diese Stelle auf die Babylonier in Palästina an.) 8. 78, Z. 14 v. u. statt ״d. i. des Vermögens und aller Mit'el bar“ m. e. h. ״zum Richtplatz“. (Tw. לגרדום•) Wie Uebersetzer zu dieser Uebersetzung kommt, ist schwer zu begreifen. Selbst der Math, Kehun. gibt eine andere Erklärung. Jedoch das Wort גרדום erklärt auch der Aruch als ״Richtplatz“ and Massaflali' meint, es sei die Richtstätte zu Rom. 8.80 ׳, Z. 6 statt ״er machte die Spitzen ihrer Hohen niedrig m. e. h ״zu Sklaven, welche ihre Haare scheereu“. (Tw. עבדי סוד קומיהון. Die Sielle ist schwer. M. Keh. ״sie machten die hohen Glieder gebeugt, also: es beugte alle meine Glieder der Ewige.“ Jed. Mos. meint ״es hechelte der Ewige alle meine Starken.“ * Diese letztere Auffassung stimmt jedenfalls besser mit den weiteren Worten des Midrasch, der סאחא mit סרקי and מסרוקה mit ״ מסלסלהKamm“ identificirt. Immerhin blieb er aber עבדי and קומיהון schwer, denn *עבד ist entweder ■= עשו, oder עברים, in keinem Falle kann es sich als Prädikat auf '•ר beziehen. Aber עשו genommen and סתי als ״Kämme“ oder ״Hecheln* gefasst, gibt ■och keinen rechten Sinn. Darum scheint es besser, עברי סתי קומיהון gleich עבדים סדקים שערותיהם zu fassen. Die Erniedrigung bestand darin, dass man die Voraebmen za Haartcheerera machte. Dann ist סתי ein Psrtieipium vom Verbum סח י und קונדהון von ״ קומיdas Haar* abzaleiten.) 8. 81, Z. 1 statt ״die Juden eilten herbei“ m. e. *▼srkatwcTüSbttHSsSarissirltrXsTwsr I» Maydebarg. *Bradio» H. Horb»״in Bsrby. Verlag vom Robert friss# I» Lsipiig•! ^1. ״und sie täuschten die Juden (Tw. וצדי( יהודאץ wie M. Keb. ומדטאץ את היהודים.) 8. 81, Z. 3. Hier hat der Uebersetzer die gewiss verdorbene Lesart שאיל מחזרה אייתין צלו שלא תינסבין gar nicht übersetzt und die Worte אילץ דבחיין zum Folgenden genommen. Der Jed. M. (Jeph. An.) liest שאיל מחורה מיתין uod übersetzt: statt das ihr um Tote bittet, betet, dass ihr, die am Leben seid, nicht genommen werdet. Ebenso fasst es Fürst. Straschun übersetzt: die Herolde verkündigten nochmals וחוורין וטכריזין. Beide Erklärungen befriedigen nicht ganz. Wir mochten so lesen: אינש מהוריה אייתין צלו שלא תינסבון, אילץ דבחגין oder אילץ מחוביה und so übersetzen: (die Herolde riefen sie herbei und täuschten die Juden, wie es heisst Hosea 7,11) und sagten: Kommet ihr, ein Jeder aus seinem Versteck und betet, denn ihr werdet nicht ergriffen werden. Die nun, welche prüften und überlegten, kamen nicht heraus u. 8. w. S. 82, Z. 14 v. u. statt ״Beule“ muss es heissen ״Mal“ (Tw. 29 שומא). S. 83, Z. 11 v. u. statt ״in 7 Zellen“ m. e. h. ״in der innersten von 7 Zellen“ (Tw. לגיו מן ו, קנקלין)• 8. 89, Z. 2 statt ״dem Vielerieuchteten“ m. e. h. ״aus Sannigora“ (Tw. ר׳ ביבי סנגוריא). S. 92, Z. 1 statt ״Ihr habt das Bild entstellt u. s.w. stellt es wieder her“ m. e. h. ״der da kam and besserte (indem er das Götzenbild zerstörte), der kommt wieder und verdirbt es“ (indem er das Götzenbild beim Thürschlies- 8en wieder herstellte). (Tw.מן דאתא ותקן הוא דאתא וקלקל)• | So sind von Fürst und Straschun noch viele Irrtbümer und Schwierigkeiten übersehen worden. Was! sich aber bei so aufmerksamer Durchsicht ergibt, ist: ׳ die dringendeNothwendigkeit einer kritischenNuaeditioa des Midrasch. Möge der Herr Uebersetzer muthig forifahren, aber noch sorgfältigere Prüfung der . schwierigen Stellen eintreten lassen. Krön er. Göthe’s Freudvoll und Leidvoll ins Hebrftisebe übertragen. Unserer in Nr. 14/15 gegebenen Anregung, Clärchen’s Lied (im ״Egmont“), das jüngst in so viele indogermanische Sprachen übersetzt worden, auch in l die hebräische za übertragen, ist zu uoserer Freude I von mehreren Seiten freundlichst entsprochen worden. Wir beginnen heute mit dem Abdruck der beiden zuerst uns zugegangenen Uebertragungen und werden noch einige folgen lassen. Wir wollen weder Kunstnoch Preisrichter derselben sein, sie tragen alle zum Preise der hebr. Sprache bei, sind schöne Proben ihrer Biegsamkeit, Kürze und Schönheit. I. ׳&בע ע1מח1ת ־־; T ומלא אורוות, ‘הכת נ/מ׳שבח; מוקה ■וציי1׳ במעוף ןןצבח; ן1לז בךננה,׳ Freudvoll Und leidvoll, Gedankenvoll sein; Hangen Und bangen In schwebender Pein: Hi mmelhoeh jauchend, Zum Tode betrübt; Glücklich allein Ist die Seele, die liebt. Witt ko wer-Al tone. זעף למות; מא׳שרח לבדגה 1 \ «ז •rr גב׳« אוהבת: .11 נפיש כי &ו9חת או טכ#ב $!חת או מזימות חושבת,• 1 v « ׳ אם &פק ןסו^בה היא פוזלליל׳ מאוד?ןתע$קתי• אם_עד ^ימי־רום תתך, או״עוהעמות עץקחה: הנה ךק אז היא מאו*ךת, עת??ייעובה באה 3חובךת: Cbotsner-Harrow.