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Das jüdische Literaturblatt · 1882-01-25 · No. 4. (25.1.1882) · p. Seite 16

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
11 (1882)
Issue
No. 4. (25.1.1882)
Date
1882-01-25
Page
Seite 16 (sequence 4)
Language
German
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Myjmiwti, 1W.1 jypm.i^yjwi .1 1 njyiiji)jj ■ lüiti — 16 — mnu».»u»111 H11|1. umpprUHPWWPl■ tIrt (?!), hat der Talmud nicht den gering- 8ten autoritativen Charakter mehr: er hat für uns nur hoch antiquarisches uni literarisches Interesee“ ״Israel hat keinen Messias ztf erwarten; denn die measianischen Weissagungen haben sich in Könige Hiskiahs Zeit erfüllt* S. 68. ״Nie ist Moses oder Elias in den Himmel gekommen; heisst es doch;.״Die Himmel gehören dem Herrn uud die Erde gab er den Menschenkindern“ 8^68. ״Alle Ceremoriialgesetze wer• den einst aufgehoben werden. Auch das Schwein wird alsdann erlaubt sein“ S. 68 Weiterer Beläge und ״Lichtstrahlen“ wird es wohl י nicht bedürfen um das Tendenziöse und die Absicht desHrn. Stern zu kennzeich- Den und das vorweg Behauptete zu beweisen. . Aber auch selbst abgesehen hiervon, steht das Schriftchen hinter den von Herrn St benutzten undhn Vorwort erwähnten ähnlichen Sammlungen (״Sinnsprüche“ von F. gailer, ״Palästina und Babylon“ von Ehrmann) weit zurück und daher jene durchaus vorzuziehen. Für die geringe Sorgsamkeit mit denen diese — 68 ßeitchen — Lichtstrahlen zusammengestoppelt sind, sei nur erwähnt, dass mehrere Sprüche doppelt stehen und die Uebersetzung durchweg sehr viel zu wünschen übrig lässt, so: ״Wenn wir im Gerichtshof gesessen wären (?). wäre die Todesstrafe niemals vollzogen^ worden“ S. 13. ״In drei Dingen erkennt man den Menschen: im Beeher, im Beutel, im Zorn.“ — Wer Aehnliches lesen will, den verwaisen wir auf ״Jesus ein Reformator des Judenthums“ und ״Ist der Pentateuch von Moses verfasst“, von E. Molchow, ״Der alte und der neue.Glaube im Judenthum“ von William Rubens, ״Die Mischehe zwischen Juden uud Christen“ von 'Leo Rauchmann und die sonstigen Schriften des Herrn Rabb,, Dr. Stern. Max' Weinberg. Schreiber. Der religiöse Zustand iih deutschen Israel uud die Judenfrage! Köln 1881. Th. Quos. Dr. E. Schreiber, der, wie wir hören, nunmehr in Amerika das Licht seiner rabbinischen und reformatorischen Weisheit leuchten lassen wird, hat ein neues Produkt seiner bekannten schriftstellerischen Thätigkeit unter obigem Titel erscheinen lassen. Der Verleger weist in seiner begleitenden Anzeige darauf hin, dass besonders ״Herr Dr. Schreiber in Felge seiner anerkannten (?) literarischeu Bedeutung auf dem Gebiete des Judenthums befähigt ist, die so wichtige Frage fach- und zeitgemäss zu behandeln.“ — Wir müssen gestehen, dass auch diese neue Brochüre sich würdig den früheren Werken desselben Verfassers anSchliesst und mit ihnen in ihrem ganzen, längst bekanntes darstellenden Wortschwall als Ausfluss trauriger Pietät losigkeit Zu betrachten ist. •E- Bchrend, Dr. Henry. The Communicability to man. of diseases from animals used as food. (Two articles reprinted by desiu from the Jewish Chronicle) London Asher 1. Myers, of the Jewish Chronicle. 1881. , Den Lesern dieses Blattes ist diese sehr inleres- »ante Abhandlung über die Wichtigkeit der בדיקה bei טרפויז schon in einem Auszuge bekannt'geworden. Da sie in einem Separatabzug erschienen ist, 80 empfehlen wir die Verbreitung desselben angelegentlicht. N o t i z e d. 1) Bemerkungen zum ^Arneh haschalfem“. Beim Nachschlagen im Buchstaben ד vermissten wir a) den Artikel ד^נור, welcher in der Prophetie Daniels 7, Vers 10 wurzelt, und manche Blätter der Midrasch-Literatur füllt; so in Chagiga 13b; 14a; Br. Rabba Cap. 78; id. zu אני הגבר Schlägw. חסדי u. a. O. Auch in der Liturgie räumt R. Maier Chasan dieser Legende in seinem Epos אקדמות ein Plätzchen ein. Wir hoffen jedoch, dass dieser Artikel bei נהר oder נור nachgeholt werden wird. — b)דינה Seite 95. Die vergebens gesuchte Midraschstelle, wonach Jacobs Töchter zugleich seine Schwiegertöchter gewesen wären, befindet sich in Br. Rabba cap. 54. Diese Conjectur befremdet uns jedoch, weil wir nicht begreifen, weshalb die beiden Frauen Dina und Serach unter den aegyptischen Colonisten aufgezählt, die übrigen Töchter — durch den Ehebund der Familie nur noch näher stehend — ausgeschlossen sind und im Bausch und Bogen מלבד נשי בניו (wie viele?) angegeben wurde, was wir uns bei fremden Frauen ,eher gefallen lassen. c) ווו דינר Seite 99. Hier wäre die Stelle interessant, wonach R. Menachem die Präge des ווו wegen des Bildes nie besah. (A. Sara 50a). Der Name ווו entspricht dem Zeus (Jupiter), welcher auf der Münze figurirte. Weiteres bestimmt die Mischna, (Pea 8, 8 bis 9) dass nur jener Arme zu den bestimmten Genüssen berechtigt ist, der keinen nichttruchtbringenden Besitz von 200, oder keinen fruchtbringenden Besitz von 50 ווו sein Eigenthum nennt. Diese allgemein gehalfene Regel sollte mit וווי פשיטי ergänzt werden, da sonst die Frage Abaje’s עני נ וווי מנא ליה offen bleibt (Ketuboth 65b). I d) 11 דפקא. Seite 114. Wir möchten mit dem ריצב״ש für ,,Flügel“ oder ״Vorderarm“ stimmen, weil ן verwandt mit יגדפא welcher mehr erkennbare Merkmale abgibt, und überhaupt als Gegenstück von אטמא im Sprachgebrauche steht, wie חדא דלי לי נדפא וחדא דלי אטמא• (Bathra 73b). j Wir hätten wohl mehr derlei Kleinigkeiten zu bei merken, aber unsre Absicht ist weniger Kritik zu üben, als der gelehrten Welt den Ankauf des reichhaltigen Werkes angelegentlichst zu empfehlen i Lö wy - Gr.-Kanizsa. i | 2) Der Plan des heutigen Jerusalem mit Um- ' gebung nach Ingenieur Major Wilsons Aufnahme von 1864 ן bis 1865, und Baurath Schicks Ergänzungen be- ן arbeitet von Carl Zimmermann unter Mitwirkung von 1 Professor A. Socin (Leipzig bei Baedecker) ist entschieden der vollständigste, richtigste und übersichtlichste unter allen deutschen und englischen Bewerbern. Ein Blick auf dieses interessante Blatt zeigt die glänzenden Fortschritte, welche die Palästinakunde und speeiell die־ Typographie Jerusalems in den letzten Jahrzehnten gemacht hat. Ein Vergleich mit dem Plane von Titus Tobber von 1849 lehrt speeiell den Aufschwung, den Jerusalem seit der Zeit Friedrich Wilhelms IV. von Preussen genommen hat: früher Oede vor den Thoren der Stadt, jetzt Häuser- und Gartenanlagen auf der West* und Nord wes'seile. Und im Innern gibt der Plan; 154 roth bezeich ne te-öffentliche Gebäude der 4 Quartiere der heiligen Stadt an. Die Christenstadt ist, dabei mit 42 Gebäuden vertreten. Das Judcnquartier zählt auf einer Fläche von etwa 10 Hektaren nicht] weniger als 19 Synagogen. (Freilich ist dies durchaus kein Zeichen der Ueppigkeit, sondern der leidigen [ Zersplitterung! Red.) Aber die meisten neueren Ge-| bäude und Gärten sind christlichen Ursprunges und I von Russen, Griechen, Armeniern, röm. Katholiken und von Protestanten angelegt und ausgeführt worden. Der Plan des heutigen Jerusalem bildet die Ergänzung zu den ״Karten und Plänen zur Typographie des alten Jerusalem“ die Zimmermann in Basel 1876 her-1 ausgegeben hat. 1Wftll«ä»r äWitlwr Di. kakaaar ia Magdabart. DrackvoaH. H ar b a« b ia Barby. Varlag von Robart Friaaa ia Laipiig.

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