Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 8 (1879)
- Issue
- No. 41 u. 42. (8.10.1879)
- Date
- 1879-10-08
- Page
- Seite 162 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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_!62 — deq Ojüps schmuteigen Geiz und rühmt Josephs Trefflicbfeeit «n4 fügt frinnu, er würde m ihm alt dem Herrn des Volkes, komqsea, an di« Schuld vom Volke abza- «fcäken•. Ekhatte keine Worte gespart, dm jungen Mana in ein solches Licht zu stellen, dass er ihm schon *jbr seiner Ankunft das Wohlwollen des Königs und seiner Gemahlin Kleopatra erwarb. Joseph sc!nickte nach Samhria, lieh sich Geld Von seinen Freund Alles an, w88 zur Reise nölhig war: gefäsae, Zugvieh, im Werthe von 20.000 reiste dann nach Alexandrien. Gerade um diese Zeit reisten auch Syriens und Phöniciens mehrere vornehme und ange-!■Steigerung der jährlich an die auf dem Wege ihm entgegen, ihm. zur Seite sehene Männer dahin, wegen der Ve Zölle; denn der König verpachtete sie reiehsten Männer jeder Stadt. Wie diese den Joseph trafen, lachten .sie Uber sei; 3e Armruth ,und Därftigkeit. Als dieser aber nach Alexs|ndriea kam und hörte, der Köaig sei in Memphis, ging < Er traf den König im Wagen sitzend; betenden sich seine Gemahiin und sein Ejreua'd Atheaioa, derselbe, der nach Jerusalem gekommen und vom Joseph so gastfreuadsohaltlich aafgenommien worden war. Atbenien bemerkte ihn nnd machte sogleich den König auf ihn aufrnerksam: das sei der, voa dem er ihm, aus Jerusalem zurückgekehrt, erzählt habe,!welch guter und freigebiger junger Mann er sei. Hierauf grüsst ihn Ptolemäas »!erst und ladet ihn ein, zu ihm iu den Wagen en und schaffte Kleider, Trink- Drachmen, und aus den Städten König verlangt Omas. Dieser zu steigen. Joseph that es, and der Rechenschaft aber das Benehmen des sagt: ״Halte es seinem Alter za Gute; denn Da ‘weiast ja, dass es so zu.geben pflegt: Sie Alien werden wieder wie die Kinder. Aber von uns Jfingern sollst Du Altes erhalten, dass Du Dich Uber Bictits wirst zu beklagen haben.“ Dem Könige gefiel des Mannes einnehxaeedes and gewandtes Wesen 80, das« er ihn 80 lieb gewann, als hätte er ihn längst getarnt and erprobt. Er bot ihm im Königspalaete eine W xbnang an, und täglich sollte er an seinem Tische speisen. Als hierauf der König nach Alexandrien kam, da ärgerten sich die Vornehmen aas Syrien, wie sie Joseph neben dem Könige sitzen sehen. j Wie nun der Termin kam, aa welchem die Zölle verpachtet werden sollten, gaben Diejenigen, die in ihrer HeMnath für die Angesehensten galten, ihr Gebot ab. Als die Zelle Syriens, Phöniciens, Jadäaa and Samariens ־schon auf 8000 Talente bemafgeirieben waren, trat Joseph vor und beschuldigte di« Bietenden, sie hätten sieh mit einander verabredet, dem K Gebot för die Zeile zu machen. Er das Doppelte und ausserdem wolle ■aogenen Guter Derjenigen, :die sich Bau• vergangen hatten, schicken, an hOrea sehr heb und er angle, ,dass Einkünfte vermehre, die Zölle Zuschlages; zugleich fragte «rdhfy oh er ׳ ihm aach sickere ׳Bärgjan 'steilen j könne. DaAatnrorteta ihm Joseph anf «ne feine Weise: ״Wohl; $£k־de Ich Dir goto and rechtliche haute stotita, in dtej ||h.tga«tet baht-Xiattsnacn.; setzen wejjflett“ Und ah der ige jjia so kleines aber verspricht 1 noch die eiligedas böaigl. Könige war dies. dem, der seine ׳ König sie ihn nennen hiess, sagte er: Dich selbst, o König, aad Deine Gemahlin stelle ich beiderseits als Borgen. Darüber lachte Ploleuaftus und schlug ihm ohne Cautioa die Zölle zu. Dm verursachte Denen, di« aas ihren Städten nach Aegypten gekommen waren, keinen geringen Aerger, dass ״sie 60 zurückgesetzt worden waren, und jeder kehrte beschämt in seine Heimath zurück. Joseph aber erhielt vom Könige 2000 Reiter; denn er hatte sich die Truppen ausgebeten, um Diejenigen, die sich gegen ihn auflehnen würden, zwingen zu können; auch lieh er von den Freunden des Königs 500 Talente und eilte nach Syrien. Wie er nun nach Askalon kam und die Steuer von den Askaloniten einforderte, wollten diese nicht nur nichts zahlen, sondern Überhäuftes ihn noch mit Schmähungen. Da Hess er die Angesehensten unter ihnen, ungefähr 20 an der Zahl, greifen und hinrichten, und das Geld, das aus ihren eingezogenen Gütern gelö9t wurde, gegen 1000 Talente, schickte er dem Könige und zeigte ihm zugleich an, wie er gehandelt habe. Ptolemäus bewunderte seinen Muth, billigte das Geschehene und gab ihm unumschränkte Vollmacht, za thun, was ihm gut dUnkte. Wie dies die Syrer dareh das Gericht erfuhren, waren sie sehr in Angst, und da sie an den getödteten Bürgern in Ascalon ein warnendes Beispiel der Widersetzlichkeit hatten, empfingen pie überall Joseph mit offenen Thoren und zahlten die Steuern. Nur die Scythapolitaner wagtea es, ihn mit Schimpfwörtern zu überhäufen, und verweigerten es, die Steuer zu zahlen, die sie früher ohne Anstand immer entrichtet hatten; daher liess er auch ihre Vornehmen mit dem 8chwerte hinrichten und schickte ihr Vermögen an den König. Wie er nan viel Geld gesammelt und einen grassen Gewinn aas der Pacht der Steuern gezogen hatte, verwandte er die Reichthümer zur Befestigung der Macht, die er erlangt hatte, indem er klug und ־verständig zu handeln glaubte, wenn er mit Hülfe dessen, was er erworben, sich die Gelegenheit und Quelle des gegenwärtigen Glückes erhielte. Denn er schickte heimlich dem Könige, der Kleopatra und ihren Freunden, nnd Allen, die im königlichen Palaste irgend Einfluss hatten, viele Geschenke und erkaufte sich auf diese Weise ihre Gunst. Zwei und zwanzig Jahre genoss so Joseph nnuaterbrochen sein Glück. Er batte sieben Söhne von einer ‘Gemahlin nnd einen Knaben mit Namen Bjrkan von einer Tochter *einas Bruders Solymius. Diese aber ‘batte er aus folgender Veranlassung geheiralhet. Er -war einmal mit seinem Bruder naah Alexandrien gereist, und dieser hatte seine mannbare Tochter mltgenommen, um sie da mit einem vornehmen Juden za vermählen. Joseph speiste beim König and verliebte sich in eine Tänzerin von ansgeaeiebneter Schönheit, die beim Gastmahl zagegen war. Er vertraute dies dem (Bruder und bat und beschwor ihn, da es-dach den Jaden von ihrem Gesetz verboten »sei, mit ,einer׳ Fremden eine Verbindung eknagehen, die ,Sünde verheim- :behend, ihm ׳ seine tränen Dienste zu ■leisten •aad ‘es snägMdt aa machen, dass ihm so am Henttas Wünsch