Das jüdische Literaturblatt
- Journal
- Das jüdische Literaturblatt
- Volume
- 8 (1879)
- Issue
- No. 31. (30.7.1879)
- Date
- 1879-07-30
- Page
- Seite 124 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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^יייויייזייו ׳»*pp Mtw?:•■ ..t-un׳*! — 124 — Heften dieser Zeitschrift (die Besprechung hat etwas lange auf sich warten lassen) sind Briefe und Aufsätze »u8 der Streitperiode aber Maimuni's More Nebuchim «wischen französischen Rabbinen, meist Tossafisten, Anhängern und Gegnern des genannten Werkes. Freunden der hebr. Literatur werden wohl die seit Jahrhunderten {auch ▼on Buxtörf) herausgegebenen Briefe aus jener Zeit bekannt sein; doch verdient auch die vorliegende Gabe Anerkennung und Dank. Einige Bemerkungen, meist zu den Anmerkungen des gelehrten Herausgebers, mögen hier ihren Platz finden. S. 21 beginnt ein Brief von Joseph ben Todros halevi. DerVerf. tritt vermittelnd auf. Bei aller hohen Verehrung ftir Maimonides und seinem Werke, lässt er auch den Gegnern Gerechtigkeit wiederfahren. S. 25 will der Herausgeher recht geistreich in Anm• 11 das Wort מחשבי von חשב האפוד ableiten, was jedoch im Hinblick darauf, dass das Wort חשב in der Bibel nur im St. constr. vorkommt, doch nicht ganz befriedigt. 8. 44 Anm 83 ובכ״י להררי• Diese Lesart halte ich ebenfalls für die richtige. Mit diesem Ausdruck ist der S. 39 Z. 2 erwähnte ר' שלמה היושב בהר gemeint. Diesen ר״ש, Lehrer Maimuni's und des Jona Girondi, ein sehr gelehrter einflussreicher Eiferer gegen den More Nebuchim, welcher _von den Verehrern M.’s sehr angegriffen wird, nimmt der Verf. des Briefes in Schutz und bekennt, dass er zu seiner Fahne hält; er drückt es mit dem Worte aus: 1העמדני להררי ען) (Vgl. auch 2 B Sam. 23. 11: הררי, was Raschi mit מן ההד erklärt.) — Zu S. 57.Anm. Z. 3 v. u. sei bemerkt, dass im Aruch (Art. אביי) sich dieser ר' יעקב mit dem heutzutage sehr bescheidenen Titel החבר begnügen muss. S. 104 Anm. 3 8. f. In demselben Abschnitte des Tachkemoni wird noch ein anderer Jizchak Nassi erwähnt, wie aus dem Zusammenhänge hervorgeht, zwischen־'!Narbonne und Marseille wohnhaft, der eher Anwartschaft hat, mit dem hier Genannten identisch zu sein. Der gelehrte Herausgeber des Jeschurun, ^eit Jahren auf dem Gebiete der hebräischen Literatur thätig, hat sich durch Herausgabe von Manuscripten den Dank der Eleraturfreunde erworben; es wäre zu wünschen, dass sein löbliches Unternehmen durch thatkräftige Unter- Stützung gefördert werde. Magdeburg. Nathanson. Wir können uns dem Wunsche des Hm. Recensenten nur anschliessen und zwar mit dem Bemerken, der Herausgeber möge seine Thätigkeit auf die Edition hebr. Manuscripte, wie er dies in den unter dem Titel נסתרות ,DJ von ihm redigirten Heften1) unternommen, beschränken־; denn die deutschen Aufsätze im Jeschurun sind ziemlich unbedeutend; auch die exegetischen Randglossen (hebr.) sind nicht von Belang ’) Dagegen׳ besitzt, der geehrte Herausgeber kritischen Tact und feines hebr. Sprachgefühl für Herstellung corrümpirter Lesearten in hebr. Manuscripten, dessen Verwerthung im Interesse der jüd. Wissenschaft sehr zu wünschen ist._ Redaction. . - ') Natürlich mit Anspielung auf Ps. 30, 8; — mit הר wird bekanntlich Montpellier bezeichnet.. l) Das gleichzeitig erschienene 4. Heft enthält die im hebr. Theile des Jeschunin Jahrg. 8-u. 9 gebrachten handschriftl. Editionen. 1J Wie soll m&n z. B. Hohelied c. 7 Vers 10 übersetzen, wenn למישרים T0n משרת (Num. 6,3) abgeleitet sein soll? Wozu Threni 3,23 die Punktation רבה in רבה (Imperativ wie Judic. 9,29) ändern, da gar keine Veranlassung dazu vorliegt? — Koheleth 2,16 11״8בשכבר (nac11 Hiob 36,31 למכביר) heissen: ״denn in der Menge“ — aber dann müsste man zugleich ׳י■1898 שבבבר• — lb. 4,1 will der Herausgeber נעשים v״n עשו Ezech. 23,3. und עסותס (*aieachi 3 ,23) ableiten, allein das erste 111 העשוקים Notiz. Mr. Hormuzd Rassam ist nach Vollendung seiner zweiten assyrischen Expedition nach England zurückgekehrt, Er bringt eine reiche Sammlung von Alterthümern mit. Die Ergebnisse der letzten Reise sind mannichfacher, als die irgend einer Expedition, die seit den ersten Erforschungen unter der Leitung Layurd’s stattgefunden hat. Bald nach dem Beginn seiner Nachgrabungen in den Erdhügeln von Niniveh gelang es Hrn. Rassam, eine Stätte zu erforschen, ' die als verootenes Terrain galt. Dies war der Erdhügel Nebbi Eunus, das angebliche Grab des Propheten Jonah. In diesem Urdhügel entdeckte er Ueberreste von Palästen, die von Esarhadden und Sannacherib errichtet worden. Rassam’s Arbeiten haben zu der Auffindung einer g rossen Anzahl von Inschriften, darunter vieler von sehr grossem Interesse, geführt. Nach dem Süden zu besuchte er Nimrud, wo er seine Arbeiten in Tempel der Venus fortselzte. Dieses Gebäude, welches er während seiner früheren Expedition entdeckte, wurde nun gründlich untersucht, und es stellte sich heraus, dass es ein grosser offener Tempel sei, der die Schreine verschiedener Gottheiten enthielt. Man fand auch eine Anzahl von Sitzen in parallel laufend en Reihen geordnet, die einen Mittelflügel vom Hauptalt ar aus bildeten. Der jetzt wiedergefundene Plan scheint die Idee zu begünstigen, dass es eine Art von Forum war, in welchem kirchliche und andere Berathschlagungen abgehalten wurden. Rassam dehnte seine Operationen auf Fel der aus, die seit der I.ayard’' sehen Expedition unberührt geblieben, und er war im Stande, eine Reihe von Erfors chungen auf den Erdbügeln des alten Babylons auszuführen. Hier waren seine Entdeckungen höchst glänzend, in einem bisher unberührt gewesenen Erdhügel entdeckte er einen Palast Nebucadnezar’s m it reichen emaillirten Säulen, Baiken aus indischem Holz , und vielen Anzeichen, dass es ein äusserst prächtiges Gebäude gewes en. Seine Nachgrabungen in dem Erdhügel des Birs- Nimrud, der inuthmasslichen Stätte des Thurms von Babel, haben erwiesen, dass die Zerstörung dieses grossartigen Gebäudes nicht dem Blitz oder einem feindlichen Angriffe zuzuschreiben ist, sondern dass eine vulkanische Eruption das Gebäude! zertrümmert hatte Recensionsexemplare. (Fortsetzung.) 24) Festreden zur Feier der silb. Horbzeit des österr. Kaiserpaares. Von Dr. H. V o g el 81 ei n, Rabbiner in Pilsen. Selbstverlag. 25) Festrede zur goldenen Horbz eitsfeier des deutschen Kaiserpaares. von Rabbiner ür. D. Leimdörfer in Nordhausen 1819. Selbstverlag. 26) Rede zur Feier der goldenen Hochzeit des Herrn und Frau Jos. Ritter v. Werthheimer. Von Dr A. Jellinek. Wien 1879. Jacob Schlossberg. 27) J. Per inhart: Die deutschen Juden und Herr W. Marr. 2. Auflage. Lübau. R. Skrzeczek 1879, 28) F. Sailer: Die Juden und das deutsche Reich. Berlin 1879• Stahn. 29) Ehrenpforte für das Alter, für die Weisheit der Thora von J. Löwy. Gr. Kanizha 1879. 30) lllustrirter jüd. Kalender für 5640 (1830.) II. Jahrgang. Herausgegeben von Jul. Mayer. Halberstadt 1879. Preis 1 M. 31) lllustrirter israelitischer Volkskalender für das Jahr 5640. 28. Jahrgang. Herausgegeben von Jakob W. Pasc h eles. Prag 1880. — Preis 70 Pfg 32) Dikduke ha-Tamin des Ahron ben Mosche ben Äscher und andere alte grainmat.-massoreth. Lehrstücke zur Feststellung eines richtigen Textes der hebr. Bibel, mit Benutzung zahlreicher alter Handschriften zum ersten Male vollständig herausgegeben von S. Baer 11. H. L. Strack. Leipzig L. Fernau 1879 Berichtigung. In Nr. 23, S. 92a Z. 32 muss es statt: ״dem. Synheilrium“ heissen: ״der Notablenversammlung“. dem Verse ist als Abstraetum zu fassen: ״Die Bedrückung(en) dieda^eschehenA_(RedJ!_^^_ ' ־Verantwortlicher Redaetear Ür. Kahmer Magdeburg. Druck von H־Horbacb in Barby. Verlag von Robert Friese in Leipzig.