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Das jüdische Literaturblatt · 1878-12-25 · No. 52. (25.12.1878) · p. Seite 208

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 52. (25.12.1878)
Date
1878-12-25
Page
Seite 208 (sequence 4)
Language
German
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etewÜrch auf dieses Gebiet gerichtet bet, tritt es hattrer mehr su Tage, dsss wir es hier zumeist mit Leistungendes jüdischen Geistes zu than hebe». Es hatte sich eine eigentümliche Mytheamischung dabei herausgebildet Man benutzte nicht nur die Autorität! des timaisehen Orpheus, um aus seinen Gesängen das - Lob Moste und desDekslogs herausklingen zu lassen, noch weit aasgiebiger musste die altehrwürdige Sibylle herhatten, welche schon bei Beginn der griechischen wie rttmschen Geschichte eine mystische und prophetische Balle gespielt hatte und die mit grossem Geschick zur ,Schwiegertochter Noah'8* gestempelt wurde: Die acht ' sibyilinischen Bücher, welche von ungleichem Werth uad! von verschiedenen Verfassern sich durch den pathsatischen Schwung auszeichnen, mit dem sie sich an die Gewissen der Heidenwelt wenden, um das Heil des Monotheismus and die Verkehrtheit des Götzendienstes eindringlich und anschaulich zu schildern, nehmen daher aut diesem Literaturgebiet einen: hervorragenden Platz •in- und verdienen eine gründlichere und eingehendere Würdigung and Erforschung, als ihnen bisher zu Theil geworden. Schon aus diesem Grunde ist’ es dankbar aniwerkennen. dass Herr Dr Badt sich mit diesem, von der gelehrten Heere trasse abliegenden Gegeastahd׳ liebevoll und eingehend beschäftigt; Wir besitzen von diesem Gelehrten bereits eine in jeder Hinsichtsefaätzensr vnevttie Abhaodlung über Buch׳ III und hier liegt uns cioeStudie vor über das in der jüngsten Zeit sich einer besonderen Aufmerksamkeit erfreuende IV. Buch der ׳ »ibyllini sehen Orakel Ursprünglich ein Gymnasialpsegramm musste׳ sich die Studie an den ihr durch fUuserlicha Rücksicht gebotenen Baum und Rahmen halten. Es hat dies insofern sein Gutes als der Verfasser dadurch genötfaigt, wurde, nur sichere uadüberzeugende Resultate za biete». Wenn ״der volle Zweck dieser Arbeit der ist, der von Fried- lidb in der Einleitung zu seinem Orac. Sib. p. _XLII ausgesprochene Vemrathung über den Autor unseres Gestelltes näher za begründen und weiter aaszuführen“, _■o* ist er׳ sicherlich erreicht worden. Der Nachweis, dass der Vürftisser dieses IV. Orakels nur ein Jude rebbinfsehen oder pharisäischen Bekenntnisses sein kanr, ist' siegreich und schlagend geführt. Weniger evident1, allerdings anch־ nur vorsichtig und schüchtern 'vergetragen, ist die Hypothese Uber die Heimath des ■ Dichters.׳ Zweifellos ist sie Riemasien, dttss sie aber darum speziell als Karien bezeichnet werden‘ darf, well Sie oerttrettetfre pDUtifcferiiteraeifrPe’ 9B0d>enf4>rift: $aä OlttÄg,«־ äbchStetactfw: v8 /׳-־rVtqrc: ׳•—יי ®ttlin. Ctriftat RuWif äXoff«.. 8tipjig. b and) im neuen Sabigange bürg biefDlaauiibfultigfeU feine« inlereffairttn unb 3fl(chd bie alten greunbe ju feffeln unb neur ju gewinnen roijfen. alle ißoflanflalten unb -0! OTrf. a ©utbfjanblungen atonnemtnWpttt/^p t Qtttttsl: äiertfljiHftl. 3«t ütgejnang■ mm 9enoe<bfr(1n1grn otnsrift man btt Uoftbtfttttungt« auf Sftt. 1163 b« pro 1879. die Städte dieser Landschaft angeführt und mit Strtffgenchfen bedroht werden, scheint doch' sehr Problem«- tisch. Eis kann daraus ebensogut herrorgehen, dass diese Städte einen starken Judenhass entwickelt haben mögen. Antiochien könnte demnach sehr gut als das berühmte syrische gelten, welches durch seine Antipathie gegen Juden und Jüdenihum sich jederzeit hebvorthat, namentlich kurz nach der Zerstörung Jerusalems, 80 n. Chr., um welche Zeit das Gedieht entstanden ist, würde damit ganz gut stimmen. — Als überaus treffend und scharfsinnig heben wir die Textemendation zu' V. 152 ff. hervor, wobei das Gedicht mit1 Recht um einen Vers bereichert oder vielmehr der durch׳ die Nachlässigkeit der Abschreiber verloren gegangene Vers glücklich wieder hergestellt wird. Da>- gegen scheint uns die Schwierigkeit des ’®p* ij^xtpou in V. 3 noch nicht endgültig gelöst; wenn es auch richtig ist, dass!isfaXoio nicht auf 3׳־*׳1!<>ד>;, sondern auf fteoD bezogen werden darf, 80 erscheint doch die Auffassung von a?’ 7jyLSTsp«1» ״von Seiten unseres Gottes =־ im Namen״ in dieser ganzen Verbindnng seltsam und schwerfällig, obwohl es immerhin das Beete unter Allem bleibt, was bisher zur Erklärung dieser Stelle vorgeschlagen worden. Herr Dr. Badt hat sich das Verdienst erworben, das sonst wenig bekannte Gedicht einem weiteren Leserkreis zugänglich gemacht, die hauptsächlichsten Prägen Uber den Urheber und die Charakteristik dieses Orakels gelöst und auch zur Textkritik sehr wesentliche und werthvolle Beiträge geliefert zu haben. זכרון פבדד לעיד דוד von David Cohen׳ aus Wilna. Jerusalem 5629. חכמת שלמה von Religionslehrer Jacob H. Sperling.' Lemberg 1878. Von diesen zwei kleinen hebr. Schriften ist ersteres eine agadische Expectnration eines der Orthodoxie ergebenen palästinensischen Insassen, welcher' leider des Augenlichts beraubt ist und milde Theil nähme verdient, letzteres eine im vortrefflichen hebräisch abgefasste aus 5 Gesängen bestehende Hymne auf den grossen Rabbiner und Gelehrten Rappaport, dessen Neffe der Verfasser ist. Zu den bekannten Daten des Gefeierten fügt der Sänger interessante Familien-Mittheilungen und Episoden aus der Leidensgeschichte hinzu, welche der im Dienste religiöser Wissenschaft und Aufklärung unermüdliche Rappaport in Tamopol zu erdulden hatte —r> ״esS *C5S* Se׳zzL u 3;e 3,5מש .0, _ O» f Sjf« ־£׳&?es C S* 2* **.. “ *' -S8־g tu 11 •=1 i Da« in i. Äufl. «ri<$wne1te I .,Die Gicht1“ <utf)üU trvraau anamfange« 4uc זז• iolgr«i$en e«lbftb«$aKblung unb '£<tiung oon CW u. Mbtawafftmti Allen, meid?« an biefen liebeln ober 8rMitmtavtfj״fbfü«rr l«fben, fatnt* bie« u-arrnften« cmvfolfUn toeeben. ®in fln&nng oon At׳ ieften betueifl bie O0r|iiß({drMt bef INetlfobe. 1״elcb« f»d? laitftnbfadj b<< n*db"t bat. ®ret« M> $f.•) — *ui* M fft&rl. iJrofbect berf auf SJnnkb Ü ,erber grattt u franco Cb• «•WairUar, t‘rlM'1 k •«M;i <3ffberner Xhorafcbttmcf (®I Sbaim, 2ajj, 3?b) itt fürtfUerlfdbcV autfübvung, ju Sabrif־’ ptetfen }U brjieben oori 1592] 3. Säuffinann, SBudlftanblung. jfrantfutt a. TO. Titel und Inhaltsverzeichniss zn diesem Jahrgange __ folgt später._ *ramtworlUcbcr Redaeiear Dr. Silutr io Magdeburg. Druck voa H. Horbach in Barby. Verlag toq Robert Friaae in Leipzig. $eft\> r-^Kaatef,, £4nt$at1‘Pt&tn, ®beniaQä bähe fteti reitbbaltigeä Säger fertiger ®<fer*®täntel unb oerfenbe auf Setlangen gerne Srobe= :faarfe otte ©titfereien für ©pnagogen, . ftiefenten, 3e'd)nuugen unb Äofien-2In* tat @olb״ ©über unb ©eine, liefere bil- I (cbläge. 3. SaufftaauM, [ Utf. ia neitbatadPoHet git^fübruBfr 1 1591! SutbbaiibluM, fttranffmrt a. aü. 1 -י ־ ־ ־־ ' -- ־ ־

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