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Das jüdische Literaturblatt · 1878-12-18 · No. 51. (18.12.1878) · p. Seite 204

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 51. (18.12.1878)
Date
1878-12-18
Page
Seite 204 (sequence 4)
Language
German
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204 — lieh werden, wollte ich dies im Einzelnen erweisen!; aber sicher wird mancher wackere Mann in Israel zu seinem eigenen grossen Erstaunen aus diesen Werken• erfahren, dass er der Geschichte angehört. Geradezu seltsam ist hierbei Bäck’s Vorliebe für seine Familie und Cassel's für seine Vaterstadt und seine Jugendfreunde. Mit Achtung nennt gewiss Jeder, der sie kennt, Herrn A Placzek, Landrabb. in Boskowitz, Herrn Dr. Placzek, Rahbiner in Brünn; der Letztere hat ja erst jüngst die Leser dieser Zeitschrift so interessant unterhalten; aber eehören sie der Geschichte des Judenthums an? Wir "Tragen Cassel, der doch so viele grosse und kleine Hamen nennt; er erwähnt sie mit keinem Hauche; in der Darstellung des Dr. Back figuriren sie sehr bedeutaam. Das Warum? kann nur das Standesamt beant- Worten. Wieder lesen wir bei Cassel von Joseph Arnheim, dem jetzigen Direktor des Seesener Waisenhauses, von M. Wiener in Hannover, von Zedner, thit genauer Angabe des Geburtsortes Glogau und des Geburtsjahres; dem sei. Zedner,. dem übrigens wegen seines Charakters und seines Wissens hohe Achtung gebührt, ist ein weit grösserer- Raum gewidmet, als dem Prof. Grätz. Wir suchen diese Namen nun wieder bei Bäck, aber ver- V gebens; in der That, wie käme ein wackerer Schuldirektor, der sich um's Judentum praktisch und wissenschattlich wenig kümmert, in eine jüdische Geschichte? Aber alle die drei sind Landsleute des Verf.’s, die ersterwähnten wohl gar Cassel’s Sphuifreunde: darum wird ihnen dies Denkmal von der Pr^vatfreundschaft gesetzt.*) Einen anderen Grund weiss Ref..wenigstens nicht־ aufsafinden. Aber die jüdische Geschichte ist weder jl'. Bäck’sche Familiennoeh Glogauer Gemeinde-Domäne. Und Licht und Schatten ist wenigstens bei Cassel auch . sonst nicht gleich vertheilt. Es fehlen Männer׳ wie Dr. ■Kosch, der Vorkämpfer für die polnischen Rechte der Jaden in Preu>sen, den wohl jeder gebildete deutsche Israelit kennt. Ja einem so ausführlichen Register hätten am Ende auch Namen wie Derenburg, Harkavy, Neubauer auch nicht fehlen dürfen. Indess diese Aussteilung ist doch nur geringfügig, und beide Bücher, besonders aber das Bäck’sehe, verdienen angelegentliche Empfehlung für Schule und Haus und werden nützen und erfreuen. Z. i Kayserling, Dr. S., Die Juden in Spanien und Portugal und die Inquisition von Frederic David Mo* cotta — ins Deutsche übertragen. Hannover, Schmorl dfc v. Seefeld. 1878. Das englische Original dieser Schrift ist bereits in Nr. 45 vor. Jahrg ’s besprochen. Dem Schrittchen liegt, wie auch in der Vorrede mitgetheilt wird, eine Vorlesung zu Grunde, die der hochangesehene einflussreiche Herr Verfasser in einpm jüdischen Handwerker-Verein in London gehalten hat. In gediegener Kürze entrollt es •ins ein Bild dieser ärgsten Leidensperiode unserer Väter, zeigt uns, wie alle Martern und Qualen nicht im Stande waren, den Glauben aus ihrer Brust zu reisseu, und wie sie trotz aller, in der Geschichte aller Völker einzig dastehender Verfolgungen lebensfrisch sich erhielten und zum Segen des jeweiligen Vaterlandes allezeit in Wissenschaft, Handel und Gewerbe kräftig miteingrififen Das Schrifichen dürfte namentlich für die höheren Klassen unserer Religionsschulen, nicht minder aber zur häuslichen Lectiire eine willkommene Gabe sein. Die uns vorliegende Uebertragung ist eine durchaus wohlgelungene, die Sprache edel und gewandt, 80 dass die kleine Arbeit von dem frischen Colorit des Originals nichts eingebüsst hat. Wir hoffen daher dem Herrn Uebersetzer auf diesem Felde noch häufiger zu begegnen. W—g. *) Herr Dr. Wieher hat sich doch wohl dieses Ehrenplatzchen durch seine anerkannt tüchtigen Leistungen auf dem Gebiete der jüd. Geschichte redlich erworben. (Red.) gofHge ul jftele 'jifoftoafjenb/'dKrje ober $o%ti0gcbid)te 1mb Vorträge mebft Äufiüljrungen für ein,!nwi unb »e&tm fßerfonen in fjoebbeutfeb unb platt־ beuH$ oon SL grtakarrid). Cm Vitt: So• Stattenmdbcben. — ®er Bäcferjuuge. — ־®ine 3i8(untnn. — Situ Jtidpn. — jtlo|pan> ttadtauKber. — Sine Berliner Samte — Der tmkurger Srkeittmann unb feine baebbeutfebe grau. —!Cer ftafferflatfö. — Sin Zbpferjunge. —!Cie Jtlempnerfrau. —!Cer alte Seemann. — Wanke, Siebe, Hoffnung. — (bin reifenbet tymbtungSbicner. — Bet Sogetfänger. — ®er —!Cie Jtranjrebe. — ®er ©cbloffrr. — Cine greunbin bet Braut — ®te $3lerfrau. —!Cer fiebufterjunge. —!Cer fcanbelsjube. — Ser Ccbornfteinfegtr. — Stofe unb JRgrtfje. — Stau« unb &rete. — ®er Kaufmann. —!Cer ®ip*fqjurenlnabe. —!Cie SBidelfrau. — £od)< ptttgebiebt ju einem Boot Bsntoffeln. — ®et fBetnkänbier. — ®ie S5fr|ma<berin mit ber ®be« faaMkaube. -!Cie Zocktet bei Stegimmtt. — $«b|rittget>icbt mit einer Gd)0d)Ul 00U StkenS» mittet. — ®ie ®orf-Ädtbe. — 3um ®*W*"l für eine Same. — §0<k4eitkg'bid)te. — ®er 'Jtran.ergefeU. — ®te Bebärfniffe eines eigenen $autßanbe*. — Sieb 00m $eiratben. — ®et Oetbgirfiei. — Sk JBirterin mit ben ®rfUingS, Muken. — Sine alte grau mit einem groben «topf. —. ®et ®onbitorkurfebe — ®et alte €0lbaL — ®et Zifdtlertekning. — ®ottor Sfehlt. — ®er Bcbnriser. — ®ie ®äitnerin. t fltkemen $ockjeit. — Zo’n fülkernen $ul< tersbehk. — ßux gotbnen froebgeit — Zoafte Tarantwortüchw Redactenr fiT. unb ®rintfpcücbe. — SJreit 1 SRat'. 3״ ke» jieben gegen oorkerige Sinfenbung oon 1 ütart 10 Bfg. franco •ber Boftnacbnabnie burdj W. Hanke, Berlagsbucbbanblung 1562a') in Breiten. Im Unterzeichneten Verlage ist erschienen and durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Haudelageschichte der Jaden de« Aliertfcama. Nach deg Quellen erforsebt nnd zusammengestellt von [1544 Dp. 11. Herzfeld, Landesrabbiner von Braunschweig. Preis 6 Mark. Für alle' gebildeten Israeliten ist dieses für die Geschichte ihres Volkes hochwichtige Werk eines bedeutenden jüdischer» Gelehrten von höchstem Interesse. Brauaschweig. Jab. Helsir. Meyer. 3ft)11U)iid)cr auä bem Setlage oon 3. ftauffmann in jjrauffurt a. 3H Dikelberf«, ju Bübingert Steligiontbud), kekr. mit beutfebet Ueknf. 3. *uff. grb. SR. — 60. 9ntfait, SÄ. ft., erfte« bebr. Sefebürktcin für ist. Schulen. 4. oetb. SufL SR. —.35. 3«pk«t/ 3• SÄ«, §rbr. Sprachlehre mit pract. Hutgaben jum ®ebrauebe beim. Unter« riebt in ber btbr. ^pradje 1. Sktbeit. 3 Auflage geb. SR. i SO. 2. ״ SR 130. Dr. SÄ., §rbr. Schreib-Sefe» jübifd)«beulftben Bor« gihel mit litbogt., ktbner in Magdeburg. Druck von H. Horbach in Barby. Verlag von Robert Friese in Leipzig. fdjriften nebft Schreib■ unb Sefrregein. 5. nermebrte Huflage. geb. SR. —. 50. — — Xefilla t.jara $ebr. ®ebetbürbiein für bie ibr. 3ut)enb )um erften Unterricht im Uebetfehen metbobifd) eingeritbtet unb mit Bocabularium u. grammatifeben Sorbemer» lungert oerfebeu. ®tfter (Surfud. 5. Sufi, geb. S« —. 60. -3toeitekjEurfuä. 6. febt oerm. Suff. geb. SK. 1. — e>d)dnfd)reibeheft«, für jüb. ©urrentfrbrift. 4 $efte, ftujenmä^ig eingerichtet, §eft ä 12 Bf• £d>tt>ar)/ Dr. 3*« Sabbiner, ®taube unb Bflicbt• Sebtbucb bet idr. Stetigion für Scbu« len. 3. »uff. geb. SR. 1. 40 Stent, 8., (®irector Der i<r. Schule in SBürj« bürg), ®ie bibl. ®efebiebte, für i8r. Schulen etjäblL Siä )uv 31״iötung beS jroeiten Zempelk fortgefebt. 4. Slufl geb. 1. 40. ®eftBa, mit roärtlicber fübifeb-beutfeber Sine« arüberfekung non 3• SK. 3 9 P b e t. 3. Slufl. geb. SH. 1. 70. 93ei ®infübrung günftigfte Beoingungen. Sßieberoertäufern Slabbat. 3. ftauffmann, 6uc^f)anb[ung. grantfurt a. SR. [1590 DHC* Mit dieser ».übersenden wir unsern gesfli• Lesern ״za Channka“ eine ״snaniUssllaeiae Beilage,“ die deiaaelbesa am so vrlllhemntener •ein dürfte, ml• Herr Cantor Birnbaum dem- ■üehst ln dien. Bl. den Beweis in führen gedenkt, da•■ die iiblleke Mosas - Zur - Meladle durchaus nleht JUdleeben, ] •andern UlreH liehen Ur- 1 •prong• lat. (Bed.) £

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