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Das jüdische Literaturblatt · 1878-12-04 · No. 49. (4.12.1878) · p. Seite 196

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
7 (1878)
Issue
No. 49. (4.12.1878)
Date
1878-12-04
Page
Seite 196 (sequence 4)
Language
German
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4- 196 — Prot Kämpf bedeutsames Werk, bat unser Verf., wie wir tu zeigen noch Gelegenheit haben werden, seht oft Es*. benutzt Nur hätte er etwas mehr von der KämpFsdhen k Pietät fQr den alten Text mehr in sich aufnehmen sollen. Dieser Text ist gewiss nicht unfehlbar und einzelne kleine Correkluren erachten auch wir einem Kritiker gestattet Herr Dr. Köhler sieht ihn aber als £חוסך, פריצז - an, und was er unternimmt, geht über alles Mause, überschreitet um Meilen die äusserste Grenze des Krlaubten. Mit solcher Versetzung und Verschiebung ganzer und halber Kapitel, ganzer und halber Verse und Redetheile, mit einem derartigen Zusammenbringen und Durcheinanderwürfeln Von Unterst zu Oberst könnte man aus dem Buche der Könige eine Geschichte jedes beliebigen modernen Staates construircn. Kärapfs Verdienst besteht eben vor Allem darin, dass er uns das HL. in seiner Ganzheit, in der Zusammensetzung und Ordnung, und bei möglichster Wahrung des alten Textes, ▼erstehen und begreifen lehrt Wir wollen gewiss nicht Kämpfe Werk, welches merkwürdiger Weise gerade in jüdischen*) Blättern abfällig beurthteilt worden ist, mit dieser Broschüre etwa in Parallele bringen; wir glauben blos, dass nachdem der richtige Weg gebahnt iBt, ein junger Gelehrter diesen hätte weiter verfolgen sollen; nicht aber auf alte Abwege sich zu verirren, welche durchaus nicht?um Ziele geführt haben. Vers 1 hat Verf. ganz weggelassen, ohne für sein Verfahren einen Grund anzugeben. Wahrscheinlich hält «r die Ueherschrift für eine spätere Hinzufügung, weil sie 8alomo, den verschmähten, zurückgewiesenen Liebhaber, der an einzelnen Stellen des Baches (vgl. 8,11) sogar mit einer Art Ironie behandelt wird, als Dichter •1 Der gesch. Hr. Recensent scheint die Recension in Nr. 44 de■ literarischen Centralblattes“ von Zarn ke noch nicht gekannt 1a haben, als er Obiges schrieb. (Red.) desselben nennt. Der Ajusdruck אשר ist allerdings auffällig, weil er im ganze* Buche nicht wieder erscheint und an dessen Stelle immer das 01^ע}^ק-ש gesetzt ist. Allein dieser Grund reicht wohl hin, das Wort, nicht aber den ganzen S^tz für eine spätere Interpolation zu erklären. Das präpejs. ל in לשלמה braucht nicht den Verf, sondern Objekt des Liedes z1׳ bedeuten. Der Vers wäre zu übersetzen!: Lied der Lieder über Salomo, — d. h. Salomo : betreffend. Aehnlich •Tes. v, 1 לשירת דודי לכרמו Ygi• auch Ps. 72, 1, wo nicht blos blos Sept., Vulg, sondern auch Raschi, Ibn Esra und andere alte Grammatiker das Wort li-Schlomo in gleichem Sinne auffassen. Jedenfalls hätte die Streichung der ganzen Ueberschrift einer wissenschaftlichen Motivirang bedurft. Selbst die Hauptidee, von welcher Dr Köhler ausging und die ihn bei der ganzen Arbeit leitete, ist nur mangelhaft und wenig gründlich behandelt worden. Schon Prof. Kämpf wies (S. 155) auf die während der nachexilischea Tempelperiöde üblichen Tänze hin, deren im Talmud öfter Erwähnung geschieht. N. Brüll in seiner gründlichen und sehr werthvollen Recension des Kämpfschen Werkes (Jahrb. III S. 154) zieht die Mischna Taanit Ende heran, in welcher berichtet wird, dass am Sühnetage und am 15. Ab die Töchter Jerusalems aus der Stadt zogen und tanzten in den Weinbergen, bei welcher Gelegenheit die Jungfrauen, weissgekleidet, ihre resp. Vorzüge in sinnigen Sprüchen hervorzuheben pflegten und die Jünglinge aufforderten, ihre Wahl zu treffen. Die Vermuthung liegt also nahe, dass im HL. das Singspiel uns erhalten ist, welches bei genannten, festlichen Gelegenheiten ״beim Tanze vorgetragen und gesungen worden. ״Die Tj'öchter Jerusalems“und ,Weinberge* treten ja auch hier stark in den Vordergrund.“ (Forts. folgt.) Literarische Anzeigen. Abonnements-Einladung. Mit dem Januar-Hefte beginnt der acht- «adnraarigste Jahrgang der Monatsschrift für KeaeUehte ■ad Wissenschaft des Jadeatkuas. Hennegegeben von Dr. Z. Frankel, [16&6 fortgesetzt von Profeaaor Dr. H. Oraetsc. Dieselbe erscheint wie bisher pünktlich in 13 monatlichen Heften za 3 Bogen, welche regelmässig in den ersten Tagen jeden Monata versandt werden. Der Prünamerationspreia für den Jahrgang betrügt 9 Mk., za welchem Preise derselbe •tatre 11 •Ile Psataaatalten «ca I■־ mm* Aaalandcs, wie aach dlreet za beziehen ist. Ausserdem nimmt jede solide Bachhandluag Bestellungen entgegen. Nea hinzatreteadep Abonnenten liefern wir anf Wonach de& Jahrgang 1877 der Monatsschrift, soweit | der Vorrmth reicht, ■am Preise von 9 Mk., za demselben Preise aach Jahrgang 1878. Aach diese Jahrg&nge sind sa obigem Preis« durch sslle P»at- MMaltcn za beziehen. -r Wir b’lten am rechtzeitiges Abonnement, damit in der Versendung keine Verzögerung entsteht. Inserate,'die durchlaufende Petit-Zeile 220 Pf., finden die weiteste Verbreitung. Krntaschia, Pr. Posen, im November 1878. Jm Unterzeichneten Verlage ist erschienen and durch alle Bachhandlangen za beziehen: Hauctelsgeschichte der 7a4ea 40a AlteitUuma. Nach den Quellen erforscht and zusammengestellt von [1544 Dr. 1.. Hemfeld, Landesrabhiner von Braunschweig. Preis 6 Mark. Für alle gebildeten Israeliten ist dieses für die Geschichte ihres Volkes hoch wichäge Werk eines bedeutenden jirdischen Gelehrten־ von höchstem Interesse. Braanschweig. J*h. Helstr. Meyer. Durch die JSger ’sehe Buchhandlung in Frankfurt a. M. ist zu beziehen: [1475 Idehrbucl» der israelitischen Religion von H*aea Hauhelmer, ' isr. Religionslehrer, früher Rabbinatsverweser in Darmstadt Preis: 1 H. 20 Pf. Urtbeile einiger namhafter Sohulmanner and Rabbiner aber dieses Buch. (Schluss.) 4) Aus einer von dem berühmten Pädafogen Dr. FöIsing in der Allgemeinen chalzeitang veröffentlichten Recension: ״Herr Mannheimer hat mit Sorgfalt, mit Herzensgute and mit scharfem Nachdenken geschrieben. Wir wollen daher dem Buche recht viele Verbreitung beim israelitischen Religionsunterrichte wünschen, zumal es methodisch zweckmässig abgelasst ist. Die Aus-, wähl der Bibelsprüche ist sehr gut and zeigt in der Anwendung den erfahrenen Schulmann, 6) Anch die Gr. Oberstudien-Direction hat in einem an den Verfasser gerichteten Schreiben dieVorzüge diese■ Lehrbuchs anerkannt. Aus dem Verlage von J. Kau ffmann in Frankfurt a./M. als bewährt bestens empfohlen: R a h m e r, D r. M״ Hebr. Schreib- Lese-Fibel mit lithogr. jüdisch-deutschen Vorschriften nebst Schreib- und Leseregeln. 5. vermehrte Auflage. geb 60 Pf. -Tefillakezara Hebr.Gebetbüchlein für die isr. Jugend zum ersten Unterricht im Uebersetzen methodisch eingerichtetund mit Vocabularium und grammatischen V orbemerkungen versehen. Erster Cursus. 5. Aufl. geb 60 Pf. — — Zweiter Cursus. 5. sehr vermehrte Aufl. geb. 1 Mark. Bei Einführung günstigste Bedingungen. Wiederverkäufern Rabatt Frankfurt a./M J. Kauffmann, Buchhandlung. Srnftfditoad). *־^g Xamit bejeicf)net inan oft baä eefte 3ta> Oium bet immer aüglmeiner tnetbenbm Sungenfrantbeiten, gegen rotiere in bem SUerfdjen ״jjit gruftunb lungenkrank■ ijetten־‘ prattifebe ^eilootfcMüge gegeben finb, beten ffiettb aus ben jablreidjen ba* rin abgebrndten *rieften betoorgebt. 350t• tättjig u'nb gegen 60 üf. Ja Stiefmatten ju belieben bureb ®I)• f) 0 benlettner in fieipjig. [1602 ר ) B. L. Monasch & Co., _Vwj>to>ü*1hBAerei■__־ ו■r___ - - f5!!uwartBi5rKl>rt1irKnnH1eMBEg36Eirgr^S^OüTfförI7cF!fl,ß>rbyrrer5gTbn Robert Frieae in Leipzig. ) _״p

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